Al­les nur ge­least

Die Be­rufs­feu­er­wehr Gel­sen­kir­chen (NW) be­schaff­te auf ei­nen Schlag fünf bau­glei­che Dreh­lei­tern. Ro­sen­bau­erLei­ter­park, Mer­ce­des Ate­go-fahr­ge­stel­le. Ab­so­lu­ter Stan­dard. In­ter­es­sant wird es erst durch das Fi­nan­zie­rungs­mo­dell: die Fahr­zeu­ge sind auf 10 Jah­re

Feuerwehr-Magazin - - In­halt - Text und Fo­tos: Jan-erik He­ge­mann, Chef­re­dak­teur Feu­er­wehr-ma­ga­zin [754]

Die Be­rufs­feu­er­wehr Gel­sen­kir­chen (NW) be­schaff­te auf ei­nen Schlag fünf bau­glei­che Dreh­lei­tern. Ro­sen­bau­er-lei­ter­park, Mer­ce­des Ate­goFahr­ge­stel­le. Ab­so­lu­ter Stan­dard. In­ter­es­sant wird es erst durch das Fi­nan­zie­rungs­mo­dell: die Fahr­zeu­ge sind auf 10 Jah­re ge­least.

Dreh­lei­tern bei der Be­rufs­feu­er­wehr Gel­sen­kir­chen – das war schon bei der letz­ten Be­schaf­fung ein be­son­de­res Pro­jekt. Als Fahr­ge­stel­le dien­ten Mer­ce­des Eco­nic mit Hin­ter­achs­zu­satz­len­kung (HZL). Die Auf­bau­ten hat­te Metz in Karls­ru­he ge­fer­tigt. Dank der nied­ri­gen Bau­wei­se war der Ein- und Aus­stieg kom­for­ta­bel. Und durch die ge­lenk­te Hin­ter­ach­se lie­ßen sich die Fahr­zeu­ge auch in en­gen Be­rei­chen sehr gut ma­nö­vrie­ren. Rück­bli­ckend muss man aber sa­gen, dass die ein­satz­tak­ti­schen Vor­tei­le zu Las­ten von tech­ni­schen Pro­ble­men gin­gen. „Die Aus­fall­zei­ten und Re­pa­ra­tur­kos­ten wa­ren enorm“, be­rich­tet Da­ni­el Hüwe, seit 2013 Lei­ter der Ab­tei­lung 37/ 4 Tech­ni­sche Diens­te bei der Be­rufs­feu­er­wehr und da-

mit ver­ant­wort­lich für die rund 150 Fahr­zeu­ge der Feu­er­wehr.

Vier Dreh­lei­tern auf Eco­nic be­sa­ßen die Gel­sen­kir­che­ner, drei für die drei Wa­chen im Stadt­ge­biet und ei­ne Re­ser­ve­lei­ter (auch für die Aus­bil­dung). „So rich­tig glück­lich wa­ren die Ma­schi­nis­ten mit den Fahr­zeu­gen je­den­falls nicht mehr“, stell­te Hüwe sehr schnell nach Amts­an­tritt fest.

„Zu viel Schnick­schnack“und „über­züch­tet“ur­teil­ten die Nut­zer selbst. „Für den Feu­er­wehr­ein­satz de­fi­ni­tiv nicht die op­ti­ma­le Lö­sung“, lau­te­te der Schluss in Gel­sen­kir­chen. Es be­stand Hand­lungs­be­darf.

Ab­tei­lungs­lei­ter Hüwe er­mit­tel­te dann, was ei­ne Dreh­lei­ter pro Mo­nat die Stadt ge­kos­tet hat. „Das Er­geb­nis hat uns wirk­lich über­rascht“, so Hüwe, der sei­ne Mas- ter­ar­beit über die Wirt­schaft­lich­keit bei der Feu­er­wehr ge­schrie­ben hat­te. Die ge­naue Hö­he hal­ten die Ver­ant­wort­li­chen un­ter Ver­schluss. Le­dig­lich „nen­nens­wert vier­stel­lig“war zu er­fah­ren.

Plan: 2014 al­le Dreh­lei­tern auf ei­nen Schlag er­set­zen

Hüwes Idee war es ur­sprüng­lich, al­le vier Dreh­lei­tern 2014 auf ei­nen Schlag zu er­set­zen. So woll­te er auch die Aus­ga­ben für die 10-Jah­res-prü­fung der Lei­ter­sät­ze (um­gangs­sprach­lich Lei­ter-tüv ge­nannt) spa­ren. „Wir woll­ten wirk­lich voll­kom­men iden­ti­sche Fahr­zeu­ge – bis auf die letz­te Schrau­be – an­schaf­fen“, so der Ab­tei­lungs­lei­ter. Des­halb soll­te die Be­schaf­fung auch nicht auf meh­re­re Jah­re ge­streckt wer­den. Auf die­se Wei­se soll­te even­tu­el­len Mo­dell­wech­seln oder Mo­di­fi­ka­tio­nen am Fahr­ge­stell vor­ge­beugt wer­den. Hüwe: „Wirk­lich bau­glei­che Fahr­zeu­ge ver­rin­gern die War­tungs­kos­ten spür­bar.“

Die Be­rufs­feu­er­wehr nahm Kon­takt mit der Käm­me­rei und der Ver­ga­be­stel­le der Stadt auf. Dort folg­te man von Be­ginn an der Ar­gu­men­ta­ti­on der Feu­er­wehr, al­ler­dings sa­hen die Ver­ant­wort­li­chen kaum Mög­lich­kei­ten, ei­ne sol­che In­ves­ti­ti­on auf ei­nen Schlag zu stem­men. Pro­ble­ma­tisch war da­mals auch, dass Gel­sen­kir­chen per­spek­ti­visch ei­nen vier­ten Bf-stand­ort be­nö­tig­te, zu­künf­tig al­so fünf Dreh­lei­tern zum Fuhr­park ge­hö­ren wür­den. Der In­ves­ti­ti­ons­be­darf be­trug rund 3 Mil­lio­nen Eu­ro.

Lea­sing­mo­dell gab es bei Feu­er­weh­ren noch nicht

„Okay“, dach­te sich Hüwe. „Wir be­nö­ti­gen neue Dreh­lei­tern, ha­ben aber kein Geld für den Kauf. Was für Mög­lich­kei­ten gibt es noch? Lea­sing viel­leicht?“Das The­ma war im Stu­di­um mal be­han­delt wor­den, al­ler­dings war bis­her kein Bei­spiel für die tat­säch­li­che prak­ti­sche Um­set­zung bei ei­ner gro­ßen Feu­er­wehr be­kannt. Hüwe frag­te 2014 da­her bei Metz und Ma­gi­rus nach, ob Hu­bret­tungs­fahr­zeu­ge auch ge­least wer­den kön­nen. Wirk­li­che An­ge­bo­te hat­ten die bei­den gro­ßen Dreh­lei­ter­her­stel­ler zum da­ma­li­gen Zeit­punkt noch nicht. Aber sie zeig­ten sich nach Aus­kunft der Brand­di­rek­ti­on der BF Gel­sen­kir­chen zu­min­dest in­ter­es­siert.

Und auch die Käm­me­rei der Stadt stand dem Lea­sing-mo­dell auf­ge­schlos­sen ge­gen­über. Vor al­lem die plan­ba­re Aus­ga­ben­hö­he über ei­nen lan­gen Zei­t­raum wur­de be­grüßt. Den Ver­ant­wort­li­chen bei der BF schweb­te ein Full­ser­vice-an­ge­bot (könn­te auch als Rund­um-sorg­los-pa­ket be­zeich­net wer­den) über die ge­sam­te Lauf­zeit so­wie ei­ne 10-Jah­res-ga­ran­tie auf Fahr­ge­stell und Auf­bau vor. „Ein­zig Metz und Mer­ce­des ha­ben da­mals ge­sagt: Das krie­gen wir hin“, be­rich­tet Hüwe.

Enor­mer Be­darf an ge­brauch­ten Dreh­lei­tern

„Wir hat­ten be­reits ganz ähn­li­che Über­le­gun­gen an­ge­stellt“, be­rich­tet Mi­cha­el Kristel­ler, Ge­schäfts­füh­rer der Ro­sen­bau­er Deutsch­land Gmbh (da­mals Ge­schäfts­füh­rer der Ro­sen­bau­er-toch­ter Metz). Und auch bei der Lauf­zeit der Ver­trä­ge gab es gro­ße Über­ein­stim­mun­gen. „Wir ha­ben ei­nen enor­men Be­darf an jun­gen ge­brauch­ten Fahr­zeu­gen in gu­tem Pfle­ge­zu­stand“, so Kristel­ler. Bei ei­ner durch­schnitt­li­chen Nut­zungs­dau­er von 30 Jah­ren er­fül­len 10 Jah­re al­te Dreh­lei­tern die­se Kri­te­ri­en auf al­le Fäl­le. „Und wenn die kom­plet­te War­tung der Fahr­zeu­ge durch un­se­re ei­ge­nen Leu­te durch­ge­führt wird, ha­ben wir je­der­zeit ein sehr rea­lis­ti­sches Bild vom tech­ni­schen Zu­stand“, so Kristel­ler wei­ter.

Der Markt für Ge­braucht­fahr­zeu­ge wird auch als 2. Markt be­zeich­net. Ge­ra­de für gut er­hal­te­ne Hu­bret­tungs­fahr­zeu­ge steigt seit ei­ni­gen Jah­ren die Nach­fra­ge stark an – vor al­lem in Deutsch­land. Durch Än­de­run­gen in den Bau­vor­schrif­ten und Brand­schutz­ge­set­zen müs­sen ei­ni­ge Kom­mu­nen jetzt ih­re Feu­er­weh­ren erst­mals mit ent­spre­chen­den Fahr­zeu­gen aus­stat­ten. „Aus Kos­ten­grün­den wür­den dann häu­fig Ge­braucht-dreh­lei­tern nach­ge­fragt“, er­klärt Kristel­ler.

In den Ge­sprä­chen zwi­schen Metz/ Ro­sen­bau­er und der BF Gel­sen­kir­chen herrsch­te von An­fang an gro­ße Über­ein­stim­mung bei der Fra­ge der War­tung. Bei­de Sei­ten wünsch­ten sich ei­nen Full­ser­vice­Ver­trag. So über­nimmt jetzt selbst das Ab­schmie­ren ein Ro­sen­bau­er-tech­ni­ker. Ein­mal im Quar­tal kommt das Ser­vice­mo­bil in Gel­sen­kir­chen vor­bei und der Tech­ni­ker führt die Ar­bei­ten vor Ort durch.

„Uns war es aber wich­tig, dass die be­son­de­re Form der Fi­nan­zie­rung kei­nen Ein­fluss auf den Ein­satz­dienst und die Kol­le­gen hat. So war es zum Bei­spiel Be­din­gung, klei­ne­re Re­pa­ra­tu­ren bei Be­darf auch selbst aus­füh­ren zu dür­fen“, sagt Hüwe. Ein ganz ty­pi­sches Bei­spiel: das Wech­seln ei­ner de­fek­ten Blin­ker­ab­de­ckung. „Es darf ein­fach nicht sein, dass ei­ne Dreh­lei­ter we­gen so ei­ner Klei­nig­keit nicht mehr ein­ge­setzt wer­den kann und wir war­ten müs­sen, dass ein Ro­sen­bau­er-tech­ni­ker zu uns kommt.“

Mi­cha­el Kristel­ler be­rich­tet, dass es kaum Be­den­ken we­gen der sehr lan­gen Ver­trags­lauf­zeit gab. „Wir sind von un­se­ren Pro­duk­ten so über­zeugt, dass wir ge­sagt ha­ben: Wir ma­chen das“, so der Ge­schäfts­füh­rer. Nach ei­ge­nen An­ga­ben be­zif­fert Ro­sen­bau­er Karls­ru­he die durch­schnitt­li­che Halt­bar­keit sei­ner Dreh­lei­tern mit 30 Jah­ren.

Wie ein Un­fall zum Glücks­fall wur­de

Noch wäh­rend die Ge­sprä­che mit Metz (auf der In­ter­schutz im Ju­ni 2015 ver­kün­de­te Ro­sen­bau­er, dass zu­künf­tig auch die Dreh­lei­tern un­ter dem Na­men Ro­sen­bau­er ver­trie­ben wer­den) lie­fen, er­litt ei­ne Dreh­lei­ter bei ei­nem Stur­m­ein­satz ei­nen To­tal­scha­den. Die BF mie­te­te dar­auf­hin bei Ro­sen­bau­er

ein Er­satz­fahr­zeug: ei­ne DLAK 23/12 in der Xs-aus­füh­rung mit Ge­lenk­arm. Als Fahr­ge­stell dien­te ein Mer­ce­des Ate­go 1629.

„Der wirt­schaft­li­che Ver­lust traf uns hart“, be­rich­tet Gel­sen­kir­chens Feu­er­wehr­chef Mi­cha­el Axin­ger. „Aber letzt­lich er­wies sich der Aus­fall für uns als ei­ne Art Glücks­fall.“Das Er­satz­fahr­zeug über­zeug­te näm­lich auf gan­zer Li­nie. Vor al­lem der ab­win­kel­ba­re Korbarm be­währ­te sich. Die Lei­ter war auf der Feu­er- und Ret­tungs­wa­che 2, der Haupt­feu­er­wa­che un­weit der Vel­tins-are­na, sta­tio- niert. „Aber sie wur­de im­mer mal wie­der zu Ein­sät­zen ins rest­li­che Stadt­ge­biet nach­ge­for­dert, weil sie ein­fach fle­xi­bler ein­setz­bar war“, be­rich­tet Hüwe.

Schnell stand für die Gel­sen­kir­che­ner des­halb fest, die neue Dreh­lei­ter-ge­ne­ra­ti­on muss un­be­dingt ei­nen Ge­lenk­arm be­sit­zen. Spe­zi­el­le Zu­satz­wün­sche an die Fahr­zeug­aus­stat­tung gab es nicht. Eher im Ge­gen­teil. „Bloß kei­ne re­pa­ra­tur­an­fäl­li­gen Ex­tras“, hieß es ins­be­son­de­re aus dem Kreis der Kol­le­gen des Ein­satz­diens­tes.

Nur ein An­ge­bot

Als Er­geb­nis der zahl­rei­chen Ge­sprä­che schrieb die Stadt Gel­sen­kir­chen En­de 2015 den Auf­trag eu­ro­pa­weit aus. „Ich hät­te wirk­lich mit al­len Dreh­lei­ter­her­stel­lern le­ben kön­nen“, sagt Hüwe. Letzt­lich gab aber nur Ro­sen­bau­er ein An­ge­bot ab. Als drit­ter Part­ner ist die Lea­sing­ge­sell­schaft Lea­se­tec mit im Spiel. „Die ken­nen sich beim Fahr­zeu­gLea­sing aus“, er­klärt Kristel­ler. „Wir nicht.“

Im Fe­bru­ar 2017 er­hielt die BF Gel­sen­kir­chen dann die neu­en Hu­bret­tungs­fahr­zeu­ge. Die bis­he­ri­ge Ge­ne­ra­ti­on hat Ro­sen­bau­er zu­rück­ge­kauft. Sie wer­den ge­ne­ral­über­holt und als jun­ge Ge­brauch­te wie­der an­ge­bo­ten.

Die fünf neu­en Dreh­lei­tern des Typs L32A-XS 2.0 sind tat­säch­lich Stan­dard­fahr­zeu­ge. Er­wäh­nens­wert sind ne­ben den ab­win­kel­ba­ren Korbar­men nur die 500-Ki­lo­gram­mKör­be und die Stra­ßen­bahnfunk­ti­on. Die­se Funk­ti­on er­leich­tert das Ar­bei­ten im Be­reich von Ober­lei­tun­gen und ver­rin­gert die Ge­fahr ei­nes Kon­tak­tes mit ei­ner Strom­lei­tung.

Ver­si­chert sind die neu­en Dreh­lei­tern über den kom­mu­na­len Scha­dens­aus­gleich – wie al­le Feu­er­wehr­fahr­zeug in Gel­sen­kir­chen. „Ei­ne Lö­sung, die ab­so­lut auch in un­se­rem In­ter­es­se liegt“, er­klärt Mi­cha­el Kristel­ler. „Bei Feu­er­wehr­fahr­zeu­gen sind die Ri­si­ken durch die Ein­sät­ze zur Men­schen­ret­tung schon sehr spe­zi­ell. Da eig­nen sich nicht al­le Ver­si­che­run­gen.“

Auch die Zu­las­sung läuft auf die Stadt Gel­sen­kir­chen. Un­fall­be­rich­te ge­hen an die Stadt und an Ro­sen­bau­er, Klei­nig­kei­ten darf die Feu­er­wehr selbst re­pa­rie­ren. „Im täg­li­chen Le­ben mer­ken wir tat­säch­lich kei­nen Un­ter­schied zum bis­he­ri­gen Mo­dell mit den ge­kauf­ten Dreh­lei­tern“, freut sich Hüwe. Al­len Be­tei­lig­ten (Feu­er­wehr Gel­sen­kir­chen, Ro­sen­bau­er, Lea­se­tec) ist aber auch klar, dass die Um­set­zung ei­nes sol­chen Pi­lo­tPro­jek­tes im­mer wie­der Fra­gen auf­wirft, die trotz al­ler Pla­nun­gen im Vor­feld nicht ab­seh­bar wa­ren. In sol­chen Fäl­len fin­den dann di­rekt Klä­rungs­ge­sprä­che statt, um das Pro­blem zu lö­sen und für die Zu­kunft zu ler­nen.

In­zwi­schen hat sich das Lea­sing-mo­dell der BF Gel­sen­kir­chen in der Feu­er­wehr­sze­ne rum­ge­spro­chen. Ab­tei­lungs­lei­ter Hüwe be­rich­tet von re­gel­mä­ßi­gen An­fra­gen an­de­rer Weh­ren. Und Ro­sen­bau­er ver­han­delt nach An­ga­ben von Kristel­ler in­zwi­schen mit 26 wei­te­ren In­ter­es­sen­ten: „Wir schei­nen da ei­nen Nerv ge­trof­fen zu ha­ben.“Es ist da­her ge­plant, das Mo­dell und vor al­lem die Er­fah­run­gen da­mit bei ent­spre­chen­den Fach­ta­gun­gen vor­zu­stel­len. So wird es zum Bei­spiel beim dies­jäh­ri­gen Tech­nikse­mi­nar in Ham­burg ei­nen Fach­vor­trag zu dem The­ma ge­ben.

Fo­to: BF Gel­sen­kir­chen

Gleich fünf neue Dreh­lei­tern stell­te die BF Gel­sen­kir­chen im März in Di­enst. Je­de der zu­künf­tig vier Wa­chen im Stadt­ge­biet er­hält ein Fahr­zeug. Dreh­lei­ter Num­mer 5 dient als Re­ser­ve- und Aus­bil­dungs­fahr­zeug. Ro­sen­bau­er fer­tig­te die Fahr­zeu­ge auf Mer­ce­des Ate­go (Eu­ro 5) 1629. Vor der of­fi­zi­el­len In­dienst­stel­lung ent­stand die­se Grup­pen­auf­nah­me in der Vel­tins-are­na.

Al­le Auf­stie­ge am Fahr­zeug sind mit Led-licht­bän­dern ver­se­hen. Die Vel­tins-are­na, Heim­spiel­stät­te des Fuß­ball-bun­des­li­gis­ten Schal­ke 04, liegt nur we­ni­ge hun­dert Me­ter von der Feu­er- und Ret­tungs­wa­che 2 in Gel­sen­kir­chen ent­fernt.

Der 500-kg-korb weist ei­ni­ge Be­son­der­hei­ten auf. Im Korb­bo­den sind ei­ne Ka­me­ra und zwei Led-schein­wer­fer an­ge­bracht. Seit­lich be­fin­den sich zwei wei­te­re Schein­wer­fer.

An­schlag­punkt am Korb. Bis zu 1.600 l/min kön­nen über den Mo­ni­tor am Korb ab­ge­ge­ben wer­den.

Als Schnellan­griff im Korb dient ein Hohl­strahl­rohr mit ei­nem 10 Me­ter lan­gen An­schluss­schlauch.

Im Korb sind ver­schie­de­ne Strom­an­schlüs­se an­ge­bracht.

Auf den ers­ten Blick sieht der Ma­schi­nist am Dis­play des Be­dien­stan­des, ob sich der Korb im grü­nen Be­reich be­fin­det. Der Haupt­be­dien­stand am Dreh­ge­stell ist mit ei­nem Wet­ter­schutz­dach aus­ge­stat­tet. Der Sitz ist so kon­stru­iert, dass der Be­die­ner den Korb im­mer op­ti­mal im Blick hat.

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