Was soll das ei­gent­lich al­les?

Fra­gen Sie sich im­mer erst, war­um

ERFOLG Magazin - - Editorial -

Das nächs­te Heft er­scheint am 28. Ju­ni 2018

Ich be­zweif­le, dass Sie zu den­je­ni­gen ge­hö­ren, die ein­fach nur mit­schwim­men. Sie wol­len wahr­schein­lich mehr vom Le­ben. Im bes­ten Fal­le wol­len Sie al­les raus­ho­len, was geht. Wo­mit wir beim The­ma sind: Was soll das ei­gent­lich al­les? Ich will Ih­nen ein­lei­tend sa­gen, dass ich ein An­hän­ger der The­se bin, dass wir Men­schen un­se­ren Le­bens­zweck er­füllt ha­ben, wenn wir ein­fach un­se­rer Lei­den­schaft nach­ge­hen. Da­mit leis­ten wir meist auch au­to­ma­tisch ei­nen Bei­trag für an­de­re.

Aber zu­rück zur Fra­ge: War­um? Si­mon Si­nek for­dert uns auf, im­mer erst nach dem War­um zu fra­gen. Be­son­ders wich­tig wird das, wenn wir Din­ge an­pa­cken, die ei­nen gro­ßen Ein­fluss auf un­ser Le­ben ha­ben. Wir al­le fol­gen un­se­ren Mus­tern. De­nen vor­an geht al­ler­dings im­mer die Fra­ge, was das ei­gent­lich soll? Im­mer wenn Sie sich da­bei er­wi­schen, bei ge­wis­sen Tä­tig­kei­ten die Fra­ge nach dem War­um nicht be­ant­wor­ten zu kön­nen, tun Sie wahr­schein­lich das Fal­sche. Je­der von uns soll­te sei­ne ei­ge­nen Wer­te im Schlaf auf­sa­gen kön­nen. Was ist Ih­nen wich­tig? Ich re­de nicht von Scho­ko­pud­ding, son­dern von fun­da­men­ta­len per­sön­li­chen Wer­ten. Bei wel­chen Din­gen flip­pen Sie aus, wenn Sie sie nicht ha­ben kön­nen? Ge­rech­tig­keit? Ge­sell­schaft? Si­cher­heit? Un­ter­hal­tung? Krea­ti­vi­tät? Wir Men­schen funk­tio­nie­ren ei­gent­lich nach ru­di­men­tä­ren Mus­tern, die wir ken­nen soll­ten. Und wir kön­nen sie stets als Kom­pass für un­se­re Zie­le und Hand­lun­gen nut­zen. Wir füh­len uns im­mer dann un­wohl, wenn wir ge­gen un­se­ren ei­ge­nen Wer­te­haus­halt ver­sto­ßen oder an­de­re Men­schen es tun.

Er­folg­rei­che Men­schen un­ter­schei­den sich von er­folg­lo­sen Men­schen be­son­ders in ei­nem Punkt: Die Er­folg­rei­chen lau­fen ih­rem Traum­le­ben be­wusst ent­ge­gen. Sie wis­sen, was ih­nen wich­tig ist und sind ego­is­tisch ge­nug, das auch an­zu­pa­cken. Ih­nen ist egal, ob an­de­re das gut fin­den. Schließ­lich müs­sen es die an­de­ren gar nicht gut fin­den - de­nen sind viel­leicht an­de­re Din­ge wich­tig. Sie müs­sen Ih­rem ei­ge­nen Le­bens­ent­wurf fol­gen, nur so funk­tio­niert es. Sie wer­den der un­glück­lichs­te Mensch auf Er­den, wenn Sie ver­su­chen, es an­de­ren recht zu ma­chen. So­bald Sie an­fan­gen, sich auf Ih­re ei­ge­nen Zie­le zu kon­zen­trie­ren und nicht auf die der an­de­ren, wer­den Sie ein per­ma­nen­tes Glücks­ge­fühl er­le­ben. Ih­re Gren­zen im Le­ben be­stim­men Sie selbst. Für je­de Aus­re­de, die Sie vor­brin­gen, zei­ge ich Ih­nen ei­nen Men­schen auf der Welt, der es trotz­dem ge­schafft hat. Sie müs­sen sich nur die grund­le­gen­de Fra­ge stel­len: War­um? Oder bes­ser: War­um denn ei­gent­lich nicht?

Viel Er­folg wünscht Ihr Ju­li­en Back­haus

Ju­li­en Back­haus Ver­le­ger und Her­aus­ge­ber

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