Ber­gungs­re­vier

Feuerwehr-Magazin - - Fahrzeuge -

Der Feu­er­wehr­kran kommt für Ber­gungs­ein­sät­ze in den In­dus­trie­an­la­gen und auf den Au­to­bah­nen in und um Dort­mund re­gel­mä­ßig zum Ein­satz. So lohnt sich die Er­satz­be­schaf­fung nach 22 Jah­ren de­fi­ni­tiv. Wir stel­len den neu­en 48-Ton­nen-ko­loss im Re­vier vor.

Im Ver­gleich zu Lösch- und Hu­bret­tungs­fahr­zeu­gen ver­blei­ben Feu­er­wehr­krä­ne (FWK) in der Re­gel län­ger im Di­enst. Bei der Be­rufs­feu­er­wehr Dort­mund hat es der al­te Kran auf 22 Di­enst­jah­re ge­bracht. Seit 2016 er­setzt ein Lieb­herr Mo­bil­kran LTM 1070-4.2 den LTM 1040/1 von Lieb­herr mit dem Bau­jahr 1994. So­mit ver­fügt die BF über ei­nen der zur­zeit mo­derns­ten Feu­er­wehr­krä­ne Deutsch­lands.

Für ei­ne Neu­be­schaf­fung ei­nes sol­chen Ein­satz­mit­tels braucht es auch im­mer die rich­ti­gen Ar­gu­men­te. Schon beim Vor­gän­ger stell­ten da­mals Kri­ti­ker die Fra­ge, war­um man bei Be­darf nicht die Di­ens­te ei­nes pri­va­ten Kran­un­ter­neh­mens in An­spruch neh­me. Schließ­lich gä­be es doch gera­de in Dort­mund und im ge­sam­ten Ruhr­ge­biet meh­re­re Fach­fir­men, die über un­ter­schied­lich gro­ße Krä­ne ver­fü­gen wür­den.

Ein wei­te­rer Kri­tik­punkt war das Ver­hält­nis zwi­schen An­schaf­fungs­preis und An­zahl der Ein­sät­ze. Die Ant­wor­ten der Feu­er­wehr Dort­mund auf die­se Fra­gen lau­ten auch nach Jah­ren noch gleich: Nach wie vor ist die Not­wen­dig­keit ei­nes ei­ge­nen Krans ge­ge­ben, da die­ser rund um die Uhr ver­füg­bar ist und län­ge­re Zeit am Ein­satz­ort ver­blei­ben kann, oh­ne da­bei wei­te­re Kos­ten zu ver­ur­sa­chen. Hin­zu kommt, dass das ei­ge­ne Per­so­nal für be­stimm­te Ein­satz­si­tua­tio­nen bes­ser ge­schult ist.

Auf süf­fi­san­te Be­mer­kun­gen, wie „teu­res Spiel­zeug“an­ge­spro­chen, ant­wor­tet Micha­el Birk­hahn, stell­ver­tre­ten­der Be­reichs­lei­ter der Ab­tei­lung Tech­nik: „Wenn durch ei­nen Kran auch nur ein Men­schen­le­ben ge­ret­tet wer­den kann, hat er sich schon be­zahlt ge­macht.“

Vi­el­leicht ist der Aus­druck Tra­di­ti­on hier et­was fehl am Platz, doch die Feu­er­wehr Dort­mund ver­fügt be­reits seit 1929 über ei­ge­ne Kr­an­fahr­zeu­ge. Der Neu­ling ist der sieb­te und größ­te Feu­er­wehr­kran. Von an­fäng­lich 15 Ton­nen Hub­kraft ent­wi­ckel­ten sich die Ge­ne­ra­tio­nen der Krä­ne im­mer wei­ter. Mit sei­ner Hub­kraft von 70 Ton­nen ist der LTM 1070-4.2 in der La­ge, das 4,7-fa­che des ers­ten Krans zu he­ben.

Sie­ben kon­kre­te An­for­de­run­gen

Die Ent­schei­dung für die Neu­be­schaf­fung von Lieb­herr aus Ehin­gen (BW) fiel aus wirt­schaft­li­chen Aspek­ten – auf­grund der stei­gen­den Re­pa­ra­tur- und War­tungs­kos­ten für den al­ten Kran. Wie bei der Be­schaf­fung der ak­tu­el­len Ge­ne­ra­ti­on Hil­fe­leis­tungs-lösch­fahr­zeu­ge (HLF), bil­de­ten die Dort­mun­der ei­ne Pro­jekt­grup­pe. Sie be­steht aus Kran­aus­bil­dern, dem Füh­rer der Spe­zi­al­ein­heit Ber­gung und Mit­ar­bei­tern der Fach­ab­tei­lung Tech­nik. Die­se Kol­le­gen er­ar­bei­te­ten fol­gen­de An­for­de­run­gen und Be­schaf­fungs­kri­te­ri­en:

Neu und alt: Der neue Feu­er­wehr-kran der Be­rufs­feu­er­wehr Dort­mund, ein Lieb­herr LTM 1070-4.2, mit sei­nem Vor­gän­ger – in Sze­ne ge­setzt vor ei­nem ehe­ma­li­gen Hoch­ofen auf dem Ge­län­de Phö­nix-west in Dort­mund-hör­de.

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