JA­MAI­KA

Feu­ri­ger Chi­li-Eintopf, Knob­lauch-Garnelen und Jerk-Ge­würz

Food and Travel (Germany) - - Küche Der Karibik -

Die Kü­che von Ja­mai­ka ist aus­ge­spro­chen viel­fäl­tig. Auf den Hü­geln im Sü­den wach­sen übe­r­all Man­go-, Pa­pa­ya- und AkeeBäu­me. Doch nicht nur die Na­tur sorgt für viel Ab­wechs­lung: Ob Ara­waks, Spa­nier, Bri­ten, Afri­ka­ner, In­der, Ara­ber oder Chi­ne­sen – al­le ha­ben das ku­li­na­ri­sche An­ge­bot be­ein­flusst.

Tre­a­su­re Beach liegt an der dünn be­sie­del­ten Süd­küs­te und hat wil­de, schwar­ze Strän­de. Ein gu­ter Ort, um die bun­te Aus­wahl zu ver­kos­ten. Man braucht nur we­ni­ge Dol­lar, um sich durch die Open-Air-Re­stau­rants an der Stra­ße zu schlem­men. Es gibt Cur­ry mit Zie­ge, sü­ße und wür­zi­ge Ein­töp­fe oder

Es­co­veich fish: sau­tier­ter Fisch in ei­ner säu­er­li­chen Sau­ce. Er wird ge­bra­ten und in Es­sig, Pfef­fer und Ge­wür­zen ma­ri­niert.

Auf Ja­mai­ka lie­ben die Ein­hei­mi­schen Sup­pen. Es gibt sä­mi­ge Va­ri­an­ten mit Kür­bis, Cal­la­loo (Eintopf ) mit grü­nem Blatt­ge­mü­se oder mit Chi­li so­wie ei­ne Brü­he mit Fisch, Chi­li und Kar­tof­feln. Da­zu ge­hört stets ein Tel­ler mit Reis und Erb­sen.

Im Litt­le Ochie wird das ver­mut­lich bes­te Se­a­food der In­sel ser­viert. Da­für set­zen sich selbst die Lo­cals gern mal drei St­un­den ins Au­to, um von Kings­ton hier­her zu kom­men. Be­stel­len Sie die Lan­gus­ten in ei­ner Knob­lauch­sau­ce mit Scot­chBon­net-Chi­lis. Ge­gen die Schär­fe hel­fen Bam­mies (ge­dämpf­te Pfann­ku­chen mit Ma­ni­ok) und ein eis­kal­tes Red-Stri­pe-La­ger.

Über 43 Jah­re lang war das Di­ckie’s Best Kept Se­cret tat­säch­lich ein ech­ter Ge­heim­tipp. Heu­te soll­te man al­ler­dings vor­ab re­ser­vie­ren. Schon bei der Bu­chung wird ge­fragt, ob es Fisch oder Huhn sein soll. Der Rest bleibt aber ei­ne Überraschung. Nur so viel: Es gibt ein Me­nü mit fünf Gän­gen be­ste­hend aus vie­len Klas­si­kern wie et­wa ei­nem Cal­la­looO­me­lett und mit Garnelen ge­füll­te To­ma­ten.

Enorm be­liebt ist auf Ja­mai­ka auch Jerk – scharf ge­würz­tes, ge­grill­tes Hähn­chen- oder Schwei­ne­fleisch. Na­he­zu je­der Koch hat sein ei­ge­nes, sehr ge­hei­mes Re­zept, das er nie­mals preis­ge­ben wür­de. Die bes­ten Re­stau­rants hier­für sind in Mon­te­goBay zu fin­den. Im Scot­chies gibt es Va­ri­an­ten mit Schwein, Huhn und Schnap­per, die vier St­un­den über Pi­m­ent­zwei­gen schwe­len. Ach­tung: Der Sucht­fak­tor ist ex­trem hoch.

Viel­leicht ist Ja­mai­ka für vie­le nicht we­gen der Kü­che be­rühmt. Aber Es­sen ist das Herz und die See­le die­ser Re­gi­on.

ES­SEN

Di­ckie’s Best Kept Se­cret Ei­ne mit Stroh be­deck­te Hüt­te, ein tol­les Fün­fGän­ge-Me­nü und da­zu der Blick auf By­rans Bay. 1,5 Ki­lo­me­ter west­lich

von Port An­to­nio, +1-876-8096276

Litt­le Ochie Tol­le Mee­res­früch­te. Ge­nie­ßen Sie Ihr Es­sen an den gro­ßen Ti­schen am Strand. Al­li­ga­tor Pond, +1-876-8526430, litt­leochie.com

Scot­chies Das wohl bes­te Jerk in Mon­te­go Bay, ver­kauft wird ein hal­bes Ki­lo, ein­ge­wi­ckelt in Fo­lie und ser­viert am Holz­tisch. Et­wa zwei Ki­lo­me­ter vom Flug­ha­fen ent­fernt an der Haupt­stra­ße, +1-876-9538041

Im Uhr­zei­ger­sinn von oben links: Mon­te­goBay; fri­scher Ma­hiMahi; auch die Kö­che mö­gen es bunt; Mais­brot; fri­sche Man­gos; Hum­mer

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