Kopf­schüt­zer

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Bei un­se­ren Tests für die Be­schaf­fung neu­er Feu­er­wehr­hel­me sind un­er­war­te­te Er­geb­nis­se her­aus­ge­kom­men“, er­zählt Brand­di­rek­tor Re­né Schu­bert, Lei­ter der Be­rufs­feu­er­wehr Ra­tin­gen (NW). „Wir hat­ten ei­gent­lich ge­dacht, wie­der ei­ne Stan­dard­lö­sung für al­le Ein­satz­kräf­te zu fin­den. Aber am En­de wur­den es zwei ver­schie­de­ne Hel­me.“

Für die Er­satz­be­schaf­fung der Hel­me, die glei­cher­ma­ßen von BF und FF ge­tra­gen wer­den, ha­ben die Ra­tin­ger ei­nen ei­ge­nen Ar­beits­kreis ge­grün­det. Die­ser er­stell­te zu­nächst ei­nen An­for­de­rungs­ka­ta­log. Ei­ne grund­le­gen­de Be­din­gung: Der künf­ti­ge Ein­satz­helm soll­te die neu­es­te Norm DIN EN 443:2008-06 „Feu­er­wehr­hel­me für die Brand­be­kämp­fung in Ge­bäu­den und an­de- ren bau­li­chen An­la­gen“(sie­he Kas­ten „EN 433“) er­fül­len.

„Mitt­ler­wei­le gibt es ja auch die Feu­er­wehr­helm-nor­men EN 16471 für die Wal­d­und Flä­chen­brand­be­kämp­fung so­wie EN 16473 für die tech­ni­sche Ret­tung“, sagt Schu­bert (sie­he Glos­sar). „Die da­nach zer­ti­fi­zier­ten Spe­zi­al­hel­me sind leich­ter, kom­pak­ter und preis­güns­ti­ger. Aber Mo­del­le nach EN 443 sind im­mer noch am uni­ver­sells­ten. Sie wei­sen das höchs­te Schutz­ni­veau auf und las­sen sich eben­so für die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung wie für die Ve­ge­ta­ti­ons­brand­be­kämp­fung ein­set­zen.“Das sei man­chen Feu­er­weh­ren nach Ein­füh­rung der EN 16471 und der EN 16473 nicht klar ge­we­sen. Sie hät­ten die nach die­sen Nor­men ge­prüf­ten Mo­del­le in dem Irr­glau­ben be­schafft, nur die­se und kei­ne En-443-hel­me sei­en für die­se spe­zi­el­len Tä­tig­kei­ten zu­ge­las­sen.

Ne­ben der Er­fül­lung der Norm soll­ten die neu­en Ra­tin­ger Hel­me auch das Farb­kon­zept der Feu­er­wehr dar­stel­len kön­nen: die Mann­schaft trägt gel­be, die Zug­füh­rer tra­gen ro­te und die Ver­band­füh­rer wei­ße Scha­len. Au­ßer­dem be­schlos­sen die Ver­ant­wort­li-

Bei der Brand­be­kämp­fung in Ge­bäu­den zäh­len Feu­er­wehr­hel­me nach EN 443 zur Stan­dard-aus­rüs­tung von Ein­satz­kräf­ten. Dem­ent­spre­chend groß ist das An­ge­bot der Her­stel­ler. Wir be­rich­ten, wie Vor­aus­wahl und Tests bei ei­ner Feu­er­wehr ab­lau­fen kön­nen, und stel­len 17 zer­ti­fi­zier­te Mo­del­le vor.

| Feu­er­wehr­helm-norm EN 443

Die Eu­ro­päi­sche Norm (EN) 443 liegt ak­tu­ell in der deut­schen Fas­sung DIN EN 443:2008-06 „Feu­er­wehr­hel­me für die Brand­be­kämp­fung in Ge­bäu­den und an­de­ren bau­li­chen An­la­gen“vor. Sie de­fi­niert Be­grif­fe, An­for­de­run­gen und Prüf­ver­fah­ren. Au­ßer­dem ent­hält sie Vor­ga­ben zur Kenn­zeich­nung und zu den Her­stel­ler­in­for­ma­tio­nen. In der Norm sind spe­zi­fi­sche Be­rei­che ei­nes Prüf­kop­fes fest­ge­legt, die durch den Feu­er­wehr­helm ge­schützt wer­den sol­len. Die­se so ge­nann­ten Schutz­zo­nen fin­den sich in der Un­ter­schei­dung der bei­den Norm-helm­ty­pen wie­der: Halb­scha­len­hel­me (= Typ A) müs­sen min­des­tens die Zo­ne 1a schüt­zen, Drei­vier­tel-/voll­scha­len­hel­me (= Typ B) min­des­tens die Zo­nen 1a und 1b (sie­he Ab­bil­dung).

Ge­sichts­schüt­zer (Zo­ne 2) für den Ge­brauch mit Hel­men müs­sen den An­for­de­run­gen der EN 14458 (sie­he Kas­ten „Glos­sar“) ent­spre­chen. Über die Min­dest­an­for­de­run­gen hin­aus kön­nen Hel­me auch die Zo­ne 3b schüt­zen. Ein Na­cken­schutz (Zo­ne 3a) ist für al­le Feu­er­wehr­hel­me

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