…zwei St­un­den War­te­zeit…

fotocommunity Magazin - - Portfolio | Harald Pieta - Re­dak­ti­on Sa­bi­ne Schnei­der

Wie bist Du zur Fo­to­gra e ge­kom­men?

Harald Pie­ta: Ich be­gann vor gut 30 Jah­ren am­bi­tio­niert zu fo­to­gra­fie­ren. Die Teil­nah­me an ei­nem Work­shop ei­ner VHS hat­te mir die nö­ti­gen Im­pul­se da­zu ge­ge­ben. Als ich dann kur­ze Zeit da­nach bei ei­nem Na­tur-fo­to­wett­be­werb den ers­ten Preis ge­wann – aus­ge­rech­net ei­ne Rei­se nach Ke­nia – gab das noch zu­sätz­li­chen Dri­ve. Wei­te­re er­folg­rei­che Teil­nah­men an Fo­to­wett­be­wer­ben folg­ten, eben­so Ver­öf­fent­li­chun­gen, un­ter an­de­rem in Fo­to­zeit­schrif­ten oder Ka­len­dern. Nach Be­en­di­gung mei­ner be­ruf­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten ha­be ich nun mehr Zeit für die Fo­to­gra­fie und für Rei­sen. Und zu mei­nem Fa­vo­ri­ten ist mitt­ler­wei­le Afri­ka ge­wor­den.

Was sind Dei­ne Lieb­lings­mo­ti­ve?

Harald Pie­ta: Grund­sätz­lich in­ter­es­sie­ren mich die meis­ten Mo­ti­ve in der Na­tur. Durch mein be­son­de­res In­ter­es­se für Afri­ka ha­be ich auch dort be­vor­zug­te Mo­ti­ve: Ge­par­den und be­son­ders Ele­fan­ten. Bei den Letz­te­ren be­ein­druckt mich de­ren aus­ge­präg­tes so­zia­les Ver­hal­ten so­wie die Fä­hig­keit, sich über wei­te Ent­fer­nun­gen mit Art­ge­nos­sen zu ver­stän­di­gen – mit­tels In­fra­schall-wel­len akus­tisch und für Men­schen nicht wahr­nehm­bar so­wie über Bo­den-schall­wel­len. So be­hal­ten Fa­mi­li­en­mit­glie­der, auch wenn sie ver­streut und weit von­ein­an­der ent­fernt sind, stän­dig Kon­takt.

Was for­dert Dich spe­zi­ell fo­to­gra sch dar­an her­aus?

Harald Pie­ta: Die Er­fah­run­gen zei­gen, dass die Vor­stel­lun­gen über ge­plan­te Pro­jek­te – sei es auf Rei­sen oder da­heim, nicht im­mer dem Plan ent­spre­chen. Über­ra­schun­gen ne­ga­ti­ver aber auch po­si­ti­ver Art sind die Rea­li­tät. Al­so heißt die Ma­xi­me: sei fle­xi­bel und ge­dul­dig! Ein bis zwei St­un­den War­te­zeit vor ei­nem Wild­life-mo­tiv sind manch­mal sinn­voll und not­wen­dig, auch um et­wa ein Tier nicht zu stö­ren.

Wel­che Tei­le Dei­ner Aus­rüs­tung sind für Dich da­bei un­ent­behr­lich?

Harald Pie­ta: De­fi­ni­tiv lan­ge Brenn­wei­ten und ei­ne schnel­le Ka­me­ra.

Wie bist Du zur fc ge­kom­men und wel­che Funk­tio­nen dar­an schätzt Du be­son­ders?

Harald Pie­ta: Durch gu­te Freun­de bin ich im Jahr 2010 auf die fotocommunity auf­merk­sam ge­wor­den. Ich schät­ze be­son­ders dar­an, mir die Bil­der an­de­rer Fo­to­gra­fen an­zu­se­hen. Das fin­de ich für mein ei­ge­nes Ar­bei­ten un­glaub­lich in­spi­rie­rend.

Hast Du fo­to­gra sche Vor­bil­der?

Harald Pie­ta: Was Far­ben­leh­re, Bild­ge­stal­tung und Äs­t­he­tik be­trifft, hat mich auch der deut­sche Fo­to-de­si­gner, Prof. Harald Man­te, sehr be­ein­flusst.

Was macht Dei­ne per­sön­li­che Hand­schrift aus?

Harald Pie­ta: Ich ver­ste­he mich in ers­ter Li­nie als Na­tur­fo­to­graf ( -Fil­mer ), was aber auch be­deu­tet, dass die Land­schaf­ten und die Men­schen dar­in auf mei­nen Rei­sen ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Na­tür­lich stre­be ich – wie je­der an­de­re en­ga­gier­te Fo­to­graf – nach „dem Su­per-schuss“. Doch in­zwi­schen macht es mir auch sehr viel Freu­de zu ver­su­chen, mit ei­ner Rei­he von Fo­tos Ge­schich­ten zu er­zäh­len. Das brach­te mich letzt­lich da­zu Prä­sen­ta­tio­nen, zu er­stel­len, die ich er­folg­reich auch vor grö­ße­rem Pu­bli­kum vor­ge­stellt ha­be.

Harald Pie­ta Harald Pie­ta, fc- Mit­glied seit 2010, fing vor 30 Jah­ren das Fo­to­gra­fie­ren mit ei­ner Ana­log-ka­me­ra an. 2005 stieg er auf die di­gi­ta­le Fo­to­gra­fie um. Heu­te fo­to­gra­fiert der lei­den­schaft­li­che Na­tur­fo­to­graf am liebs­ten auf sei­nen Rei­sen in Afri

Cros­sing Ma­ra (Brenn­wei­te 285 mm, Blen­de 10, 1/1000 s, ISO 400)

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