„Pau­sen­brot­beu­tel

fotocommunity Magazin - - Port­fo­lio | Lars Ne­wald - Re­dak­ti­on Sa­bi­ne Schnei­der

126 mm Brenn­wei­te, Blen­de 5,6, 4 s, ISO 100

Wie bist Du zu die­ser Art an Fo­to­gra e ge­kom­men?

Lars Ne­wald: Schon als Ju­gend­li­cher mit 13 oder 14 Jah­ren kauf­te ich mir ei­ne Ca­non T90 und streif­te durch die Wäl­der. Es war schon im­mer mein An­lie­gen, mys­ti­sche, viel­leicht auch et­was ar­chai­sche Bil­der durch Aus­schluss der Mo­der­ne ent­ste­hen zu las­sen. Frü­her klemm­te ich mir mit ei­nem Gum­mi­ring ei­nen aus­ge­schnit­te­nen Pau­sen­brot­beu­tel vor das Ob­jek­tiv, um ei­nen Vi­g­net­ten­ef­fekt zur er­rei­chen. Das ist heu­te na­tür­lich al­les et­was ein­fa­cher. Der rich­ti­ge Aus­lö­ser war dann aber das Co­ver-mo­tiv der Em­py­ri­um CD „Songs of moors and mis­ty fiel­ds“von Jür­gen Holz­hau­sen. Die­ser ein­zel­ne, im Moor ste­hen­de Baum, der durch den Ne­bel taucht, hat mich sehr in­spi­riert.

Was ist der be­son­de­re Reiz für Dich dar­an?

Lars Ne­wald: Selbst wenn ich kei­ne Mo­ti­ve fin­de, ha­be ich den­noch ei­ne schö­ne Zeit in der Na­tur ver­bracht. Sind gu­te Bil­der da­bei, und durch die Nach­be­ar­bei­tung ent­steht für mich ei­ne rich­tig tol­le Auf­nah­me mit mys­ti­schem Flair, um­so bes­ser. Mir kä­me es nie in den Sinn, am Wo­che­nen- de in ei­ner Stadt zu fo­to­gra­fie­ren. Ich mag Städ­te nicht be­son­ders.

Was sind Dei­ne Lieb­lings­mo­ti­ve und war­um?

Lars Ne­wald: Ich wür­de lü­gen, wür­de ich hier nicht mei­nen ge­lieb­ten Wald nen­nen. Die Ru­he und mys­ti­sche Stim­mung, ge­ra­de zu ne­be­li­gen Zei­ten, ist ein­fach wun­der­voll. Und Mo­ti­ve gibt es dort ge­nug.

Wel­che Tei­le Dei­ner Aus­rüs­tung sind für Dich un­ent­behr­lich und war­um?

Lars Ne­wald: Da ich nicht viel Aus­rüs

tung ha­be, al­les (lacht). Du hast Dich im Jahr 2006 in der fc re­gis­triert. Wie bist Du zur fc ge­kom­men und wel­che Funk­tio­nen der fc schätzt Du be­son­ders?

Lars Ne­wald: Das fo­to­gra­fi­sche Ni­veau ist schon sehr gut, in ei­ni­gen Fäl­len so­gar ex­trem gut bis her­aus­ra­gend. Im Mo­ment bin ich aber nicht sehr ak­tiv.

Holst Du Dir auch An­re­gun­gen in der fc? Und wel­chen Ein uss hat die fc auf Dei­ne Fo­to­gra e?

Lars Ne­wald: Schon mög­lich, dass wenn man Bil­der an­de­rer Fo­to­gra­fen durch­schaut, es ei­nen na­tür­lich auch in­spi­rie­ren kann. Prin­zi­pi­ell ha­be ich aber schon mei­ne ei­ge­ne Hand­schrift, was mei­ne Fo­tos bzw. die Be­ar­bei­tung be­trifft. Di­rek­ten Ein­fluss hat die fc ei­gent­lich nicht.

Hast Du fo­to­gra sche Vor­bil­der, und wenn ja wel­che?

Lars Ne­wald: Jür­gen Holz­hau­sen aus der Rhön. Sei­ne mys­ti­schen Bil­der be­son­ders vom Schwar­zen Moor ha­ben mich sei­ner­zeit schwer be­ein­druckt. Auch die Ge­mäl­de von Cas­par Da­vid Fried­rich und Al­bert Bier­stadt fin­de ich ex­trem in­spi­rie­rend.

Kannst Du Dei­ne per­sön­li­che Hand­schrift be­schrei­ben?

Lars Ne­wald: Ich ver­su­che in den meis­ten mei­ner Bil­der ei­ne ge­heim­nis­vol­le, dun­kel­ro­man­ti­sche Stim­mung zu er­zeu­gen. Auch den Hang zum leicht Fan­ta­sie­haf­ten kann ich nicht leug­nen.

64 mm Brenn­wei­te, Blen­de 5,6, 0,3 s, ISO 100

Ka­me­ra: Ca­non 30D Lars Ne­wald Lars Ne­wald, ge­bo­ren 1973 in Gie­ßen, tä­tig als Ma­schi­nen­bau­in­ge­nieur im Be­reich Kon­struk­ti­on Mo­to­ren­tech­nik/ Zy­lin­der­kopf­gieß­tech­nik, wohn­haft in Ge­mün­den/fel­da, Vo­gels­berg. www.fo­to­com­mu­ni­ty.de/ fo­to­graf/lars-ne­wald/ fot

140 mm Brenn­wei­te, Blen­de 8, 1/400 s, ISO 200

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.