Wunsch wird Wirk­lich­keit

Die klei­ne Ma­le­di­ven-In­sel Ve­laa er­füllt Ur­laubs­träu­me

Elle Decoration (Germany) - - INHALT -

Es war ein­mal ein rei­cher Mann. Der hat­te ei­ne schö­ne Frau. Und ge­mein­sam hat­ten sie die­sen gro­ßen Traum: ei­ne In­sel mit Strän­den so weiß wie Schnee. Tür­kis und klar die See. Wun­der­schö­ne Häu­ser mit Bö­den aus Eben­holz. Aus die­sem Traum er­schu­fen sie „Ve­laa Is­land“. Und da sie nicht ge­stor­ben sind, le­ben sie dort noch heu­te ... Das zwar nicht im­mer, aber zu­min­dest zwei Mo­na­te im Jahr ver­brin­gen der tsche­chi­sche Un­ter­neh­mer Ji­ri Sme­jc und sei­ne Frau Radt­ka auf ih­rer Lieb­lings­in­sel, in die sie so vie­le Ide­en und Ener­gie ge­steckt ha­ben. Durch ih­re Check­lis­te, was sie sich von der ei­ge­nen In­sel wünsch­ten, hat „Ve­laa Pri­va­te Is­land“vie­les be­kom­men, was sich Ho­tel­in­ves­to­ren de­fi­ni­tiv ver­knif­fen hät­ten. Ei­nen 9-Loch-Golf­platz zum Bei­spiel. Ein ja­pa­ni­sches Ster­ne-Re­stau­rant in ei­nem fu­tu­ris­ti­schen Turm. Ei­nen über­dach­ten Ten­nis­platz, der durch rie­si­ge Ven­ti­la­to­ren im­mer mit ei­ner küh­len Bri­se aus­ge­stat­tet ist. Ei­nen ei­ge­nen Tem­pel für Yo­ga. Oder ei­ne Vil­la mit­ten in der La­gu­ne, die nur mit dem Boot zu er­rei­chen ist ... Und wel­che Ho­tel­ket­te hät­te sich ein Heer von 200 Gärt­nern, „Mi­che­lin“-ge­kür­ten Chefs, fran­zö­si­schen Pa­tis­siers, Jo­sé Ma­ría Ola­zá­bal als Golf­ar­chi­tek­ten und da­zu noch ei­ne Rie­ge her­aus­ra­gen­der But­ler für das Team ge­leis­tet? Ha­ben Sie be­reits Mit­leid mit dem am­tie­ren­den Ge­ne­ral Ma­na­ger? Brau­chen Sie nicht! Michal Sme­jc, der jün­ge­re Bru­der von Ji­ri, ist sich be­wusst, dass aus die­ser In­sel kei­ne Gold­gru­be wird. „Da­für war das Kon­zept nie an­ge­legt und wä­re

auch nicht durch­zu­hal­ten“, ge­steht er lä­chelnd. Aber so ein Pro­jekt in Fa­mi­li­en­hand zu las­sen hat ver­mut­lich trotz­dem ei­ne Men­ge Vor­tei­le, passt bes­ser zum Spi­rit von „Ve­laa“und wur­de auch schon gleich in der Bau­pha­se in­ten­siv er­probt. Nicht nur Pé­ter Kolár – ein en­ger Freund der Fa­mi­lie – wur­de als De­si­gner und Ar­chi­tekt ins Boot ge­holt. Auch die da­mals drei­jäh­ri­ge Toch­ter der Ei­gen­tü­mer durf­te sich im Kin­der­land ver­wirk­li­chen. Er­geb­nis: bei­des krea­ti­ve Meis­ter­leis­tun­gen. Wäh­rend in an­de­ren Lu­xus­re­sorts der Ma­le­di­ven das De­sign mal sehr mo­dern, mal sehr tra­di­tio­nell eth­nisch aus­fällt, ge­lang Kolár ein schö­ner Mix. Ku­bi­sche Grund­ris­se, dunk­le Höl­zer, Glas und Sand­stein. Herr­li­che au­ßen und in­nen lie­gen­de Bä­der. Dimm­ba­res Licht be­strahlt sanft schilff­ar­be­ne Lei­nen­so­fas, Kelims, asia­ti­sche Ac­ces­soires und ei­ni­ge Ak­zen­te in Gold. Und im­mer wie­der wird der Blick ge­fan­gen von Bil­dern und zar­ten Mus­tern, ab­ge­lei­tet aus dem Pan­zer der Schild­krö­te. Denn Ve­laa heißt genau das in der Lan­des­spra­che Dhi­ve­hi: Schild­krö­te. In die­sem Set­ting las­sen sich die ty­pisch ma­le­di­vi­schen Ta­ge dop­pelt glück­lich ge­nie­ßen. Dass man auf den win­zi­gen In­sel­chen nur in der Son­ne rum­lie­gen kann, ist bloß ein Vor­ur­teil (meist de­rer, die noch nie dort wa­ren). Fa­vo­rit un­ter den Tro­pen­ver­lo­ckun­gen: die kun­ter­bun­te Un­ter­was­ser­welt. Al­so un­be­dingt ab­tau­chen!

Ve­laa ver­dient den Ti­tel „Pri­va­te Is­land“: Nur wer für sich selbst plant, leis­tet sich die­sen Lu­xus

1. Dunk­le Höl­zer und heller Sand­stein be­stim­men die In­te­ri­ors. 2. Der von Jo­sé Ma­ría Ola­zá­bal ent­wor­fe­ne 9-LochGolf­platz. 3. Das ja­pa­ni­sche Ster­neRe­stau­rant „Ta­va­ru“hat den schöns­ten Aus­blick. 4. Das Tor zum Cla­rins-Spa

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.