Zelt­la­ger­kü­che

Feuerwehr-Magazin - - Reportage Jugendfeuerwehr -

leu­ten häu­fig schwer zu ver­mit­teln ist.

Für die Pla­nung der be­nö­tig­ten Men­gen müsst Ihr un­ter­schied­li­che Fak­to­ren be­rück­sich­ti­gen. Zum ei­nen hängt dies von der Per­so­nen­zahl ab: Klei­ne Grup­pen be­nö­ti­gen pro Kopf mehr Le­bens­mit­tel als gro­ße Grup­pen. Zum an­de­ren spielt das Al­ter der Teil­neh­mer ei­ne gro­ße Rol­le: Kin­der ver­brau­chen we­ni­ger Le­bens­mit­tel als Ju­gend­li­che. Be­vor man al­so die Men­gen durch­plant, ist es emp­feh­lens­wert, die Struk­tur der Grup­pe und na­tür­lich auch die ge­plan­ten Ak­ti­vi­tä­ten zu be­trach­ten. An­hand der Be­ob­ach­tun­gen des Ess­ver­hal­tens der Teil­neh­mer in den ers­ten Ta­gen kann die be­nö­tig­te Men­ge im Lau­fe des Zelt­la­gers noch an­ge­passt wer­den. Die Ta­bel­len stel­len Durch­schnitts­wer­te dar, die als Be­rech­nungs­grund­la­ge her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen.

Mit 4 bis 5 Eu­ro pro Tipp:

Tag und Teil­neh­mer seid Ihr aus mei­ner Er­fah­rung auf der si­che­ren Sei­te und habt ge­ge­be­nen­falls noch et­was Gestal­tungs­spiel­raum.

Klei­nes Camp-koch­buch

Es gibt zahl­rei­che Ge­rich­te, die sich für die Zelt­la­ger­kü­che eig­nen. Be­son­ders Krea­ti­ve kön­nen den Ge­rich­ten auch lus­ti­ge „Feu­er­wehr­na­men“oder the­men­be­zo­ge­ne Na­men ge­ben. Hier fin­det Ihr ei­ne klei­ne Aus­wahl an Ge­rich­ten:

Der Klas­si­ker: Nu­deln in To­ma­ten­so­ße

Zu­ta­ten: Nu­deln, pü­rier­te und ge­schäl­te To­ma­ten, To­ma­ten­mark, Sah­ne/crè­me fraîche, Zwie­beln, ge­ge­be­nen­falls Knob­lauch, Öl, Ba­si­li­kum, Salz, Pfef­fer, ita­lie­ni­sche Kräu­ter, Ore­ga­no und ge­rie­be­ner Kä­se.

Zu­be­rei­tung: Was­ser mit et­was Salz in ei­nem gro­ßen Topf zum Ko­chen brin­gen. So­bald das Was­ser kocht, Nu­deln hin­ein­ge­ben und kö­cheln las­sen. Zwie­beln und Knob­lauch schä­len und klein­ha­cken, da­nach mit et­was Öl leicht an­bräu­nen. Die pü­rier­ten und ge­schäl­ten To­ma­ten so­wie das To­ma­ten­mark hin­zu­ge­ben, mit Ge­wür­zen ab­schme­cken und mit Crè­me fraîche ver­fei­nern.

Kar­tof­feln, Senf­s­oße und Eier

Zu­ta­ten: Kar­tof­feln, Küm­mel (ganz), Eier, Es­sig nach Be­darf, Öl, Zwie­beln, Mehl, Was­ser, Milch (ge­ge­be­nen­falls lak­to­se­frei), Salz, Zu­cker und Senf.

Zu­be­rei­tung: Was­ser mit den Kar­tof­feln (Pell­kar­tof­feln), et­was Salz und Küm­mel in ei­nem gro­ßen Topf zum Ko­chen brin­gen. Ei­nen wei­te­ren Topf be­nö­ti­gen wir für die Eier. Soll­ten die Eier plat­zen, hilft es, et­was Es­sig in das Was­ser zu ge­ben, da­mit die nicht aus­lau­fen. Für die Senf­s­oße gibt man Öl in ei­nen Topf und lässt da­rin die Zwie­bel­wür­fel gla­sig aus. An­schlie­ßend wird das Mehl da­zu­ge­ge­ben und un­ter­ge­rührt. So­bald das Mehl ei­ne leicht gelb­li­che Far­be an­ge­nom­men hat, wird die Mehl­schwit­ze mit Milch und Was­ser ab­ge­löscht. Nach dem Auf­ko­chen wird je nach Ge­schmack Senf hin­zu­ge­ge­ben und die So­ße mit Salz und et­was Zu­cker ver­fei­nert. Nun wer­den die Eier ge­schält und in die So­ße ge­ge­ben. Pell­kar­tof­feln schä­len.

Chi­li sin Car­ne

Zu­ta­ten: Kid­ney­boh­nen, Mais, Zwie­beln, Pa­pri­ka (Rot,

ge­ben. Mit der Ge­mü­se­brü­he ab­lö­schen und 20 bis 25 Mi­nu­ten kö­cheln las­sen. Die Kar­tof­feln müs­sen durch sein. Kid­ney­boh­nen und Mais ab­trop­fen las­sen, un­ter­rüh­ren und gut heiß wer­den las­sen. Dann nach Be­lie­ben die Sup­pe mit den pas­sier­ten To­ma­ten stre­cken. Mit et­was Salz, Pfef­fer, Cur­ry, Pa­pri­ka und Chili­pul­ver kräf­tig wür­zen (je nach Ge­schmack). Da­zu Ba­guette oder Fla­den­brot rei­chen.

Kä­se­spätz­le

Zu­ta­ten: Spätz­le, Em­men­ta­ler am Stück und Röst­z­wie­beln.

Zu­be­rei­tung: Em­men­ta­ler rei­ben, Spätz­le in Salz­was­ser ko­chen. Nach dem Ab­schüt­ten die Spätz­le in ei­nem Ther­mo- be­häl­ter schicht­wei­se mit dem ge­rie­be­nen Em­men­ta­ler und den Röst­z­wie­beln zie­hen las­sen.

La­ger­feu­er-re­zep­te

Ei­ne schö­ne Tra­di­ti­on in ei­nem Ju­gend­camp ist das La­ger­feu­er. Ne­ben Mu­sik und Ge­sang darf hier ger­ne auch was zu Es­sen da­bei sein. Der Klas­si­ker schlecht­hin ist na­tür­lich Stock­brot.

Stock­brot

Zu­ta­ten: Was­ser lau­warm, Milch lau­warm (auch pflanz­li­che Milch mög­lich), fri­sche He­fe oder ei­ne Pa­ckung Tro­cken­he­fe, Zu­cker Mehl und Salz.

Zu­be­rei­tung: Die He­fe mit dem Zu­cker in die lau­war­me Was­ser-milch-mi­schung brö­seln. Ver­rüh­ren, bis sie sich auf­löst. Mehl mit Salz in ei­ne gro­ße Schüs­sel ge­ben. Al­le Zu­ta­ten zir­ka 5 bis 10 Mi­nu­ten mit Kü­chen­ma­schi­ne oder Hand­mi­xer ver­kne­ten. Schüs­sel mit ei­nem Tuch be­de­cken und den Teig an ei­nem war­men Ort 1 bis 2 St­un­den ge­hen las­sen.

Dann gilt es, lan­ge Holz­stö­cke an ei­ner Sei­te von der Rin­de zu be­frei­en und an­zu­spit­zen. Teig in gleich gro­ße Stü­cke tei­len und je­weils zu ei­nem lan­gen Strang rol­len. Tei­grol­len um die Stö­cke wi­ckeln. Stock­brot zir­ka 5 bis 10 Mi­nu­ten (je nach Di­cke) über die Glut hal­ten und da­bei im­mer wie­der dre­hen. Nicht ins of­fe­ne Feu­er hal­ten.

Stock­brot kann mit zahl­rei­chen Zu­ta­ten ver­fei­nert wer­den: Knob­lauch, Kräu­ter, ge­trock­ne­te To­ma­ten, Scho­kostück­chen, Va­nil­le, Zimt und Ro­si­nen.

La­ger­piz­za

Zu­ta­ten: Misch­brot, Sa­la­mi, Koch­schin­ken, Kä­se, To­ma­ten, Zwie­beln, Gur­ken, Piz­za­ge­würz und Alu­fo­lie.

Zu­be­rei­tung: Al­le Zu­ta­ten in Schei­ben schnei­den. Je nach

Wunsch wer­den die Zu­ta­ten auf ei­ne Brot­schei­be ge­schich­tet und mit dem Ge­würz ab­ge­schmeckt. Dar­auf wird dann ei­ne zwei­te Schei­be Brot ge­legt. Das Gan­ze wird in Alu­fo­lie ein­ge­packt und in die Glut ge­legt. Ge­le­gent­lich wen­den. Nach we­ni­gen Mi­nu­ten ist die Piz­za fer­tig.

Ma­ro­nen (Ess­kas­ta­ni­en) Zu­ta­ten:

Ma­ro­nen, un­ge- schält.

Zu­be­rei­tung: Ma­ro­nen auf der run­den Sei­te bis aufs Fleisch ein­schnei­den, da sie sonst „ex­plo­die­ren“. Die Kas­ta­ni­en auf ein Blech ge­ben und rös­ten, ab und an wen­den. Die Gar­zeit va­ri­iert nach Sor­te, Grö­ße und Stär­ke der Glut. Wenn die Ma­ro­nen gar sind, las­sen sie sich pro­blem­los schä­len.

Scho­ko­la­den­ba­na­nen Zu­ta­ten:

ko­rie­gel.

Zu­be­rei­tung: Un­ge­schäl­te Ba­na­nen auf der In­nen­sei­te ein­schnei­den, dar­auf ach­ten, dass die Ba­na­ne nicht durch­ge­schnit­ten wird. In den Schlitz ei­nen Rie­gel Scho­ko­la­de ste­cken. Die Ba­na­ne mit Scha­le in die Glut stel­len. So­bald die Ba­na­ne weich ist und die Scho­ko­la­de zu schmel­zen be­ginnt, ist der Schmaus fer­tig.

In der nächs­ten Aus­ga­be…

…zäh­len wir auf, was zur Kü­chen­aus­stat­tung ge­hö­ren soll­te und wor­auf be­züg­lich der Hy­gie­ne ge­ach­tet wer­den muss.

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