Recht­li­che Fra­gen bei der Ein­bin­dung

Feuerwehr-Magazin - - Service -

Sind Spon­tan­hel­fer wäh­rend der Aus­übung ih­rer Tä­tig­kei­ten ver­si­chert? Wenn ja, durch wen?

Der Spon­tan­hel­fer ist über § 2 Ab­satz 1 Nr. 12 SGB VII in der ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rung ver­si­chert, wenn er von An­ge­hö­ri­gen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr zur Un­ter­stüt­zung her­an­ge­zo­gen wird. An­dern­falls kann er über § 2 Ab­satz 1 Nr. 13 SGB VII ver­si­chert sein, wenn er bei Un­glücks­fäl­len oder ge­mei­ner Ge­fahr oder Not Hil­fe leis­tet oder ei­nen an­de­ren aus er­heb­li­cher ge­gen­wär­ti­ger Ge­fahr für sei­ne Ge­sund­heit ret­tet (so ge­nann­te Not­hel­fer).

Wer haf­tet für Schä­den, die von Spon­tan­hel­fern ver­ur­sacht wur­den?

Die Haf­tung für ein Fehl­ver­hal­ten ei­nes Spon­tan­hel­fers ge­gen­über Drit­ten geht im Be­reich ho­heit­li­cher Tä­tig­keit auf die öf­fent­li­che Kör­per­schaft, in de­ren Di­enst er steht, über, wenn der Spon­tan­hel­fer als „Ver­wal­tungs­hel­fer“ein­ge­setzt wird. Das setzt ei­ne kon­kre­te Be­auf­tra­gung durch die je­wei­li­ge Kör­per­schaft vor­aus.

Was sind Ver­wal­tungs­hel­fer und wie wer­den die­se er­nannt?

Die Feu­er­wehr kann form­los – al­so zum Bei­spiel auch münd­lich – Zi­vil­per­so­nen als Ver­wal­tungs­hel­fer er­nen­nen. Sie ver­leiht ih­nen da­mit ei­nen be­son­de­ren ju­ris­ti­schen Sta­tus. Der Ver­wal­tungs­hel­fer wird da­mit als Werk­zeug ei­ner Be­hör­de bei der Er­le­di­gung ih­rer ho­heit­li­chen Auf­ga­be ein­ge­setzt. Er hat kei­ne Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se und führt le­dig­lich tech­ni­sche Auf­ga­ben aus.

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