Über­ho­sen im Pra­xis­test

Feu­er­wehr-über­ho­sen für die Brand­be­kämp­fung im In­nen­an­griff sol­len be­quem sein, gut sit­zen, sich op­ti­mal ein­stel­len las­sen und per­fek­ten Schutz bie­ten. Ist das über­haupt mög­lich? Wir ha­ben zehn ver­schie­de­ne Mo­del­le in der Pra­xis ge­tes­tet.

Feuerwehr-Magazin - - Service - Text und Fo­tos: Jan-erik He­ge­mann, Chef­re­dak­teur Feu­er­wehr-ma­ga­zin

Ein wich­ti­ges Er­geb­nis vor­weg: Die idea­le Ho­se für je­den Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger gibt es nicht. Dies liegt ganz we­sent­lich an per­sön­li­chen Vor­lie­ben und Emp­find­lich­kei­ten. Man­che mö­gen sehr eng an­lie­gen­de Ho­sen, an­de­re lie­ben es et­was luf­ti­ger. Man­che Trä­ger be­nö­ti­gen viel Stau­raum (Ta­schen), an­de­re nicht. Man­che be­vor­zu­gen Reiß­ver­schlüs­se, an­de­re Druck­knöp­fe oder Klett­ver­schlüs­se. In ei­ni­gen Weh­ren muss un­ter der Über­ho­se noch ei­ne Di­enst­ho­se ge­tra­gen wer­den, in an­de­ren Weh­ren wird dar­auf ver­zich­tet. Und ein gro­ßer Un­ter­schied be­steht auch da­rin, ob die Ho­se täg­lich ein- bis zwei­mal an­ge­zo­gen wird, ein­mal in der Wo­che oder nur ein­mal im Mo­nat.

Wir ha­ben ver­sucht, die­sen un­ter­schied­li-

chen Wün­schen und An­for­de­run­gen durch die Aus­wahl un­se­rer Tes­ter ge­recht zu wer­den. Zehn Feu­er­wehr­leu­te ha­ben die zehn Über­ho­sen ei­nen Tag für uns ge­tes­tet. Wir hat­ten frei­wil­li­ge Feu­er­wehr­leu­te da­bei, Mit­glie­der von Werk­feu­er­weh­ren und Be­rufs­feu­er­wehr­leu­te. Füh­rungs­kräf­te und Mann­schafts-dienst­gra­de, neun Män­ner und ei­ne Frau, schlan­ke und we­ni­ger schlan­ke Trä­ger. Al­le sind Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger.

Wir hat­ten im Vor­feld al­le nam­haf­ten Her­stel­ler an­ge­schrie­ben, die auf dem deut­schen Markt ver­tre­ten sind. Wir ba­ten dar­um, uns für ei­nen Pra­xis­test je­weils drei Ho­sen (in den Grö­ßen M, L und XL) ih­res Top­sel­lers zur Ver­fü­gung zu stel­len. Wel­ches Mo­dell ei­ne Fir­ma aus­wähl­te, über­lie­ßen wir den Her­stel­lern. Ein­zi­ge Be­din­gung: Die Über­ho­se muss die Zu­las­sung zur Brand­be­kämp­fung im In­nen­an­griff ha­ben, al­so nach der DIN EN 469 („Schutz­klei­dung für die Feu­er­wehr – Leis­tungs­an­for­de­run­gen für Schutz­klei­dung für die Brand­be­kämp­fung“) Leis­tungs­stu­fe 2 zer­ti­fi­ziert sein.

Un­se­re Test­kan­di­da­ten

Fol­gen­de zehn Über­ho­sen ha­ben wir ge­tes­tet: die „A90 Max“von Te­si­max, die „Fi­re­liner GT“von Con­sul­tiv, die „Fi­re Wolf Pro“von Vorn­dam­me, die „Fi­re Max 3“von Ro­sen­bau­er, die „Su­pre­me Pro­fi“von Vi­king, die „Li­on Ki­ne­tic“von der LHD Group, die „Pro­fes­sio­nal“von Zieg­ler, die „Swiss­h­un­ter“von S-gard, die „Ti­ger Plus Pre­mi­um Fly“von De­va-fm (Ge­ni­us) und die Fi­re Brea­ker Ac­tion „Xtre­me light“von Tex­port. Die Mo­del­le der Fir­men Wa­tex und No­vo­texI­so­mat hat­ten wir eben­falls an­ge­fragt. Doch die­se Fir­men woll­ten ih­re Pro­duk­te nicht tes­ten las­sen.

Der Test fand am 26. Ju­ni auf dem Ge­län­de von IFRT (In­ter­na­tio­nal Fi­re and Res­cue Trai­ning) in Küls­heim (BW) statt. Das von Ge­schäfts­füh­rer Stefan Feucht und sei­nen Leu­ten her­ge­rich­te­te ehe­ma­li­ge Are­al ei­ner Ka­ser­ne eig­ne­te sich dank der Aus­stat­tung ide­al für un­se­re Sta­tio­nen. Die Te­st­rei­he be­gann am Vor­mit­tag mit dem Wie­gen je­der Ho­se in Grö­ße L samt Ho­sen­trä­ger. An­schlie­ßend folg­te ein Blind­test im Un­ter­richts­raum. Je­weils zwei Tes­ter muss­ten zu­sam­men­ar­bei­ten. Ei­ner trug ei­ne so ge­nann­te Schlaf­mas­ke. Der je­wei­li­ge Part­ner reich­te

ihm ei­ne Ho­se nach der an­de­ren. Der Tes­ter soll­te nun her­stel­ler­neu­tral die Hap­tik be­ur­tei­len und die Ho­se an­pro­bie­ren. Sei­ne Kom­men­ta­re und Be­no­tun­gen no­tier­te der Part­ner auf dem Be­wer­tungs­bo­gen.

Eben­falls noch im Un­ter­richts­raum muss­ten al­le Teil­neh­mer die Op­tik, die Aus­stat­tung/fea­tures (wie Ta­schen, Reiß­ver­schlüs­se, Klett­fel­der und Knöp­fe) so­wie die Kon­troll­mög­lich­kei­ten be­ur­tei­len. Es galt, die Ho­sen an­zu­zie­hen, op­ti­mal auf die ei­ge­ne Kör­per­grö­ße und -form ein­zu­stel­len, ei­ni­ge Din­ge wie Schlüs­sel oder Ret­tungs­mes­ser zu ver­stau­en und die Ho­se wie­der ab­zu­le­gen. Ei­nen ei­ge­nen Punkt nah­men die Ho­sen­trä­ger ein. Eben­falls se­pa­rat wur­de der Ein­druck der mit­ge­lie­fer­ten In­for­ma­tio­nen zum Pro­dukt („Be­die­nungs­an­lei­tung“) ab­ge­fragt.

Test­par­cours und vier Son­der­tests

An­schlie­ßend folg­te der zwei­ge­teil­te Pra­xis­test. Im ers­ten Part muss­te je­der Tes­ter mit je­der Ho­se ei­nen Par­cours durch­lau­fen. Es be­gann auf dem Flur mit ei­ni­gen Me­ter Sei­ten­kriech­gang. Dann ging es auf die Atem­schutz­übungs­stre­cke, über die Flu­re und die Trep­pe hin­ab vors Ge­bäu­de, au­ßen seit­lich her­um und über ein Lei­ter­teil wie­der hin­auf in den ers­ten Stock. Durch ein Fens­ter er­reich­ten die Feu­er­wehr­leu­te wie­der den Un­ter­richts­raum. Hier muss­ten dann zum Ab­schluss der Run­de noch ei­ni­ge Me­ter mit ei­nem Atem­schutz­ge­rät auf dem Rü­cken zu­rück­ge­legt wer­den. Im Au­ßen­be­reich galt es au­ßer­dem noch, auf ver­schie­de­nen Un­ter­grün­den (Pflas­ter, Schot­ter) zu kni­en und ei­ne Au­ßen­trep­pe zu be­stei­gen.

Der zwei­te Teil des Pra­xis­tests (die Son­der­tests) konn­te mit je­der Ho­se nur ein­mal durch­ge­führt wer­den. Hier galt es, die Ma­te­ri­al- und Ober­flä­chen­ei­gen­schaf­ten im Ver­gleich der Ho­sen zu be­ur­tei­len. Wir ha­ben im Be­reich der Ober­schen­kel je­weils 100 Mil­li­li­ter Spei­se­öl auf­ge­bracht. Die Tes­ter soll­ten schau­en, ob sich die Ho­sen vollsau­gen und wie viel Öl ab­läuft. Au­ßer­dem ha­ben wir die Trä­ger mit 50 Gramm Mehl „be­schos­sen“und ge­prüft, wie rück­stands­los es sich im Luft­strahl ei­nes Be­lüf­ters aus­klop­fen lässt. Au­ßer­dem lie­ßen wir auf die Knie­pols­ter aus ei­nem Me­ter Hö­he ro­he Eier fal­len.

Letz­te Sta­ti­on war ein Näs­se­test. Weil es hier­bei zu von uns nicht er­war­te­ten Feuch­tig­keits­pro­ble­men kam, ha­ben wir den Näs­se­test ei­ne Wo­che spä­ter bei der FF Ni­en­burg an der We­ser noch ein­mal wie­der­holt. Je­de Ho­se wur­de mit Sprüh­strahl (200 Li­ter pro Mi­nu­te) für 15 Se­kun­den aus 5 Me­ter Ent­fer­nung be­sprüht. Der Trä­ger dreht sich in der Zeit ein­mal um die ei­ge­ne Ach­se. An­schlie­ßend wur­de ge­fühlt und ge­guckt, ob die Ho­se an der In­nen­sei­te feucht ge­wor­den ist.

Bei den vier Son­der­tests gab es kei­ne Be­no­tun­gen. Das Er­geb­nis fin­det sich in der Ta­bel­le auf Sei­te 82, ist aber nicht in die Ge­samt­no­te ein­ge­flos­sen.

Bei al­len Pra­xis­tests ha­ben die Trä­ger üb­ri­gens kei­ne Über­ja­cken ge­tra­gen. Dies mag auf den ers­ten Blick et­was ir­ri­tie­ren. Aber es gibt zwei Grün­de, die für die­ses Vor­ge­hen spre­chen. Es soll­te bei die­sem Test wirk­lich nur die Ho­se be­wer­tet wer­den und nicht das Zu­sam­men­spiel mit der je­wei­li­gen Ja­cke. Mög­li­che Druck­stel­len, Be­we­gungs­ein­schrän­kun­gen oder ein Ver­rut­schen soll­ten ein­deu­tig von den Ho­sen ver­ur­sacht wer­den. Au­ßer­dem konn­ten sich die Tes­ter durch das Feh­len der Ja­cke voll­kom­men auf den Tra­ge­kom­fort der Ho­se kon­zen­trie­ren.

Bei je­der Dis­zi­plin muss­te je­der Tes­ter je­de Ho­se nach dem Schul­no­ten­sys­tem be­wer­ten. Ei­ne 1 gab es für sehr gu­te Ei­gen­schaf­ten, ei­ne 6 für un­ge­nü­gend. Au­ßer­dem konn­ten An­mer­kun­gen ge­macht wer­den, muss­ten aber nicht.

Grö­ßen und Ge­wich­te

Beim Wie­gen der Ho­sen in der mitt­le­ren Grö­ße (ver­gleich­bar L) stell­ten wir fest, wie un­ter­schied­lich die Ho­sen aus­ge­zeich­net sind. In der Re­gel sitzt das Eti­kett hin­ten im Bund­be­reich. Aber auch an der Sei­te oder an der Rü­cken­ver­län­ge­rung zum Nie­ren­schutz sind die An­ga­ben ein­ge­näht. Ge­nau­so un­ein­heit­lich sind die Grö­ßen­an­ga­ben selbst. Man­che Be­zeich­nun­gen lau­ten M, L und XL, bei Te­si­max heißt es 0, I und II, ge­bräuch­lich sind auch 48/50, 52/54 und 56/58 (zum

Bei­spiel bei Ro­sen­bau­er) oder Maß­ein­hei­ten für Grö­ße, Bein­län­ge und Tail­len­um­fang (bei De­va). „Ide­al wä­re die An­ga­be nach dem ame­ri­ka­ni­schen Sys­tem wie bei­spiels­wei­se 34/34, weil das je­der vom Jeans­kauf kennt“, fin­det Tes­ter Sa­scha Stoll­ho­fer.

Das Wie­gen er­gab 1.530 Gramm für die „A90 Max“(Grö­ßen­an­ga­be L), 1.599 Gramm für die „Fi­re Max 3“(52/54), 1.695 Gramm für die „Xtre­me light“(L), 1.705 Gramm für die „Li­on Ki­ne­tic“(L), 1.710 Gramm bei der „Fi­re Wolf Pro“(Gr. I), 1.810 Gramm bei der „Fi­re­liner GT“(54/56), 1.815 Gramm bei der „Pro­fes­sio­nal“(54/56), 1.885 Gramm bei der „Ti­ger Plus Pre­mi­um Fly“(Bund­wei­te 106) und 1.890 Gramm bei der „Swiss­h­un­ter“(L).

Luft nach oben bei den Be­die­nungs­an­lei­tun­gen

Als in­for­ma­tiv, ver­ständ­lich und nicht über­frach­tet be­ur­teil­ten die Tes­ter ein­zig die „Ver­wen­der­infor­ma­tio­nen“bei Ro­sen­bau­er. Die Durch­schnitts­no­te von 1,9 lag vor S-gard 2,2, Vi­king 2,3 und Zieg­ler 2,4. Von Te­si­max (4,1) und Vorn­dam­me (4,8) wünsch­ten sich die Feu­er­wehr­leu­te um­fang­rei­che­res Ma­te­ri­al. Die Durch­schnitts­no­te für die Be­die­nungs­an­lei­tun­gen al­ler zehn Ho­sen lag bei 2,88.

Die schlech­tes­te Be­no­tung im Schnitt gab es beim Punkt Kon­troll­mög­lich­kei­ten (Re­vi­si­ons­öff­nun­gen): 3,02. Die Ho­sen soll­ten re­gel­mä­ßig auf Be­schä­di­gun­gen über­prüft wer­den: von au­ßen und von in­nen. Nur ein Blick zwi­schen die La­gen lässt bei­spiels­wei­se er­ken­nen, ob Hit­ze­strah­lung oder ei­ne ag­gres­si­ve Flüs­sig­keit die Mem­bra­ne und ihr mög­li­ches Trä­ger­ma­te­ri­al be­schä­digt ha­ben. Schlag­wort: ein­fa­che In­spek­ti­on, die vie­le Her­stel­ler ein­mal jähr­lich emp­feh­len.

Dank der Re­vi­si­ons­öff­nung kön­nen Re­pa­ra­tu­ren meist sehr ein­fach durch­ge­führt wer­den, oh­ne Näh­te öff­nen zu müs­sen. Au­ßer­dem wird da­durch die Ge­fahr mi­ni­miert, die Mem­bra­ne zu be­schä­di­gen. Die Öff­nung soll­te aber auch nicht zu groß sein und muss gut ver­schlos­sen sein, da­mit sie sich nicht ver­se­hent­lich öff­net. Am bes­ten be­wer­te­ten die Tes­ter die Re­vi­si­ons­öff­nung der De­va (No­te 1,8), rich­tig gut die der S-gard (2,0), der Tex­port und der Ro­sen­bau­er (je­weils 2,2). Oh­ne Re­vi­si­ons­öff­nun­gen sind die Test­ho­sen von Con­sul­tiv, Te­si­max und Zieg­ler aus­ge­stat­tet. Sie er­hiel­ten des­halb je­weils die No­te 4,8.

Die­se Kri­te­ri­en – Be­die­nungs­an­lei­tung und Re­vi­si­ons­öff­nung – spie­len für den täg­li­chen Ein­satz ei­ner Ho­se und den Tra­ge­kom­fort kei­ne so ent­schei­den­de Rol­le. Wir ha­ben die­se No­ten des­halb bei der Er­geb­nis­be­rech­nung im Ver­gleich zu den an­de­ren 16 Test­kri­te­ri­en nur halb ge­wich­tet. Da bei­de Kri­te­ri­en aber für den kor­rek­ten und si­che­ren Ein­satz von Be­deu­tung sind, ha­ben wir sie mit ab­ge­fragt.

1 Drang Feuch­tig­keit in die Ho­sen ein, galt der Test als nicht be­stan­den. 2 Aus ei­nem Me­ter Hö­he lie­ßen wir ein Ei auf das Knie­pols­ter fal­len. Ging die­ses zu Bruch, galt der Test als nicht be­stan­den. 3 100 Mil­li­li­ter Öl wur­de auf die Ho­se ge­gos­sen. Wie viel Öl wur­de auf­ge­saugt? Wir ha­ben 50 Gramm Mehl auf die Ho­sen auf­ge­bracht. Wie viel da­von blieb nach der Be­lüf­tung und dem an­schlie­ßen­den Ab­klop­fen am Ober­stoff hän­gen?

Er­geb­nis­se Blind­test

Blind wür­den die Tes­ter die Ro­sen­bau­er kau­fen. „An­ge­nehm weich, Ho­sen­trä­ger auch mit ge­schlos­se­nen Au­gen sehr gut ein­stell­bar“, lau­te­ten die Beur­tei­lun­gen. Mit der Durch­schnitts­no­te von 1,4 liegt sie knapp vor der Te­si­max und der Con­sul­tiv (je­weils 1,6) so­wie der De­va und der S-gard (bei­de 1,7). Auf deut­lich we­ni­ger Be­geis­te­rung stie­ßen die Zieg­ler und die Vi­king. Bei­de wa­ren den Tes­tern zu rau. Bei bei­den stör­ten die Ab­stand­shal­ter (Nop­pen) im Ge­we­be.

Und wie ist es mit der Op­tik bei ge­öff­ne­ten Au­gen? Auf­fäl­lig ist, dass die far­bi­gen Ho­sen – 1,9 für die Con­sul­tiv, 2,1 für die Tex­port und 2,2 für die De­va – die bes­ten Be­no­tun­gen er­hiel­ten. Ein­zig die schwar­ze S-gard (2,2) kann hier mit­hal­ten. Die Out­fits von LHD (2,6) und Ro­sen­bau­er (2,7) wer­den als „okay, aber nicht ge­ra­de auf­re­gend“

be­zeich­net. Die Ho­sen von Te­si­max (2,9) und Zieg­ler (3,2) über­zeug­ten die Tes­ter am we­nigs­ten. Hin- und her­ge­ris­sen wa­ren die Feu­er­wehr­leu­te bei der „Fi­re Wolf“von Vorn­dam­me. Die schwar­ze Ho­se über­zieht ein grau­es Wa­ben­git­ter. Das kam an. Al­ler­dings fällt der Be­reich un­ter­halb des Knies sehr weit aus. „Op­tisch er­in­nert das an frü­he­re Flie­ger­ho­sen“, sagt Tes­ter Alex Stad­ler. „Mein Fall ist das nicht.“Im Durch­schnitt kam die „Fi­re Wolf“auf ei­ne 2,5.

Rein in die Über­ho­se

Beim An­zie­hen (Ho­sen­saum über Stie­fel, An­pas­sung an die ei­ge­ne Grö­ße) bil­de­ten die „Swiss­h­un­ter“von S-gard (2,0), die „Ti­ger“von De­va (2,0), die „Xtre­me light“von Tex­port (2,1) und die „Fi­re Max 3“(2,2) von Ro­sen­bau­er die Spit­zen­grup­pe. Die hin­te­ren Plät­ze in die­ser Ka­te­go­rie be­leg­ten die „A90

Max“von Te­si­max, die „Li­on Ki­ne­tic“von der LHD Group, die „Su­pre­me Pro­fi“von Vi­king (al­le je­weils 2,9) und die „Pro­fes­sio­nal“von Zieg­ler (3,4). Bei der Te­si­max sitzt die Wei­ten­ver­stel­lung hin­ten ge­nau dort, wo das Atem­schutz­ge­rät an­liegt. Wir fin­den: nicht op­ti­mal ge­löst.

Noch schlech­ter schnitt die Zieg­ler bei den Ho­sen­trä­gern ab. Hier gab es ei­ne 5,0 – die schlech­tes­te No­te im ge­sam­ten Test. „Die Rü­cken­kon­struk­ti­on stört ge­wal­tig“, sagt Tes­te­rin Bi­an­ca Schwarz. „Der ge­pols­ter­te Schul­ter­be­reich lässt sich nicht ver­schie­ben und drückt im Na­cken.“So äu­ßer­ten sich durch­weg al­le Tes­ter.

Rich­tig über­zeugt ha­ben die Ho­sen­trä­ger ein­zig bei der Tex­port. No­te: 1,8. „Vorn und hin­ten elas­tisch, schlicht, aber be­quem und sehr gut zu ver­stel­len“, ur­teil­te Alex Stad­ler. Die Ro­sen­bau­er be­kam die No­te 2,3, die Vorn­dam­me 2,4, S-gard und Con­su­li­tiv 2,7.

„Sehr be­quem, aber zu kurz“, no­tier­ten vie­le Tes­ter bei der S-gard.

Bei der Pass­form hat­te die S-gard dann die Na­se vorn (1,7). Auf Platz 2 folg­te die Con­sul­tiv (1,8) vor der Tex­port (2,0). Die wei­ter ge­schnit­te­nen Ho­sen von Vi­king (2,8), Zieg­ler (2,9) und Vorn­dam­me (3,0) ka­men nicht so gut an.

Als eins der wich­tigs­ten Test­kri­te­ri­en be­zeich­ne­ten al­le Teil­neh­mer das Tra­ge­ge­fühl. Er­staun­lich war für uns, dass die leich­ten Ho­sen nicht un­be­dingt die bes­ten Er­geb­nis­se er­ziel­ten. Die Pols­te­rung und der Sitz der Ho­sen­trä­ger, die Ein­stell­me­cha­nis­men und der Ho­sen­bund hat­ten maß­geb­li­chen Ein­fluss auf die Beur­tei­lung. So lan­det die „Fi­re­liner GT“in die­ser Ka­te­go­rie mit ei­ner No­te von 1,9 vor „Swiss­h­un­ter“und der „Xtre­me light“. Die „Fi­re Max 3“(2,6) führt das Mit­tel­feld an. Schluss­licht ist auch hier die „Pro­fes­sio­nal“(3,9).

Näh­feh­ler an der Ta­sche

Die bes­ten Vers­tau­mög­lich­kei­ten für Band­sch­lin­ge, Mes­ser und Schlüs­sel bie­ten nach An­sicht der Tes­ter die „Swiss­h­un­ter“(1,7), die „Xtre­me light“(1,8), die „Ti­ger“(2,0) so­wie die „Fi­re Max 3“und die „Fi­re­liner GT“(je­weils 2,1). Die „Su­pre­me Pro­fi“, die „Li­on Ki­ne­tic“(je­weils 3,2) und die „A90 Max“(3,6) sind eher spar­ta­nisch mit Ta­schen aus­ge­stat­tet – Sei­ten­ta­schen feh­len. Bei der „Pro­fes­sio­nal“tra­ten Näh­feh­ler auf, so­dass an­fangs nur mi­ni­ma­le Öff­nun­gen vor­han­den wa­ren. Die Ta­schen lie­ßen sich

auf­rei­ßen, aber das soll­te ei­gent­lich nicht sein. Da­für gab es die No­te 3,2.

Rich­tig gut eig­nen sich al­le Ho­sen zum Trep­pen- und zum Lei­ter­stei­gen. In die­sen bei­den Dis­zi­pli­nen gab es auch die bes­ten Durch­schnitts­no­ten bei un­se­rem Test. Beim Lei­ter­stei­gen la­gen die best­be­wer­te­te Ho­se (die „Xtre­me light“, 1,7) und die mit der schlech­tes­ten Be­no­tung (die „Pro­fes­sio­nal“, 2,4,) nur um 0,7 aus­ein­an­der. So dicht war der Ab­stand in kei­ner an­de­ren Dis­zi­plin.

Den größ­ten Ab­stand gab es beim Knie­test auf ver­schie­de­nen Un­ter­grün­den. Hier­bei schnit­ten die „Fi­re­liner GT“(3,4) und die Pro­fes­sio­nal“(3,9) am schlech­tes­ten ab. Ein­zig bei der „Fi­re­liner GT“zer­brach auch das Ei, wel­ches wir aus 1 Me­ter Hö­he auf das Knie­pols­ter fal­len lie­ßen. Die an­de­ren neun Eier über­stan­den die­sen Test un­be­scha­det. Vom Pols­ter der „Ti­ger Plus Pre­mi­um“prall­te das Ei nach dem Auf­kom­men re­gel­recht wie­der ab. Die­se Be­ob­ach­tung spie­gelt sich auch im Er­geb­nis des Knie­tes­tes wie­der. Hier­bei er­hielt die Ho­se die No­te 1,4. Auf den glei­chen Wert kam auch die „Xtre­me light“.

Rand­no­tiz: Bei der „Ti­ger“kann das Pols­ter von au­ßen ganz leicht ent­nom­men wer­den. Bei al­len an­de­ren Ho­sen sind die Pols­ter fest ver­näht.

Da die Knie­pols­te­rung na­tür­lich gro­ßen Ein­fluss auf das Tra­ge­ge­fühl beim Sei­ten­kriech­gang und in der Atem­schutz­übungs­stre­cke hat, ver­wun­dert es kaum, dass auch hier die „Fi­re­liner GT“und die „Pro­fes­sio­nal“die hin­ters­ten Plät­ze be­le­gen. Die Best­wer­te in bei­den Dis­zi­pli­nen er­zielt die „Xtre­me light“(je­weils 1,4,). Die „Fi­re Max 3“zieht trotz der et­was schlech­te­ren Knie­pols­te­rung mit der „Ti­ger Pre­mi­um“gleich. Da­hin­ter fol­gen die „Su­pre­me Pro­fi“, die „Li­on Ki­ne­tic“und die „Swiss­h­un­ter“.

Für das Tra­gen von Atem­schutz­ge­rä­ten eig­net sich nach Mei­nung un­se­rer Tes­ter die „Ti­ger“von De­va am al­ler­bes­ten (1,7). Na­he­zu gleich­auf lie­gen die „Swiss­h­un­ter“von SGard, die „Xtre­me light“von Tex­port (bei­de 1,8) und die „A90 Max“von Te­si­max (1,9). Bei der „Fi­re Wolf“von Vorn­dam­me stör­te un­ter PA, dass die Bund­wei­ten­ver­stel­lung im Rü­cken­be­reich an­ge­bracht ist.

Den Näs­se­test ha­ben bis auf die „Pro­fes­sio­nal“al­le Ho­sen be­stan­den. Wo­bei ei­ni­ge schon nach den 15 Se­kun­den im Was­ser­strahl deut­lich schwe­rer wur­den, das Au­ßen­ma­te­ri­al al­so Was­ser auf­ge­saugt hat. Bei der Ho­se von Zieg­ler drang so­gar Feuch­tig­keit ein: im Be­reich des Ho­sen­schlit­zes.

Beim Öl-ab­lauf­test soll­te mög­lichst viel Flüs­sig­keit ab­per­len. Die­sem An­spruch wur­de die „Xtre­me light“am bes­ten ge­recht. Auch die „Fi­re Max 3“und die „Su­pre­me“saug­ten sehr we­nig auf, die „Ti­ger Pre­mi­um“, die „Fi­re­liner GT“und die „Swiss­h­un­ter“saug­ten kaum Öl auf. Bei die­sen Mo­del­len ließ sich das Mehl auch am ein­fachs­ten wie­der ab­klop­fen.

Am En­de je­den Ein­sat­zes, je­der Schicht oder je­den Tes­tes müs­sen die Ho­sen ab­ge­legt wer­den. Des­halb woll­ten wir wis­sen: Wie ein­fach geht das? Die Best­no­ten er­hiel­ten in die­ser Dis­zi­plin die „Fi­re Wolf“, die „Xtre­me light“und die „Fi­re Max 3“(je­weils 1,9). Aber auch mit den an­de­ren sie­ben Ho­sen klapp­te das Ab­le­gen oh­ne nen­nens­wer­te Pro­ble­me.

Das Ge­samt­ur­teil: die „ Xtre­me light“ganz vorn

Nach Aus­wer­tung al­ler 18 Test­kri­te­ri­en und der vier Son­der­tests hat­te die „Xtre­me light“ von Tex­port die Na­se vorn. Der Test­sie­ger kommt auf die be­acht­li­che Durch­schnitts­no­te von 1,7. Die Ho­se kann als durch­weg ge­lun­gen be­zeich­net wer­den. Sie über­zeugt in al­len Dis­zi­pli­nen un­se­res Pra­xis-tests und of­fen­bart kei­ne Schwach­stel­len.

Ganz knapp da­hin­ter lan­det die „Swiss­h­un­ter“von S-gard (1,9). Ein­zig bei den Ho­sen­trä­gern be­steht nach An­sicht der Tes­ter noch ein we­nig Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al. Sie sit­zen dich­ter bei­ein­an­der als bei den Mit­be­wer­bern, fal­len et­was kurz und et­was zu starr aus. Ins­ge­samt ist aber auch die „Swiss­h­un­ter“ei­ne sehr emp­feh­lens­wer­te Ho­se.

Platz 3 mit der Durch­schnitts­no­te von 2,0 tei­len sich „Fi­re Max 3“von Ro­sen­bau­er und die „Ti­ger Plus Pre­mi­um Fly“von De­va (Ge­ni­us). Die „Ti­ger“könn­te als po­si­ti­ve Über­ra­schung des Tes­tes be­zeich­net wer­den. Die Ho­se hat­te vor­her nie­mand so weit vor­ne er­war­tet. Sie über­rascht aber in ei­ni­gen Punk­ten: So kann die In­nen­ho­se kom­plett ent­nom­men wer­den. Da­für müs­sen nur die Druck­knöp­fe im Bund­be­reich und die Klett­ver­schlüs­se im Knö­chel­be­reich ge­öff­net wer­den. Dies hat Vor­tei­le beim Wa­schen und die Ho­se eig­net sich da­durch ide­al für Tä­tig­kei­ten, bei de­nen kei­ne be­son­de­re Schutz­funk­ti­on er­for­der­lich ist: Ver­kehrs­len­kung, Ab­sper­ren, Bin­de­mit­tel aus­brin-

gen, Prä­senz­auf­ga­ben. Und die „Fi­re Max 3“? „Ro­sen­bau­er halt“, fass­te es ein Tes­ter zu­sam­men. Bei­de Ho­sen sind rund­her­um emp­feh­lens­wert.

Auf dem vier­ten Platz lan­det die „Fi­re­liner GT“von Con­sul­tiv mit der Ge­samt­no­te 2,2. „Die Ho­se ist klas­se“, re­sü­mier­te ein Tes­ter. „Die Knie­pols­ter sind es nicht. Hier soll­te der Her­stel­ler un­be­dingt nach­bes­sern.“Und auch die feh­len­de Re­vi­si­ons­öff­nung wird kri­ti­siert. Die­se bei­den Punk­te trü­ben das an­sons­ten sehr po­si­ti­ve Bild mit ex­trem gu­ten Be­wer­tun­gen beim Tra­ge­ge­fühl, dem Ein­satz un­ter PA, beim Lei­ter- und Trep­pen­stei­gen so­wie bei Hap­tik und Op­tik.

Ge­drän­ge im Mit­tel­feld

Im Mit­tel­feld geht es eng zu. Im Ran­king bei un­se­rem Test fol­gen die „Fi­re Wolf Pro“von Vorn­dam­me und die „Li­on Ki­ne­tic“von LHD mit der Ge­samt­no­te von 2,4, die „Su­pre­me Pro­fi“von Vi­king (2,5) und die „A90 Max“von Te­si­max (2,6). Die­se Ho­sen ha­ben in un­se­ren Au­gen ih­re Stär­ken und Schwä­chen, al­le sind aber sehr so­li­de All­roun­der.

Die Te­si­max bie­tet bei­spiels­wei­se kei­ne Kon­troll­öff­nung und ist mit sehr we­ni­gen Ta­schen aus­ge­stat­tet (kei­ne klas­si­schen Sei­ten­ta­schen). Bei uns führ­te dies zur Ab­wer­tung des Ge­samt­er­geb­nis­ses. Aber nicht je­dem sind viel­fäl­ti­ge Vers­tau­mög­lich­kei­ten in der Ho­se wich­tig, schließ­lich bie­ten die Über­ja­cken in der Re­gel reich­lich Stau­raum.

Auch die „Su­pre­me Pro­fi“ver­zich­tet auf die seit­li­chen Ho­sen­ta­schen. Sie ist als klas­si­sche Über­ho­se an­ge­legt und bie­tet Durch­grif­fe zu den Sei­ten­ta­schen der Ho­se dar­un­ter. Im Un­ter­richts­raum er­hielt die „Su­pre­me“bei un­se­rem Test le­dig­lich mit­tel­mä­ßi­ge Be­wer­tun­gen. Im Pra­xis­test fie­len die No­ten dann durch­weg gut aus.

Die „Fi­re Wolf“er­zielt Best­no­ten beim Ein­satz un­ter PA und beim Lei­ter­stei­gen. Kri­ti­siert wird der „zu wei­te“Schnitt der Bei­ne. Beim Öl­test saugt der Ober­stoff re­la­tiv viel Flüs­sig­keit auf. Dies be­stä­tigt sich auch beim Näs­se­test: Die Ho­se ist dicht, aber sie wird spür­bar schwe­rer. Ge­lobt wer­den die Ho­sen­trä­ger. Sie las­sen sich gut ein­stel­len und sind an­ge­nehm zu tra­gen.

Ein rich­ti­ger All­roun­der ist die „Li­on Ki­ne­tic“. Die Ho­se er­zielt im Prin­zip in je­der Dis­zi­plin No­ten zwi­schen 2 und 3. Kri­ti­siert wer­den, dass der Ho­sen­saum nicht ver­stell­bar ist und die feh­len­den Sei­ten­ta­schen. Lob er­hal­ten die Bund­wei­ten­ver­stel­lung über ein Sei­ten­band, die Gestal­tung der Ho­sen­schlitz­ab­de­ckung, die Elas­ti­zi­tät der Ho­sen­trä­ger und dass die­se sich sehr ein­fach wech­seln las­sen.

Bei je­dem Test gibt es ne­ben ei­nem Ge­win­ner auch ei­nen Ver­lie­rer. Und das ist ein­deu­tig die „Pro­fes­sio­nal“der Fir­ma Zieg­ler. Mit ei­ner Durch­schnitts­no­te von 3,1 lan­det die Ho­se ab­ge­schla­gen auf dem letz­ten Platz. Zum Ge­samt­ein­druck passt, dass die Öff­nun­gen der Sei­ten­ta­schen teil­wei­se zu­ge­näht wa­ren und erst auf­ge­ris­sen wer­den muss­ten.

In der ak­tu­el­len Va­ri­an­te kön­nen wir die­se Ho­se nicht emp­feh­len. So­wohl beim ers­ten als auch beim zwei­ten Näs­se­test mit zwei ver­schie­de­nen Grö­ßen drang Feuch­tig­keit im Be­reich des Ho­sen­schlit­zes ins In­ne­re. Hier muss un­se­rer Mei­nung nach drin­gend nach­ge­bes­sert wer­den. Im Ex­trem­fall könn­te es da­durch zu Ver­brü­hun­gen kom­men. Au­ßer­dem saugt die Ho­se spür­bar Was­ser auf. Das Öl perlt nur in ge­rin­gem Um­fang ab. Ein wei­te­rer gro­ßer Kri­tik­punkt sind die Ho­sen­trä­ger. Das Schul­ter­stück lässt sich kaum ver­stel­len und schnei­det im Nack­en­be­reich ein.

Fol­gen­de zehn Ho­sen ha­ben wir ge­tes­tet: die „A90 Max“von Te­si­max, die „Fi­re­liner GT“von Con­sul­tiv, die „Fi­re Max 3“von Ro­sen­bau­er, die „Fi­re Wolf Pro“von Vorn­dam­me, die „Li­on Ki­ne­tic“von der LHD Group, die „Pro­fes­sio­nal“von Zieg­ler, die „Su­pre­me Pro­fi“von Vi­king, die „Swiss­h­un­ter“von S-gard, die „Ti­ger Plus Pre­mi­um Fly“von De­va (Ge­ni­us) und die Fi­re Brea­ker Ac­tion „Xtre­me light“von Tex­port. Über­ho­sen der Fir­men Wa­tex und No­vo­tex-iso­mat hat­ten wir eben­falls an­ge­fragt. Doch die­se Fir­men woll­ten ih­re Pro­duk­te nicht tes­ten las­sen.

Die­se zehn Ak­ti­ven aus FF, WF und BF ha­ben für uns die Über­ho­sen in der Pra­xis ge­tes­tet. Für die Tests durf­ten wir das kom­plet­te Trai­nings­ge­län­de von IFRT in Küls­heim (BW) nut­zen.

Beim Blind­test ging es dar­um, die Ho­sen mit Null-sicht zu be­ur­tei­len. So soll­te das Ur­teil nicht vom Mar­ken­na­men des Her­stel­lers be­ein­flusst wer­den. Auch wenn wir be­wusst auf Über­ja­cken ver­zich­tet ha­ben, soll­te na­tür­lich der Tra­ge­kom­fort mit ei­nem Atem­schutz­ge­rät be­ur­teilt wer­den.

Im Un­ter­richts­raum be­ur­tei­len die Tes­ter die Ma­te­ri­al­ei­gen­schaf­ten und das Aus­se­hen der Ho­sen.

Die Be­die­nungs­an­lei­tung der „Swiss­h­un­ter“über­zeugt. Sie ist les­bar und ver­ständ­lich.

Bei die­ser Test­sta­ti­on kam ehr­li­cher­wei­se kei­ne Freu­de auf: auf dem Schot­ter soll­ten ei­ni­ge Me­ter auf den Kni­en zu­rück­ge­legt wer­den.

An den Öff­nun­gen zu den Ta­schen bei der Zieg­ler tra­ten Näh­feh­ler auf. So un­ter­schied­lich kön­nen die Ta­schen­ver­schlüs­se ge­stal­tet sein. Die mitt­le­re Va­ri­an­te, die „Su­pre­me“, schloß bei un­se­ren Ver­su­chen am bes­ten. Links die „Fi­re Wolf“, rechts die „Pro­fes­sio­nal“.

Bei der „Ti­ger“kann die In­nen­ho­se mit der Mem­bra­ne kom­plett ent­nom­men wer­den. Bei die­ser Ho­se von De­va kann das Knie­pols­ter ge­wech­selt wer­den. Dies ist bei­spiels­wei­se für das Wa­schen vor­teil­haft.

Am Un­ter­bein ist die „Fi­re Wolf Pro“von Vorn­dam­me sehr weit ge­schnit­ten. Wird sie über den Klett ge­schlos­sen, sieht es so aus.

Gut ge­löst: Eti­ket­ten mit den wich­tigs­ten An­ga­ben und der Grö­ße sind bei der „A90 Max“von Te­si­max hin­ten ein­ge­näht.

Der Eier­fall­test: Aus ei­nem Me­ter Hö­he wird ein ro­hes Ei auf das Knie­pols­ter fal­len­ge­las­sen. Neun Eier über­stan­den den Test un­be­schä­digt. Nur bei der „Fi­re­liner GT“ging das Ei zu Bruch.

Mit dem Mehl­test woll­ten wir prü­fen, wie gut Schmutz an den Ho­sen an­haf­tet und wie ein­fach er sich wie­der ent­fer­nen lässt.

Künst­li­che Ver­schmut­zung: 50 Gramm Mehl wer­den aus ei­nem de­fi­nier­ten Ab­stand (1,5 Me­ter) mit ei­nem Blas­rohr auf die Ho­sen ge­pus­tet. An­schlie­ßend müs­sen sich die Tes­ter in den Luft­strom stel­len. Un­se­re Fra­ge: Wie gut lässt sich das Mehl wie­der ent­fer­nen?

Aus ei­nem Meß­be­cher wer­den auf je­de Ho­se 100 ml Spei­se­öl aus­ge­bracht. Mög­lichst viel da­von soll­te ab­lau­fen.

Die Ho­se links hat sehr viel des aus­ge­brach­ten Öls auf­ge­nom­men. An der Ober­flä­che der Ho­se rechts ist viel mehr ab­ge­lau­fen.

Beim Sei­ten­kriech­gang wer­den die Knie ex­trem be­las­tet. Die Knie­pols­te­rung soll hier den Druck ab­fe­dern. Sie darf aber die Be­we­gungs­frei­heit nicht zu sehr ein­engen.

In der Atem­schutz­übungs­stre­cke muss­ten ei­ni­ge Hin­der­nis­se über­wun­den und durch­kro­chen wer­den.

Wie fühlt sich die Ho­se beim Lei­ter­stei­gen an?

15 Se­kun­den wur­de der Tes­ter aus 5 Me­tern mit ei­nem Sprüh­strahl (200 l/min) mit Was­ser be­spritzt. Bei der Zieg­ler-ho­se drang schon hier­bei Was­ser im Be­reich des Ho­sen­schlit­zes ins Fut­ter, zu er­ken­nen an der dunk­len Ver­fär­bung ent­lang des Reiß­ver­schlus­ses.

In­ner­halb der 15 Se­kun­den soll sich der Tes­ter ein­mal um die ei­ge­ne Ach­se dre­hen, da­mit die Ho­sen von al­len Sei­ten be­sprüht wird.

Näs­se-test: Aus 5 Me­ter Ent­fer­nung wer­den die Ho­sen 15 Se­kun­den lang mit 200 l/min be­sprüht.

Den Näs­se­test ha­ben wir in Ni­en­burg an der We­ser (NI) ei­ne Wo­che nach dem Pra­xis­test noch ein­mal wie­der­holt. Dies­mal legt ein Tes­ter al­le Ho­sen nach­ein­an­der an und ver­gleicht sie di­rekt.

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