| Pfle­ge­hin­wei­se für Schutz­be­klei­dung der Feu­er­wehr

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Schon bei der Be­schaf­fung soll­te auf die so ge­nann­ten Pil­ling-ei­gen­schaf­ten, al­so die Fus­sel­bil­dung, ge­ach­tet wer­den. Au­ßer­dem soll­ten al­le Pols­te­run­gen her­aus­nehm­bar oder so be­fes­tigt sein, dass sie beim Wa­schen nicht ver­rut­schen. In­te­grier­te Ab­sturz­si­che­run­gen soll­ten eben­falls her­aus­nehm­bar sein.

Als zeit­ge­mäß gilt mitt­ler­wei­le die Nut­zung von Bar­codes, mit der die in­di­vi­du­el­len Rah­men­da­ten der Ja­cken und Ho­sen er­fasst wer­den kön­nen: Her­stel­lung, be­son­de­re Ein­sät­ze, Zahl der Wä­schen. Ver­schie­de­ne Her­stel­ler bie­ten da­zu ge­eig­ne­te EDV an.

Um ei­ne vor­han­de­ne Kon­ta­mi­na­ti­on nicht zu ver­schlep­pen, ist es er­for­der­lich, bei der Brand­be­kämp­fung ge­tra­ge­ne Schutz­be­klei­dung luft­dicht zu ver­pa­cken und sie so an den Di­enst­leis­ter zu lie­fern oder bis zur Wä­sche in der Feu­er­wa­che zu la­gern.

Wird nur ei­ne Sor­te von Schutz­be­klei­dung ge­tra­gen be­zie­hungs­wei­se ge­rei­nigt, ist es kein Pro­blem, die Sor­ten­rein­heit zu ge­währ­leis­ten. Wer­den un­ter­schied­li­che Mo­del­le ver­wen­det be­zie­hungs­wie­se Sa­chen für ver­schie­de­ne Weh­ren ge­sam­melt und ge­wa­schen, muss ge­trennt ge­wa­schen wer­den. Un­ter­schied­li­che Ja­cken und Ho­sen (Far­ben wie Fa­sern) er­for­dern meis­tens dif­fe­ren­zier­te Waschme­tho­den.

Her­kömm­li­che Haus­halts­wasch­ma­schi­nen sind für die Pfle­ge von Feu­er­wehr­be­klei­dung un­ge­eig­net. Sie bie­ten meis­tens kein aus­rei­chen­des Fas­sungs­vo­lu­men. Au­ßer­dem er­for­dert Schutz­be­klei­dung in der Re­gel ein spe­zi­el­les Wasch­pro­gramm, weil ein ho­her Was­ser­an­teil er­for­der­lich ist, um gut spü­len zu kön­nen. Wer viel Schutz­klei­dung im Be­stand hat, für den lohnt die Be­schaf­fung ei­ner ge­eig­ne­ten Wasch­ma­schi­ne.

Die Her­stel­ler ma­chen oft­mals Vor­ga­ben, wel­che Art von Wasch­mit­teln (meis­tens für die in­dus­tri­el­le Rei­ni­gung) zu ver­wen­den sind. Um die Wir­kung der Fa­sern zu er­hal­ten und Mem­bra­nen zu schüt­zen, muss auf ver­schie- de­ne Zu­sät­ze wie Bleich­mit­tel und Weich­spü­ler kom­plett ver­zich­tet wer­den.

Beim Wa­schen selbst müs­sen un­be­dingt zu­vor die Ta­schen der Ja­cken und Ho­sen ge­leert wer­den. Klett­ver­schlüs­se sind zu schlie­ßen oder ab­zu­de­cken, Rü­cken­schil­der sind so­weit wie mög­lich zu ent­fer­nen, eben­so Ka­ra­bi­ner­ha­ken.

Die ab­schlie­ßen­de ord­nungs­ge­mä­ße Im­prä­gnie­rung der Schutz­be­klei­dung ge­gen ein­drin­gen­de Näs­se ist zwin­gend, um An­for­de­run­gen aus den Vor­ga­ben auch dau­er­haft zu er­fül­len. Nur durch die Nut­zung ei­nes ge­eig­ne­ten Trock­ners kann sich die Im­prä­gnie­rung voll ent­fal­ten.

Le­dig­lich Schutz­klei­dung, die frei von Öl, Schweiß, Fett und Schmutz ist, weist ih­re vol­le Schutz­wir­kung auf, brennt nicht und bie­tet die er­for­der­li­che At­mungs­ak­ti­vi­tät.

Für al­le Schrit­te des Wa­schens und Im­prä­gnie­rens sind un­be­dingt die in je­dem Klei­dungs­stück an­ge­brach­ten Her­stel­ler­an­ga­ben zu be­rück­sich­ti­gen.

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