Grenz­gän­ger

Feuerwehr-Magazin - - Reportage -

Frei­burg im Breis­gau (BW) und Saar­brü­cken so­wie et­was klei­ner als Pots­dam (BB) und Nürn­berg (BY). Et­wa 245.00 Ein­woh­ner le­ben in Aa­chen (sie­he Kas­ten „Ge­schich­te, For­schung und Stu­den­ten­le­ben“).

Haupt­wa­che grund­sa­niert

Rund 370 Be­rufs­feu­er­wehr­leu­te sind, ge­mein­sam mit rund 520 eh­ren­amt­li­chen Ka­me­ra­den in zwölf Lösch­zü­gen, für den Schutz der Bür­ger zu­stän­dig. Die Be­rufs­feu­er­wehr rückt aus drei Feu­er- und Ret­tungs­wa­chen aus. Nur 2,5 Ki­lo­me­ter ent­fernt von Dom und Rat­haus be­fin­det sich die Haupt­wa­che öst­lich der In­nen­stadt.

Die al­te Wa­che wur­de in den letz­ten Jah­ren kom­plett sa­niert. Sie ver­fügt über ei­ne Fahr­zeug­hal­le mit 18 Sek­to­ren, größ­ten­teils mit Platz für je zwei Fahr­zeu­ge. Auf dem Ge­län­de ent­stand ein wei­te­res gro­ßes Ge­bäu­de für die Ver­wal­tung und die In­te­grier­te Re­gio­nal­leit­stel­le. Auch hier fin­den bis zu sechs Ein­satz­fahr­zeu­ge in der Hal­le Platz.

Be­son­ders pro­fi­tiert von der Wa­chen-sa­nie­rung ha­ben die Ak­teu­re der Atem­schutz­werk­statt. „Na­tür­lich ha­ben wir viel mehr Platz als frü­her“, freut sich In­go Mer­tens, Lei­ter der Atem­schutz­werk­statt (AWT). Er ar­bei­tet hier ge­mein­sam mit ei­nem Kol­le­gen im Ta­ges­dienst. Im Zu­ge der Sa­nie­rung wur­de auch die tech­ni­sche Aus­stat­tung ver­bes­sert. Ein High­light für Mer­tens ist die neue voll­au­to­ma­ti­sche Füll­an­la­ge für die Press­luf­tat­mer.

Auf dem neu­es­ten Stand ist jetzt auch die Atem­schutz­übungs­stre­cke. Die Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger mel­den sich über ein Ter­mi­nal­sys­tem an. So kön­nen die Trai­nings­ge­rä­te, wie das Fahr­rad-er­go­me­ter und die An­la­ge zum Ge­wicht­zie­hen, die Ein­stel­lun­gen der Per­son über­neh­men: bei­spiels­wei­se Kör­per­ge­wicht und Grö­ße. Ist das in­di­vi­du­el­le Soll voll­bracht, schal­tet das Ge­rät ab. Und es geht wei­ter: Die Kräf­te müs­sen sechs Ge­schos­se den Feu­er­wehr­turm hoch und das oben per Knopf­druck be­stä­ti­gen. Au­ßer­dem gilt es, die 50 Me­ter lan­ge Atem­schutz­übungs­stre­cke zu durch­krie­chen.

Aus­bil­dung am Stand­ort Nord

Die Feu­er- und Ret­tungs­wa­che (FW) 2 be­fin­det sich im süd­li­chen Stadt­teil Kor­ne­li­müns­ter. „Die­ser Stand­ort ist vor al­lem not­wen­dig, um die Hilfs­fris­ten im süd­li­chen, eher länd­lich ge­präg­ten Stadt­ge­biet so­wie auf dem süd­li­chen Ab­schnitt der Au­to­bahn 44 ein­zu­hal­ten“, er­klärt Trosch­ke.

Im Nord­wes­ten liegt die FW 3 auf ei­nem re­la­tiv gro­ßen Ge­län­de. Hier sind au­ßer­dem der FF Lösch­zug Nord und der CBRN-ZUG (CBRN = Che­mi­sche, Bio­lo­gi­sche, Ra­dio­ak­ti­ve, Nu­klea­re Ge­fah­ren) der Frei­wil­li­gen un­ter­ge­bracht. In der Wa­che be­fin­det sich auch die Feu­er­wehr- und Ret­tungs­dienst­schu­le. Im rück­wär­ti­gen Be­reich des Stand­orts ist ei­ne Aus­bil­dungs­stra­ße ge­baut wor­den. Hier kön­nen La­gen, wie bei­spiels­wei­se die Un­fall­ret­tung, prak­tisch ge­übt wer­den.

Di­rekt an­gren­zend ist das Flo­ri­ans­dorf mit klei­nen Hüt­ten und „Spiel­stra­ßen“er­rich­tet. Als wir das Ge­län­de be­sich­ti­gen, fin­det dort gera­de auf den klei­nen Ver­kehrs­we­gen ein Fahr­rad­trai­ning für Kin­der statt. „An­sons­ten wird das Flo­ri­ans­dorf für Brand­schutz­er­zie­hung und die Aus­bil­dung von Brand­schutz­hel­fern ge­nutzt“, er­zählt Trosch­ke.

Mit dem Lösch­kar­ren durch die Rie­sen­kli­nik

Feu­er­wa­che Num­mer 4 ver­steckt sich qua­si in dem gi­gan­ti­schen Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Aa­chen. Hier ar­bei­ten im­mer­hin rund 7.000 Men­schen, 1.400 Bet­ten zählt al­lei­ne der Be­reich der Kran­ken­ver­sor­gung. Zum Kli­ni­kum ge­hö­ren das Haupt­ge­bäu­de – das so­ge­nann­te UBFT (Un­ter­su­chen, Be­han­deln, For­schen und The­ra­pie­ren) – so­wie die Au­ßen­ge­bäu­de mit Ver­wal­tung und dem Me­di­zi­nisch Tech­ni­schen In­sti­tut.

„Wir sind hier neun Mann pro 24-St­un­den-schicht“, er­zählt Haupt­brand­meis­ter Tho­mas Röh­mer. In der Wa­che ist ei­ne Feu­er­wehr­ein­satz­zen­tra­le (FEZ) ein­ge­rich­tet. Dort läuft al­les auf, was im Kli­ni­kum pas­siert – von der Brand­mel­de­an­la­ge bis zu den 112-No­t­ru­fen. Die Ein­sät­ze wer­den in der FEZ dis­po­niert und dann an die Leit­stel­le wei­ter­ge­mel­det.

„Kommt es auf dem Ge­län­de zu me­di­zi­ni­schen Not­fäl­len, alar­mie­ren wir ei­nen Not­arzt plus ei­nen In­ten­siv­pfle­ger di­rekt aus dem Haus und un­ter­stüt­zen nur“, er- klärt Röh­mer. „Hat sich ,nur‘ je­mand den Fuß um­ge­knickt, ver­sor­gen wir ihn als First Re­spon­der und brin­gen ihn in die Not­auf­nah­me.“

Im Brand­fall rückt der Lösch­zug aus. Dann fährt das Lösch­fahr­zeug mit Be­sat­zung 1/3 das Brand­ob­jekt von au­ßen an. Par­al­lel ge­hen drei Mann mit dem „Klein­lösch­fahr­zeug“– ein Roll­wa­gen mit Klein­lösch­ge­rä­ten, Ar­ma­tu­ren und Schläu­chen – durch die lan­gen Flu­re in­ner­halb des Kom­ple­xes vor. Zu­sätz­lich wird ein Lösch­fahr­zeug von ei­ner an­de­ren Wa­che an­ge­for­dert. Röh­mer be­rich­tet: „Pro Tag kommt es durch­schnitt­lich zu 1,5 Ein­sät­zen durch die Mel­de­an­la­gen, un­kla­ren Ge­ruch und Auf­zu­g­ret­tung im Kli­ni­kum.“

Au­ßer­dem über­neh­men die Kräf­te die Brand­si­cher­heits­wa­che bei al­len feu­er­ge­fähr­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten und Bauarbeiten. An den Ver­sor­gungs­lei­tun­gen wird häu­fig erst in der Nacht ge­ar­bei­tet, um den Be­triebs­ab­lauf nicht zu blo­ckie­ren. „Hier ist viel zu tun, in die­sem Ge­bäu­de gibt es im­mer ir­gend­wo Bauarbeiten“, sagt Röh­mer schmun­zelnd.

Neue im Di­enst: GW-A, HLF 20 und ELW 1

In den drei an­de­ren Wa­chen steht je­weils der Ba­sis­zug aus ei­nem HLF und ei­ner HRB. Die­ser rückt bei Ein­sät­zen im­mer aus, wird er­gänzt durch das zwei­te HLF der Haupt­wa­che und den Ein­satz­leit­wa­gen (ELW) 1. „Bei Brand­ein­sät­zen rollt der Ge­rä­te­wa­gen Atem­schutz (GW-A) ge­ne­rell mit, um die Lösch­zü­ge an der Ein­satz­stel­le un­mit­tel­bar wie­der in Ein­satz­be­reit­schaft zu ver­set­zen“, er­klärt Trosch­ke.

Au­ßer­dem wer­den auf dem GW-A zu­sätz­li­che Lang­zeit-press­luf­tat­mer mit­ge­führt, die bei vie­len Ob­jek­ten auf­grund der wei­ten An­lauf- und Rück­zugs­we­ge not­wen­dig sind. Als Bei­spie­le sind auch hier das Kli­ni­kum so­wie die Rhei­nisch-west­fä­li­sche Tech­ni­sche Hoch­schu­le (RWTH) zu nen­nen. Der GW-A ist brand­neu, erst An­fang De­zem­ber 2017 aus­ge­lie­fert. Es han­delt sich um ei­nen Mer­ce­des Ate­go mit Kof­fer­auf­bau.

„Ins­be­son­de­re für die Kräf­te, die un­ter Atem­schutz in den In­nen­an­griff ge­hen, sind un­se­re Ein­satz­ja­cken kon­zi­piert“, ver­rät Gui­do Schmitz. Er ist Zug­füh­rer der Feu­er­wa­che 1. „Sie ist un­ter­halb des Stei­ßes ver­län­gert, da­mit der Rü­cken auch un­ter­halb des PA noch vor dar­un­ter schla­gen­den Flam­men ge­schützt ist.“

Erst­aus­rü­cken­des Fahr­zeug von der Wa­che 1 ist ein Hil­fe­leis­tungs-lösch­grup­pen­fahr­zeug (HLF) 20. Es steht erst seit 2017 im Di­enst. Ro­sen­bau­er fer­tig­te das Fahr­zeug

Ge­schich­te, For­schung und Stu­den­ten­le­ben

„Aa­chen ist mensch­lich ei­ne sehr jun­ge Stadt, stark ge­prägt durch Stu­den­ten­le­ben“, sagt Ste­fan Herr­mann vom Stadt­pres­se­amt. „Im­mer­hin sind von den 245.000 Ein­woh­nern der­zeit knapp 55.000 Stu­den­ten – al­so mehr als je­der fünf­te Aa­che­ner stu­diert.“Da­von pro­fi­tiert teil­wei­se auch die Be­rufs­feu­er­wehr – bei­spiels­wei­se durch Quer­ein­stei­ger aus den na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en­gän­gen oder dem Be­reich Bau­in­ge­nieur­we­sen.

Mit knapp 44.000 Stu­die­ren­den gilt die Rhei­ni­schWest­fä­li­sche Tech­ni­sche Hoch­schu­le Aa­chen (RWTH) als die größ­te Uni für tech­ni­sche Stu­di­en­gän­ge in Deutsch­land. Au­ßer­dem gibt es noch die Fach­hoch­schu­le und di­ver­se spe­zia­li­sier­te Hoch­schu­len im kul­tu­rel­len Be­reich. Mit dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum be­sitzt Aa­chen das größ­te zu­sam­men­hän­gen­de Kran­ken­haus­ge­bäu­de Eu­ro­pas. In dem Ge­bäu­de­kom­plex, der auch für ein Kraft­werk ge­hal­ten wer­den könn­te, be­fin­den sich die Kran­ken­ver­sor­gung, Lehr­ein­rich­tun­gen und For­schungs­zen­tren un­ter ei­nem Dach.

Aa­chen ist au­ßer­dem ei­ne Hoch­burg für Sport­ver­an­stal­tun­gen. Zwar spielt der Tra­di­ti­ons­ver­ein Ale­man­nia Aa­chen in sei­nem 33.000 Zu­schau­er fas­sen­den Sta­di­on „Neu­er Ti­vo­li“nur noch Viert­li­ga-fuß­ball. Da­für ist der Reit­sport ein ech­ter Pu­bli­kums­ma­gnet. Zum welt­be­kann­ten Chio-tur­nier strö­men Zehn­tau­sen­de in den Sport­park So­ers. 40.000 Zu­schau­er fasst das Sta­di­on für die Spring­reit­wett­be­wer­be, 6.300 Plät­ze hat das Dres­sur­sta­di­on. Die­se sind weit im Vor­aus aus­ver­kauft.

Der Aa­che­ner Dom ist das be­deu­tends­te Bau­werk der Stadt und ge­hört zum Unesco-welt­er­be. Er be­steht aus meh­re­ren Bau­ab­schnit­ten – mit dem über 1.200 Jah­re al­ten Ok­to­gon als Zen­tral­bau und dem West­werk als wich­tigs­te Ele­men­te. Der Katsch­hof ver­bin­det den Dom mit dem be­ein­dru­cken­den Rat­haus aus dem 14. Jahr­hun­dert. Mar­kant sind die Tür­me auf bei­den Sei­ten. Vor dem Rat­haus be­fin­det sich der Markt­platz mit dem Karls­brun­nen. Dom, Katsch­hof, Rat­haus und Markt­platz bil­den den be­ein­dru­cken­den Stadt­kern. Hier trifft Ge­schich­te im All­tag auf jun­ge Men­schen. In der Alt­stadt ge­nie­ßen die Stu­die­ren­den ger­ne die frei­en Zei­ten im Stu­den­ten­le­ben.

Was steckt hin­ter EMRIC?

EMRIC steht für die nie­der­län­di­sche Be­zeich­nung „Eu­re­gio Maas-ri­jn In­ci­den­ten­be­sti­j­ding en Cri­sis­be­heer­sing“– auf Deutsch über­setzt: „Eu­re­gio Maas-rhein Ein­satz- und Kri­sen­be­wäl­ti­gung“. In die­ser ein­zig­ar­ti­gen Ko­ope­ra­ti­on ist durch Staats­ver­trä­ge zwi­schen Bel­gi­en, Deutsch­land und den Nie­der­lan­den die Zu­sam­men­ar­beit in der Re­gi­on ge­re­gelt. In das EMRIC-GE­BIET ge­hö­ren:

## die Pro­vin­zen Lüt­tich und

Lim­burg in Bel­gi­en, ## die Städ­te­re­gi­on Aa­chen, die Stadt Aa­chen und der Kreis Heins­berg, ## so­wie die nie­der­län­di­sche Re­gi­on Süd-lim­burg, un­ter an­de­rem mit den Städ­ten Maas­tricht und Sit­tard.

„Die über­ört­li­che Zu­sam­men­ar­beit im EMRIC er­folgt im Brand­schutz, in der Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung, im Ret­tungs­dienst so­wie im Ka­ta­stro­phen­schutz“, er­klärt Frank The­len, Lei­ter der St­abs­stel­le Fach­be­reichs­lei­tung. Er er­klärt wei­ter: „Gera­de im letz­ten Som­mer hat­ten wir ei­nen rea­len Ein­satz, wo die Zu­sam­men­ar­beit ge­grif­fen hat. Bei Maas­tricht hat ein Heu­la­ger in ei­nem Stol­len ge­brannt. Hier wa­ren Kräf­te aus al­len drei Na­tio­nen im Ein­satz.“

In EMRIC wer­den auch re­gio­na­le Ver­ein­ba­run­gen ab­ge­bil­det. Zum Bei­spiel: Ein­sät­ze auf der Au­to­bahn (A4 und E314) zwi­schen Heer­len (NL) und Aa­chen. Die Nie­der­län­der fah­ren in Rich­tung Aa­chen bis zur An­schluss­stel­le Aa­chen-lau­rens­berg auf der A4 und die Wa­che Nord der Kai­ser­stadt fährt in der Ge­gen­rich­tung auf der E314 bis zum Kreuz Bocholtz. Auch für das Ge­wer­be­ge­biet Avan­tis, nörd­lich von Aa­chen, sind in der Aus­rü­cke­ord­nung deut­sche und nie­der­län­di­sche Kräf­te be­rück­sich­tigt.

der Gw-tech auch auf der Wa­che 3 sta­tio­niert. Die­ses Fahr­zeug dient zum Trans­port von An­schlag­mit­teln und Pall­höl­zern in. Fahr­ge­stell ist ein Mer­ce­des Ate­go 1226 AF, Bau­jahr 2009. „Ty­pi­sche Ein­sät­ze für den Rüst­zug sind Per­son ein­ge­klemmt, Ma­schi­nen­bau­un­fäl­le so­wie Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tun­gen auf den Au­to­bah­nen 4 und 44 be­zie­hungs­wei­se den Bun­des­stra­ßen.“

In der gro­ßen Hal­le mit den Son­der­fahr­zeu­gen am Stand­ort Nord fal­len auch fünf Wech­sel­la­der­fahr­zeu­ge auf. Sie brin­gen die un­ter­schied­li­chen Ab­roll­be­häl­ter (AB) der BF Aa­chen in den Ein­satz, un­ter an­de­rem:

Ab-bau/rüst, Ab-son­der­lösch­mit­tel, Ab-schlauch, AB-MANV (Mas­sen­an­fall von Ver­letz­ten), Ab-ein­satz­lei­tung.

Und dann steht da noch ein ech­ter Old­ti­mer in der Hal­le, ei­ner der ganz we­ni­gen bei der Aa­che­ner Be­rufs­feu­er­wehr. Es han­delt sich um den Gw-hö­hen­ret­tung. Als Fahr­ge­stell dient ein Mer­ce­des LAF 911. Zieg­ler bau­te dar­auf 1978 ein LF 8 für die FF Aa­chen. Im Jahr 2009 wur­de dar­aus dann in Ei­gen­bau der Ge­rä­te­wa­gen für die Ein­sät­ze der Hö­hen­ret­ter.

„ Auf zir­ka 30 Alar­mie­rung pro Jahr kommt un­se­re Spe­zi­al-ret­tungs-grup­pe“, be­rich­tet Mi­guel Men­des. „Da­von wer­den wir et­wa bei der Hälf­te auch wirk­lich tä­tig.“Ober­brand­meis­ter Men­des ist Ein­heits­füh­rer und Aus­bil­der in der Hö­hen­ret­tung. Als ty­pi­sche La­gen be­zeich­net er: Per­son droht zu sprin­gen, Kr­an­ma­schi­nist muss ge­bor­gen wer­den und Bau­ar­bei­ter in Gru­be ge­stürzt. „Aber wir wer­den auch im­mer häu­fi­ger zur Ret­tung von adi­pö­sen Per­so­nen alar­miert, um die­se dann aus ei­nem Ober­ge­schoss auf ei­ner Spe­zi­al­tra­ge ge­si­chert zu Bo­den zu brin­gen.“

In das Ein­satz­ge­biet der Hö­hen­ret­ter ge­hört auch die Ses­sel­lift­bahn im nie­der­län­di­schen Val­ken­burg. Ge­nau­so ha­ben die Aa­che­ner Spe­zia­lis­ten bei den jüngs­ten Not­fäl­len an der Rhein­seil­bahn ih­re Kol­le­gen in Köln un­ter­stützt.

Doch hier hel­fe die en­ge Zu­sam­men­ar­beit mit den Leit­stel­len in Lüt­tich und Maas­tricht, so der Schicht­füh­rer. Die Di­s­po­nen­ten hos­pi­tie­ren bei­spiels­wei­se ge­gen­sei­tig in den drei Leit­stel­len.

Die Zu­sam­men­ar­beit mit den eu­ro­päi­schen Nach­barn ko­or­di­niert bei der BF Aa­chen Frank The­len, Lei­ter der St­abs­stel­le Fach­be­reichs­lei­tung. „Das ist re­gio­nal für uns mit un­se­ren Nach­barn seit 1970 in dem Pro­jekt EMRIC ent­stan­den und ge­wach­sen“, er­klärt The­len. (Sie­he Kas­ten „Was steckt hin­ter EMRIC?“). „Es um­schließt nur un­se­ren Be­reich rund um Aa­chen. Nörd­lich gibt es bei Mön­chen­glad­bach auf deut­scher Sei­te und Ven­lo auf nie­der­län­di­scher Sei­te wei­te­re Ko­ope­ra­tio­nen.“

Fahr­zeu­ge Ver­schie­de­nes

Fahr­ge­stell der Hu­b­ar­beits­büh­ne der Wa­che 1 ist ein Mer­ce­des Eco­nic 1833 L. Den Auf­bau fer­tig­te Ro­sen­bau­er (da­mals noch Metz) im Jahr 2012. Mit dem Ret­tungs­korb über den Dä­chern von Aa­chen. Die­ser Bal­kon dient für den Turm des Doms als An­lei­ter­punkt. Im H

Be­ein­dru­cken, der Blick aus dem Ret­tungs­korb den Mast und die Lei­ter her­un­ter auf den Ar­beits­platz des Ma­schi­nis­ten.

Un­ten die Ein­satz­fahr­zeu­ge, oben das Per­so­nal. Grup­pen­bild mit Fuhr­park an der Haupt­feu­er­wa­che der Be­rufs­feu­er­wehr Aa­chen. Von drau­ßen nicht di­rekt er­kenn­bar: Das Ge­bäu­de wur­de kom­plett sa­niert. Auch der Fuhr­park ist auf dem neu­es­ten Stand.

Ein pri­va­ter Ein­blick in die Ru­he­räu­me der Wach­ab­tei­lung in der Haupt­feu­er­wa­che. Die Kol­le­gen kön­nen ne­ben ih­rer Zim­mer­tür pro­gram­mie­ren, wel­che Alar­me in ih­rem Ru­he­raum auf­ge­schal­tet wer­den sol­len.

Im Ober­ge­schoss des sa­nier­ten Wach­ge­bäu­des ver­fügt die Feu­er­wehr nun über ei­nen hel­len, gro­ßen Ver­samm­lungs­raum.

In­go Mer­tens, Lei­ter der Atem­schutz­werk­statt, ar­bei­tet mit der neu­en Füll­an­la­ge für Press­luf­tat­mer. Hier muss er die Fla­schen nur an­schlie­ßen und schon geht es los.

Die Be­rufs­feu­er­wehr Aa­chen ver­fügt über ei­nen Feu­er­wehr-kran von Lieb­herr mit ma­xi­ma­ler Hub­kraft von 45 Ton­nen. Ge­en­tert! Hö­hen­ret­ter-aus­bil­der Mi­guel Men­des auf dem Dach des Ge­rä­te­wa­gen Hö­hen­ret­tung. Da­hin­ter be­fin­det sich die Übungs­Lift­an­la­ge. Beim Är­me

Der klei­ne Ge­rä­te­wa­gen Hö­hen­ret­tung hat hier den Drei­län­der­punkt an­ge­fah­ren. An die­ser Stel­le kom­men die Nie­der­lan­de, Bel­gi­en und Deutsch­land zu­sam­men. Für die Hö­hen­ret­ter kommt es auch zu Ein­sät­zen in den Nach­bar­län­dern.

Die Wech­sel­la­der­fahr­zeu­ge und die Ab­roll­be­häl­ter wer­den auf der Feu­er­wa­che 3 (Nord) vor­ge­hal­ten.

Hin­ter der Feu­er­wa­che Nord sind ei­ni­ge Übungs­plät­ze ein­ge­rich­tet. Hier kön­nen die Kr­an­ma­schi­nis­ten bei­spiels­wei­se die Ber­gung ei­nes Kes­sel­wa­gens trai­nie­ren.

Der Rüst­wa­gen vor dem „Su­per C“, dem be­kann­tes­ten Ge­bäu­de der Rhei­nisch-west­fä­li­schen Tech­ni­schen Hoch­schu­le (RWTH). Gi­gan­tisch! Das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Aa­chen gilt als das größ­te Kran­ken­haus­ge­bäu­de Eu­ro­pas. Bei den hy­drau­li­schen Ret­tungs­ge­rä­ten führt de

In der Kli­nik­wa­che ist auch ei­ne klei­ne Ein­satz­leit­zen­tra­le ein­ge­rich­tet. Da­vor steht ein­satz­be­reit das Lösch­fahr­zeug.

Tho­mas Röh­mer prä­sen­tiert das „Klein­lösch­fahr­zeug“der Kli­nik­wa­che. Den Kar­ren schie­ben die Kräf­te bei Alarm durch die lan­gen Flu­re.

Ret­tungs­dienst nimmt bei der BF Aa­chen ei­ne wich­ti­ge Rol­le ein. Al­lei­ne drei Re­gelRet­tungs­wa­gen, ein Son­der-rtw und drei Not­arzt-ein­satz­fahr­zeu­ge rü­cken von der Haupt­wa­che aus.

Ge­rä­te­wa­gen Ge­fahr­gut (GW-G) der Be­rufs­feu­er­wehr Aa­chen, von Zieg­ler auf ei­nem Mer­ce­des Ate­go ge­fer­tigt. Pul­ver-tank­lösch­fahr­zeug vor dem „neu­en Ti­vo­li“, der Heim­spiel­stät­te des Tra­di­ti­ons­ver­eins Ale­man­nia Aa­chen.

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