Har­mo­nie und Fremd­heit…

fotocommunity Magazin - - Portfolio | Claudia Wördehoff - Re­dak­ti­on Sa­bi­ne Schnei­der

ziert. Die­se Span­nung zwi­schen Har­mo­nie und Fremd­heit wird auf­ge­fan­gen durch das ima­gi­nä­re Fo­to­mu­se­um, das wir al­le im Kopf ha­ben. Wir ken­nen die al­ten S/w-fo­tos der Vä­ter der Fo­to­gra­fie oder zu­min­dest die aus dem ei­ge­nen Fa­mi­li­en­al­bum. In der Zeit des Re­tro-booms fra­ge ich mich al­ler­dings be­son­ders sorg­sam, ob ein Bild far­big bleibt oder ob ich es in S/W kon­ver­tie­ren soll bzw. muss.

Du hast Dich im Ok­to­ber 2009 in der fc re­gis­triert. Wie bist Du zur fc ge­kom­men, und wel­che Funk­tio­nen der fc schätzt Du be­son­ders?

Clau­dia Wör­de­hoff: Die fc ha­be ich zu­fäl­lig beim Sur­fen ent­deckt, fand die Platt­form span­nend und ha­be mich gleich re­gis­triert. Die ers­ten Fo­tos, die ich dort zeig­te, stie­ßen auf In­ter­es­se, und so fing der Spaß an. Ich schät­ze den Aus­tausch über Fo­to­gra­fie, über die ei­ge­nen und über frem­de Bil­der. Der fin­det oft­mals eher hin­ter als vor den Ku­lis­sen statt – aber das ist mir egal. Wenn ich im Ge­spräch über Bil­der nach­den­ke, muss ich kei­ne brei­te Mas­se als Re­zi­pi­en­ten ha­ben, mir reicht meis­tens ein Ge­spräch un­ter vier oder sechs Au­gen. Dar­um schät­ze ich die Be­kannt­schaf­ten und Freund­schaf­ten mit an­de­ren fc-mit­glie­dern auch sehr, die sich aus per­sön­li­chen Be­geg­nun­gen er­ge­ben ha­ben. Mit Bea Dietrich-gro­mot­ka bin ich z.b. seit 2009 re­gel­mä­ßig in Nah und Fern un­ter­wegs. Sie war auch in Lis­s­a­bon da­bei. Cars­ten Hey­er, auch fc, war dort der Drit­te im Bun­de.

Holst Du Dir auch An­re­gun­gen in der fc? Und wel­chen Ein uss hat die fc auf Dei­ne Fo­to­gra e?

Clau­dia Wör­de­hoff: Ei­ner­seits zeigt ei­ne Com­mu­ni­ty für Fo­to­gra­fie na­tür­lich ein brei­tes Spek­trum der fo­to­gra­fi­schen Gen­res auf – das fin­de ich gut. Ich weiß dann, was es ne­ben mei­nem be­schränk­ten Blick auf die­ses Me­di­um noch al­les gibt. Da kann ich mich auf­ge­for­dert füh­len, dies oder je­nes noch zu er­kun­den. An­de­rer­seits klärt sich bei der Bil­der­flut ei­ner so gro­ßen Platt­form auch recht schnell, was man nicht will und wo­ge­gen man sich mit den ei­ge­nen Wer­ken ab­gren­zen möch­te.

Hast Du fo­to­gra sche Vor­bil­der, und wenn ja wel­che?

Clau­dia Wör­de­hoff: Nein, die ha­be ich nicht. Ich bin auch sehr schlecht im Nach­ei­fern (lacht).

Was macht für Dich Dei­ne per­sön­li­che Hand­schrift aus?

Clau­dia Wör­de­hoff: Ich ha­be ehr­lich ge­sagt et­was Angst da­vor, ei­ne „Hand­schrift“zu ent­wi­ckeln, denn ich be­fürch­te, wenn ich mir ei­ner sol­chen be­wusst wür­de, lä­ge es na­he, mich dem trä­ge und faul hin­zu­ge­ben und mich nur noch fo­to­gra­fisch zu wie­der­ho­len. Ich möch­te un­be­dingt frisch und of­fen blei­ben für jeg­li­ches gu­te Bild – sei es ein fas­zi­nie­ren­der Licht­raum oder ein eben­sol­ches Blüm­chen­fo­to.

links un­ten: Ma­ria Die­ses ein­fa­che und an­mu­ti­ge Hei­li­gen­bild fand ich am Ab­satz ei­nes en­gen Trep­pen­auf­gangs. Er führt auf das Dach der Ba­si­li­ca da Est­re­la hin­auf, von dem aus sich ein wei­ter Blick auf Lis­s­a­bon er­öff­net. Das Bild sym­bo­li­siert für mich tref

„Aus­stieg links“Seit weit über 100 Jah­ren rat­tern ein paar al­te Stadt­seil­bah­nen die Hü­gel hin­auf und wie­der her­un­ter. Wie hier der Ele­va­dor da Bi­ca über­win­den sie zwar laut­stark, aber da­für be­quem vie­le Hö­hen­me­ter. Die al­te Da­me mit ih­ren schwe­ren Ein­käuf

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