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Ste­phen Sho­re Ste­phen Sho­re gilt heu­te als ei­ne fes­te Re­fe­renz und als Pio­nier der Farb­fo­to­gra­fie.

fotocommunity Magazin - - Inhalt -

Er ge­noss nie ei­ne for­mel­le fo­to­gra­fi­sche Aus­bil­dung, son­dern lern­te als Au­to­di­dakt seit frü­her Ju­gend durch be­stän­di­ges Ex­pe­ri­men­tie­ren und Be­ob­ach­ten. Mit knapp neun Jah­ren be­kam er sei­ne ers­te 35-mm-ka­me­ra. Mit zehn schenk­te ihm ein Nach­bar „Ame­ri­can Pho­to­graphs“von Wal­ker Evans, des­sen Bil­der Sho­re tief be­ein­flusst ha­ben. 1965 bis 1967 war er re­gel­mä­ßig in An­dy War­hols Fac­to­ry tä­tig, die er spä­ter als sei­ne Uni­ver­si­tät be­zeich­ne­te. Die­se Jah­re brach­ten vie­le frucht­ba­re Im­pul­se für sei­ne künst­le­ri­sche Ent­wick­lung, und die Be­kannt­schaft mit War­hol öff­ne­te den Zu­gang zur Künst­ler­sze­ne New Yorks. Schon mit 23 Jah­ren stell­te Sho­re im Me­tro­po­li­tan Art Mu­se­um in New York aus. Da­mals als zwei­ter le­ben­der Künst­ler über­haupt, dem die­se Eh­re zu­teil wur­de. Wirk­lich be­kannt wur­de er je­doch mit den Se­ri­en „Ame­ri­can Sur­faces“(1972–1973) und „Un­com­mon Pla­ces“(1973– 1981), mit de­nen Sho­re neue kon­zep­tio­nel­le We­ge ein­schlug, die nicht nur stil­prä­gend für sei­ne Ar­bei­ten wer­den soll­ten, son­dern auch ei­ne In­spi­ra­ti­on für vie­le nach­kom­men­de Fo­to­gra­fen­ge­ne­ra­tio­nen. Der im Keh­rerVer­lag er­schie­ne­ne Fo­to­band zeigt mit 250 Auf­nah­men ei­ne sorg­fäl­tig aus­ge­such­te Re­tro­spek­ti­ve von den An­fangs­jah­ren bis 2013. Die aus­führ­li­chen Be­gleit­tex­te be­leuch­ten die kul­tur­his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de und hel­fen beim Ver­ständ­nis der Wer­ke. Das Buch ist al­len Fo­to­gra­fie-in­ter­es­sier­ten wärms­tens zu emp­feh­len.

Www.art­books­hei­del­berg.de U.S. 97, South of Kla­math Falls, Ore­gon, Ju­ly 21, 1973 © STE­PHEN SHO­RE

Ste­phen Sho­re Keh­rer Ver­lag, Her­aus­ge­ber: Fund­a­ción Mapf­re, mit Tex­ten von Da­vid Cam­pa­ny, Hor­a­cio Fernán­dez, Mar­ta Dahò, Sandra Phil­lips, Ge­stal­tet von Mont­se La­go, Halb­lei­nen­ein­band, 30 x 24 cm, 320 Sei­ten, 300 Farb- und SW-ABB., 49,90 Eu­ro ISBN 978-3-86

Gin­ger Sho­re, Cau­se­way Inn, Tam­pa, Flo­ri­da, No­vem­ber 17, 1977 © STE­PHEN SHO­RE

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