Sie­ben Ver­letz­te durch Phos­phor­bom­be

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Ham­burg – Bei Bau­ar­bei­ten auf ei­nem Grund­stück in Ham­burg-tonn­dorf ent­de­cken zwei Bau­ar­bei­ter ei­ne 15-Ki­lo­gramm-phos­phor-brand­bom­be aus dem Zwei­ten Welt­krieg. Beim Über­fah­ren mit ei­ner gro­ßen Bau­ma­schi­ne hat­te die Bom­be an­ge­fan­gen zu qual­men. Mit Schau­feln le­gen die Arbeiter den Be­reich frei und at­men da­bei gif­ti­gen Rauch ein. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Tonn­dorf wird zu­nächst zu ei­nem Klein­feu­er alar­miert. Als die Bau­ar­bei­ter vor Ort erst nach und nach kon­kre­te In­for­ma­tio­nen ge­ben, ist es be­reits zu spät. Fünf Feu­er­wehr­leu­te kom­men mit den Dämp­fen in Be­rüh­rung und müs­sen ge­mein­sam mit den Bau­ar­bei­tern ins Kran­ken­haus ge­bracht wer­den. Die Kräf­te wer­den für ei­ne Nacht sta­tio­när auf­ge­nom­men. Der Kampf­mit­tel­räum­dienst ent­fernt die Bom­be aus dem Bo­den und si­chert sie in ei­nem Fass. Da­nach wird sie ab­trans­por­tiert. Kurz da­nach qualmt es aus dem Bo­den er­neut. Feu­er­wehr­leu­te in gel­ben Schutz­an­zü­gen tra­gen den Bo­den rund um die Fund­stel­le ab und si­chern die­sen eben­falls in ei­nem Fass. Ei­ne wei­te­re Bom­be wird nicht ent­deckt. Nach gut 3 St­un­den kön­nen die letz­ten Feu­er­wehr­leu­te die Ein­satz­stel­le ver­las­sen.

Die­ser Wand­hy­drant ist zwar noch zu er­ken­nen, aber ein biss­chen we­ni­ger „De­ko­ra­ti­on“wä­re wün­schens­wert. Stefan Ramp­fel hat die­se Brand­schutz­sün­de in ei­nem Bü­cher­shop am Frank­fur­ter Haupt­bahn­hof ent­deckt. Kunst­stoff­kreb­se zie­ren die Tür und Tra­ge­ta­schen ver- de­cken teil­wei­se die Rän­der des Hy­dran­ten. We­gen der in fast der­sel­ben Far­be ge­stri­che­nen Wand ist im Ernst­fall wahr­schein­lich ein zwei­ter Blick nö­tig, um die „ge­tarn­te“Tür zu fin­den. Der Rie­gel zum Öff­nen des Hy­dran­ten ist aus der fo­to­gra­fier­ten Per­spek­ti­ve nicht sicht­bar.

Die­ser Wand­hy­drant ist so „ge­tarnt“, dass er im Brand­fall schwer zu fin­den sein dürf­te.

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