Ka­mer­a­pra­xis

Ni­kon D750. In die­ser Se­rie the­ma­ti­sie­ren wir be­reits ge­tes­te­te Ka­me­ras aus prak­ti­scher Sicht. Wir durch­leuch­ten die Funk­tio­na­li­tät des je­wei­li­gen Mo­dells und hel­fen Ih­nen mit nütz­li­chen Tipps und Tricks, die Be­die­nung Ih­rer Ka­me­ra und die Bild­qua­li­tät de

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Tipps zur Ni­kon D750

Mit der D750 hat Ni­kon sein Kon­zept ei­ner se­mi­pro­fes­sio­nel­len Slr-ka­me­ra mit Voll­for­mat­sen­sor kon­se­quent ver­fei­nert und auf den tech­nisch neu­es­ten Stand ge­bracht: Im Ver­gleich zur D700 von 2008 ist die Ka­me­ra rund 200 g leich­ter, bie­tet mit 24 Me­ga­pi­xeln die dop­pel­te Nenn­auf­lö­sung und prä­sen­tiert sich mit ein­ge­bau­tem WLAN-MO­DUL als ein zeit­ge­mä­ßer Spiel­part­ner in der di­gi­tal ver­netz­ten Welt. Im Ver­gleich zur D610 wur­de – bei re­du­zier­ter Ge­häu­se­tie­fe – der Hand­griff nach vor­ne et­was ver­län­gert; un­term Strich be­deu­tet das ei­ne er­heb­lich ver­bes­ser­te Hap­tik und Er­go­no­mie. Schwer­punk­te die­ses Pra­xis­bei­trags sind die um­fang­rei­chen Blitz­funk­tio­nen der Ka­me­ra, Ein­stel­lun­gen zur Op­ti­mie­rung der Bild­qua­li­tät und der Pha­sen-af der D750.

Blitz­funk­tio­nen

In Sa­chen Blitz­tech­nik ge­hört Ni­kon seit je­her zu den füh­ren­den Her­stel­lern; dies be­trifft die Funk­tio­na­li­tät eben­so wie die ho­he Zu­ver­läs­sig­keit beim Auf­hell­blit­zen. Zu­dem über­zeugt die Be­dien­bar­keit: Mit dem Rad vor­ne am Aus­lö­ser lässt sich das Blitz­licht bei ge­drück­ter Blitz­tas­te über ei­nen Be­reich von +1 bis -3 EV kor­ri­gie­ren. Sie

kön­nen wäh­len, ob ei­ne all­ge­mei­ne Be­lich­tungs­kor­rek­tur nur die Hin­ter­grund­hel­lig­keit be­ein­flus­sen soll oder auch die Blitz­auf­hel­lung (In­di­vi­du­al­funk­ti­on e4). Bei Rei­hen­be­lich­tun­gen ha­ben Sie die Wahl: Soll nur die Haupt­be­lich­tung va­ri­iert wer­den, nur der Blitz oder Blitz und Haupt­be­lich­tung in Kom­bi­na­ti­on (In­di­vi­du­al­funk­ti­on e6)? Ei­ne an­de­re Mög­lich­keit, das Blitz­licht zu kor­ri­gie­ren, bie­tet die Blitz­lichtspei­che­rung. Zu­nächst müs­sen Sie die­se Funk­ti­on ei­ner Tas­te zu­wei­sen (In­di­vi­du­al­funk­ti­on f2-f4). Neh­men wir dann an, Sie wol­len ein Por­trät vor dunk­lem Hin­ter­grund fo­to­gra­fie­ren: Sie neh­men das Ge­sicht in die Bild­mit­te und drü­cken die Blitz­spei­cher­tas­te – ein Mess­blitz wird aus­ge­löst, und im Su­cher er­scheint ein L („Lock“) mit Blitz­sym­bol. Sie kön­nen das Por­trät au­ßer­halb der Bild­mit­te plat­zie­ren und mit den ge­spei­cher­ten Wer­ten blit­zen. Auch meh­re­re Auf­nah­men sind mög­lich, weil die Wer­te ge­spei­chert blei­ben, bis Sie die Spei­cher­tas­te er­neut drü­cken, den Blitz ein­klap­pen oder die Ka­me­ra aus­schal­ten. Al­le ge­nann­ten Funk­tio­nen be­tref­fen den ein­ge­bau­ten Blitz eben­so wie ein Auf­steck-sys­tem­blitz­ge­rät. Die In­di­vi­du­al­funk­ti­on „In­te­grier­tes Blitz­ge­rät“(e3) be­zieht sich da­ge­gen nur auf das Aus­klapp­blitz­ge­rät. Die­ses kön­nen Sie im i-ttl-mo­dus zum Auf­hell­blit­zen, im ma­nu­el­len Mo­dus (Leis­tung re­gel­bar zwi­schen 1/1 bis 1/128), im St­ro­bo­skop-be­trieb oder als Mas­ter

zur draht­lo­sen Steue­rung ei­nes ex­ter­nen Sys­tem­blitz­ge­räts nut­zen. Steckt al­ler­dings ein ein­ge­schal­te­tes Blitz­ge­rät wie das SB-500, SB-400 oder SB300 auf der Ka­me­ra, än­dert sich die An­zei­ge in „Ex­ter­nes Blitz­ge­rät“, wo­bei dann nur die Op­tio­nen TTL und Ma­nu­ell be­reit­ste­hen (beim SB-500 zu­sätz­lich auch Mas­ter-steue­rung). Un­ver­än­dert bleibt die An­zei­ge je­doch beim SB-700 oder SB-910, da die­se selbst ei­ne Um­schalt­mög­lich­keit für ver­schie­de­ne Be­triebs­ar­ten bie­ten. In der „Mas­ter-steue­rung“kann der in­te­grier­te Blitz ex­ter­ne Sys­tem­blitz­ge­rä­te in zwei Grup­pen durch Vor­blit­ze steu­ern. Für die Grup­pen wäh­len Sie im Nor­mal­fall den Mo­dus TTL, für den in­te­grier­ten Blitz ent­we­der TTL oder den Off-mo­dus (--). Im zu­letzt ge­nann­ten Fall sen­det das Blitz­ge­rät nur noch Steu­er­blit­ze aus, die sich im Bild bei Na­h­auf­nah­men be­merk­bar ma­chen kön­nen. Wenn ak­ti­viert, lässt sich für das in­te­grier­te Blitz­ge­rät ei­ne Blitz­kor­rek­tur im Be­reich von +/- 3 Ev-stu­fen ein­stel­len. Für die Blitz­grup­pen A und B gilt das Glei­che. Wer will, kann den in­te­grier­ten Blitz wie die ex­ter­nen Sys­tem­blitz­ge­rä­te aber auch im ma­nu­el­len Mo­dus be­trei­ben.

Au­to­fo­kus-ein­stel­lun­gen

Das Pha­sen-af-mo­dul Mul­ti-cam 3500 II der D750 ver­fügt über 51 Mess­fel­der, von de­nen 15 als Kreuz­sen­so­ren an­ge­legt sind. Zur Wahl ste­hen die drei Af-mo­di AF-S (Ein­zel­bild), AF-C (kon­ti­nu­ier­lich) und AF-A (au- to­ma­ti­sche Um­schal­tung auf AF-C, wenn sich ein zu­nächst sta­ti­sches Mo­tiv be­wegt), die sich auf be­son­ders ein­fa­che Art um­schal­ten las­sen: Man drückt da­zu die Af-funk­ti­ons­tas­te am Mf-/af-um­schal­ter vor­ne am Ge­häu­se, um dann mit dem hin­te­ren Ein­stell­rad tä­tig zu wer­den. Dreht man statt­des­sen am vor­de­ren Ein­stell­rad, so lässt sich da­mit die Af-mess­feld­steue­rung va­ri­ie­ren. Bei AF-S be­schränkt sich die Aus­wahl auf Mess­fel­dau­to­ma­tik, Ein­zel­feld-af und Mess­feld­grup­pie­rung (5 Punk­te).

Die 5-Punk­te-mess­feld­grup­pie­rung ist ei­ne gu­te Al­ter­na­ti­ve zur Ein­zel­feld­mes­sung; Letz­te­re soll­te man in ers­ter Li­nie dann ver­wen­den, wenn man tat­säch­lich ei­nen ganz be­stimm­ten Punkt – wie et­wa das Au­ge bei ei­nem Por­trät-clo­se-up – ge­zielt an­mes­sen will. Bei der Mess­feld­grup­pie­rung sind al­le fünf Fel­der gleich­be­rech­tigt. An­ders bei der dy­na­mi­schen Mess­feld­steue­rung mit 9, 21 oder 51 Mess­fel­dern, die nur bei AF-C und AF-A zur Ver­fü­gung steht. Hier kann man im Su­cher das Start­feld der Mes­sung mit­hil­fe von

Rich­tungs­tas­ten ma­nu­ell aus­wäh­len. Beim Nach­füh­ren der Ka­me­ra stellt das Af-sys­tem mit dem ge­wähl­ten Haupt­mess­feld scharf und be­dient sich der be­nach­bar­ten Af-fel­der, falls das an­vi­sier­te Ob­jekt kurz­fris­tig das ge­wähl­te Fo­kus­feld ver­lässt. Die be­nach­bar­ten Fel­der bei dy­na­mi­scher Mes­sung kann man wahl­wei­se aus­blen­den oder an­zei­gen las­sen (In­di­vi­du­al­funk­ti­on a4). Wählt man in den Mo­di AF-C/AF-A den Mo­dus 3DTracking, so ver­folgt die Ka­me­ra das an­vi­sier­te Ob­jekt und über­gibt, wenn nö­tig, die Fo­kus­sie­rung an an­de­re AFFel­der; die­ses „Sprin­gen“der Fel­der kann man im Su­cher ver­fol­gen. Bei der ma­nu­el­len Mess­feld­wahl hat man die Wahl zwi­schen 51 und 11 Mess­fel­dern (In­di­vi­du­al­funk­ti­on a7). Dies be­trifft die Ein­zel­feld­mes­sung eben­so wie die dy­na­mi­sche Va­ri­an­te mit 9, 21 oder 51 Af-fel­dern. Es klingt zu­nächst wi­der­sprüch­lich, dass man die An­zahl der Mess­fel­der auf 11 be­grenzt, um dann wie­der­um 21 oder 51 Fel­der zur Ver­fü­gung zu ha­ben. Tat­säch­lich geht es bei die­ser Ein­stel­lung je­doch nicht um die tat­säch­lich wirk­sa­men, son­dern um die mit den Rich­tungs­tas­ten an­wähl­ba­ren und im Su­cher an­ge­zeig­ten Fel­der. Wenn man 11 Fel­der ein­ge­stellt hat, muss man die Rich­tungs­tas­te nur vier­mal drü­cken, um et­wa vom lin­ken Rand des Af-be­reichs zum rech­ten zu ge­lan- gen, bei Ein­stel­lung auf 51 Fel­der da­ge­gen zehn­mal. Die 11-Punkt-ein­stel­lung er­laubt al­so ei­ne schnel­le­re An­wahl des Af-felds, die 51-Punk­tVa­ri­an­te ei­ne prä­zi­se­re. Ei­ne wei­te­re grund­le­gen­de Ein­stel­lung ist die Aus­lö­se- bzw. Schär­fe-prio­ri­tät, die sich se­pa­rat für AF-C (In­di­vi­du­al­funk­ti­on a1) und AF-S (In­di­vi­du­al­funk­ti­on a2) fest­le­gen lässt.

Bild-vor­ein­stel­lun­gen

Wer vor al­lem JPEGS oder auch im Kom­bi-mo­dus RAW+JPEG fo­to­gra­fie­ren will, soll­te sich mit den Vor­ein­stel­lun­gen zur Bild­qua­li­tät gut aus­ken­nen. Punkt 1: die Bild­sti­le („Pic­tu­re Con­trol kon­fi­gu­rie­ren“im Auf­nah­me­me­nü). Mög­lich sind sie­ben Vor­ein­stel­lun­gen: Stan­dard, Neu­tral, Bril­lant, Mo­no­chrom, Por­trät, Land­schaft und Aus­ge­wo­gen. Emp­feh­lung: „Stan­dard“oder das et­was wei­cher ab­ge­stimm­te „Neu­tral“. „Bril­lant“wirkt häu­fig zu knal­lig, „Aus­ge­wo­gen“ziem­lich flau und auf ei­ne in­ten­si­ve Nach­be­ar­bei­tung an­ge­legt – war­um dann aber nicht gleich zum Raw-mo­dus wech­seln? „Por­trät“geht auch, liegt aber recht na­he an „Neu­tral“, und statt „Land­schaft“kann man meis­tens auch „Stan­dard“neh­men. Ist ein Bild­stil an­ge­wählt, ge­langt man mit­tels Pfeil-rechts-tas­te in das Pa­ra­me­ter-me­nü, das bei der D750 nicht we­ni­ger als sie­ben Ein­trä­ge um­fasst,

dar­un­ter Scharf­zeich­nung, De­tail­kon­trast, Glo­ba­ler Kon­trast, Hel­lig­keit, Farb­sät­ti­gung und Farb­ton. Al­len Ein­trä­gen sind Ein­stell­ska­len zu­ge­ord­net. Ganz neu bei der D750 ist „De­tail­kon­trast“(ent­spricht dem Reg­ler „Klar­heit“in Light­room). Die Ein­stel­lun­gen las­sen sich ent­we­der in Stu­fen ver­stel­len, wenn man da­für die Pfeil­tas­ten links/rechts ver­wen­det, oder in Vier­tel­stu­fen, wenn man am vor­de­ren Ein­stell­rad dreht. Der sieb­te Pa­ra­me­ter heißt „Schnell­an­pas­sung“und ist bei al­len Bild­sti­len au­ßer „Neu­tral“und „Aus­ge­wo­gen“ver­füg­bar. Hier sind, aus­ge­hend von null, je­weils zwei Stu­fen in Rich­tung Mi­nus oder Plus mög­lich. Die Schnell­an­pas­sung er­streckt sich auf drei Pa­ra­me­ter (Scharf­zeich­nung, Glo­ba­ler Kon­trast, Farb­sät­ti­gung) zu­gleich – zwi­schen Mi­nus und Plus ver­än­dert sich das Bil­d­er­geb­nis von de­zent bis pla­ka­tiv. Als Aus­gangs­punkt für ei­ge­ne Ex­pe­ri­men­te neh­men Sie am bes­ten den Bild­stil „Stan­dard“. Ne­ben den Pic­tu­re-con­trol-ein­stel­lun­gen exis­tie­ren zwei wei­te­re Mög­lich­kei­ten, die Bild­dy­na­mik zu be­ein­flus­sen, um ho­her Kon­tras­te im Mo­tiv Herr zu wer­den. Ei­ne da­von heißt Ac­tive D-light­ing (ADL). Im Au­to­ma­tik-mo­dus passt die Ka­me­ra den Ef­fekt dem je­wei­li­gen Mo­tiv an, wo­bei die Er­geb­nis­se da­bei je­doch we­nig kal­ku­lier­bar sind. Neh­men Sie bes­ser ei­ne der vier ver­füg­ba­ren Stu­fen Mo­de­rat, Nor­mal, Ver­stärkt oder Ex­trastark. D-light­ing hellt die Schat­ten auf und ver­bes­sert die Licht­er­zeich­nung. Aus­pro­bie­ren kann man das am bes­ten mit ei­ner au­to­ma­ti­schen ADLRei­he (In­di­vi­du­al­funk­ti­on e6), die drei bis fünf Auf­nah­men er­laubt. Ei­ne an­de­re Mög­lich­keit, Kon­tras­te aus­zu­glei­chen, ist die Hdr-funk­ti­on. Die Ka­me­ra nimmt da­für zwei Bil­der mit un­ter­schied­li­chen Be­lich­tun­gen auf und kom­bi­niert die Auf­nah­men dann ent­spre­chend Ih­rer Vor­ein­stel­lung – zur Wahl ste­hen die Stu­fen Mo­de­rat, Nor­mal, Ver­stärkt, Ex­trastark und Au­to­ma­tisch. Vor al­lem bei „Mo­de­rat“und „Nor­mal“über­wiegt der Ein­druck ei­nes na­tür­li­chen Kon­trast­aus­gleichs, erst ab „Ver­stärkt“stellt sich ein deut­li­cher Hdr-ef­fekt ein; bei „Ex­trastark“kommt es zum Teil be­reits zu ei­ner Um­keh­rung von Ton­wer­ten mit be­leg­ten Lich­tern.

Die ver­wen­de­te D750 zeig­te ei­ne deut­li­che Ten­denz zur Über­be­lich­tung, kein Ein­zel­fall bei Ni­kon. Um nicht stän­dig die Be­lich­tungs­kor­rek­tur ak­ti­vie­ren zu müs­sen, kam ei­ne wei­te­re sinn­vol­le Funk­ti­on der Ka­me­ra zum Ein­satz: die Fein­ab­stim­mung der Be­lich­tungs­mes­sung (In­di­vi­du­al­funk­ti­on b6). Dort kann man für die vier an­ge­bo­te­nen Be­lich­tungs­mess­me­tho­den se­pa­rat ei­ne Vor­ab­kor­rek­tur im Be­reich von +1 bis -1 LW in Sechs­tel­schrit­ten ein­stel­len. Wer mag, kann dies mit dem be­reits er­wähn­ten Pa­ra­me­ter „Hel­lig­keit“bei den Bild­sti­len kom­bi­nie­ren.

RAW kon­tra JPEG

Mit dem 24-Me­ga­pi­xel-cmos schafft die D750 ei­ne ho­he Grenz­auf­lö­sung über 1800 LP/BH bei ISO 100, die bis ISO 6400 nur um rund 200 LP/BH ab­fällt. Die eben­falls ho­hen De­ad-lea­ves­Wer­te bis ISO 3200 die­nen als Be­leg für die gu­te Fein­zeich­nung mit ei­ner ge­rin­gen Ten­denz zu Ar­tek­fak­ten. Das Rau­schen wird et­wa ab ISO 1600 sicht­bar, bleibt bis ISO 3200 je­doch un­ter 2,0. Die Dy­na­mik ist mit 8 bis 9 Blen­den bis ISO 12 800 zwar nicht son­der­lich hoch, aber sehr kon­stant. So­weit die knapp zu­sam­men­ge­fass­ten Er­geb­nis­se des La­b­or­tests aus Co­lor­Fo­to 12/14, mit de­nen sich die Ka­me­ra ei­nen Spit­zen­platz bei der Bild­qua­li­tät si­chern konn­te. Trotz der ex­zel­len­ten in­ter­nen Si­gnal­ver­ar­bei­tung, die Ni­kons D750 zu bie­ten hat, lohnt sich auch hier der Wech­sel in den Raw-mo­dus, wenn man der Ka­me­ra die letz­ten Qua­li­täts­re­ser­ven ent­lo­cken will. Die aus den RAWS ge­won­ne­nen TIFFS zei­gen die Ober­flä­che des Test­mo­tivs (Me­tall­frosch) und die Wand­struk­tu­ren mit deut­lich ver­bes­ser­ter Fein­zeich­nung. An Hel­lDun­kel-grenz­flä­chen sind kei­ner­lei stö­ren­den Kan­ten­an­he­bun­gen zu be­ob­ach­ten. Zu­dem wird man durch aus­ge­wo­ge­ne­re Kon­tras­te be­lohnt. Der Raw-vor­teil zeigt sich be­reits bei ISO 100 und bleibt auch bei hö­he­ren Emp­find­lich­kei­ten prä­sent. In wel­chem Um­fang die­se Un­ter­schie­de sicht­bar wer­den, hängt al­ler­dings auch vom je­wei­li­gen Mo­tiv ab. Spei­chern Sie des­halb, wann im­mer mög­lich, RAW und JPEG par­al­lel, um den di­rek­ten Ver­gleich zu ha­ben. Karl Stechl

Di­rekt­zu­griff Am In­fo-bild­schirm kann man mit­hil­fe von Dreh­rä­dern am Ge­häu­se vor­ne und hin­ten schnell wich­ti­ge Ein­stel­lun­gen ver­än­dern – hier die Af-mess­feld­steue­rung und der Fo­kus­mo­dus.

Ex­traDis­play Das Lc-dis­play an der Ober­sei­te ist dank gro­ßer Schrift gut ab­zu ab­zu­le­sen. Das Mo­dus­rad für die Be­lich­tungs­pro Be­lich­tungs­pro­gram­me ist ar­re­tier­bar und dop­pel dop­pel­stö­ckig auf­ge­baut; mit der un­te­ren Schei­be wählt man die Be­triebs­art (Ein­zel

Ins­ge­samt sie­ben Vor­ein­stel­lun­gen der Bild­sti­le ( 5) er­laubt die D750. Die Bild­rei­he zeigt ei­ne Aus­wahl, ge­ord­net nach Kon­trast­wie­der­ga­be und Farb­sät­ti­gung. „ Aus­ge­wo­gen“( 1) wirkt ziem­lich flau und ist für ein­ge­hen­de Nach­be­ar­bei­tung ge­dacht. Viel­sei­ti­ger

Bild­sti­le

Schnell­an­pas­sung Mit dem Reg­ler „Schnell­an­pas­sung“lässt sich ein Bild­stil (hier Stan­dard) in meh­re­ren Pa­ra­me­tern par­al­lel ver­än­dern; da­bei han­delt es sich um Scharf­zeich­nung, Glo­ba­ler Kon­trast und Farb­sät­ti­gung. Die lin­ke Bild­rei­he mit den Mo­ni­to­r­ab­bil­dun

Scharf­zeich­nung Die Scharf­zeich­nung lässt sich bei den ein­zel­nen Bild­sti­len in ins­ge­samt neun Stu­fen ein­stel­len, zu­dem ist ein Au­to­ma­tik-mo­dus mög­lich, der mo­tiv­ab­hän­gig ar­bei­tet ( 4). Aus­gangs­punkt beim Bild­stil „Stan­dard“ist Stu­fe 3, bei „Neu­tral“ist es

Die Funk­ti­on „ Ac­tive D-light­ing“( 5), kurz ADL, hellt vor al­lem Schat­ten auf und dämpft die Lich­ter. So las­sen sich star­ke Kon­tras­te im Bild bes­ser über­brü­cken. Bild 1 wur­de oh­ne ADL auf­ge­nom­men, Bild 2 mit ADL „Nor­mal“. Auch die HDR-FUNK ti­on ( 6) lä

Die in­ter­ne Bild­ver­ar­bei­tung der D750 ist sau­ber ab­ge­stimmt und pro­du­ziert JPEGS mit ho- her Bild­qua­li­tät, wo­bei die Kan­ten­pro­fi­le et­was aus­ge­präg­ter sind als bei der noch wei­cher ab­ge­stimm­ten D610. Bei den aus RAW-(NEF-)DA­TEI­EN ge­won­ne­nen TIFFS sind da­ge

JPEG RAW ISO 100 JPG ISO 100

RAW

JPG ISO 1600

Dy­na­mi­sche Mess­feld­ein­stel­lung Die dy­na­mi­sche Mess­feld­steue­rung mit 9, 21 oder 51 Mess­fel­dern steht nur bei AF-C und AF-A, nicht bei AF-S, zur Ver­fü­gung. Das Start­feld der Mes­sung lässt sich ma­nu­ell aus­wäh­len. Beim Nach­füh­ren der Ka­me­ra stellt das Af-syst

Ein­zel­feld oder Grup­pe Al­ter­na­tiv zur Ein­zel­feld­mes­sung ( 1/2) las­sen sich Mess­fel­der auch zu ei­nem Bün­del von fünf Mess­fel­dern – ein zen­tra­les und vier um­ge­ben­de – grup­pie­ren ( 3/4), wo­bei sich die Grup­pe im Bild­feld eben­so ver­schie­ben lässt wie das Einz

51 oder 11 Af-fel­der Die Un­ter­schei­dung zwi­schen 51 oder 11 Af-fel­dern (In­di­vi­du­al­funk­ti­on a7) be­trifft nur die ma­nu­el­le Vor­wahl ei­nes AFFelds – bei 51 Fel­dern ist ei­ne ge­naue­re, bei 11 Fel­dern ei­ne schnel­le­re Ein­stel­lung mög­lich. Bei der ei­gent­li­chen Mes

Au­to­fo­kus

Ni­kon D750 Die 24-Me­ga­pi­xel- Ka­me­ra setzt mit ei­nem ver­stell­ba­ren Mo­ni­tor und der in- te­grier­ten Wi­fiFunk­tio­na­li­tät neue Ak­zen­te in Ni­kons Voll­for­mat-sor­ti­ment.

Blitz­ein­stel­lun­gen Die Screen­shots zei­gen ei­ne Aus­wahl der wich­tigs­ten Blitz­ein­stel­lun­gen (In­di­vi­du­al­funk­tio­nen): Bei den Blitz­mo­di für das in­te­grier­te Blitz­ge­rät ( 1) hat man die Wahl zwi­schen ITTL ( Vor­blitz­steue­rung), Ma­nu­ell, St­ro­bo­skop und Mas­ter-ste

Im Mo­dus „Mas­ter-steue­rung“kann der Aus­klapp­blitz der D750 ex­ter­ne Sys­tem­blitz­ge­rä­te aus­lö­sen. Bei Bild 1 wur­de der Holz­kopf fron­tal an­ge­blitzt, was nicht zur Abend­stim­mung passt. Bei Bild 2 wur­de das mit Oran­ge­fil­ter be­stück­te SB-700 links vom Holz­kopf a

Blitz­auf­hel­lung Das in­te­grier­te Blitz­ge­rät der D750 leis­tet beim all­ge­mei­nen Auf­hell­blit­zen gu­te Di­ens­te. In der Re­gel funk­tio­niert das bei Ma­trix­mes­sung am bes­ten. Beim ab­ge­bil­de­ten Mo­tiv, von vor­ne durch ein Fens­ter be­leuch­tet, wa­ren die Schat­ten­par­ti­en

Draht­los­blit­zen

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