Aus den Weh­ren mit neu­en Fahr­zeu­gen, Mo­dell des Mo­nats, Ter­mi­nen, Häu­sern und Al­tem Schatz

Neue Fahr­zeu­ge, neue Häu­ser, Ter­mi­ne und al­te Schät­ze

Feuerwehr-Magazin - - Inhalt -

LF 10 MAN TGM 13.290 4x4/zieg­ler

Die Feu­er­wehr in Nord­dorf auf der nord­frie­si­schen In­sel Am­rum (SH) be­sitzt zwei Fahr­zeu­ge und ein Feu­er­wehr­haus. Ei­gent­lich nicht un­ge­wöhn­lich. Doch un­ser Au­tor Alex­an­der Mül­ler hat von sei­nem Be­such dort tat­säch­lich gleich drei Mel­dun­gen für un­se­re Ru­brik „Aus den Weh­ren“mit­ge­bracht: neu­es Fahr­zeug, Al­ter Schatz und neu­es Feu­er­wehr­haus.

Als Ers­tes das neue LF 10, auf­ge­baut auf MAN TGM 13.290 4x4 BL mit au­to­ma­ti­sier­tem Ge­trie­be. Sei­ne zu­läs­si­ge Ge­samt­mas­se be­trägt 14.100 kg, der Mo­tor hat ei­ne Leis­tung von 290 PS. Im Ge­gen­satz zu sei­nem Vor­gän­ger, ei­nem TLF 8/18, be­sitzt das LF 10 All­rad­an­trieb. „Da zu un­se­rem Ein­satz­ge­biet Tei­le des Kniepst­ran­des und der Am­rum­od­de ge­hö­ren, war uns das auch sehr wich­tig“, er­klärt der Nord­dor­fer Wehr­füh­rer Andre­as Knau­er. Der Auf­bau mit der ge­räu­mi­gen Z-ca­bMann­schafts­ka­bi­ne kommt von Zieg­ler. „Die Stre­cke vom Werk in Gi­en­gen in Ba­den-würt­tem­berg bis zu uns auf die In­sel war ver­mut­lich die längs­te, die das LF in sei­nem Le­ben zu­rück­le­gen wird“, sagt Knau­er mit ei­nem Schmun­zeln.

In den sie­ben Ge­rä­te­räu­men sind un­ter an­de­rem 14-kva-strom­er­zeu­ger von Ei­se­mann, Be­leuch­tungs­satz, Tauch­pum­pe, Sprung­ret­ter, Klein­lösch­ge­rät HICAFS, Über­druck­lüf­ter, Mo­tor­ket­ten­sä­ge mit Zu­be­hör, Not­fall­ruck­sack und Ret­tungs­brett ver­staut. Ne­ben dem Sitz­platz des Fahr­zeug­füh­rers be­fin­det sich noch ei­ne Wär­me­bild­ka­me­ra. Als Er­gän­zung zur fest ein­ge­bau­ten Pum­pe, ei­ner FPN 10-2000 (Nenn­för­der­leis­tung 2.000 l/min bei 10 bar und ei­ner Nenn­dreh­zahl von 3.700/min) ist als zwei­te Pum­pe in G1 ei­ne PFPN 10-1500 ein­ge­scho­ben. Im grö­ße­ren der bei­den Tanks des LF 10 be­fin­den sich 1.200 l Was­ser, im klei­ne­ren 120 l Schaum­mit­tel.

Das zwei­te Fahr­zeug der Feu­er­wehr Nord­dorf ist mit 32 Jah­ren ein „Al­ter Schatz“(äl­ter als 30 Jahre und im­mer noch im Ein­satz­dienst). Und so­gar ein ziem­lich un­ge­wöhn­li­cher. Wäh­rend der Wehr­füh­rer vom TSF spricht, ver­un­si­chert der Blick auf das Fahr­zeug zu­nächst. Sieht doch der Düs­sel­dor­fer 508 D von Mer­ce­des aus wie ein LF 8: klas­si­sche Grup­pen­ka­bi­ne und an­schlie­ßen­der Ge­rä­te­auf­bau mit drei Ge­rä­te­räu­men.

Auf dem Ty­pen­schild, das beim Bau 1985 vom da­ma­li­gen Auf­bau­her­stel­ler Meis­ner Feu- er­schutz aus Rends­burg an­ge­bracht wur­de, steht aber ein­deu­tig TSF. Beim zwei­ten Blick fällt dann auf: Es fehlt die Front­pum­pe. Auch in den Ge­rä­te­räu­men ist et­was we­ni­ger Ma­te­ri­al ver­staut als bei ei­nem LF 8. Al­ler­dings hat das Fahr­zeug Atem­schutz­ge­rä­te und ei­nen Strom­er­zeu­ger mit an Bord.

Un­ter­ge­stellt sind die bei­den Fahr­zeu­ge im neu ge­stal­te­ten Feu­er­wehr­haus der Nord­dor­fer. „Für den Um- und Aus­bau des Hau­ses ha­ben wir rund ein Jahr ge­braucht“, er­klärt Knau­er. Vor das be­ste­hen­de ehe­ma­li­ge Ge­rä­te­haus wur­de ein An­bau mit ei­ner Flä­che von 150 m² ge­setzt, in dem nun die bei­den Fahr­zeu­ge ih­re Stell­plät­ze ha­ben. In ei­ner der ehe­ma­li­gen Fahr­zeug­bo­xen ist die Um­klei­de mit den Spin­den für die Ein­satz­klei­dung ein­ge­zo­gen. Der Roh­bau mit den To­ren wur­de durch ei­ne Fir­ma aus­ge­führt. „Den In­nen­aus­bau mit Hei­zungs- und Elek­tro­ar­bei­ten, Er­stel­len von Wän­den, In­stal­la­ti­on der Was­ser­lei­tung so­wie das Set­zen der St­ei­ne im Au­ßen­be­reich ha­ben wir in Ei­gen­leis­tung er­bracht“, fasst der Wehr­füh­rer zu­sam­men. Am be­ste­hen­den Ge­bäu­de wur­de das Dach neu ge­deckt und iso­liert. Ob­wohl die Nord­dor­fer nun gut auf­ge­stellt sind, ha­ben sie schon das nächs­te Pro­jekt im Blick: Er­satz für das TSF.

BF Neu­bran­den­burg (MV)

Dop­pel­ten Grund zur Freu­de gibt es bei den Kol­le­gen und Mit­glie­dern der Feu­er­wehr Neu­bran­den­burg (Kreis Meck­len­bur­gi­sche Se­en­plat­te). Bei der BF wur­de ei­ne neue DLAK 23/12 in Di­enst ge­stellt und die FF Neu­bran­den­burg-mit­te nahm auf dem ge­mein­sa­men Ge­län­de von BF und FF in der Zie­gel­berg­stra­ße ei­ne neue Fahr­zeug­hal­le in Di­enst. Hier­von pro­fi­tiert auch die Be­rufs­feu­er­wehr, denn im rück­wär­ti­gen Teil der 50 x 25 m gro­ßen Hal­le sind Werk­stät­ten und La­ger­mög­lich­kei­ten ent­stan­den.

Un­ter an­de­rem be­fin­det sich hier die KFZWerk­statt, in der die Fahr­zeu­ge von FF und BF ge­war­tet und teil­wei­se re­pa­riert wer­den. Für Ar­bei­ten an den Groß­fahr­zeu­gen wur­de da­bei ei­ne Hal­le mit ei­ner Mon­ta­ge­gru­be ver­se­hen. Klei­ne­re Fahr­zeu­ge kön­nen da­ne­ben auf ei­ner pro­fes­sio­nel­len He­be­büh­ne an­ge­ho­ben wer­den.

Ins­ge­samt hat die neue Fahr­zeug­hal­le neun Einstellplätze er­hal­ten. Zwei der Plät­ze sind als Durch­fahr­bo­xen ge­baut wor­den, in die­sen ste­hen, ne­ben Fahr­zeu­gen des Ka­ta­stro­phen­schut­zes mit ei­nem Gw-de­kon P der neu­en Ge­ne­ra­ti­on, ein Was­ser­ret­tungs­fahr­zeug als Zug­fahr­zeug für ei­nen Trai­ler mit Ret­tungs­boot und ein gro­ßer Mehr­zweck­an­hän­ger. Fünf wei­te­re Plät­ze sind nor­ma­le Einstellplätze nach DIN. Hier sind ein LF 16/12, ein TLF 16/25 und ein MTW der FF Neu­bran­den­burg-mit­te so­wie ein ABCEr­kun­der des Ka­ta­stro­phen­schut­zes ein­ge­stellt. Zwei wei­te­re Bo­xen die­nen als La­ger. Das Land Meck­len­burg-vor­pom­mern un­ter­stütz­te die­se gut 5 Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten­de Bau­maß­nah­me mit 700.000 Eu­ro.

Die neue Dreh­lei­ter der BF ist auf ei­nem MAN TGM 15.290 mit voll­au­to­ma­ti­schem Ge­trie­be auf­ge­baut, beim Lei­ter­park han­delt es sich um ei­ne M32L-AS von Ma­gi­rus mit

ei­nem Ge­lenk­teil. Sie ver­fügt über ei­nen RC 400-Ret­tungs­korb mit ei­ner ma­xi­ma­len Ka­pa­zi­tät von 400 kg (oder vier Per­so­nen) und ei­ner Ver­roh­rung für ei­nen Was­ser­wer­fer. Die­ser ist an der Vor­der­sei­te des Korbs fest mon­tiert. Am Dreh­kranz be­fin­den sich ein Strom­er­zeu­ger und ein Über­druck­lüf­ter. In den Ge­rä­te­fä­chern sind un­ter an- de­rem ei­ne Wald­ar­bei­ter­aus­rüs­tung und ei­ne Schleif­korb­tra­ge ver­staut. Wei­ter ver­fügt die Dreh­lei­ter un­ter an­de­rem über ei­ne Me­mo­ry Steue­rung, ei­ne Schach­tret­tungs­funk­ti­on und ei­ne Lei­ter­auf­la­gen­steue­rung. Sie er­setzt ein äl­te­res Fahr­zeug, wel­ches nun bei der FF Neu­bran­den­bur­gOst­stadt sta­tio­niert wur­de.

FF Holz­wi­cke­de (NW)

Bis­lang be­stand der Lösch­zug 2 der FF Holz­wi­cke­de (Kreis Un­na) aus den Lösch­grup­pen Heng­sen und Opher­di­cke. Bei­de ver­füg­ten zwar über ei­ge­ne Feu­er­wehr­häu­ser, stan­den aber un­ter ei­ner ge­mein­sa­men Füh­rung. Die Ge­bäu­de wa­ren nicht nur drin­gend re­no­vie­rungs­be­dürf­tig, sie la­gen zu­dem ge­ra­de ein­mal 800 m Luft­li­nie von­ein­an­der ent­fernt.

Der Ret­tungs­dienst der 17.000-See­len-ge­mein­de wird durch die be­nach­bar­te FF Un­na durch­ge­führt. Da­für war bis­lang am Bau­hof in Holz­wi­cke­de tags­über ein RTW sta­tio­niert. Aber auch die­ser Stand­ort war von den bau­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten längst nicht mehr zeit­ge­mäß. Aus die­sem Grund plan­te der Kreis Un­na vor Jah­ren schon, das Feu­er­wehr­haus in Heng­sen um ei­nen Rtw-stell­platz zu er­wei­tern. Der nach dort ver­leg­te Ret­tungs­wa­gen könn­te da­durch Tei­le der an­gren­zen­den Städ­te Frön­den­berg und Schwer­te bei Be­darf mit ver­sor­gen, so der Plan. Letzt­end­lich ent­schie­den sich die Ver­ant­wort­li­chen für ei­nen Neu­bau für die Feu­er­wehr mit an­ge­glie­der­ter Ret­tungs­wa­che. Als Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer fiel die Wahl auf die Pla­nungs­grup­pe-k aus Un­na, die im Bun­des­ge­biet mitt­ler­wei­le ei­ni­ge Feu­er­wehr­häu­ser in die­sem Stil ge­plant hat.

Der Neu­bau wur­de fast mit­tig zwi­schen den bei­den al­ten Feu­er­wehr­häu­sern er­rich­tet und ver­fügt über fünf Einstellplätze für Groß­fahr­zeu­ge der FF so­wie zwei Rtw-stell­plät­ze. Bau­lich sind die Rä­um­lich­kei­ten der FF und die der Ret­tungs­wa­che von­ein­an­der ge­trennt und ha­ben ei­ge­ne Ein­gän­ge. Mo­men­tan ist ein 12-St­un­den-rtw dort sta­tio­niert, an­ge­dacht ist al­ler­dings, die­sen in Zu­kunft rund um die Uhr zu be­set­zen. Ein wei­te­rer RTW wird als Re­ser­vefahr­zeug vor­ge­hal­ten. Die Räu­me für das Per­so­nal (zwei Ru­he­räu­me, Tee­kü­che und Auf­ent­halts­be­reich) sind schon vor­han­den.

Die FF ver­fügt über ein TLF 3000, ein LF 10 so­wie zwei MTW. Im So­zi­al- und Bü­ro­trakt gibt es ne­ben ei­nem So­zi­al­raum ei­nen Raum für die 25 Mit­glie­der star­ke Ju­gend­feu­er­wehr. Ak­ti­ve und Ju­gend nut­zen be­wusst ge­mein­sa­me Um­klei­de­räu­me, was das Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl för­dern soll. Aus­rei­chend La­ger­flä­che in der Fahr­zeug­hal­le, ein gro­ßer un­ter­teil­ba­rer Schu­lungs­raum so­wie Bü­ros für die Füh­rungs­kräf­te run­den den Neu­bau ab. Die Ener­gie­ver­sor­gung wird durch So­lar­zel­len so­wie durch Erd­wär­me un­ter­stützt. Der­zeit be­steht der Lösch­zug 2 der FF Holz­wi­cke­de aus 50 Ak­ti­ven und 25 Ju­gend­feu­er­wehr­leu­ten. Das Feu­er­wehr­haus ist ins­ge­samt für 75 Ak­ti­ve aus­ge­rich­tet.

2x LF 20 MAN TGM 13.290 4x4/zieg­ler

Erst­ma­lig im Land­kreis Mün­chen: Zwei Feu­er­weh­ren nutz­ten den Son­der­bo­nus bei der Be­zu­schus­sung durch den Frei­staat Bay­ern. Die bei­den Feu­er­weh­ren aus Hart­hau­sen (Ge­mein­de Gras­brunn) und Putz­brunn be­stell­ten zwei bau­glei­che Lösch­fahr­zeu­ge LF 20. An­stoß da­für gab die Feu­er­wehr aus Hart­hau­sen, wel­che ihr 41 Jahre al­tes LF 8 er­set­zen muss­ten und des­halb ei­ne Feu­er­wehr such­te, wo auch der Kauf ei­nes neu­en Fahr­zeu­ges an­stand. Be­din­gung war, dass die Fahr­zeu­ge bau­gleich sein muss­ten. Die Ge­mein­de Putz­brunn war kurz vor der Be­schaf­fung ei­nes Lösch­fahr­zeu­ges als Er­satz für ihr 27 Jahre al­tes TLF 16/25.

Ge­lohnt hat sich die um­fang­rei­che ge­mein­sa­me Vor­pla­nung auf je­den Fall: Die Zu­schuss­er­hö­hung pro Fahr­zeug stieg von 90.000 auf 100.000 Eu­ro, die Zu­schuss­er­hö­hung durch ge­mein­sa­me Be­schaf­fung von 8.800 auf 10.000 Eu­ro pro Fahr­zeug.

Fahr­ge­stell für die bei­den Neu­en ist der MAN TGM 13.290 4x4 (Eu­ro 5) mit Au­to­ma­tik­ge­trie­be, drei­tei­li­gem Auf­bau mit neu­er Z-cab, Feu­er­lösch­krei­sel­pum­pe FPN 10-2000 und Zieg­ler-druck­zu­misch­an­la­ge Fo­am Sys­tem 12. Zur wei­te­ren Aus­stat­tung ge­hö­ren un­ter an­de­rem Lösch­was­ser­tank 2.500 l, Schaum­mit­tel­tank 120 l (Class A), 20-m-strom­schnellan­griff 230 V/400 V, Kom­bi-schaum­rohr, Was­ser­wer­fer auf Dach Al­co HH1260 (auch mo­bil ein­setz­bar), Schnellan­griffs­ein­rich­tung mit 30 m Schlauch, sechs Saug­schläu­che so­wie ein pneu­ma­ti­scher Licht­mast mit sechs 24-V-led-schein­wer­fern. Vier Atem­schutz­ge­rä­te in der Mann­schafts­ka­bi­ne, Atem­schutz-not­fall­ta­sche, Wär­me­bild­ka­me­ra, Not­fall-ruck­sack, Schieblei­ter mit Ent­nah­me­hil­fe, Ein­schub­ge­ne­ra­tor BSKA 9 ES, Tauch­pum­pe TP 4, Sprung­pols­ter (Typ 10), Hochl eis tungs­lüf­terTem­pe st ES 18230 V, Sä­bel­sä­ge, Ret­tungs­brett, Gul­liab­de­ckun­gen, Gas mess­ge­rät, Hy­gie­ne­board, Ka­min­keh­rer­werk­zeug, Ver­kehrs­un­fall kof­fer, vier Che­mi­ka­li­en schutz­an­zü­ge leicht so­wie ei­ne Mo­tor ket­ten­sä­ge mit Zu­be­hörs in daufb ei­den Fahr­zeu­gen iden­tisch vor­han­den.

Die Zu­satz­be­la­dung der Feu­er­wehr Hart­hau­sen be­steht aus Trag­krafts­prit­ze TS 10 mit Zu­be­hör (Zieg­ler Ul­tra Po­wer 3), Mi­ni Chiem­see­pum­pe 1.500 l/min mit Zu­be­hör, al­le was­ser­füh­ren­den Ar­ma­tu­ren mit Rück­fluss­ver­hin­de­rer, zweiHas­peln mit je acht B- schläu­chen. Zu­satz­be­la­dung Feu­er­wehr Putz­brunn: Che­mi­ka­li­en­schutz­an­zü­ge schwer, Ge­fahr stoff um­füll pum­pe mit Zu­be­hör, Hochl eis tungs­lüft er( was­ser be­trie­ben ), Ka­nal dicht kis­sen, statt ei­ner Schlauch­has­pel ei­ne Ver­kehrs ab­si­che­rung shas­pel.

MTW

Peu­geot Bo­xer/au­to Schach

Mit ei­nem neu­en MTW auf Peu­geot Bo­xer er­setzt die Ab­tei­lung Kern­stadt der FF Pfungstadt (HE, Kreis Darm­stadt-die­burg) ei­nen MTW auf Fi­at Du­ca­to aus dem Jahr 2001. Den Aus­bau über­nahm die Fir­ma Au­to Schach aus Wetz­lar. An­ge­trie­ben wird der neue MTW von ei­nem Eu­ro 6-Die­sel­mo­tor mit 163 PS/120 kw. Das Fahr­zeug hat ei­ne zu­läs­si­ge Ge­samt­mas­se von 3.500 kg und wur­de im April 2017 in Di­enst ge­stellt.

TLF 4000 Ta­tra 815 4X4/THT

Die FF Groß­schö­nau im Kreis Görlitz (SN) lös­te mit ei­nem TLF 4000 ei­nen in die Jahre ge­kom­me­nen IFA W50 ab. Die Wahl fiel auf ei­nen Ta­tra 815 vom Auf­bau­her­stel­ler THT, da die­ser als ein­zi­ger die er­for­der­li­che Fahr­zeug­hö­he er­füllt. Denn in das De­pot in Groß­schö­nau pas­sen nur Ein­satz­fahr­zeu­ge mit ei­ner Hö­he von un­ter 3 m.

Nach ei­ner eu­ro­pa­wei­ten Aus­schrei­bung konn­te der neue Ta­tra im Au­gust 2016 be­stellt wer­den. Wäh­rend an­de­re Her­stel­ler 1,5 Jahre und mehr ver­an­schlag­ten, um ein neu­es Fahr­zeug auf­zu­bau­en und aus­zu­lie­fern, über­gab die tsche­chi­sche Fir­ma THT den Groß­schö­nau­er Ka­me­ra­den schon im März 2017 ihr neu­es TLF.

Der Ta­tra 815 ver­fügt über ei­nen Was­ser­tank mit 4.000 l Vo­lu­men so­wie ei­nen Tank für 500 l Schaum­mit­tel. Ne­ben Ket­ten­sä­gen, Werk­zeug, Press­luf­tat­mern und Ge­rä­ten für den Schaum­an­griff be­fin­den sich auch ein Hy­dro­schild, di­ver­se was­ser­füh­ren­de Ar­ma­tu­ren und ein Hoch­druckSchnellan­griff an Bord. Ein 12-kw-strom­er­zeu­ger lie­fert den not­wen­di­gen Strom für ei­ne ver­stop­fungs­freie Hoch­leis­tungs­tauch­pum­pe Spech­ten­hau­ser Chiem­see-a. Wa­tho­sen, Ge­rä­te für die Wald­brand­be­kämp­fung und spe­zi­el­le Lösch-ruck­sä­cke ver­voll­stän­di­gen die Aus­rüs­tung.

Der Dachmo­ni­tor kann 2.000 l/min bei 10 bar ab­ge­ben, der Front­mo­ni­tor gleich­zei­tig bis zu 1.325 l/min bei 10 bar. Hier­bei ist auch das Pump-&-roll-prin­zip mög­lich. Die ge­sam­te Son­der­si­gnal­an­la­ge und auch der pneu­ma­ti­sche Licht­mast sind in Led-tech­nik aus­ge­führt. Der All­rad­an­trieb soll auch im un­weg­sa­men Zit­tau­er Ge­bir­ge für ei­ne si­che­re Fahrt sor­gen. Die mög­li­che Wat­tie­fe von 1,20 m bie­tet auch im Hoch­was­ser­ein­satz gro­ße Vor­tei­le.

Der­zeit wer­den die Ma­schi­nis­ten der Feu­er­wehr Groß­schö­nau an ih­rem neu­en Fahr­zeug aus­ge­bil­det. Sie sind sicht­lich stolz, den ers­ten Ta­tra als TLF 4000 in Deutsch­land ihr Ei­gen nen­nen zu dür­fen.

LF 20 MAN TGM 13.290 4x4/ro­sen­bau­er

Ein neu­es LF 20 ist bei der Orts­feu­er­wehr Kö­nig­reich der FF Jork (Kreis Sta­de, NI) in Di­enst ge­stellt wor­den. Das neue, auf ei­nem MAN TGM 13.290 auf­ge­bau­te Fahr­zeug löst ein 34 Jahre al­tes TLF 16/25 aus dem klas­si­schen Han­sa-lösch­zug der Be­rufs­feu­er­wehr Ham­burg ab. Die­ses al­te Fahr­zeug stand als Dau­er­leih­ga­be in Kö­nig­reich. „Un­ser neu­es LF ist für die rei­ne Brand­be­kämp­fung aus­ge­legt“, be­tont Kö­nig­reichs Orts­brand­meis­ter Jens Al­d­ag. Das Fahr­zeug be­sitzt ei­nen feu­er­wehr­tech­ni­schen Auf­bau von Ro­sen­bau­er.

Ein Lösch­was­ser­tank mit ei­nem Fas­sungs­ver­mö­gen von 2.400 l so­wie ein Schaum­tank mit 125 l Schaum­mit­tel samt Dig­i­ma­tic-schaum­zu­misch­pum­pe sind vor­han­den. Wei­ter ver­fügt das LF über ei­nen pneu­ma­tisch aus­fahr­ba­ren Licht­mast mit sechs Led-strah­lern, ei­nen Strom­er­zeu­ger von Ei­se­mann mit ei­ner Leis­tung von 9 KVA so­wie ei­ne mecha­ni­sche Lei­ter­ent­nah­me­hil­fe am Heck. Auf dem Fahr­zeug­dach ist ein kom­bi­nier­ter SchaumWas­ser-wer­fer von AWG mit ei­ner Wur­fleis­tung von 1.200 l/min bei 10 bar auf­ge­baut.

In der Mann­schafts­ka­bi­ne ist ein Not­fall­ruck­sack mit ei­nem Au­to­ma­ti­sier­tem Ex­ter­nen De­fi­bril­la­tor ver­las­tet. „Wir sind ei­ne von zwei Aed-grup­pen in der Samt­ge­mein­de Jork, pro Jahr leis­ten wir rund 15 De­fi­bril­la­tor­ein­sät­ze“, be­tont Al­d­ag. Die ers­ten Pla­nun­gen für die Be­schaf­fung ei­nes neu­en LF lie­fen schon 2011 an. Zwi­schen­zeit­lich wur­den die­se aber we­gen feh­len­der Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten zu­rück­ge­stellt. Erst 2015 stieg die Feu­er­wehr er­neut in die Pla­nung ein, die jetzt zur Be­schaf­fung führ­te.

LF 10

Mer­ce­des Ate­go 1529 Af/zieg­ler

Ein neu­es LF 10 von Zieg­ler auf Mer­ce­des Ate­go 1529 A F über­nahm die Orts feu­er­wehr Müll in genWir rin­gen­der FFSehn de( Re­gi­on Han­no­ver, NI). 1.600 l Was­ser so­wie ein Hil­fel eis tungs satz sind an Bord. Wäh­rend der Fahrt kön­nen­zw ei Be­sat­zungs mit­glie­der Atem schutz an­le­gen. Als ein­zi­ges Fahr­zeug im Stadt­ge­biets ind­beimLF320m Schlauch in Buch­ten so­wie ei­ne Zu­satz­be­la­dung zur Was­ser­för­de­rung über lan­ge Wegstre­cke ver­la­den, so­dass wäh­rend der Fahrt ei­ne Schlauch­lei­tung ver­legt wer­den kann. Auf­grund der Zu­ge­hö­rig­keit in­der Reg ions feu­er­wehr be­reit­schaft 4 ist das Fahr­zeug mit All rad aus­ge­rüs­tet .250.000 Eu­ro hat die Neu­an­schaf­fung ge­kos­tet.

2x GW Mer­ce­des Sprin­ter 316 Cdi/dül­mer

Äu­ßer­lich glei­chen die bei­den neu­en GW der BF Dort­mund (NW) ei­nem RTW. Zu­fall ist das nicht, da die bei­den Mer­ce­des Sprin­ter 316 CDI bei der Fir­ma Dül­mer in Ems­bü­ren (NI) aus­ge­baut wur­den – der Fir­ma, die auch die ak­tu­el­le Rtw-ge­ne­ra­ti­on der Feu­er­wehr Dort­mund lie­fert. Beim Blick auf den Dhol­lan­dia-ver­ti­k­al­lif­ter am Heck des Kof­fer­auf­baus er­kennt man aber schnell den Un­ter­schied zum RTW.

Bei­de Fahr­zeu­ge sind bau­gleich und kön­nen mit Mo­dul­sys­te­men für den je­wei­li­gen Ver­wen­dungs­zweck be­stückt wer­den. So ver­fügt das als Tier­ret­tungs­wa­gen vor­ge­se­he­ne Fahr­zeug über ei­nen gro­ßen Ein­schub­con­tai­ner mit zwei Git­ter­roll­wa­gen. In ei­nem die­ser Roll­wa­gen sind meh­re­re Flight­bo­xen für klei­ne­re Hun­de oder Kat­zen un­ter­ge­bracht. Die Con­tai­ner ha­ben die Ma­ße von 160 x 120 x 85 cm und rei­chen so­mit für die größ­ten Hun­de­ras­sen aus.

Das städ­ti­sche Tier­heim ver­fügt über vier wei­te­re Tausch­con­tai­ner. Bringt die Feu­er­wehr au­ßer­halb der Öff­nungs­zei­ten ein Fund­tier zum Tier­heim, kann sie den Con­tai­ner mit Fut­ter und Was­ser kom­plett in ei­nen da­für vor­ge­se­he­nen Raum stel­len. Am nächs­ten Mor­gen küm­mern sich die Tier­heimmit­ar­bei­ter wei­ter um den Neu­zu­gang. Die Be­sat­zung des GW nimmt ei­ne lee­re Box wie­der mit. Wäh­rend der für die Tierrettung vor­ge­se­he­ne GW stän­dig als sol­cher aus­ge­rüs­tet ist und von der Wach­ab­tei­lung der FW 5 (Mar­ten) ein­ge­setzt wird, wird das an­de­re Fahr­zeug von der Ab­tei­lung 3 (Tech­nik) ge­nutzt und je nach Ver­wen­dungs­zweck be­stückt.

Lest bit­te wei­ter auf Sei­te 56 E

Auf ei­nem MAN TGM 13.290 4x4 mit Sing­le­be­rei­fung bau­te Zieg­ler das neue LF 10 für die FF Nord­dorf auf der In­sel Am­rum auf. Zur Be­la­dung ge­hört un­ter an­de­rem ei­ne PFPN 10-1500.

Bei­de Ein­satz­fahr­zeu­ge der FF Nord­dorf ste­hen in der neu­en, vor dem al­ten Feu­er­wehr­haus ge­bau­ten dop­pel­stän­di­gen Fahr­zeug­hal­le. Zwi­schen den To­ren der Leit­satz der Feu­er­wehr: „Ob Füür, ob Floot, wie helbt in Noot“(Platt­deutsch, über­setzt: Ob Feu­er, ob Flu

Sieht aus wie ein LF 8, ist aber laut Ty­pen­schild und auf­grund der feh­len­den Front­pum­pe ein TSF: Die­sen Al­ten Schatz be­sitzt die FF eben­falls. Auf­ge­baut von der Fir­ma Meis­ner auf ei­nem Mer­ce­des 508 D.

Am Gie­bel ist das nord­frie­si­sche Wap­pen mit dem Wahl­spruch „Lee­wer duad üüs slaaw“(Lie­ber tot als Skla­ve) ein­ge­las­sen.

Die neue DLAK 23/12 für die BF Neu­bran­den­burg kommt von Ma­gi­rus und ist auf ei­nem MAN TGM 15.290 auf­ge­baut. Sie be­sitzt ein Ge­lenk­teil so­wie ei­nen Ret­tungs­korb RC 400.

Im Werk­statt­be­reich kön­nen so­wohl Groß­fahr­zeu­ge auf ei­ner Fahr­zeug­gru­be als auch klei­ne Fahr­zeu­ge auf ei­ner pro­fes­sio­nel­len He­be­büh­ne ge­war­tet und re­pa­riert wer­den. In der neu­en Fahr­zeug­hal­le ste­hen vor­ne die Fahr­zeu­ge des FF Neu­bran­den­burg-mit­te. Da­hint

Ins­ge­samt neun Einstellplätze bie­tet die neue Fahr­zeug­hal­le auf dem Ge­län­de der BF Neu­bran­den­burg. Ne­ben Funk­ti­ons­räu­men und ei­ner Werk­statt sind dort auch die Ein­satz­fahr­zeu­ge der FF Mit­te zu fin­den.

Neu­es Feu­er­wehr­haus des Lösch­zugs 2 in Holz­wi­cke­de. Hier ist auch ei­ne Ret­tungs­wa­che des Krei­ses Un­na in­te­griert. Zwei frei­wil­li­ge Feu­er­weh­ren wur­den in die­sem Ge­bäu­de ge­mein­sam un­ter­ge­bracht. Fo­to: Proch­now

Zwei iden­ti­sche LF 20 – vor­ne FF Putz­brunn, hin­ten FF Hart­hau­sen – lie­fer­te Zieg­ler in den Kreis Mün­chen. Fahr­ge­stel­le sind zwei MAN TGM 13.290 4x4. Weil das Fahr­zeug aus Hart­hau­sen ei­ne PFPN an Bord hat, heißt es in­tern LF 20-TS. Fo­to: Lot­tes Luft­auf­nahm

Die­sen neu­en Peu­geot Bo­xer setzt die Ab­tei­lung Kern­stadt der FF Pfungstadt als MTW ein. Fo­to: Die­fen­bach

Als TLF 4000 un­ter an­de­rem für die Wald- und Flä­chen­brand­be­kämp­fung setzt die FF Groß­schö­nau die­sen Ta­tra 815 4x4 von THT ein. Der Front­wer­fer leis­tet bis 1.325 l/min bei 10 bar.

Den Ma­schi­nis­ten schützt an sei­nem Ar­beits­platz ei­ne Heck­klap­pe vor dem Wet­ter. Der Aus­puff des Ta­tra ist hin­ter der Ka­bi­ne nach oben ge­führt. Fotos: Löb

Die FF Kö­nig­reich nahm ein neu­es LF 20 in Di­enst. Ro­sen­bau­er lie­fer­te es auf ei­nem MAN TGM 13.290 4x4. Fo­to: Köhl­brandt

Auf ei­nem Mer­ce­des Ate­go 1529 AF bau­te Zieg­ler das LF 10 der Orts­feu­er­wehr Mül­lin­gen-wir­rin­gen. Fo­to: Herr­mann

Fast könn­te man mei­nen, zwei neue RTW vor sich zu ha­ben. Bei den bei­den Mer­ce­des Sprin­ter 316 CDI mit Auf­bau von Dül­mer han­delt es sich aber um GW. Fotos: Proch­now Hier sieht man den Un­ter­schied zu an­de­ren La­de­bord­wän­den: Der Dhol­lan­dia-ver­ti­k­al­lift lässt

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