Der „deut­sche Char­lie She­en“am Herd

Hel­mut Reitz beim per­fek­ten Din­ner

Eichsfelder Tageblatt - - AUS DER REGION - Von Brit­ta Bie­le­feld

Göt­tin­gen/ber­lin. Seit Mon­tag wett­ei­fert ei­ne Grup­pe in der Tv-koch­show „Das per­fek­te Din­ner” um den Sieg. Mit­ten­drin: Hel­mut Reitz, 53jäh­ri­ger Im­mo­bi­li­en­ge­schäfts­mann aus Göt­tin­gen. Er steht als letz­ter in die­ser Wo­che am Herd, die Fol­ge ist am Frei­tag, 15. Sep­tem­ber, um 19 Uhr auf Vox zu se­hen.

Reitz kocht in Ber­lin, wo er ei­nen zwei­ten Wohn­sitz hat. Am Mon­tag be­wir­te­te Kat­ja, am Di­ens­tag An­jan und am Mitt­woch An­ja. Auf der Face­book­sei­te der Koch­show wird je­de Aus­strah­lung von den Zu­schau­ern mun­ter dis­ku­tiert, 70, 80 oder auch mal 100 Kom­men­ta­re sind es. Die­se Grup­pe al­ler­dings ist ein we­nig au­ßer­ge­wöhn­lich aus­ge­fal­len. Bei der 45-jäh­ri­gen An­ja war es die Ddr-es­ke Ei­che-rus­ti­kal-ein­rich­tung, die für Dis­kus­sio­nen sorg­te. Oft geht es in den Kom­men­tar­spal­ten na­tür­lich um die Koch­küns­te, die Be­wer­tung des Din­ners am En­de je­der Fol­ge und um die Aus­strah­lung der Teil­neh­mer. Wohl kaum je­mand zu­vor hat so po­la­ri­siert wie Reitz. Schon nach der ers­ten Fol­ge zeig­ten sich Zu­schau­er ob des Ve­ga­ner-ba­shings des Göt­tin­gers nicht ge­ra­de amü­siert. Fleisch­freund Reitz aber leg­te am Di­ens­tag noch kräf­tig drauf – was ihm knapp 400 Kom­men­ta­re ein­brach­te von „Hel­mut for Pre­si­dent” bis hin zu „Ober­pein­lich” und „der deut­sche Char­lie She­en” rei­chen die An­mer­kun­gen. „Ich find den sau­lus­tig und sym­pa­thisch, hab echt was zum La­chen”, so ei­ne wei­te­re Mei­nung.

Der auch in Göt­tin­gen als fei­er­freu­di­ger Par­ty­gän­ger be­kann­te Reitz hat sich wäh­rend der Show vor lau­fen­der Ka­me­ra kräf­tig ei­nen an­ge­säu­selt. Oder, wie er sel­ber sagt: „Ich war ganz schön voll.” Der Groß­teil der di­gi­ta­len Koch­show­com­mu­ni­ty at­tes­tier­te dem au­then­tisch wir­ken­den Ge­nuss­men­schen aber ei­nen ho­hen Un­ter­hal­tungs­wert. Statt pein­li­cher Funk­stil­le am Tisch wur­de mun­ter und in zü­gi­ger Fol­ge an­ge­sto­ßen, ge­wit­zelt, schwa­dro­niert und Kom­pli­men­te aus­ge­tauscht, als wä­re man ganz un­ter sich – feucht­fröh­lich und im­mer freund­lich. „Die Re­so­nanz nach der Aus­strah­lung war enorm”, sagt Reitz an­schlie­ßend. Face­book, Whats­app und Co stan­den nicht still. „Mei­ne Leu­te fan­den es groß­ar­tig”, sagt er. Reitz, der der­zeit ein paar Wo­chen in Mar­bel­la ver­bringt, schert sich we­nig um sei­ne Kri­ti­ker. „Ich weiß ja, dass ich so bin. Und ich bin au­then­tisch”, sagt er. Zwar ha­be er sei­tens des Sen­ders nach der Di­ens­tag-fol­ge ei­nen klei­nen Hin­weis be­kom­men, es et­was mo­de­ra­ter an­ge­hen zu las­sen, für Frei­tag aber ver­spricht der Göt­tin­ger noch ein­mal „ein rich­ti­ges Feu­er­werk”. Dann näm­lich ist er der Gast­ge­ber. Und er will es rich­tig kra­chen las­sen.

Reitz’ Koch­küns­te sind le­gen­där, er stell­te sie 2011 schon ein­mal er­folg­reich bei der „Kü­chen­schlacht” im ZDF mit Jo­hann La­fer und Al­fons Schubeck un­ter Be­weis. Am Frei­tag, so viel ver­rät der Göt­tin­ger mit dem mar­kan­ten La­chen, ge­be es un­ter an­de­rem Thun­fisch und Avo­ca­do, Rin­der­fi­let und Pfif­fer­lin­ge und be­schwips­te Him­bee­ren – und Gäs­te.

Ich weiß ja, dass ich so bin. Und ich bin au­then­tisch. Hel­mut Reitz , Hob­by­koch

FO­TO: MG RTL D

Frei­tag am Herd: Hel­mut Reitz ver­spricht ein „Feu­er­werk“.

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