Leck mich am Arsch ...................................

Wie ei­ne ge­sun­de Por­ti­on da­von Sie glück­lich ma­chen kann

ERFOLG Magazin - - Inhalt -

Trends be­stim­men un­ser Tun. Wie in der Mo­de schwim­men wir auch im The­ma „Er­folg“auf den neu­es­ten Strö­mun­gen mit. Von der Selbst­ver­wirk­li­chungs­wel­le der Hip­pies über die Pla­nungs­gläu­big­keit der 80ger- Jah­re in die Sinn­su­che der 90ger-jah­re - folg­sam trot­tet die Mas­se den Gu­rus und ih­ren ul­ti­ma­ti­ven 5-Punk­te-plä­nen oder tod­si­che­ren 7-Schrit­te-pro­gam­men zum Er­folg nach. Da­bei wür­de ein be­herz­tes „LMAA“da­zu man­che sehr viel glück­li­cher und er­folg­rei­cher ma­chen.

„Die Welt ge­hört de­nen, die aus­bre­chen, statt ein­zu­kni­cken!“, warb vor ei­ni­gen Jah­ren Die Welt. Es kann sein, dass man­che der oben ge­nann­ten Trends sehr gut in Ihr ei­ge­nes Le­bens­kon­zept pas­sen. Und dann ist es gut, wenn Sie die­se Trends mit­ma­chen. Wenn Sie der Mas­se fol­gen, statt aus­zu­bre­chen.

Es kann aber auch sein, dass die Trends Sie (un­be­wusst) un­ter Druck set­zen. Dass Le­bens­sze­na­ri­en „in“sind, die so gar nicht Ih­ren Be­dürf­nis­sen ent­spre­chen. Selbst­ver­wirk­li­chung? Viel­leicht ist Ih­nen ein si­che­rer Job sehr viel wich­ti­ger. Und Sie er­le­ben Ih­re Er­fül­lung in Ih­ren Hob­bys und in Ih­rer Frei­zeit. Ist das jetzt „schlimm“? Nein, ist es nicht! Man­che Au­to­ren pran­gern der­zeit den „Selbst­op­ti­mie­rungs-zwang“an. Kern­aus­sa­ge: „Wir las­sen uns nicht un­ter Druck set­zen, uns zu op­ti­mie­ren!“Aber gibt es die­sen Zwang wirk­lich? Wer zwingt uns denn, zu über­le­gen, was uns Spaß macht? Wie wir le­ben wol­len? Ja, ich stim­me den Au­to­ren zu: Wir müs­sen uns nicht ver­än­dern. Wir müs­sen uns nicht op­ti­mie­ren. Wir dür­fen so blei­ben, wie wir sind. Aber wir kön­nen es auch ganz an­ders ma­chen. Je­der Trend löst frü­her oder spä­ter ei­nen Ge­gen­trend aus. Die gu­te Bot­schaft: Sie ha­ben die freie Wahl, wel­chen Ide­en Sie fol­gen wol­len und wel­chen nicht. Wer jetzt ver­bis­sen sagt: „Pah – die­sen Selbst­op­ti­mie­rungs­quatsch ma­che ich nicht mit!“, der ver­hält sich schon wie­der kon­for­mis­tisch. Ge­gen das ei­ne – aber kon­form mit dem an­de­ren. Wer sich grund­sätz­lich ge­gen Vor­ga­ben wehrt, er­füllt auch schon wie­der ei­ne. Näm­lich die Vor­ga­be: „Lass Dir nichts vor­ge­ben.“

Neh­men Sie die Trends wahr, und hö­ren Sie dann auf sich: Was da­von will ich wirk­lich an­neh­men? Was taugt für mich? Was taugt nicht? Die Welt ge­hört de­nen, die aus­bre­chen. Neh­men Sie es wört­lich! Aus­bre­chen heißt nicht ge­zwun­ge­ner­ma­ßen, Au­ßer­ge­wöhn­li­ches zu tun oder ein Aus­stei­ger zu wer­den, der mit nur 50 Din­gen lebt. Es heißt nicht, zu kün­di­gen, um im Dschun­gel Af­fen­ba­bys zu füt­tern. Bre­chen Sie aus, aus Trends, die Ih­nen nicht tau­gen. Sa­gen Sie „LMAA!“zu ge­sell­schaft­li­chen „Must-dos“, die Sie doch gar nicht glück­lich ma­chen. Ha­ben Sie den Mut, Ih­re ei­ge­ne Mei­nung zu le­ben.

Im Jahr 2002 be­gann ich öf­fent­lich ei­ne Lan­ze zu bre­chen für „an­ti-sys­te­ma­ti­sche Men­schen“, die oh­ne die gän­gi­gen „Er­folgs“-me­tho­den er­folg­reich und glück­lich sind. Die statt auf Pla­nung und Dis­zi­plin auf In­tui­ti­on und Lei­den­schaft setz­ten. Die

die gän­gi­gen Zeit­ma­nage­ment-me­tho­den und Prio­ri­tä­ten-ma­trix nach Ei­senhow­er igno­rier­ten, aber am En­de des Ta­ges glück­lich wa­ren mit dem Ge­schaff­ten. Men­schen, die ih­re Zeit ge­nos­sen, statt sie zu ma­na­gen.

Ich gab ih­nen lie­be­voll den Na­men „Krea­ti­ve Chao­ten“und mei­ne da­mit die Men­schen, die ein­fach kei­nen Spaß an sys­te­ma­ti­scher Pla­nung, Zie­le­de­fi­ni­tio­nen oder stoi­scher Plan-ab­ar­bei­tung ha­ben. Den Out-of-the-box-den­kern, den Po­ly­po­ten­ti­als, den Viel­sei­tig-in­ter­es­sier­ten. Den Über­flie­gern wie Richard Branson.

Ich stärk­te den Krea­ti­ven Chao­ten den Rü­cken, das ei­ge­ne Po­ten­zi­al zu er­ken­nen und ei­nen ei­ge­nen Weg zu Er­folg und Glück zu ge­hen. Nicht mit ei­nem 7-Schrit­te-plan, son­dern ei­nem Fun­dus an Ide­en und Stra­te­gi­en, aus de­nen je­der sei­nen ei­ge­nen Cock­tail mi­xen konn­te. Und ich wur­de von den Sys­te­ma­ti­kern sys­te­ma­tisch ab­ge­watscht. „Bull­s­hit“sei es, was ich da er­zäh­le. Zeit­ma­nage­ment oh­ne pe­ni­ble Pla­nung? So ge­he das nicht! In­tui­ti­on und Lei­den­schaft, um ein Le­bens­werk auf­zu­bau­en? Nein, man brau­che ei­nen struk­tu­rier­ten Le­bens­plan, sonst er­rei­che man nichts.

Trotz der An­fein­dun­gen blieb ich mei­nem An­satz treu und fand über die Jah­re Be­für­wor­ter wie das Ma­ga­zin coa­ching heu­te, das schrieb: „Sie schwimmt ge­gen den Strom. Seit Jahr und Tag schreibt sie das Ge­gen­teil von dem, was ei­ni­ge der ganz Gro­ßen in der Wei­ter­bil­dungs­in­dus­trie als Dog­men ver­kün­den.“Heu­te gel­te ich laut Spie­gel Wis­sen als „füh­ren­de Ex­per­tin im Be­reich Zeit­ma­nage­ment“. Mein An­satz funk­tio­niert für die Krea­ti­ven Chao­ten und auch für Men­schen, die in agi­len, dy­na­mi­schen Sze­na­ri­en ar­bei­ten. War­um er­zäh­le ich Ih­nen das? Schöp­fen Sie aus mei­ner Er­fah­rung den Mut aus­zu- bre­chen aus dem, was „man“tun oder las­sen soll, was „man“den­ken und für „rich­tig“be­fin­den soll.

Ver­trau­en Sie dar­auf, dass Sie selbst am bes­ten wis­sen, was gut für Sie ist. Und bre­chen Sie aus al­lem an­de­ren aus. So ge­hört Ih­nen die Welt!

Die­ser Text ist ein re­di­gier­ter Aus­zug aus "LMAA – 66 Mi­ni­plä­doy­ers für mehr Mut, Leich­tig­keit und Ge­las­sen­heit" GABAL Ver­lag 2018 Blick ins Buch + Gra­tis-son­der­edi­ti­on „6 Mi­ni­plä­doy­ers“un­ter www.geht­ja­doch.com/lmaa

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