TO­BA­GO

Kr­ab­ben, Dum­plings, kreo­li­sche Aro­men und cre­mi­ge Milch­pro­duk­te

Food and Travel (Germany) - - Küche Der Karibik -

Es ist wohl kaum ei­ne Überraschung, dass To­ba­go Da­ni­el De­foe einst zu sei­nem Klas­si­ker Ro­bin­son Cru­soe in­spi­rier­te. Die Strän­de bei Pi­ge­on Po­int sind auch heu­te noch un­be­rührt, der wei­ße Sand glit­zert in der Son­ne, im Wind tan­zen die Ko­kos­pal­men und ei­ne An­le­ge­stel­le führt in das azur­blaue Was­ser. Prin­zes­sin Mar­ga­ret ver­brach­te hier ih­re Flit­ter­wo­chen auf ei­ner schma­len Land­zun­ge, die sim­pel No Man’s Land heißt.

Die Food-Sze­ne auf To­ba­go ist stark von der Ver­gan­gen­heit ge­prägt. Am Cas­ta­ra Beach kön­nen Tou­ris­ten den Fi­schern da­bei hel­fen, ih­re Net­ze ein­zu­ho­len. Da­nach gibt es zum Abend­es­sen im Pa­vil­lon in der North­si­de Road ein fan­tas­ti­sches

Jerk-Chi­cken, das ma­ri­niert und dann lang­sam über dem Feu­er ge­gart wird. Die Milch­wirt­schaft ist hier sehr wich­tig. Im Ca­fé Cream Cheese zeigt uns Jo­se­fa Pa­ti­ence ih­re Pro­duk­te. Das Fut­ter für die Zie­gen kommt üb­ri­gens von ei­ner al­ten Zu­cker­plan­ta­ge. Und die Ein­hei­mi­schen schwö­ren, dass ih­re Milch et­was sü­ßer als die „nor­ma­le“schmeckt.

Auf kei­ner In­sel der Ka­ri­bik ist der kreo­li­sche Ein­fluss so stark zu spü­ren wie hier – et­wa in Jem­ma’s Tree Hou­se. Das 30 Jah­re al­te Re­stau­rant ist ei­ne In­sti­tu­ti­on. Durch das Dach ist ein Mee­res­man­del­baum ge­wach­sen, und von al­len Plät­zen hat man freie Sicht auf Goat Is­land. Un­be­dingt soll­te man den Kraut­sa­lat mit Ho­nig und Senf pro­bie­ren so­wie die kreo­li­schen Garnelen. Wür­zi­ger Och­sen­schwanz, Coo­coo (Mais­mehl), Fisch­brü­he, Koch­ba­na­nen, Ge­mü­ser­eis und Dum­plings wer­den übe­r­all auf der In­sel an­ge­bo­ten. Et­wa im Ka­ri­wak, ei­nem Re­stau­rant mit Stroh­dach. Zu dem Lo­kal ge­hört ein gro­ßer Gar­ten, der täg­lich In­spi­ra­tio­nen für das Me­nü bie­tet: le­cke­rer Gaz­pa­cho-Sa­lat oder ge­grill­te Au­ber­gi­nen mit Oli­ven.

Die größ­ten Schät­ze der In­sel sind aber Kr­ab­ben und Dum­plings. Wo­bei die Mee­res­be­woh­ner in ih­rer Scha­le ser­viert wer­den. Die In­sel­be­woh­ner ha­ben ei­nen gu­ten Tipp, wie man an das Fleisch kommt: „Crack de ting with your teeth and suck

out de fle­sh” (knack’ die Scha­le mit den Zäh­nen und saug’ dann das Fleisch her­aus). Bei den Da­men an der Sto­re Bay sind sie ei­ne Spe­zia­li­tät. Die Frau­en ver­kau­fen sie in klei­nen Ki­o­s­ken am Strand. Ob bei Miss Je­an’s, Miss Trim’s, Miss Joy­ce’s, Al­ma’s, Sil­via’s oder Miss Es­mie’s – sie sind übe­r­all köst­lich. Nach der Mit­tags­zeit ver­schwin­den die La­dys wie­der in ih­ren Häu­sern, und man hat den Strand für sich.

ES­SEN

Ca­fé Cream Cheese Ei­ne gu­te Wahl für ein aus­gie­bi­ges Früh­stück mit frisch ge­ba­cke­nem Brot und ei­nem köst­li­chen Jo­ghurt aus Zie­gen­milch.

Oran­ge Hill Na­tu­re Ranch, +1-868-6607761 Jem­ma’s Tree Hou­se Tra­di­tio­nel­le, kreo­li­sche Kü­che und ein le­cke­rer Ma­ni­ok-Ku­chen. Wind­ward Road, +1-868-6604066 Ka­ri­wak Das Me­nü wird je­den Tag ge­än­dert, hat im­mer Bio-Qua­li­tät und ist na­tür­lich su­per­frisch. Sto­re Bay Lo­cal Road, Ka­ri­wak Ho­tel, +1-868-6398442, ka­ri­wak.com

Im Uhr­zei­ger­sinn von oben links: be­lieb­ter Strand; haus­ge­mach­te Würs­te; Steg aufs Meer; Stock­fisch im Ka­ri­wak; Boot im Oze­an; Sur­fer

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