Feu­er­wehr spielt

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Un­ter Atem­schutz ar­bei­te ich mich im Wohn­zim­mer zu der dort ver­mu­te­ten Per­son vor. Über­all Rauch, Sicht gleich Null. Der kür­zes­te Weg führt di­rekt zwi­schen zwei klei­ne­ren Brän­den hin­durch. Egal. Zwei Schrit­te wei­ter und ich kann ei­nen Kör­per er­tas­ten. Es ist die ver­miss­te Haus­be­woh­ne­rin. Ich grei­fe sie und brin­ge sie die zwei Schrit­te wie­der durch das Feu­er hin­durch zu­rück. Plötz­lich blei­be ich wie an­ge­wur­zelt im Raum ste­hen. Mei­ne Spiel­zü­ge sind ver­braucht.

Dar­auf­hin pol­tern zwei Wür­fel auf den Tisch und kom­men zum Hal­ten. Ei­ne Zwei und ei­ne Acht. Ich bli­cke auf das Spiel­brett. Die Ko­or­di­na­ten zwei und acht be­fin­den sich mit­ten im Wohn­zim­mer. Di­rekt ne­ben mei­ner Spiel­fi­gur und auf ei­nem der Feu­er. Mist, das be­deu­tet Durch­zün­dung. Ei­ne Stich­flam­me rauscht an mei­nem Ohr vor­bei und setzt das So­fa hin­ter mir in Brand. Das war knapp. Die Per­son in mei­nen Ar­men und ich selbst blei­ben un­ver­letzt, doch die Flam­men ver­sper­ren nun den Rück­zugs­weg. Zum Glück kann mein Ka­me­rad in der nächs­ten Run­de das Feu­er hin­ter uns lö­schen. Die Be­woh­ne­rin ist ge­ret­tet.

Mit Wür­feln ge­gen die Flam­men

Mit ein biss­chen Fan­ta­sie kön­nen die Spie­ler von „Flash Po­int – Flam­men­des In­fer­no“den Schweiß auf der Haut und das Pras­seln der Flam­men förm­lich spü­ren und hö­ren. Das ko­ope­ra­ti­ve Brett­spiel er­in­nert in ei­ni­gen Spiel­de­tails an „Pan­de­mie“, in dem die Welt vor töd­li­chen Seu­chen ge­ret­tet wer­den muss und das 2011 den Mind-spie­le­preis er­hielt. Ziel von „Flash Po­int“ist es, meh­re­re Per­so­nen be­zie­hungs­wei­se Haus­tie­re aus ei­nem bren­nen­den Ge­bäu­de zu ret­ten. Um das zu er­rei­chen, müs­sen die Spie­ler tak­tisch vor­ge­hen, sich un­ter­ein­an­der be­rat­schla­gen und an ei­nem Strang zie­hen.

Das Spiel­brett hat zwei ver­schie­de­ne Sei­ten. Auf bei­den ist je­weils ei­ne „Brand­woh­nung“un­ter an­de­rem mit Wohn­zim­mer, Bad, Kü­che und Schlaf­zim­mer ab­ge­bil­det. Au­ßer­dem ist die Woh­nung in sechs mal acht Spiel­fel­der ein­ge­teilt, de­nen Ko­or­di­na­ten zu­ge­wie­sen sind. In je­der Run­de kön­nen sich die Spie­ler mit den ih­nen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Ak­ti­ons­punk­ten auf den Spiel­fel­dern be­we­gen, Feu­er lö­schen, Ge­fahr­stof­fe be­sei­ti­gen oder Per­so­nen ret­ten. Sind die Ak­ti­ons­punk­te ver­braucht, wirft der Spie­ler mit ei­nem Ach­ter­wür­fel und ei­nem Sech­ser­wür­fel die zwei Ko­or­di­na­ten ei­nes Spiel­fel­des. Dort brei­tet sich dann das

Die dunk­le und kal­te Jah­res­zeit bie­tet sich für Spie­le­aben­de an. Da­mit Ihr Eu­re Zeit nicht mit bil­lig pro­du­zier­ten Flas­hGa­mes, lieb­lo­sen Feu­er­wehr-si­mu­la­tio­nen oder ver­staub­ten Feu­er­wehr­quar­tetts ver­geu­det, ha­ben wir meh­re­re Feu­er­wehr­spie­le aus­pro­biert. Hier un­se­re Emp­feh­lun­gen.

Feu­er als nächs­tes aus. Wird ein Spiel­feld ge­wür­felt, auf dem sich be­reits ein Brand be­fin­det, kommt es zur Ex­plo­si­on. Die­se kann die Wän­de des Ge­bäu­des zer­stö­ren und es schließ­lich zum Ein­sturz brin­gen. Wenn das pas­siert oder so­bald vier „Op­fer“in den Flam­men um­kom­men, ist das Spiel ver­lo­ren.

Um sich mit den Be­griff­lich­kei­ten und Spiel­zü­gen ver­traut zu ma­chen, kön­nen Ein­stei­ger zu­nächst ei­ne sim­ple­re Spiel­va­ri­an­te be­gin­nen. Ge­üb­te Brett­spie­ler soll­ten hin­ge­gen di­rekt in die Re­geln für Fort­ge­schrit­te­ne ein­stei­gen, wo­bei zu­sätz­lich drei Schwie­rig­keits­gra­de exis­tie­ren. In der fort­ge­schrit­te­nen Va­ri­an­te wählt je­der Spie­ler au­ßer­dem ei­nen Cha­rak­ter mit Spe­zi­al­fer­tig­kei­ten. www.hei­del­ber­ger-spie­le­ver­lag.de

Die Aus­rüs­tung ent­schei­det

Bei „112 – Brand­ge­fähr­lich“ist das The­ma das­sel­be, die Spiel­me­cha­nik aber ei­ne ganz an­de­re. Die Ent­wick­ler ha­ben das Spiel­prin­zip von „Me­mo­ry“er­wei­tert und mit ei­ni­gen pfif­fi­gen Ide­en ein ko­ope­ra­ti­ves Kar­ten­spiel dar­aus ge­macht. Auf ei­nem Tisch wer­den sie­ben mal sie­ben Kar­ten mit der Ab­bil­dung nach un­ten aus­ge­legt. Auf 36 die­ser Kar­ten sind Tei­le von Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­den ab­ge­bil­det, wie zum Bei­spiel Feu­er­wehr-axt, Atem­schutz­ge­rät, Feu­er­lö­scher oder ei­ne Dreh­lei­ter. Je­weils vier Teil­ab­bil­dun­gen er­ge­ben zu­sam­men­ge­legt ei­nen voll­stän­di­gen Aus­rüs­tungs­ge­gen­stand. Gleich­zei­tig be­fin­den sich in den aus­ge­leg­ten Kar­ten meh­re­re Feu­er­kar­ten. Ziel des Spiels ist es, die Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de zu­sam­men­zu­set­zen und mög­lichst kei­ne Feu­er auf­zu­de­cken.

Da gleich­zei­tig nur vier Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de zu­sam­men­ge­setzt wer­den kön­nen, müs­sen sich die Mit­spie­ler mer­ken, wo sich die Kar­ten der an­de­ren Aus­rüs­tungs­tei­le be­fin­den.

Das Spiel ver­fügt eben­falls über zwei Va­ri­an­ten – ei­ne für Ein­stei­ger und ei­ne für Fort­ge­schrit­te­ne. „112 – Brand­ge­fähr­lich“eig­net sich durch die ge­rin­ge Pa­ckungs­grö­ße her­vor­ra­gend für län­ge­re Bahn­fahr­ten oder für Zwi­schen­durch. Es for­dert das Ge­dächt­nis und die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Mit­spie­lern. Au­ßer­dem hält es durch den ko­ope­ra­ti­ven Cha­rak­ter die Mo­ti­va­ti­on bei den Spie­lern hoch.

Spie­le für die Feu­er­wehr-aus­bil­dung

Um den Theo­rie­teil der Feu­er­wehr-aus­bil­dung in­ter­es­san­ter zu ge­stal­ten, eig­nen sich Quiz­spie­le. Im In­ter­net exis­tie­ren vie­le Vor­dru­cke, On­line-quiz­spie­le oder Fra­gen­samm­lun­gen. Zum Bei­spiel auf: feu­er­wehr­schu­len.nie­der­sach­sen.de, kreis­feu­er­wehr­ver­band.net, face­book.com/feu­er­wehr­wis­sen.bay­ern, jf-bay­ern.de, blau­licht­quiz.de oder feu­er­wehr­ma­ga­zin.de/?p=74802. Au­ßer­dem sind ei­ni­ge Feu­er­wehr Quiz-apps ver­füg­bar. Dar­un­ter „Feu­er­wehr­quiz“für IOS so­wie „Feu­er­wehr Prü­fungs­hil­fe“und „Feu­er­wehr Quiz“für An­dro­id.

Wem das nicht reicht oder wer lie­ber ein fer­ti­ges Spiel sein Ei­gen nen­nen möch­te, der ist bei den Quiz­spie­len von Eco­med gut auf­ge­ho­ben. Der Ver­lag bie­tet mit dem „Ge­rä­te-quiz Hil­fe­leis­tung“und mit dem „Atem­schutz-quiz“zwei Spie­le zur Aus­bil­dung und Auf­fri­schung des ei­ge­nen Wis­sens an. Die pro Aus­ga­be ins­ge­samt 110 Spiel­kar­ten sind auf der Vor­der­sei­te mit ei­ner Fra­ge und vier Ant­wort­mög­lich­kei­ten so­wie ei- ner Punkt­zahl be­druckt. Auf der Rück­sei­te steht die Ant­wort mit ei­ner aus­führ­li­chen Be­grün­dung.

Nach dem Mi­schen nimmt der ers­te Spie­ler die obers­te Kar­te und liest die Fra­ge sei­nem Mit­spie­ler zur Lin­ken vor. Be­ant­wor­tet der Mit­spie­ler die Fra­ge kor­rekt, darf er die Kar­te be­hal­ten und die dar­auf be­find­li­chen Punk­te ge­hen auf sein Kon­to. Bei fal­scher Ant­wort wird die Kar­te wie­der un­ter den Sta­pel ge­legt. Die Spie­ler kön­nen das Quiz be­lie­big an­pas­sen oder er­wei­tern, zum Bei­spiel durch die Bil­dung von Teams oder in­dem bei fal­schen Ant­wor­ten Son­der­auf­ga­ben er­füllt wer­den müs­sen.

Feu­er­wehr-vi­deo­spie­le

Wer ger­ne am Rech­ner spielt, dem bie­tet sich ei­ne gro­ße Aus­wahl an Feu­er­wehr-si­mu­la­tio­nen. Die­se rei­chen von Leit­stel­len­spie­len mit der Be­nut­zer­ober­flä­che ei­nes Leit­stel­len-sys­tems bis zu Si­mu­la­tio­nen, die mit ei­ner Sto­ry auf­war­ten und der Held in Ego-per­spek­ti­ve Brän­de lö­schen und

Fahr­zeu­ge be­die­nen muss. Die Ent­täu­schung: Die meis­ten Com­pu­ter­spie­le mit Feu­er­wehr-be­zug wir­ken un­aus­ge­reift und wei­sen Feh­ler auf, die zum Teil er­heb­li­che Aus­wir­kun­gen auf den Spiel­ab­lauf ha­ben und frus­trie­rend sind. Wir ha­ben für Euch den­noch ei­ni­ge Pc-ga­mes zu­sam­men­ge­tra­gen, die viel­leicht nicht mit „Call of Du­ty“oder „World of War­craft“ver­gleich­bar sind, für Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­ge aber ei­ni­ge St­un­den Spaß und Span­nung be­reit­hal­ten.

Wenn Spie­ler ein Spiel ver­bes­sern

Der Klas­si­ker un­ter den Feu­er­wehr PCSpie­len ist Teil der Com­pu­ter­spiel-rei­he „Emer­gen­cy“und kam be­reits 2006 auf den Markt. „Emer­gen­cy 4: Glo­bal Figh­ters for Li­fe“ist ei­ne Mi­schung aus Si­mu­la­ti­ons­und Stra­te­gie­spiel. Vom ein­fa­chen Pk­wUn­fall bis zum Ter­ror­an­schlag: Die un­ter­schied­lichs­ten Ein­sät­ze müs­sen ge­meis­tert wer­den. Der User über­nimmt die Rol­le des Ein­satz­lei­ters ei­ner fik­ti­ven Ret­tungs- und Ka­ta­stro­phen­schutz-or­ga­ni­sa­ti­on aus den Be­rei­chen Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst, THW so­wie Po­li­zei. Im Kam­pa­gnen-mo­dus müs­sen 20 Mis­sio­nen in ei­ner le­ben­di­gen Um­ge­bung er­füllt wer­den. Ne­ben dem Kam­pa­gnen-mo­dus gibt es auch ei­nen FreePlay-mo­dus.

Spie­le­tipp: Ei­ni­ge Hob­by-spie­leent­wick­ler ha­ben so­ge­nann­te Mods (Mo­di­fi­ka­tio­nen) ent­wi­ckelt, die gra­tis im In­ter­net her­un­ter­ge­la­den wer­den kön­nen und das Spiel un­ter an­de­rem um Le­vel- oder Fahr­zeug­de­signs und Mis­sio­nen er­wei­tern. Mods wie Bie­ber­fel­de oder Win­ter­berg ma­chen den Feu­er­wehr-si­mu­la­tor noch rea­lis­ti­scher und er­hö­hen den Spaß­fak­tor. Von der Emer­gen­cy-rei­he sind mitt­ler­wei­le auch wei­te­re kom­mer­zi­el­le Fort­set­zun­gen er­schie­nen, die aber qua­li­ta­tiv nicht an „Emer­gen­cy 4“her­an­kom­men.

Leit­stel­le im Brow­ser

Ei­ner der be­lieb­tes­ten Feu­er­wehr Si­mu­la­tio­nen ist das „Leit­stel­len­spiel“. Das Be­son­de­re an die­sem Brow­ser­ga­me: Es ba­siert auf rea­len Kar­ten­da­ten von Open­s­treet­map. „Das ist fast das bes­te dar­an“, freut sich Mar­co Wal­ter von der JF der Lösch­grup­pe Köln-zün­dorf. „Die Kar­te und das Ga­me­play ma­chen das Spiel sehr rea­lis­tisch. Wenn zum Bei­spiel ei­ne Gar­ten­lau­be brennt, dann auch in ei­nem Gar­ten­ge­biet“.

Der Spie­ler ist Leit­stel­len­dis­po­nent und kann an je­dem Ort der Welt ei­ne Bos-struk­tur auf­bau­en. Zu Be­ginn star­tet der Nut­zer mit dem Bau ei­ner Feu­er­wa­che, zum Bei­spiel in Bremen oder New York. Die­se stat­tet er mit ei­nem Feu­er­wehr­fahr­zeug aus. Um wei­te­re Wa­chen auf­zu­bau­en oder ei­ne Wa­che zu er­wei­tern, be­nö­tigt er „Cre­dits“. Mit­hil­fe die­ser Spiel­wäh­rung kön­nen dann im wei­te­ren Ver­lauf Ret­tungs- oder Po­li­zei­wa­chen, Feu­er­wehr­schu­len, Ge­bäu­de des Tech­ni­schen Hilfs­werks und so­gar Ret­tungs­hub­schrau­ber­sta­tio­nen er­rich­tet wer­den. Da­bei kann der Spie­ler aus vie­len Gra­fik­sets die Fahr­zeu­ge aus der ei­ge­nen Stadt oder dem ei­ge­nen Land aus­wäh­len. „Ich ha­be mei­ne ei­ge­nen Gra­fi­ken mit ei­ge­nen Fahr­zeu­gen ein­ge­baut“, sagt Mar­co Wal­ter.

Je nach dem per­sön­lich be­stimm­ten Zeit­in­ter­vall geht al­le paar Mi­nu­ten ein Not­ruf ein. Der Spie­ler legt dann die Fahr­zeu­ge fest, die zum Ein­satz­ort fah­ren und muss ge­ge­be­nen­falls nach­alar­mie­ren. Ha­ben die alar­mier­ten Ein­hei­ten den Ein­satz ab­ge­ar­bei­tet,

kommt neu­es Geld in die Kas­se. Da Feu­er­wehr­leu­te stets dar­an den­ken, wie Ar­beits­ab­läu­fe op­ti­miert wer­den kön­nen, bie­tet das Spiel zu­sätz­lich die Op­ti­on ei­ner Alarm- und Aus­rü­cke­ord­nung. Die Stär­ke vom „Leit­stel­len­spiel“ist die Bil­dung von Ver­bän­den. Da­rin fin­den sich zum Teil über 10.000 Mit­spie­ler, mit de­nen Ihr un­ter an­de­rem gro­ße Scha­dens­er­eig­nis­se be­wäl­ti­gen könnt.

Ein­zi­ges Man­ko: Die mi­ni­ma­lis­ti­sche Gra­fik. Da es sich um ein Brow­ser­ga­me han­delt, ist es al­ler­dings auch mög­lich, auf dem Ta­blet oder Smart­pho­ne zu spie­len. Das „Leit­stel­len­spiel“ist au­ßer­dem nach ei­ner An­mel­dung kos­ten­los. Ge­gen Be­zah­lung kann Spiel­wäh­rung ge­kauft wer­den, um sich schnel­ler neue Fahr­zeu­ge und Ge­bäu­de zu leis­ten be­zie­hungs­wei­se den Pre­mi­um-ac­count zu ak­ti­vie­ren, der wei­te­re Vor­tei­le bie­tet.

Po­la­ri­sie­ren­de Si­mu­la­ti­on

Nach lan­ger An­kün­di­gung er­schien im No­vem­ber 2016 „Not­ruf 112 – Die Feu­er­wehr Si­mu­la­ti­on“. Das Spiel hat ei­ni­ge Bugs, bie­tet aber den­noch gro­ßes Po­ten­zi­al. Sieht man von ei­ni­gen Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten ab – zum Bei­spiel, dass Feu­er­wehr­leu­te nicht al­lei­ne un­ter Atem­schutz zur Brand­be­kämp­fung vor­ge­hen und Pkw auf der Stra­ße nicht plötz­lich ver­schwin­den, so­bald man sie mit ei­nem Lösch­grup­pen­fahr­zeug rammt – ver­fügt das Spiel über ei­nen Grad an Rea­lis­mus, der sich von an­de­ren Feu­er­wehr-si­mu­la­tio­nen ab­hebt. So be­we­gen sich die Ein­satz­sze­na­ri­en in ei­nem wirk­lich­keits­ge­treu­en Rah­men, die Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge sind de­tail­reich dar­ge­stellt und ver­fü­gen über Aus­stat­tung nach Norm. Selbst das Feu­er ver­hält sich rea­li­täts­nah. Der Spie­ler be­kommt zu­dem ei­nen gu­ten Ein­blick in die Ge­rä­te­kun­de. Das liegt zum Teil dar­an, dass die Ent­wick­ler mit der Be­rufs­feu­er­wehr Mül­heim an der Ruhr zu­sam­men ge­ar­bei­tet ha­ben.

Wie ein­gangs er­wähnt, kämpft das PCSpiel je­doch mit vie­len Feh­lern und es kann selbst auf schnel­len Rech­nern zu Ruck­lern kom­men. Be­son­ders frus­trie­rend ist es, wenn ein Ein­satz auf­grund ei­nes Bugs nicht be­en­det wer­den kann und des­halb noch­mal von vorn be­gon­nen wer­den muss. Laut ei­ge­nen An­ga­ben ar­bei­ten die Ent­wick­ler ste­tig dar­an, den Si­mu­la­tor mit Pat­ches bes­ser spiel­bar zu ma­chen. Nach über ei­nem Jahr ha­ben sich auch vie­le Spiel­de­tails ver­bes­sert – fer­tig wirkt das Spiel aber noch nicht. Auf Grund des­sen po­la­ri­siert das Spiel die Ga­mer-com­mu­ni­ty: Für die ei­nen ist es her­aus­ge­schmis­se­nes Geld für ein un­fer­ti­ges Spiel, für die an­de­ren die bes­te Feu­er­wehrSi­mu­la­ti­on auf dem Markt. Um „Not­ruf 112“in­stal­lie­ren zu kön­nen, sind ein in­ter­net­fä­hi­ger PC und ein Be­nut­zer­kon­to bei der Spie­le­platt­form Steam not­wen­dig.

Wer kei­nen Spiele­com­pu­ter be­sitzt und we­der Wür­fel­spie­le noch „Me­mo­ry“mag, der schnappt sich ei­nen Mit­spie­ler und über­brückt die kal­ten Ta­ge mit ei­ner gu­ten Run­de Feu­er­wehr-quar­tett.

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