PRESSESCHAU

Ems-Zeitung - - EINBLICKE -

Die Zei­tung kommentiert das Pes­co-Mi­li­tär­pro­jekt der EU: „Hof­fent­lich bleibt die Eu­ro­päi­sche Uni­on bei die­sem Pro­jekt nicht ste­hen, son­dern ent­wi­ckelt end­lich die Steu­er-, Fi­nanz- und So­zi­al­uni­on wei­ter, so wie es der fran­zö­si­sche Staats­prä­si­dent Ma­cron vor­ge­schla­gen hat. Be­dau­er­lich wä­re, wenn die Bun­des­re­gie­rung un­ter der Füh­rung von Kanz­le­rin Mer­kel Pes­co nur zu­ge­stimmt hät­te, um die strit­ti­ge­ren Vor­schlä­ge Ma­crons nicht mehr dis­ku­tie­ren zu müs­sen. Das wä­re ein fau­ler Kom­pro­miss. Die EU muss auch nach Pes­co wei­te­re Schrit­te un­ter­neh­men, um das Fern­ziel ei­ner Ver­tei­di­gungs­uni­on er­rei­chen zu kön­nen.“ Das Lon­do­ner Blatt meint: „Po­len hat be­reits sei­ne Zwei­fel ge­äu­ßert. Die USA blei­ben skep­tisch, dass Na­to-Mit­glied­staa­ten tat­säch­lich mehr Geld (für die Ver­tei­di­gung) be­reit­stel­len. Und sie ver­mu­ten zu Recht, dass die Ener­gie, die auf die Pes­co ge­rich­tet wird, we­ni­ger mit der Angst vor Russ­land als mit dem Wunsch zu tun hat, sich ge­gen künf­ti­gen Druck durch US-Prä­si­dent Do­nald Trump zu wapp­nen. Letz­ten En­des könn­te ein Keil zwi­schen Ost- und We­st­eu­ro­pa so­wie zwi­schen Ame­ri­ka und die EU ge­trie­ben wer­den.“ Die Wie­ner Zei­tung äu­ßert zu Trumps Asi­en-Rei­se: „Na­tür­lich ist es fein, dass die gro­ße Fahrt des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten weit­ge­hend oh­ne Twit­terFu­ror, Skan­da­le und Aus­fäl­lig­kei­ten ge­blie­ben ist. Und weil Do­nald Trump tat­säch­lich nichts da­für kann, dass sein phil­ip­pi­ni­scher Amts­kol­le­ge Ro­d­ri­go Du­ter­te zu sei­nen Eh­ren beim Staats­ban­kett ein Lie­bes­lied (Du bist das Licht) vor­trug, könn­ten Spöt­ter glatt mei­nen, auch ein blon­des Huhn fän­de mit­un­ter ein Korn. Feh­ler­frei­heit be­deu­tet al­ler­dings noch lan­ge kei­ne Feh­ler­frei­heit. Denn wer die Form ei­ni­ger­ma­ßen zu wah­ren im­stan­de ist, muss sich erst recht nach In­hal­ten fra­gen las­sen.“ Das Münch­ner Blatt be­tont zum Kli­ma-Streit: „Teil eins des Um­baus hat in Deutsch­land schon be­gon­nen, mit dem mas­si­ven Aus­bau er­neu­er­ba­rer Ener­gi­en. Jetzt steht Teil zwei an: das En­de fos­si­ler Altener­gi­en. Denn ei­ne Ener­gie-Wen­de, die letzt­lich doch das Ne­ben­ein­an­der von Ökostrom und Koh­le dul­det, ver­dient den Na­men nicht. Sie nutzt auch dem Kli­ma we­nig.“

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