Auf den Stra­ßen der Ukrai­ne

fc-fo­to­graf Ar­ka­diy Kur­ta lässt sich von sei­nen Mo­dels und dem Charme der ukrai­ni­schen Ku­lis­se in­spi­rie­ren. Sei­ne Fo­to­gra­fi­en wir­ken spon­tan, na­tür­lich und ver­spielt, aber im­mer mit ei­nem Hauch Me­lan­cho­lie. CO­LOR­FO­TO hat sich mit ihm über sei­ne Ar­beit, ru

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„Fem­me fa­ta­le“von Ar­ka­diy Kur­ta .......................................

Ide­en ndung

Grund­sätz­lich kommt Ar­ka­diy Kur­ta zu sei­nen Ide­en auf ganz un­ter­schied­li­che Art und Wei­se. Mal spon­tan beim An­se­hen ei­nes Films oder Vi­deo­clips, und oft lässt er sich auch von Fo­to­gra­fi­en an­de­rer Künst­ler in­spi­rie­ren. Manch­mal, er­zählt er, wer­de in sei­nem Kopf ei­ne Art Mu­sik ge­bo­ren, die er da­nach ver­sucht in ei­nem Bild zu ver­kör­pern. Gibt es die Idee, macht sich Ar­ka­diy Kur­ta auf die Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Ort, am liebs­ten nutzt er als Ku­lis­se al­te ukrai­ni­sche Städ­te. Erst wenn bei­des fest­steht und der Ort zu sei­ner In­ten­ti­on passt, be­ginnt er mit der Su­che nach ei­nem pas­sen­dem Mo­dell. „Ich fo­to­gra­fie­re die Men­schen und die Um­ge­bung, und dort kom­men dann die Im­pul­se für die Stim­mung.“

Das rich­ti­ge Mo­dell

Meist sucht Ar­ka­diy Kur­ta sei­ne Mo­del­le in so­zia­len Netz­wer­ken, be­vor­zugt in dem rus­si­schen Netz­werk „Kon­takt“, teil­wei­se auch auf „Face­book“. Manch­mal spricht er aber auch Frau­en ein­fach auf der Stra­ße an, und fragt sie, ob sie Lust hät­ten, mit ihm zu ar­bei­ten. Bis­lang re­agier­ten die Frau­en im­mer sehr po­si­tiv auf sein An­ge­bot, mit ihm zu ar­bei­ten, er­zählt er. „Sie sind ei­gent­lich im­mer an­ge­nehm über­rascht, wenn ich sie an­spre­che. Es ge­fällt ih­nen, dass ich sie at­trak­tiv fin­de und ich sie ger­ne fo­to­gra­fie­ren wür­de.“Ho­no­rar zahlt er nicht, son­dern bie­tet stets klas­si­sche Tfp-shoo­tings, die nach den Re­geln des Ge­bens und Neh­mens funk­tio­nie­ren. Er hat ein pas­sen­des Mo­dell ge­fun­den, das Mo­dell be­kommt hüb­sche Bil­der und bei­de ei­ne mög­lichst an­ge­neh­me Zu­sam­men­ar­beit.

Auf­nah­me­tech­nik

Zwei­fels­oh­ne sind La­ge, Licht und Aus­stat­tung für fc-fo­to­graf Ar­ka­diy Kur­ta sehr wich­tig sind. Zu­fäl­li­ge Schat­ten, Spitz­lich­ter, ver­schüt­te­ter Kaf­fee oder ein ge­bro­che­ner Schuhab­satz kön­nen ra­di­kal die At­mo­sphä­re und Stim­mung des Bilds än­dern. Meist fo­to­gra­fiert er ein­fach un­ter frei­em Him­mel und mit na­tür­li­chem Licht oh­ne Blitz und Zu­be­hör und grund­sätz­lich mit sei­ner Ni­kon D700 und an­ge­setz­tem Ni­kon AF 2,8/80–200 mm ED. Als Hin­ter­grün­de ver­wen­det er ma­ro­de Mau­ern, Lein­wän­de und pas­sen­des Stoff­ge­we­be in ver­schie­de­nen Far­ben. Die wich­tigs­te Sa­che, die für ihn un­er­setz­bar ist, ist aber ein gu­ter Kon­takt zwi­schen Mo­dell und Fo­to­graf: „Ich muss si­cher sein, dass die Per­son die rich­ti­ge für mich ist, nicht nur äu­ßer­lich, son­dern auch mit ih­ren in­ne­ren Wer­ten und Ein­stel­lun­gen.“Ob­li­ga­to­risch für Ar­ka­diy Kur­ta ist da­her stets ein Tref­fen vor­ab mit je­dem Mo­dell, be­vor es ans ei­gent­li­che Shoo­ting geht. Für Ar­ka­diy Kur­ta muss die per­sön­li­che Sym­pa­thie stim­men, da­mit die Auf­nah­me er­folg­reich wird.“Je mehr er die Per­son ver­steht, die er fo­to­gra­fiert, des­to sub­stan­ti­el­ler und viel­fäl­ti­ger wird schließ­lich das Er­geb­nis. Und oft muss „Ma­jes­tät Fortu­na“ein­fach mit­spie­len, da­mit die Auf­nah­me ge­lingt.

Bild­ge­stal­tung

Nicht nur die ei­gent­li­che Bild­idee, auch bei die Idee zur Bild­ge­stal­tung ent­wi­ckelt der fc-fo­to­graf ge­ne­rell ab­hän­gig von der Si­tua­ti­on und wäh­rend des Shoo­tings. Oft tes­tet er Stim­mun­gen, Far­ben, Hin­ter­grün­de und den Bild­auf­bau zu­nächst so­gar oh­ne Mo­dell. Passt die­se Wir­kung, ent­wi­ckelt er zu­sam­men mit dem Mo­dell schritt­wei­se die as­so­zi­ier­te Bild­wir­kung.

Nach­be­ar­bei­tung

Die Nach­be­ar­bei­tung ge­hört bei Ar­ka­diy Kur­ta zum fes­ten Be­stand­teil sei­ner Ar­bei­ten. Im We­sent­li­chen ver­such­te er da­bei aber, so we­nig wie mög­lich ins Bild ein­zu­grei­fen. Am Rech­ner führt er klei­ne Nach­bes­se­run­gen durch, re­tu­schiert oder ver­stärkt Bild­de­tails, Kon­trast und Far­ben. Da­zu nutzt er Light­room 4 und Pho­to­shop CS6. Auf Bild­mon­ta­gen ver­zich­tet er in­des­sen voll­stän­dig. „Die Nach­träg­li­che Bild­be­ar­bei­tung soll­te se­kun­där blei­ben und nicht das Fo­to do­mi­nie­ren.“

Alex­an­dra Ju­li 2014, Stu­dio „Fo­to­fa­bi­ka“, Kiew, Ukrai­ne, Mo­dell: Alex­an­dra.

Oh­ne Ti­tel Ju­li 2014, Lwiw, Ukrai­ne, Mo­dell: An­na.

Wind Au­gust 2012, Lwiw, Ukrai­ne, Mo­dell: Vik­to­ria.

Po­li­na Ju­ni 2014, Kiew, Ukrai­ne, Ufer­stra­ße des „Dn­jepr“, Mo­dell: Po­li­na.

Oh­ne Ti­tel Ju­ni 2014, 6 Uhr mor­gens. Kiew, Ukrai­ne, Mo­dell: Ju­lia.

Mor­gen­spa­zier­gang mit Ju­lia Som­mer 2014, 6 Uhr mor­gens, Kiew, Ukrai­ne, Mo­dell: Ju­lia.

Wenn der Herbst am Her­zen Ok­to­ber 2012, Kiew, Ukrai­ne, Mo­dell: Ali­na.

Trau­ri­ger Mi­me Au­gust 2010, Kiew, Ukrai­ne, Mo­dell: Lee.

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