SO FEMININ!

Ei­ne grie­chi­sche Ar­chi­tek­tin und ei­ne fran­zö­si­sche In­te­rior­de­si­gne­rin schu­fen ge­mein­sam ein Haus vol­ler Leich­tig­keit und Ele­ganz

Elle Decoration (Germany) - - DIE NEUE LEICHTIGKEIT - Fo­tos: JE­AN-FRANCOIS JAUSSAUD

Ge­konnt do­sier­te Sand- und Braun­tö­ne schen­ken den gro­ßen Räu­men Wär­me und Wohl­ge­fühl

Wenn sich gleich drei Frau­en mit aus­ge­präg­ter Krea­ti­vi­tät, Fan­ta­sie und Vor­stel­lungs­kraft ei­nem neu­en Haus wid­men, kann nur et­was Au­ßer­ge­wöhn­li­ches ent­ste­hen. So wie bei die­sem lu­xu­riö­sen An­we­sen, das auf ei­ner An­hö­he über At­hen liegt. Die Ei­gen­tü­me­rin, ei­ne er­folg­rei­che grie­chi­sche Ge­schäfts­frau, hat­te sehr kon­kre­te Vor­stel­lun­gen: Sie wünsch­te sich ei­nen kom­for­ta­blen Rück­zugs­ort, aber groß­zü­gig ge­nug, um auch als Treff­punkt für die ge­sam­te Fa­mi­lie und den um­fang­rei­chen Freun­des­kreis zu die­nen. Als Ar­chi­tek­tin such­te sie ei­nen der re­nom­mier­tes­ten

Na­men Grie­chen­lands aus: Jen­ny No­mik­ou gilt als die Spe­zia­lis­tin für die Ver­bin­dung von Tra­di­ti­on und Mo­der­ne. Die Gestal­tung des In­te­ri­ors über­nahm Dé­bo­rah Com­te-Li­ai­g­re, Art-Di­rek­to­rin des fran­zö­si­schen In­te­rior­la­bels Li­ai­g­re. Be­geis­tert von der ex­po­nier­ten La­ge des Grund­stücks mit sei­nen für At­hen ein­zig­ar­ti­gen Licht­ver­hält­nis­sen, zeich­ne­te Jen­ny No­mik­ou ein Haus mit vie­len Fens­ter­flä­chen und fünf Ter­ras­sen auf un­ter­schied­li­chen Ebe­nen. Das wie­der­um wur­de zur Her­aus­for­de­rung für die In­nen­ar­chi­tek­tin: Dé­bo­rah Com­te-Li­ai­g­re muss­te Har­mo­nie zwi­schen den in­ne­ren und äu­ße­ren Le­bens­räu­men des Hau­ses schaf­fen und obend­rein dar­auf ach­ten, dass sämt­li­che Ter­ras­sen ei­ne sti­lis­ti­sche Ein­heit bil­den. Nicht min­der kom­plex war die Auf­ga­be, den fast hal­len­ar­ti­gen Räu­men des Hau­ses Wär­me und Be- hag­lich­keit zu ge­ben. Com­te-Li­ai­g­re wähl­te aus den Kol­lek­tio­nen des ei­ge­nen Un­ter­neh­mens Mö­bel in dunk­len Holz­tö­nen, kom­bi­niert mit Stof­fen in Na­tur­far­ben wie Braun, Bei­ge und Ecru. Sei­den­tep­pi­che und Cash­me­re-Plaids brin­gen durch ih­re Hap­tik ein wei­te­res Plus an Wohn­lich­keit. Für stär­ke­re Farb­ak­zen­te und Brü­che sorg­te schließ­lich die Haus­her­rin mit ih­rer pri­va­ten Kunst­samm­lung: Ge­mäl­de und Skulp­tu­ren neh­men den Räu­men die Stren­ge und de­mons­trie­ren durch ih­re un­ter­schied­li­che Herkunft Welt­of­fen­heit.

Das Er­geb­nis der har­mo­ni­schen Zu­sam­men­ar­beit

die­ser drei Frau­en ist ein ein­zig­ar­ti­ges Haus, das be­wusst zeigt: Hier sol­len Men­schen le­ben und sich wohl­füh­len. Laut Dé­bo­rah Com­te-Li­ai­g­re ist die­ser le­bens­na­he Rea­lis­mus sehr sym­pto­ma­tisch für ei­nen Wan­del in der Denk­wei­se ih­rer Kli­en­ten: Das Zu­hau­se als Show­room war ges­tern! Viel­leicht macht es aber auch ei­nen Un­ter­schied, ob Frau­en oder Män­ner die Pla­nung und Gestal­tung ei­nes Hau­ses an­ge­hen: Der Hang zu Sta­tus­sym­bo­len ist wohl doch eher männ­lich.

Lin­ke Sei­te: Das Bett wur­de spe­zi­ell für die­ses Schlaf­zim­mer ent­wor­fen, Bank und Leuch­ten von Li­ai­g­re. Die­se Sei­te links:Vor der Trep­pe aus dunk­ler Ei­che ei­ne Kon­so­le aus Bron­ze von Eric Sch­mitt für Li­ai­g­re. Un­ten:Das Gäs­te­bad glänzt mit ei­ner Wasch­schüs­sel aus Bron­ze von Li­ai­g­re

Links: Für Wän­de und Bo­den im Bad wur­de Ca­la­cat­taS­ta­tua­rio-Mar­mor ge­wählt, der durch sei­nen rein­wei­ßen Grund­ton be­sticht. Ar­ma­tu­ren: Dorn­bracht, Bank: Li­ai­g­re. Un­ten: Der schlich­te Ein­gang mit Leuch­ten von Nau­tic by Te­kna

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