Das gro­ße Glit­zern …

Or­te, an de­nen man Ster­ne zäh­len kann

Elle Decoration (Germany) - - INHALT -

Die Wüs­te Na­mi­bi­as gilt un­ter Ster­nen­gu­ckern als Hots­pot. Aber kei­ne Sor­ge, um ei­nen au­ßer­ge­wöhn­lich fun­keln­den Nacht­him­mel se­hen zu kön­nen, muss man nicht bis nach Afri­ka rei­sen. Im Jahr 2014 er­nann­te die IDA, die In­ter­na­tio­nal Dark-Sky As­so­cia­ti­on, die sich ge­gen Licht­ver­schmut­zung en­ga­giert, den Na­tur­park West­ha­vel­land in Bran­den­burg zum ers­ten of­fi­zi­el­len Ster­nen­park in Deutsch­land, mitt­ler­wei­le gibt es zwei wei­te­re. Ein nächt­li­cher Be­such in die­sen dunk­len Re­gio­nen, in de­nen kei­ne künst­li­chen Licht­quel­len stö­ren, wird be­lohnt: Milch­stra­ße, Ster­nen­ne­bel und weit ent­fern­te Ga­la­xi­en las­sen sich selbst mit blo­ßem Au­ge er­ken­nen.

NA­TUR­PARK WEST­HA­VEL­LAND

Nur rund 70 Ki­lo­me­ter von Ber­lin ent­fernt liegt das mit 1380 Qua­drat­ki­lo­me­tern größ­te Na­tur­schutz­ge­biet Bran­den­burgs (ster­nen­park-west­ha­vel­land. de) – es ist gleich­zei­tig auch ei­nes der dun­kels­ten Ge­bie­te Deutsch­lands. Kann es al­so ei­nen bes­se­ren Platz für ei­nen Ster­nen­park ge­ben? Das gan­ze Jahr über lässt sich hier das nächt­li­che Him­mels­spek­ta­kel be­ob­ach­ten – be­son­ders gu­te Sicht hat man im Früh­jahr und im Herbst im Ge­biet zwi­schen Gül­pe und Nenn­hau­sen. Be­ach­ten Sie bei der Pla­nung Ih­res Be­suchs auch die Mond­pha­sen: Bei kom­plet­ter Dun­kel­heit lässt sich näm­lich nicht nur die Milch­stra­ße er­ken­nen, son­dern auch das so­ge­nann­te Airg­low – ein mil­chi­ges Leuch­ten am gan­zen Him­mel.

NA­TIO­NAL­PARK EI­FEL

2014 hat sich auch der Na­tur­park Ei­fel (na­tio­nal park-ei­fel.de) of­fi­zi­ell als Ster­nen­park qua­li­fi­ziert. Be­reits bei der An­kunft im Park, der rund 65 Ki­lo­me­ter ent­fernt von Köln liegt, lässt sich die Milch­stra­ße er­ken­nen. Wer nach ei­ner pri­va­ten Er­kun­dungs­tour noch mehr er­fah­ren will, nimmt an ei­ner ge­führ­ten Ster­nen­wan­de­rung durch den Park teil. Da­bei er­fährt man nicht nur Neu­es über die ver­schie­de­nen Him­mels­bil­der, son­dern auch über die Ar­ten­viel­falt der im Park le­ben­den Tie­re, die von der na­tür­li­chen Dun­kel­heit oh­ne künst­li­ches Licht pro­fi­tie­ren. In der As­tro­no­mie-Werk­statt „Ster­ne oh­ne Gren­zen“gibt es au­ßer­dem die Mög­lich­keit, um­lie­gen­de Ga­la­xi­en durch Te­le­sko­pe und Groß­feld­ste­cher ge­nau­er zu be­trach­ten.

NA­TIO­NAL­PARK RHÖN

Zwi­schen den Bun­des­län­dern Bay­ern, Hes­sen und Thü­rin­gen liegt die Re­gi­on Rhön. Hier be­fin­det sich der drit­te Ster­nen­park Deutsch­lands (ster­nen­park­rho­en.de). In gu­ten Näch­ten las­sen sich Stern­schnup­pen­re­gen und zahl­rei­che Dop­pelster­ne ent­de­cken. Die bes­te Aus­sicht im Park ver­spre­chen der Weid­berg, der Ge­ba-Berg und das Schwar­ze Moor. Tipp: Et­wa ein­ein­halb Stun­den nach Son­nen­un­ter­gang prä­sen­tiert sich der Him­mel von sei­ner dun­kels­ten Sei­te, dann sind die Ster­ne am deut­lichs­ten zu er­ken­nen.

AUCH LOHNENSWERT …

Am höchs­ten Punkt Deutsch­lands las­sen sich die Ster­ne na­tür­lich auch be­son­ders gut be­ob­ach­ten – auf der Zug­spit­ze in 2962 Hö­hen­me­tern! Eben­falls emp­feh­lens­wert: Die Ge­gend um die Meck­len­bur­gi­sche Se­en­plat­te, sie ge­hört zu den Or­ten mit der ge­rings­ten Licht­ver­schmut­zung. Auch auf ei­ni­gen deut­schen Nord­see­inseln kann man ganz wun­der­bar Ster­ne zäh­len. Zum Bei­spiel auf Sylt oder Nor­der­ney – wer mag, über­nach­tet in Schlaf­strand­kör­ben di­rekt am Meer. Ro­man­tisch!

Et­wa ein­ein­halb Stun­den nach Son­nen­un­ter­gang las­sen sich die Ster­ne be­son­ders gut be­ob­ach­ten!

Drei Ster­nen­parks gibt es be­reits in Deutsch­land – und vie­le fun­keln­de Or­te

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