Im Nach­teil

Ems-Zeitung - - WIRTSCHAFT - Von Bar­ba­ra Glo­se­mey­er ak­tu­el­les@noz.de

Die bit­te­re Wahr­heit ist: Der Ham­bur­ger Ha­fen kann die Wett­be­werbs­nach­tei­le durch die feh­len­de Fahr­rin­nen­an­pas­sung kaum noch kom­pen­sie­ren. Den­noch ist der Ver­weis der Ha­fen­ma­na­ger dar­auf, wie wich­tig die Elb­ver­tie­fung für den Ha­fen ist, auf Dau­er zu ein­fach. Wer in ei­nem in­ter­na­tio­nal boo­men­den See­trans­port­ge­schäft nicht mit­wächst, hat mit struk­tu­rel­len Män­geln und haus­ge­mach­ten Feh­lern zu kämp­fen.

So ist der Ha­fen nach Mei­nung vie­ler Ha­fen­un­ter­neh­men nicht fit ge­nug für die di­gi­ta­le Schiff­fahrts­zu­kunft. Die „In­dus­trie 4.0“, die For­mel für di­gi­ta­le Haf­en­tech­nik und -lo­gis­tik, ist zur­zeit nur ein­ge­schränkt wett­be­werbs­fä­hig.

Und ei­nen Nach­teil wird der Nord­see-Ha­fen Ham­burg an der El­be nie aus­glei­chen kön­nen: Er bleibt ein Ti­de­ha­fen, ab­hän­gig von Eb­be und Flut, mit ewi­ger Fahr­rin­nen­an­pas­sung und viel Schlick im Ha­fen­be­cken, der aus­ge­bag­gert wer­den muss. Um­so mehr ent­schei­den nicht nur wett­be­werbs­fä­hi­ge Trans­port­we­ge über die Zu­kunft des Ham­bur­ger Ha­fens, son­dern auch krea­ti­ve Ide­en, al­ter­na­ti­ve Ge­schäfts­mo­del­le und neue Wachs­tums­be­rei­che im Ha­fen.

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