GÖ­TE­BORG

Food and Travel (Germany) - - Städtereise -

Sie hat Stil, Kul­tur und ex­zel­len­te Re­stau­rants: Schwe­dens zweit­größ­te Stadt muss sich nicht hin­ter ih­rer gro­ßen Schwes­ter Stock­holm ver­ste­cken, fin­det Imo­gen Le­pe­re

War­um dort­hin? Wir leh­nen uns jetzt aus dem Fens­ter und be­haup­ten ein­fach mal: Gö­te­borg ist die cools­te Stadt in ganz Skan­di­na­vi­en. Hier kommt ein­fach al­les zu­sam­men: ei­ne min­des­tens ge­nau­so in­no­va­ti­ve Re­stau­rant-Sze­ne wie in Helsinki, so viel Stil wie in Ko­pen­ha­gen und tol­les De­sign wie in Stock­holm. Und weil die Ha­fen­stadt mit ih­ren kaum 600 000 Ein­woh­nern so schön über­schau­bar ist, kann man fast al­les zu Fuß oder mit dem Rad er­le­di­gen. Im Au­gust wird es dann aber ge­ra­de zum Wo­che­n­en­de doch et­was tru­be­lig, wenn die Stadt zum Epi­zen­trum für al­ter­na­ti­ve Kul­tur wird. Dann tre­ten auf dem Fes­ti­val Way Out West way­out­west.se an­ge­sag­te Künst­ler wie Frank Oce­an und La­na Del Rey auf. Da­zu trinkt das Sze­ne­volk stil­echt Bio-Bier und stärkt sich an ve­ge­ta­ri­schen Im­biss­bu­den mit reich­lich Grün.

Nicht ver­pas­sen Man könn­te mei­nen, Gö­te­borg hat et­wa so vie­le Ca­fés wie Ein­woh­ner. An je­der Ecke kann man in ent­spann­ter At­mo­sphä­re Kaf­fee trin­ken und sü­ße Köst­lich­kei­ten na­schen. Ei­ne Tra­di­ti­on, die bei den Ein­hei­mi­schen fi­ka heißt und in­ten­siv ge­pflegt wird. Ein be­lieb­ter Treff­punkt ist das Ha­ga-Vier­tel. Wo frü­her Werft­ar­bei­ter leb­ten, rei­hen sich heu­te sty­li­sche Bou­ti­quen und Ca­fés an­ein­an­der. Die Kaf­fee­bar Ka­le’i ka­l­ei­kaf­fe­bar.se in der Kyr­ko­ga­tan bie­tet haus­ge­mach­ten Ku­chen und ei­nen täg­lich wech­seln­den Mit­tags­tisch. Die Rös­te­rei Da Mat­teo da­mat­teo.se ist ers­te An­lauf­stel­le für Kaf­fee-Lieb­ha­ber. Gut ge­stärkt geht es zum Shop­ping: Grand­pa grand­pa.se ist ei­ne gu­te Adres­se für Mo­de und Woh­nac­ces­soires. Wer sich beim Bum­mel durch die Gas­sen noch nicht an Street-Art satt­ge­se­hen hat, fin­det im Go­then­burg Mu­se­um of Art gote­borgs­konst­mu­se­um.se noch mehr Kunst. Ei­nen neu­en Blick auf die Stadt bie­tet The Pad­dan Tour strom­ma.se mit ei­ner Boots­tour durch die Ka­nä­le und Was­ser­grä­ben des 17. Jahr­hun­derts. Da­bei schip­pert man ge­müt­lich am Kungs­par­ken, dem Opern­haus und dem schwim­men­den Dock im Ha­fen vor­bei. Ein Tipp für Foo­dies: Mat­van­d­rin­gen mat­van­d­rin­gen.se bie­tet ei­ne drei­stün­di­ge Food-Tour, bei der man sich durch die Stän­de in der Markt­hal­le sto­ra­sal­u­hal­len.se pro­biert und feins­te lo­ka­le Spe­zia­li­tä­ten und Pro­du­zen­ten ent­deckt, et­wa Fli­ck­or­na Ka­nolds Trüf­fel mit See­salz.

Über­nach­ten Un­schlag­bar was De­sign und La­ge an­geht, ist das Cla­ri­on Ho­tel Post +46-31-619000, choice­ho­tels.com mit Rooft­op-Pool, schi­cker Lounge und im­mer vol­ler Bar di­rekt am Haupt­bahn­hof. Im Flo­ra Ho­tel +46-31-138616, ho­tel­flo­ra.se fühlt man sich wie zu Be­such bei Freun­den. Die Zim­mer sind bunt und in­di­vi­du­ell ein­ge­rich­tet, in der Lounge ste­hen ge­müt­li­che So­fas auf schwe­ren Ori­ent­tep­pi­chen. Das Ho­tel Dor­sia +46-31-790100, dor­sia.se ist nichts für schwa­che Ner­ven: Bro­kat, Samt, Mar­mor, opu­len­te Lüs­ter und sat­te Far­ben fin­det man in fast je­dem der 37 Zim­mer. De­ka­dent, aber trotz­dem sehr ge­müt­lich.

Es­sen und Trin­ken Gö­te­borgs ku­li­na­ri­sche Sze­ne ist seit je­her do­mi­niert von dem, was die Fi­scher aus der ei­si­gen Nord­see ho­len – die Fisch­markt­hal­le, auch Fes­ke­kör­ka (Fisch­kir­che) ge­nannt, ist ein Pa­ra­dies. Im Re­stau­rant Ga­b­ri­el +46-31-139051, re­stau­rang­ga­bri­el.se kann man gleich vor Ort Fi­schro­gen auf To­ast, ge­grill­te Fluss­kreb­se und Bier mit Dill­ge­schmack pro­bie­ren. Das Sjö­ma­gasi­net +46-31-7755920, sjo­ma­gasi­net.se wur­de als ers­tes Re­stau­rant der Stadt mit ei­nem Mi­che­lin-Stern aus­ge­zeich­net. Mit sei­ner La­ge di­rekt am Was­ser und der rus­ti­ka­len Holz­ver­klei­dung im Gast­raum fühlt es sich den­noch an­ge­nehm bo­den­stän­dig an. Auf den Stra­ßen bie­ten mitt­ler­wei­le je­de Men­ge Food-Trucks food­trucks.se köst­li­che Snacks für klei­nes Geld an. Ein Tipp ist Ström­mingsluck­an, bei dem es frit­tier­ten He­ring mit Senf, Kar­tof­fel­stampf und Prei­sel­bee­ren gibt. Das pom­pö­se Am­bi­en­te im Ate­lier im Ho­tel Pi­gal­le +46-31-802521, ho­tel­pi­gal­le. se er­in­nert an das Pa­ris des frü­hen 20. Jahr­hun­derts. Hier lässt man es sich mit Aus­tern und Cham­pa­gner gut ge­hen.

Die Zeit drängt? Er­kun­den Sie per Boot den Gö­te­bor­ger Schä­ren­gar­ten mit klei­nen In­seln, hüb­schen Dör­fern und Rob­ben, die sich am fel­si­gen Ufer ein Bad in der Son­ne ge­neh­mi­gen. Noch ein Tipp Mit der Ci­ty Card kön­nen Sie al­le öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel wie Bus­se, Bah­nen und so­gar Boo­te nut­zen. Auch der Ein­tritt in ver­schie­de­ne Mu­se­en und Tou­ren durch die Stadt sind im Preis der Kar­te ent­hal­ten. gote­borg.com

Rei­se­infor­ma­tio­nen

Lan­des­wäh­rung ist die Schwe­di­sche Kro­ne, wo­bei ein Eu­ro et­wa zehn Kronen sind. Die Flug­zeit be­trägt von Frankfurt aus rund an­dert­halb St­un­den, von Zü­rich sind es knapp zwei St­un­den.

An­rei­se

Luft­han­sa fliegt non­stop von Frankfurt nach Gö­te­borg. luft­han­sa.com

Air Ber­lin fliegt di­rekt vom Flug­ha­fen Ber­lin-Te­gel. air­ber­lin.com

Qu­el­le

Der of­fi­zi­el­le Tou­ris­mus-Gui­de für Gö­te­borg bie­tet je­de Men­ge In­for­ma­tio­nen zu den Stadt­vier­teln, der Ge­schich­te, ak­tu­el­len Events, Shop­ping- und Mu­se­um­s­tipps. gote­borg.com

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.