Be­spuckt, be­lei­digt, an­ge­grif­fen

Frü­her hat es so et­was nicht ge­ge­ben. Im­mer häu­fi­ger wer­den Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr Op­fer von Ge­walt – kör­per­lich oder ver­bal. Per­sön­li­che Ein­drü­cke und of­fi­zi­el­le Zah­len be­le­gen die­sen Trend glei­cher­ma­ßen. Was Feu­er­wehr­leu­te im Ein­satz er­le­ben und wi

Feuerwehr-Magazin - - Service - Text: Nils San­der, Vo­lon­tär Feu­er­wehr-ma­ga­zin [1120]

Brennt Bar­ri­ka­de“. Das Ein­satz­stich­wort er­tönt in der Fahr­zeug­hal­le. Nicht die ers­te in Brand ge­steck­te Stra­ßen­sper­re heu­te. Flo­ri­an Au­mül­ler* (*Na­me ge­än­dert) steigt als Grup­pen­füh­rer vorn in das Hil­fe­leis­tungs-lösch­grup­pen­fahr­zeug (HLF). Es scheint an die­sem Tag, als wür­den die „De­mons­tran­ten“sei­ne Stadt in ein Schlacht­feld ver­wan­deln wol­len. Die Lösch­grup­pe rückt aus.

Nach kur­zer Zeit er­rei­chen die Ein­satz­kräf­te ei­ne Kreu­zung. Ei­ne Qu­er­stra­ße noch, dann sind sie in der rich­ti­gen Stra­ße. Es sind kaum Pas­san­ten oder Pkw un­ter­wegs. Trü­ge­ri­sche Ru­he. Das HLF biegt rechts ab. Plötz- lich drückt der Ma­schi­nist auf die Brem­se. Ein Bau­zaun ver­sperrt den Weg auf bei­den Sei­ten der Fahr­bahn. Der Ein­satz­ort liegt noch et­wa ei­nen Ki­lo­me­ter ent­fernt. Doch zum Be­sei­ti­gen des Hin­der­nis­ses kom­men die Män­ner nicht mehr. In­ner­halb we­ni­ger Se­kun­den ver­sam­meln sich Ver­mumm­te um das HLF. Hun­der­te Per­so­nen, zum Teil mit Zie­gel­stei­nen oder an­de­ren Waf­fen für den Stra­ßen­kampf in der Hand, und ein­deu­tig ag­gres­si­ver Kör­per­hal­tung, ren­nen auf das Ein­satz­fahr­zeug zu. Ei­ni­ge lau­fen wei­ter den Weg her­un­ter. An­de­re blei­ben ste­hen und skan­die­ren mit em­por­ge­reck­ten Mit­tel­fin­gern Pa­ro­len ge­gen die Feu­er­wehr­leu­te. Von au­ßen wird ver­sucht, die Mann­schafts­ka­bi­ne zu öff­nen. Die Feu­er­wehr­män­ner hal­ten mit ver­ein­ten Kräf­ten die Tü­ren zu. „Rück­wärts­fah­ren war kei­ne Op­ti­on“, be­rich­tet Au­mül­ler. „Über­all hin­ter uns be­fan­den sich Per­so­nen. Wir wa­ren ein­ge­kes­selt.“

Da sich kei­ne Mög­lich­keit bie­tet, aus­zu­wei­chen, ver­har­ren die Ein­satz­kräf­te in ih­rem Fahr­zeug. „Ich ha­be ge­dacht, mit uns geht’s vor­bei“, sagt Au­mül­ler. „Aber dann, nach ei­ni­gen Mi­nu­ten, war der Spuk vor­bei. Die Po­li­zei war de­nen wahr­schein­lich auf den Fer­sen.“Pas­siert ist den Kräf­ten nichts, aber es hät­te an­ders aus­se­hen kön­nen. Au­mül­ler: „So ag­gres­siv, wie die wa­ren – ich ha­be in den Jah­ren ja schon ei­ni­ges ge­se­hen und ei­gent­lich ein di­ckes Fell, aber da hat­te ich echt um Leib und Le­ben ge­fürch­tet. Dass ich mich in mei­nem Fahr­zeug ver­schan­zen muss, das darf echt nicht sein.“Doch es ist kein Ein­zel­fall. Auch im März 2015 war­fen Ran­da­lie­rer wäh­rend der Er­öff­nung der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank in Frank­furt am Main St­ei­ne ge­gen Fahr­zeu­ge der Feu­er­wehr. Wäh­rend des G20-gip­fels in Ham­burg wur­de ein RTW at­ta­ckiert.

Ret­tungs­dienst stark be­trof­fen

Sol­che Be­rich­te kennt auch Sa­ra Schie­fer­de­cker, Lei­te­rin des Leip­zi­ger Pro­jekts „Ur­ba­ne Ge­walt“vom In­sti­tut für Be­ra­tung, Be­glei­tung und Bil­dung e. V. (In­sti­tut B3). „Das Spek­trum von Ge­walt ist groß. Die Ge­walt­phä­no­me­ne rei­chen von Be­drän­gung und Be­lei­di­gung bis hin zu Hand­greif­lich­kei­ten ge­gen­über ein­zel­nen Ka­me­ra­den“, be­rich­tet Schie­fer­de­cker über die Er­geb­nis­se ei­nes Work­shops mit frei­wil­li­gen Feu­er­wehr­leu­ten zu dem The­ma „Ge­walt ge­gen Ein­satz­kräf­te“. „Es kris­tal­li­sier­te sich e

auch her­aus, dass wir zwi­schen Ret­tungs­kräf­ten der Feu­er­wehr und des Ret­tungs­diens­tes un­ter­schei­den müs­sen“, so die Pro­jekt­lei­te­rin wei­ter. Feu­er­wehr­leu­te, ins­be­son­de­re An­ge­hö­ri­ge der Be­rufs­feu­er­wehr, sind häu­fig auch als Be­sat­zung auf ei­nem Ret­tungs­wa­gen tä­tig. Ge­ra­de hier ist die An­zahl von Ge­walt­ta­ten ge­gen die Ein­satz­kräf­te be­son­ders hoch.

Auch die Si­tua­tio­nen, aus de­nen die An­grif­fe am häu­figs­ten pas­sie­ren, sind an­de­re als bei ei­nem Lösch­zug. Stu­di­en und Be­fra­gun­gen (zum Bei­spiel Phil­ipp Bau­mann, 2014) zei­gen näm­lich, dass Kräf­te im Ret­tungs­dienst ty­pi­scher­wei­se Atta­cken von al­ko­ho­li­sier­ten be­zie­hungs­wei­se durch an­de­re Sub­stan­zen in­to­xi­kier­te (männ­li­che) Per­so­nen oder Pa­ti­en­ten mit ei­ner psy­chi­schen Not­la­ge er­le­ben. Sol­che An­grif­fe pas­sie­ren dann meis­tens in den Nacht­stun­den und am Wo­che­n­en­de. Mög­lich­kei­ten zur Dee­s­ka­la­ti­on blei­ben den Ret­tungs­kräf­ten häu­fig nicht, wenn die Atta­cken aus un­vor­her­seh­ba­ren Ge­müts­än­de­run­gen der Pa­ti­en­ten er­fol­gen.

Feu­er­wehr­frau an­ge­fah­ren

Zu­rück zur Feu­er­wehr. Wit­ten­burg (MV), 26. Ju­ni 2016. Nach ei­nem schwe­ren Un­wet­ter lau­fen in Wit­ten­burg (Kreis Lud­wigs­lus­tP­ar­chim) Kel­ler voll und die Stra­ßen sind über­schwemmt. Die Feu­er­wehr ist über meh­re­re Ta­ge un­er­müd­lich im Dau­er­ein­satz. Am Sonn­tag­nach­mit­tag wer­den die Wit­ten­bur­ger Kräf­te in die In­nen­stadt alar­miert: Ei­ne Stra­ße ist über­flu­tet. Da­mit das Was­ser ab­lau­fen kann, sper­ren die Feu­er­wehr­leu­te den Be­reich für den Ver­kehr und öff­nen die Ab­läu­fe.

Plötz­lich bahnt sich ein Pkw den Weg durch die Ab­sper­rung. Die Feu­er­wehr­frau Ali­na E. er­in­nert sich: „Ich bin dann auf die Fah­re­rin des Pkw zu­ge­gan­gen, um zu fra­gen, wo sie hin will, um ge­mein­sam ei­nen Weg zu fin­den und ei­nen Un­fall zu ver­hin­dern.“Die da­mals 19-Jäh­ri­ge hat­te wäh­rend des Ein­sat­zes die Schäch­te ab­ge­si­chert.

Doch an­stel­le auf die Feu­er­wehr­frau zu re­agie­ren, fängt der Bei­fah­rer an, laut­stark zu pö­beln. Ali­na E. be­rich­tet: „Er sti­chel­te die Fah­re­rin an, mich ein­fach um­zu­fah­ren. Die Frau zö­ger­te nicht lan­ge – sie trat auf‘s Gas und fuhr mich an. Zur Krö­nung stieg da­nach ihr Bei­fah­rer aus, um mich zu ver­scheu­chen. Sei­ne Wor­te wa­ren: ‚Ma­chen Sie sich hier mal nicht so wich­tig, Sie ha­ben uns gar nichts zu sa­gen‘.“Der Mann steigt dar­auf­hin wie­der in den Pkw und das Paar fährt da­von. Zu­rück bleibt Ali- na. Fas­sungs­los, ver­ängs­tigt und mit ei­nem ver­letz­ten Bein. Sie muss­te im Kran­ken­haus be­han­delt wer­den. Nach der Tat er­stat­tet sie An­zei­ge ge­gen das bru­ta­le Paar. Das Ver­fah­ren läuft zum Re­dak­ti­ons­schluss noch.

Dass Atta­cken ge­gen Feu­er­wehr­leu­te an­ge­zeigt wer­den, scheint al­ler­dings eher die Aus­nah­me zu sein. Die Stu­die von Dr. Ja­ni­na La­ra Dress­ler „Ge­walt ge­gen Ret­tungs­kräf­te: Ei­ne kri­mi­no­lo­gi­sche Groß­stadt­ana­ly­se“(2017) be­schäf­tigt sich un­ter an­de­rem mit der Dun­kel­zif­fer von Straf­ta­ten ge­gen Ein­satz­kräf­te. Als Bei­spiel führt Dress­ler die Er­geb­nis­se ih­rer Be­fra­gun­gen aus Ham­burg an: von zir­ka 1.600 Fäl­len wur­den le­dig­lich 30 bis 40 ge­mel­det. Die Kri­mi­no­lo­gin fand her­aus, dass die Kräf­te kri­tisch ab­wä­gen, ob sich ein Ver­fah­ren lohnt. Laut der Stu­die geht die land­läu­fi­ge Mei­nung bei Ein­satz­kräf­ten da­hin, dass die Mel­dung ei­ner Straf­tat ei­nen enor­men Auf­wand be­deu­tet, we­nig bis kei­ne Kon­se­quen­zen für den Tä­ter hat und zu­dem die Ge­fahr be­steht, vom Di­enst­herrn nicht aus­rei­chend un­ter­stützt zu wer­den.

Sa­ra Schie­fer­de­cker hat in Ge­sprä­chen mit Feu­er­wehr­leu­ten die glei­chen Er­fah­run­gen ge­macht. „Zur An­zei­ge kom­men meis­tens nur mas­si­ve Din­ge, wie Kör­per­ver­let­zun­gen. Da­bei sind ge­ra­de Be­lei­di­gun­gen im Stra­ßen­ver­kehr sehr häu­fig“, be­rich­tet sie. Aber auch bei gra­vie­ren­den Straf­ta­ten be­ste­hen Vor­be­hal­te, sie zur An­zei­ge zu brin­gen. „Mir ha­ben Feu­er­wehr­leu­te ge­sagt, dass sie Angst da­vor ha­ben, vor Ge­richt vom An­walt des An­ge­klag­ten aus­ein­an­der­ge­nom­men zu wer- den, oder dass durch die Ak­ten­ein­sicht des An­walts nach­her die Tä­ter zu ih­nen nach Hau­se kom­men“, so die Pro­jekt­lei­te­rin.

„Da­bei muss man we­nig be­fürch­ten, wenn man al­les ge­nau do­ku­men­tiert hat. Und An­grif­fe auf das Zu­hau­se von Ein­satz­kräf­ten sind mir nicht be­kannt.“Sa­ra Schie­fer­de­cker wünscht sich au­ßer­dem, dass in den Feu­er­weh­ren mehr über das The­ma auf­ge­klärt wird: „Ei­ne Sen­si­bi­li­sie­rung, dass man Ge­walt nicht hin­neh­men muss, ist noch nicht er­folgt. Vor al­lem bei Füh­rungs­kräf­ten ist häu­fig kein Ver­ständ­nis da­für da. Oh­ne Un­ter­stüt­zung von oben sinkt na­tür­lich die Be­reit­schaft, Din­ge zu mel­den.“

Kon­se­quent zur An­zei­ge brin­gen

Doch nur, wenn die Öf­fent­lich­keit durch Ver­ur­tei­lun­gen und durch die Me­di­en da­von er­fährt, dass die Be­hin­de­rung von Ein­satz­kräf­ten ei­ne schwe­re Straf­tat ist und ent­spre­chen­de Hand­lun­gen Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen, kann ein Um­den­ken statt­fin­den. Die Feu­er­wehr Ra­tin­gen (Kreis Mett­mann) geht mit gu­tem Bei­spiel vor­an.

Ra­tin­gen (NW), 20. Au­gust 2016. Am frü­hen Sams­tag­mor­gen alar­miert die Leit­stel­le die Haupt­feu­er- und Ret­tungs­wa­che Ra­tin­gen zu ei­nem Woh­nungs­brand. Wäh­rend der An­fahrt wird die Feu­er­mel­dung auf­grund meh­re­rer An­ru­fer be­stä­tigt. Tho­mas Trem­mel, stell­ver­tre­ten­der Amts­lei­ter der Ra­tin­ger Feu­er­wehr, er­reicht mit sei­nem Ein­satz­leit­wa­gen als Ers­ter den Ein­satz­ort.

Aus ei­ner Woh­nung im vier­ten Stock schla­gen Flam­men und schwar­zer Rauch steigt in den Him­mel. Vor dem Ge­bäu­de ei­ne Men­schen­trau­be. Trem­mel geht auf die Grup­pe zu, um die La­ge zu son­die­ren und fest­zu­stel­len, ob sich mög­li­cher­wei­se noch Per­so­nen in der Woh­nung be­fin­den.

Auf dem Weg dort­hin fan­gen ihn auf ein­mal zwei jun­ge Er­wach­se­ne ab. Sie grei­fen ihn an der Ja­cke und zer­ren ihn Rich­tung Haus­ein­gang. „Mit den Wor­ten ‚…da sind noch Kin­der drin, hol‘ die Kin­der da raus, Du Ar­sch­loch‘ wur­de ich be­drängt, in den Trep­pen­raum und in die Brand­woh­nung zu ge­hen“, be­rich­tet Trem­mel. „Nach­dem ich mich von den Bei­den los­ge­ris­sen hat­te, war es mir mög­lich, die Per­so­nen vor dem Ge­bäu­de zu be­fra­gen und konn­te da­durch fest­stel­len, dass al­le Be­woh­ner der Brand­woh­nung und der dar­über lie­gen­den Woh­nung ih­re Räu­me un­ver­sehrt ver­las­sen hat­ten.“

Die Män­ner be­drän­gen dar­auf­hin den An­griff­s­trupp beim Ver­le­gen der Schlauch­lei­tung. Erst die Po­li­zei kann die bei­den al­ko­ho­li­sier­ten Stö­rer aus dem Ar­beits­be­reich der Ein­satz­kräf­te ent­fer­nen.

Wich­ti­ges Ge­gen­si­gnal

Nach dem Ein­satz brin­gen die Ra­tin­ger den Fall zur An­zei­ge. „Bei Ge­walt ge­gen Ein­satz­kräf­te wird ei­ne Gren­ze über­schrit­ten. Das dür­fen wir uns nicht bie­ten las­sen und es gilt, dem ent­schie­den und ak­tiv ent­ge­gen­zu­tre­ten. Zum Si­gnal für die Mit­ar­bei­ter und ge­gen die Stö­rer müs­sen sol­che Sach­ver­hal­te kon­se­quent an­ge­zeigt wer­den“, er­läu­tert der stell­ver­tre­ten­de Amts­lei­ter das Vor­ge­hen. „Da­bei muss­ten die be­tref­fen­den Kol­le­gen und ich nach ei­ner kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Zeu­gen­aus­sa­ge zu­nächst vors Amts­ge­richt; nach der Be­ru­fung dann vors Land­ge­richt. Das wa­ren drei Ter­mi­ne zu je 1,5 bis 2 St­un­den.“

Am 7. Ju­li 2017 er­folgt das Ur­teil durch das Land­ge­richt Düs­sel­dorf: Die jun­gen Män­ner wer­den je­weils zu Ju­gen­d­ar­rest auf zwei Wo­che­n­en­den und ei­ner Geld­stra­fe von 500 Eu­ro ver­ur­teilt. Trem­mel zu dem Ur­teil: „Der Pro­zess hat sich auf je­den Fall ge­lohnt. Die Stim­mung bei den Kol­le­gen ging vor­her in die Rich­tung‚ da pas­siert ja eh nichts – das war ein wich­ti­ges Ge­gen­si­gnal.“

Noch be­vor das Ur­teil er­ging, wur­den die Ra­tin­ger er­neut an­ge­grif­fen. Wäh­rend der Nach­lösch­ar­bei­ten bei ei­nem Hoch­haus­brand am 5. Ju­li 2017, wer­den die Ein­satz­kräf­te mit Ge­gen­stän­den be­wor­fen. Die Ra­tin­ger Feu­er­wehr­leu­te er­stat­ten An­zei­ge.

Bei Ein­tref­fen Faust­hieb

Im schlimms­ten Fall wer­den Feu­er­wehr­leu­te so­gar ver­prü­gelt. So ge­sche­hen am 16. Mai 2016 in Hei­den­heim (BW). Die Feu­er­wehr Hei­den­heim rückt zu ei­nem Kel­ler­brand aus. Ein 50-Jäh­ri­ger hat dort Ab­fäl­le in sei­nem Räu­che­r­o­fen ver­brannt. Auf­grund der star­ken Hit­ze­ent­wick­lung sind Ge­gen­stän­de ne­ben dem Ofen in Brand ge­ra­ten. Als die Ein­satz­kräf­te ein­tref­fen und das Haus be­tre­ten, schlägt der 50-Jäh­ri­ge un­ver­mit­telt und oh­ne er­sicht­li­chen Grund zu. Er trifft ei­nen Feu­er­wehr­mann im Ge­sicht. Po­li­zis­ten kön­nen den Be­woh­ner schließ­lich über­wäl­ti­gen und in Ge­wahr­sam neh­men.

Ähn­li­ches ge­schieht in Salz­git­ter (NI). Di­rekt vor der Aus­fahrt der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Thie­de fei­ern meh­re­re Per­so­nen am 31. Ja­nu­ar 2016 Sil­ves­ter. Als es dann zum Ein­satz kommt und zwei Mit­glie­der der Feu­er­wehr die Grup­pe auf­for­dern, die Auf­fahrt frei­zu­räu­men, ge­rät die La­ge au­ßer Kon­trol­le. Am Schluss lan­den zwei Feu­er­wehr­leu­te schwer ver­letzt im Kran­ken­haus. Ei­ner der bei­den Män­ner muss ope­riert wer­den.

Hat es so et­was frü­her ge­ge­ben?

In der nächs­ten Aus­ga­be…

…le­sen Sie als Fort­set­zung zu die­sem Ar­ti­kel Teil 2 über Maß­nah­men ge­gen Ge­walt.

Ein­satz­kräf­te agie­ren häu­fig zwi­schen den Fron­ten. Nicht nur auf De­mons­tra­tio­nen, son­dern auch auf per­sön­li­cher Ebe­ne. So wer­den sie manch­mal auch le­dig­lich durch ih­re Uni­form Ziel von Atta­cken. Fo­to: SMT Po­li­zei Sach­sen

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