„… him­mel­hoch jauch­zend

fotocommunity Magazin - - Portfolio | Alexander Neis -

Wie bist Du zur Mo­tor­sport­fo­to­gra e ge­kom­men?

Alex­an­der Neis: Da ich mich schon im­mer für al­le mög­li­chen Sport­ar­ten in­ter­es­siert ha­be und für Mo­tor­sport im Spe­zi­el­len, lag es für mich na­he, dort mei­ne fo­to­gra­fi­sche Lei­den­schaft aus­zu­le­ben. An­ge­fan­gen hat es mit klei­nen lo­ka­len Mo­tor­sport­ver­an­stal­tun­gen wie klei­ne­ren Ral­lys, Su­per­mo­to-ren­nen und Berg­ren­nen. Ir­gend­wann hat sich dann die Mög­lich­keit er­ge­ben, auch mal an der Rund­stre­cke Ren­nen zu fo­to­gra­fie­ren. Ein High­light für mich ist je­des Jahr das 24HRen­nen auf dem Nür­burg­ring. Hier hat man viel Zeit und kann sich mal oh­ne gro­ßen zeit­li­chen Druck kom­plett auf das Fo­to­gra­fie­ren kon­zen­trie­ren.

Was macht die Sport­fo­to­gra e für Dich so be­son­ders?

Alex­an­der Neis: Wich­tig ist es, sich ei­nen gu­ten Stand­ort für sei­ne Auf­nah­men zu su­chen und so­mit die Wahr­schein­lich­keit ein gu­tes Fo­to zu ma­chen, zu er­hö­hen. Hier spielt die Er­fah­rung und das Ver­ständ­nis für die je­wei­li­ge Sport­art ei­ne gro­ße Rol­le. Auch die Kennt­nis der Ge­wohn­hei­ten der Sport­ler, wie et­wa in wel­che Rich­tung ju­beln die Spie­ler der Heim­mann­schaft am liebs­ten oder wie fährt der je­wei­li­ge Fah­rer ei­ne ge­wis­se Kur­ve, er­hö­hen die Chan­ce ein gu­tes Fo­to oder gar ein au­ßer­ge­wöhn­li­ches Fo­to zu schie­ßen.

Was fas­zi­niert Dich am meis­ten?

Alex­an­der Neis: Kein Fuß­ball­spiel ist wie das an­de­re, kein Ren­nen ver­läuft wie ein an­de­res.

Aber gera­de die­se Un­vor­her­seh­bar­keit ist die Her­aus­for­de­rung, die ich als Fo­to­graf su­che. Im rich­ti­gen Mo­ment auf den Aus­lö­ser zu drü­cken, ei­ne Si­tua­ti­on in ge­wis­sem Ma­ße vor­aus­zu­ah­nen, die gro­ßen Emo­tio­nen, die bes­ten Zwei­kämp­fe zu er­ken­nen, zu se­hen und fest­zu­hal­ten, das ist mein Ansporn bei je­dem Sport­er­eig­nis. Man hat nur ei­ne Chan­ce, denn ist ei­ne ent­schei­den­de Si­tua­ti­on vor­bei hat man kei­ne Mög­lich­keit, die Sze­ne­rie zu wie­der­ho­len. Im schlimms­ten Fal­le war es DIE Sze­ne des Spiels, und man kann das Bild nicht lie­fern. Dies er­for­dert ein ho­hes Maß an Kon­zen­tra­ti­on, Im­pro­vi­sa­ti­on und Per­fek­ti­on.

Was sind Dei­ne Lieb­lings­mo­ti­ve?

Alex­an­der Neis: Emo­tio­nen von Sport­lern fin­de ich wahn­sin­nig span­nend, weil sie in der Re­gel nicht ge­plant, nicht ge­spielt und spon­tan sind. Hier fin­det man pu­re Ge­fühls­aus­brü­che, von him­mel­hoch jauch­zend bis zu To­de be­trübt ist al­les mög­lich.

Wel­che Tei­le Dei­ner Aus­rüs­tung sind für Dich un­ent­behr­lich und war­um?

Alex­an­der Neis: Hier muss man na­tür­lich an ers­ter Stel­le die Ka­me­ras und Ob­jek­ti­ve nen­nen, weil nur sie es mir er­mög­li­chen, den ent­schei­den­den Mo­ment fest­zu­hal­ten. An­sons­ten ist das Lap­top na­tür­lich sehr wich­tig, um die Bil­der schnell ent­wi­ckeln und wei­ter­lei­ten zu kön­nen.

Ka­me­ras: EOS 1D X, EOS 1D Mark IV, EOS 5D Mark II Ob­jek­ti­ve: Ca­non EF 4/500 L IS, Ca­non EF 2,8/70–200 mm, Ca­non EF 4/24–105 mm L IS, Ca­non EF 4/8–15 mm L, Ca­non EF 1,4/50 mm Zu­be­hör: ver­schie­de­ne Blit­ze und Sta­ti­ve

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