Hö­he­re Stra­fen für Ret­tungs­gas­sen-sün­der

Feuerwehr-Magazin - - Reportage Nachrichten -

Ber­lin – Der Bun­des­rat hat be­schlos­sen, dass Ret­tungs­gas­sen-sün­der künf­tig mit ei­ner hö­he­ren Stra­fe rech­nen müs­sen. Bis­her muss­ten Pk­wFah­rer für das Nicht­bil­den ei­ner Ret­tungs­gas­se le­dig­lich 20 Eu­ro zah­len. Die Bun­des­re­gie­rung hat­te den An­trag zur Er­hö­hung des Straf­ma­ßes be­reits im Ju­li 2017 ein­ge­bracht. Da­mals zog die Re­gie­rung die­sen ers­ten Ent­wurf je­doch zu­rück, weil die Be­hin­de­rung von Feu­er­wehr­leu­ten und Ret­tungs­kräf­ten laut Bun­des­ver- kehrs­mi­nis­te­ri­um noch schär­fer ge­ahn­det wer­den soll­te.

Die Re­gie­rung hat­te dar­auf­hin ei­nen neu­en Ent­wurf mit hö­he­ren Buß­geld-sät­zen er­stellt. Die Mit­glie­der des Bun­des­rats stimm­ten mehr­heit­lich für die­sen neu­en Ver­ord­nungs­vor­schlag. Nach die­sem Be­schluss müs­sen Pkw-fah­rer, die kei­ne Ret­tungs­gas­se bil­den, mit ei­nem Buß­geld bis zu 200 Eu­ro rech­nen. Kommt es dar­über hin­aus zu ei­ner wei­te­ren Be­hin­de­rung, Ge­fähr­dung oder Sach­be­schä­di­gung, kann es bis zu 120 Eu­ro teu­rer wer­den. Au­ßer­dem droht ein ein­mo­na­ti­ges Fahr­ver­bot. Die Än­de­run­gen sol­len zeit­nah in Kraft tre­ten. „Die bis­her gel­ten­den 20 Eu­ro für das Nicht­bil­den ei­ner Ret­tungs­gas­se wa­ren und sind völ­lig un­ver­hält­nis­mä­ßig, wenn man an die Fol­gen denkt. Es ver­streicht re­gel­mä­ßig wert­vol­le Zeit, die über Le­ben und Tod von Un­fall­op­fern ent­schei­det”, sag­te Nie­der­sach­sens In­nen­mi­nis­ter Bo­ris Pis­to­ri­us vor der Ab­stim­mung über die Buß­geld­er­hö­hung.

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