BA­HA­MAS

Conch, ge­koch­terFisch zum Früh­stück und Sa­lat

Food and Travel (Germany) - - Küche Der Karibik -

Wie wei­ße und grü­ne Ju­we­len fun­keln die Ba­ha­mas im tief­blau­en Oze­an. Die Haupt­stadt ist Nas­sau und liegt auf der In­sel New Pro­vi­dence. Wür­zi­ge Aro­men und fri­sche Zu­ta­ten gibt es in zahl­rei­chen Hüt­ten am Stra­ßen­rand, in char­man­ten Fa­mi­li­en­lo­ka­len und Ca­fés.

Ei­ne rich­ti­ge, in­sel­ty­pi­sche Kü­che exis­tiert hier ei­gent­lich nicht. Im 18. Jahr­hun­dert wur­den vie­le Skla­ven zum Ar­bei­ten auf die Zu­cker­plan­ta­gen ver­schleppt. Sie brach­ten aus Afri­ka Rum und Chi­lis mit. Schlich­te Zu­ta­ten wie Kar­tof­feln, Kä­se und ein­fach ge­koch­tes Fleisch stam­men von den Bri­ten. Und da die In­sel nach dem Ame­ri­ka­ni­schen Un­ab­hän­gig­keits­krieg bei den Men­schen aus den Neu­eng­land-Staa­ten be­son­ders be­liebt war, schätzt man hier auch die dort be­kann­te Fisch­sup­pe.

Den al­ten Stil von Nas­sau kön­nen Be­su­cher im­mer noch er­le­ben, et­wa im Ho­tel Gray­cliff, das gleich ne­ben dem Gou­ver­neurs­haus liegt. Im Re­stau­rant wer­den die oft recht def­ti­gen Ge­rich­te der In­sel auf ei­ne leich­te­re, ele­gan­te­re Wei­se zu­be­rei­tet. Un­be­dingt pro­bie­ren soll­te man das Früh­stück der Ein­hei­mi­schen: ge­koch­ter Fisch. Zum fri­schen Za­cken­barsch kom­men Kar­tof­feln, Zwie­beln, et­was Chi­li und Li­met­ten­saft. Da­zu gibt es Ha­fer­brei oder ei­ne Schei­be John­ny Ca­ke (ein lo­ka­les Brot) mit Schmalz.

Conch (ver­schie­de­ne Ar­ten von Mee­res­schne­cken) sind auf der In­sel ein Klas­si­ker. An­ders als auf den Cay­man Islands mag man sie hier vor al­lem im Sa­lat. Im Les­ley’s Conch Shack wer­den sie mit To­ma­ten, Gur­ken, Zwie­beln und Sel­le­rie ver­mischt. Ins Dres­sing kom­men ein gu­ter Sprit­zer Zi­tro­nen- und Li­met­ten­saft so­wie et­was sü­ßer Oran­gen­saft.

In den 90er-Jah­ren ent­deck­ten Ka­ren und Ian Good­fel­low ei­ne in­ter­es­san­te Markt­lü­cke: Da­mals bau­te tat­säch­lich noch nie­mand Sa­lat auf der In­sel an. Auf ih­rer Farm ser­vie­ren sie nun da­mit ei­nen leich­ten Lunch. Noch ein letz­ter Tipp: Im Tra­vel­lers’ Rest in der West Bay Street ser­viert Be­sit­zer Jo­an seit mehr als 30 Jah­ren bes­te lo­ka­le Spei­sen.

ES­SEN

Good­fel­low Farms Hier gibt es ver­schie­de­ne Sa­la­te und ein tol­les Mit­tag­es­sen. Nel­son Road, +1-242-3775000, good­fel­lo­w­farms.com Gray­cliff Re­stau­rant Das ers­te „Fünf-Ster­ne-Re­stau­rant“der Ka­ri­bik hat auch heu­te zu Recht noch ei­nen aus­ge­zeich­ne­ten Ruf. West Hill Street,

+1-242-3029150, gray­cliff.com

Les­ley’s Conch Shack Ein gu­ter Ort, um ei­nes der ab­so­lu­ten Lieb­lings­ge­rich­te der In­su­la­ner zu pro­bie­ren: fri­scher Sa­lat mit Conch (Mee­res­schne­cken). Pot­ters Cay, East Bay Street

Von links: läs­si­ges Am­bi­en­te in ei­ner Bar; Open-Air-Din­ner in Ho­pe­town

Von links: ty­pi­sche Hüt­ten; le­cke­rer Cock­tail; Scot­chBon­net-Chi­lis

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