Na­tur­fo­to­gra e

In der Stil­le der afri­ka­ni­schen Na­tur geht fc-fo­to­graf Harald Pie­ta auf Mo­tiv­su­che. Mit viel Ge­duld und per­fek­tem Licht ge­lin­gen ihm ein­zig­ar­ti­ge Wild­lifeAuf­nah­men.

fotocommunity Magazin - - Inhalt - Al­le Fo­tos: Harald Pie­ta

„Wild und schön“von Harald Pie­ta

Wenn Harald Pie­ta auf Fo­to­tour geht, dann macht er das mit re­la­tiv we­nig Vor­be­rei­tung. Er geht, wan­dert oder fährt durch die Na­tur, sei es in Deutsch­land, ir­gend­wo in Eu­ro­pa oder auf ei­nem ganz an­de­ren Kon­ti­nent. Sein ganz be­son­de­res In­ter­es­se gilt Afri­ka, der Na­tur mit sei­nen Tie­ren. Acht Mal war er in den letz­ten Jah­ren für meh­re­re Wo­chen dort, in Süd­afri­ka, Na­mi­bia, Bots­wa­na, Tan­sa­nia und Ke­nia. Dort be­vor­zugt er, statt in ei­ner grö­ße­ren Grup­pe, nur zu zweit mit ei­nem eben­falls en­ga­gier­ten Kol­le­gen, Fo­to­gra­fen oder Fil­mer und ge­ge­be­nen­falls ei­nem ein­hei­mi­schen Gui­de auf Tour zu ge­hen. Grund­sätz­lich weiß Pie­ta ganz be­wusst nur an­satz­wei­se, was ihn er­war­tet. Und dies mit gu­tem Grund: Meist sind ge­wis­se fo­to­gra­fi­sche Vor­stel­lun­gen in der Wild­life-fo­to­gra­fie nicht oder nur schwer rea­li­sier­bar. Da­für wird er im Ge­gen­zug mit un­er­war­te­ten und fo­to­gra­fisch reiz­vol­len Si­tua­tio­nen ent­schä­digt. Vor­ab holt er sich le­dig­lich grund­le­gen­de In­for­ma­tio­nen über das Land ein wie et­wa der Geo­gra­fie, Tier­po­pu­la­ti­on, Kli­ma oder der Be­völ­ke­rung, die er im In­ter­net, in Zeit­schrif­ten oder Bü­chern fin­det. Auch Er­fah­run­gen von Gleich­ge­sinn­ten sind für ihn oft wert­voll und hilf­reich. Be­packt mit sei­ner Ka­me­ra und die­sem Wis­sen zieht er los, im­mer mit ei­nem Rest an Un­wis­sen­heit im Ge­päck, aber mit der nö­ti­gen Span­nung für sei­ne Un­ter­neh­mung.

Aus­rüs­tung

Harald Pie­ta hat Ke­nia, Tan­sa­nia und Na­mi­bia im Land­crui­ser und Klein­bus kreuz und quer be­reist und be­reits vie­le Tau­send Ki­lo­me­ter Fahr­stre­cke zu­rück­ge­legt. Da die Fahr­zeu­ge bei ge­rin­ger Be­le­gung von Per­so­nen ge­nü­gend Platz bie­ten, darf auch die Aus­rüs­tung aus­rei­chend groß sein. Le­ben­de Mo­ti­ve sind in der Na­tur meist sehr scheu, so­mit sind Ob­jek­ti­ve mit lan­ger Brenn­wei­te zwi­schen 200 mm und 600 mm und ei­ne schnel­le Ka­me­ra un­ab­ding­bar. Um ein Tier in Be­we­gung zu fo­to­gra­fie­ren, nimmt Pie­ta am liebs­ten sei­ne Ca­non 1D Mark IV. Oft ist es auch sinn­voll, ein Sta­tiv oder not­falls zu­min­dest ei­nen Boh­nen­sack

Im letz­ten Licht Die­ses Bild ist ei­nes mei­ner per­sön­li­chen Fa­vo­ri­ten. Die Si­tua­ti­on kann man mit „zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort“­be­schrei­ben. An die­sem Nach­mit­tag hat­te ich in den Dü­nen des Sos­sus­v­lei in Na­mi­bia nach Mo­ti­ven ge­sucht. Schon recht spä

Der Pa­scha In der Ru­he liegt die Kraft. (Brenn­wei­te 420 mm, Blen­de 4, 1/1000 s, ISO 320 )

Jung­lö­wen ver­schie­de­nen Al­ters und von un­ter­schied­li­chen Weib­chen le­ben in­ner­halb ei­nes Ru­dels ein­träch­tig und auch spie­lend/ rau­fend zu­sam­men (Brenn­wei­te 375 mm, Blen­de 8, 1/1000 s, ISO 320 )

Ich wer­de auch mal groß Das Ele­fan­ten­ba­by im Schutz des mas­si­gen Kör­pers der Mut­ter ist erst we­ni­ge St­un­den alt und noch et­was wa­cke­lig auf den Bei­nen. (Brenn­wei­te 400 mm, Blen­de 5,6, 1/125 s, ISO 400 )

Die letz­ten Trop­fen Meh­re­re Ele­fan­ten­bul­len ver­su­chen, die rest­li­che Flüs­sig­keit aus dem Was­ser­loch zu er­gat­tern. (Brenn­wei­te 300 mm, Blen­de 4, 1/250 s, ISO 100)

Gi­raf­fen Hier war es mir wich­tig, die Auf­nah­me mit größ­ter Blen­den­öff­nung zu „schie­ßen“, da­mit die im Hin­ter­grund syn­chron lau­fen­den drei Gi­raf­fen durch be­wuss­te Un­schär­fe ei­nen Kon­trast zur vor­de­ren Gi­raf­fe bil­den. (Brenn­wei­te 420 mm, Blen­de 4,5, 1/6400

Maa­sai- Gi­raf­fe im Ts­avo Na­tio­nal-park (Brenn­wei­te 300 mm, Blen­de 4,5, 1/1000 s, ISO 200)

Mit Ma­ma an der Trän­ke

In der Mit­tags­hit­ze hat die Lö­win ih­re bei­den Jun­gen zum Durst­lö­schen an ei­nen klei­nen Bach mit­ge­nom­men. (Brenn­wei­te 400 mm, Blen­de 9, 1/600 s, ISO 400 )

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