Goog­le-Mut­ter will bei Lyft ein­stei­gen

Wer­ben um Fahr­dienst-Ver­mitt­ler

Ems-Zeitung - - WIRTSCHAFT -

AFP OS­LO. Der nor­we­gi­sche Au­ßen­mi­nis­ter Bør­ge Bren­de wird Prä­si­dent des Welt­wirt­schafts­fo­rums (WEF) in Da­vos. Das teil­te Bren­de ges­tern selbst in Os­lo mit. Er wer­de Mit­te Ok­to­ber von sei­nem Re­gie­rungs­amt zu­rück­tre­ten, er­klär­te der 51-Jäh­ri­ge.

Bren­de lob­te das WEF als un­par­tei­ische Or­ga­ni­sa­ti­on, die „Ver­trau­en bil­den kann.“Nie sei sie so wich­tig ge­we­sen wie heu­te.

Bren­de be­gann sei­ne po­li­ti­sche Kar­rie­re in den 80erJah­ren in der kon­ser­va­ti­ven Par­tei Nor­we­gens. In der Re­gie­rung war er be­reits Um­welt­mi­nis­ter und Wirt­schafts­mi­nis­ter. Seit 2007 ge­hört er dem WEF an. Zwi­schen 2008 und 2009 so­wie zwi­schen 2011 und 2013 war er ei­ner der Ge­schäfts­füh­rer. dpa NEW YORK. Die Goo­gleMut­ter Al­pha­bet will laut Me­dien­be­rich­ten groß beim Uber-Kon­kur­ren­ten Lyft ein­stei­gen. Es kön­ne um ei­nen Be­trag von ei­ner Mil­li­ar­de Dol­lar ge­hen, schrie­ben der Fi­nanz­dienst Bloom­berg und das „Wall Street Jour­nal“. Ein sol­cher De­al wür­de die Fron­ten in dem Mo­bi­li­täts­ge­schäft noch ein­mal ver­schie­ben: Al­pha­bet ist auch ein be­deu­ten­der In­ves­tor bei Uber, strei­tet mit dem be­kann­tes­ten Fahr­dienst-Ver­mitt­ler aber zu­gleich vor Ge­richt um Ro­bot­er­wa­gen-Tech­no­lo­gie.

Al­pha­bet wä­re nicht der ers­te In­ves­tor, der ver­sucht, sich An­tei­le an meh­re­ren Fahr­dienst-An­bie­tern zu si­chern. So ist der ja­pa­ni­sche Tech­no­lo­gie-Kon­zern Soft­bank be­reits an meh­re­ren Uber-Kon­kur­ren­ten be­tei­ligt. Jetzt will die Fir­ma dem „Wall Street Jour­nal“zu­fol­ge auch bis zu 22 Pro­zent an Uber er­wer­ben und da­für rund zehn Mil­li­ar­den Dol­lar in die Hand neh­men. Im Ge­spräch sei ei­ne Auk­ti­on, bei der Soft­bank An­tei­le heu­ti­ger In­ves­to­ren kau­fen könn­te, hieß es.

Das wä­re zwar die bis­her größ­te Ein­zel­in­ves­ti­ti­on in ein Start-up. Für Uber, das in frü­he­ren Fi­nan­zie­rungs­run­den be­reits mit bis zu 69 Mil­li­ar­den Dol­lar be­wer­tet wur­de, wür­de das aber ei­nen deut­li­chen Preis­ab­schlag be­deu­ten. Ei­ni­ge In­ves­to­ren sorg­ten sich des­halb, dass dies den an­vi­sier­ten Bör­sen­gang er­schwe­ren könn­te.

Zu­gleich war Uber zu­letzt im­mer wie­der von Skan­da­len er­schüt­tert wor­den, die sich auch auf das An­se­hen des Di­ens­tes bei den Kun­den aus­wirk­ten. Und ei­ni­ge Uber-In­ves­to­ren ar­gu­men­tier­ten, dass Soft­bank das Geld sonst in Ri­va­len ste­cken könn­te.

Soft­bank ist be­reits an den Fahr­diens­ten Di­di Chu­xing in Chi­na, Ola in In­di­en, Gr­ab in Sin­ga­pur so­wie 99 in Bra­si­li­en be­tei­ligt. Lyft ist bis­her nur in den USA ak­tiv, denkt aber laut Me­dien­be­rich­ten über ei­ne in­ter­na­tio­na­le Ex­pan­si­on nach.

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