Schwar­zer Su­per­held

Fri­scher Wind im Mar­vel-uni­ver­sum: „Black Pan­ther“kämpft für sei­ne Rech­te

Eichsfelder Tageblatt - - KINO - Von Mar­tin Schwi­ckert

Als Mar­vel 1966 mit der Fi­gur des Black Pan­ther sei­ner Le­ser­schaft den ers­ten schwar­zen Su­per­hel­den prä­sen­tier­te, war der Co­mi­c­ver­lag auf der Hö­he der Zeit. In den USA es­ka­lier­ten die Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Bür­ger­rechts­be­we­gung, die Black Pan­ther Par­ty for Self-de­fen­se grün­de­te sich, die sich als Al­ter­na­ti­ve zur ge­walt­lo­sen Stra­te­gie Mar­tin Lu­ther Kings ver­stand. Wenn das Mar­vel-im­pe­ri­um heu­te den Black Pan­ther in sein Re­per­toire auf­nimmt, ist das über­fäl­lig.

Chad­wick Bo­se­man spielt ent­spannt den Herr­scher T’chal­la. Des­sen Kö­nig­reich Wakan­da hat sich im Ur­wald zu ei­ner High­tech­kul­tur ge­mau­sert. Aber T’chal­la ali­as Black Pan­ther muss er­ken­nen, dass sich sein Uto­pia nicht län­ger ver­ste­cken kann. Zum ei­nen strebt Bö­se­wicht Klaw (fies: An­dy Ser­kis) da­nach, das hei­mi­sche Wun­der­me­tall Vi­bra­ni­um auf dem Welt­markt zu ver­hö­kern. Zum an­de­ren for­dert Cou­sin Erik (Micha­el B. Jor­dan) den Thron. Re­gis­seur Ryan Coog­ler ver­bin­det kul­tu­rel­le und po­li­ti­sche Be­zü­ge stim­mig mit den Er­war­tun­gen an ei­nen Su­per­hel­den­film. „Black Pan­ther“bringt fri­schen Wind ins selbst­zu­frie­de­ne Mar­vel-uni­ver­sum. ★★★★☆

„Black Pan­ther“, Re­gie: Ryan Coog­ler, 134 Mi­nu­ten, FSK 12

FO­TO: DIS­NEY

Ziem­lich ent­spann­ter Held: Black Pan­ther ali­as T'chal­la (Chad­wick Bo­se­man).

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