Die Schwei­zer Ar­mee

Feuerwehr-Magazin - - Reportage -

In vie­ler­lei Hin­sicht ist die Schwei­zer Ar­mee mit ih­ren Teil­streit­kräf­ten Heer und Luft­waf­fe et­was sehr Au­ßer­ge­wöhn­li­ches. Dies be­ginnt schon mit der Vier­spra­chig­keit, die auch bei der Ar­mee­feu­er­wehr ge­pflegt wird: Schwei­zer Ar­mee (deutsch), Ar­mée su­is­se (fran­zö­sisch), Eser­ci­to sviz­ze­ro (ita­lie­nisch), Ar­ma­da sviz­ra (rä­to­ro­ma­nisch). Die Streit­kräf­te hal­ten sich strikt an das Mi­liz­sys­tem und die Neu­tra­li­tät. Le­dig­lich 5 Pro­zent der Ar­mee­an­ge­hö­ri­gen sind Be­rufs- oder Zeit­sol­da­ten. Die tief im Volk ver­wur­zel­te und ak­zep­tier­te Wehr­pflicht ruft al­le Schwei­zer Män­ner zwi­schen dem 17. und 25. Le­bens­jahr zur Re­kru­ten­schu­le auf.

Die Gr­und­aus­bil­dung dau­ert le­dig­lich 3 bis 7 Wo­chen ( je nach Grup­pen­gat­tung). Es folgt die funk­ti­ons­ori­en­tier­te Gr­und­aus­bil­dung, die wei­te­re 7 bis 10 Wo­chen in An­spruch nimmt. Bis zum 34. Le­bens­jahr, in Son­der­funk­ti­on auch län­ger, müs­sen die Wehr­pflich­ti­gen für 3 Wo­chen im Jahr er­neut ein­rü­cken, um Kennt­nis­se auf­zu­fri­schen oder Fort­bil­dun­gen zu ab­sol­vie­ren. Für Mäd­chen und Frau­en in der Schweiz ist der Mi­li­tär­dienst frei­wil­lig.

Ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit ist, dass die Mi­liz­an­ge­hö­ri­gen ih­re per­sön­li­che Aus­rüs­tung mit­samt der Waf­fen (Sturm­ge­wehr oder Pis­to­len) mit nach Hau­se neh­men, um im Fal­le ei­ner Mo­bil­ma­chung so­fort ein­satz­be­reit zu sein. Trotz die­ser Volks­be­waff­nung kommt es in der Schweiz kaum zum Waf­fen­miss­brauch­­.

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