Dün­ner Al­ko­hol

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Ma­te­ri­al Ablauf Er­klä­rung ## ## ##

Ver­dün­nen von Al­ko­hol. Lö­schen durch Ab­ma­gern. Po­la­re Flüs­sig­kei­ten.

Für die­ses klei­ne Ex­pe­ri­ment wer­den ei­ne feu­er­fes­te Un­ter­la­ge mit er­höh­tem Rand, Spi­ri­tus (Et­ha­nol), ei­ne Spritz­fla­sche mit Was­ser (Sham­poo-fla­sche) und ei­ne feu­er­fes­te Brenn­scha­le be­nö­tigt.

In die Brenn­scha­le wird ei­ne ge­rin­ge Men­ge Spi­ri­tus ge­gos­sen. Et­wa zwei Schnaps­glä­ser sind aus­rei­chend. An­schlie­ßend wird der ver­gäll­te (un­ge­nieß­ba­re) Al­ko­hol ent­zün­det. Durch Ab­dun­keln des Rau­mes kann die Flam­me et­was deut­li­cher ge­zeigt wer­den. Bei Ta­ges­licht ist sie an­sons­ten kaum sicht­bar. Nun wird lang­sam mit der Spritz­fla­sche Was­ser in den bren­nen­den Al­ko­hol ge­ge­ben. Nach kur­zer Zeit er­lischt das Feu­er.

Bei der Ver­bren­nung wer­den kon­ti­nu­ier­lich brenn­ba­re Dämp­fe er­zeugt, wel­che die wei­te­re Ver­bren­nung am Lau­fen er­hal­ten. Je hoch­pro­zen­ti­ger der Al­ko­hol ist, des­to ein­fa­cher kön­nen die­se Dämp­fe ent­ste­hen. Durch Ver­mi­schen mit Was­ser (bei­des sind po­la­re Flüs­sig­kei­ten und so­mit misch­bar) wird nach und nach der Al­ko­hol­an­teil der Ge­samt­flüs­sig­keit ge­senkt. So­mit wer­den im­mer we­ni­ger brenn­ba­re Dämp­fe pro­du­ziert. Ir­gend­wann ist der brenn­ba­re An­teil durch Ab­ma­gern so weit re­du­ziert, dass ei­ne Ver­bren­nung auf­grund von Brenn­stoff­man­gel nicht mehr mög­lich ist.

Ver­dün­nen stellt ei­ne Mög­lich­keit dar, brenn­ba­re Flüs­sig­kei­ten zu lö­schen. Al­ler­dings ist das Ver­hält­nis zwi­schen brenn­ba­rem Al­ko­hol und not­wen­di­ger Was­ser­men­ge meist so un­güns­tig, sprich es wer­den sehr gro­ße Men­gen an Was­ser ge­braucht, dass die­se Lösch­me­tho­de äu­ßerst sel­ten an­ge­wen­det wird. Das Ver­fah­ren „Lö­schen durch Ab­ma­gern“kann aber im­mer dann zum Ein­satz kom­men, wenn durch Zu­ga­be von be­stimm­ten Stof­fen oder Ent­zug von Ener­gie die not­wen­di­gen Brand­gase nicht mehr er­zeugt wer­den sol­len. So kann ein bren­nen­der Te­er­kes­sel durch vor­sich­ti­ges Küh­len von au­ßen (Ach­tung: „Fett­ex­plo­si­ons­ge­fahr“) oder ei­ne Frit­teu­se durch Ein­brin­gen von neu­em, fes­ten Fett ge­löscht wer­den. Not­wen­dig ist in bei­den Fäl­len die Un­ter­bre­chung der Ener­gie­zu­fuhr.

Be­deu­tung für den Ein­satz

Bren­nen­de Flüs­sig­kei­ten wer­den in der Re­gel mit Schaum ge­löscht. Ei­ne sel­ten an­ge­wand­te Al­ter­na­ti­ve ist das Ver­dün­nen mit Was­ser. Die­ses Ex­pe­ri­ment zeigt, wie es funk­tio­niert.

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