The Se­g­re­ga­ti­on Sto­ry

Gor­don Parks

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Gor­don Parks wur­de 1912 in Kan­sas als jüngs­tes von 15 Kin­dern ge­bo­ren. Im Al­ter von 26 Jah­ren kauf­te er sich sei­ne ers­te Ka­me­ra und fing ne­ben sei­nen an­de­ren Ge­le­gen­heits­jobs an, als frei­be­ruf­li­cher Fo­to­graf für Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten zu fo­to­gra­fie­ren. Schon früh nutz­te er das Bild als po­li­ti­sche Waf­fe ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung und so­zia­le Be­nach­tei­li­gung. Im Auf­trag von Li­fe reis­te er 1955-56 nach Ala­ba­ma, um dort so­zia­le Un­ge­rech­tig­keit und Ras­sen­tren­nung zu do­ku­men­tie­ren. Ein Auf­trag, der nicht nur po­li­ti­sche Bri­sanz barg, son­dern für den Fo­to­gra­fen und die Fo­to­gra­fier­ten glei­cher­ma­ßen mit per­sön­li­chen Ri­si­ken ver­bun­den war. Sei­ne Re­por­ta­ge zeig­te das täg­li­che Le­ben ei­ner grö­ße­ren afro­ame­ri­ka­ni­schen Fa­mi­lie, den Thorn­tons. Gor­don Parks do­ku­men­tier­te die Miss­stän­de nicht an­hand von ge­walt­be­ton­ten Op­fer­bil­dern, wie sie schon da­mals in den Me­di­en ver­tre­ten wa­ren. Sei­ne Bil­der sind farb- und licht­durch­drun­gen. Er nahm sie bei Tag auf, meist an öf­fent­li­chen Plät­zen, um die Ras­sen­tren­nun­gen und Re­strik­tio­nen als eta­blier­te und all­ge­gen­wär­ti­ge ge­sell­schaft­li­che Norm an­zu­pran­gern. Sei­ne Bil­der mach­ten aber auch Hoff­nung, denn er er­zähl­te die Ge­schich­te von ein­zel­nen Mit­glie­dern der Thorn­ton-fa­mi­lie, die es zu Bil­dung und re­la­tiv ge­si­cher­ten wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen ge­bracht hat­ten und die Dis­kri­mi­nie­rung da­durch viel­leicht so­gar noch schär­fer emp­fan­den. Nur 26 Bil­der wur­den letzt­end­lich in der Li­fe-aus­ga­be ab­ge­druckt, und lan­ge glaub­te man die vie­len wei­te­ren Auf­nah­men als ver­lo­ren. Doch 2011 wur­den sie nach dem Tod des Fo­to­gra­fen wie­der­ent­deckt und nun vom Steidl Ver­lag in Zu­sam­men­ar­beit mit dem High Mu­se­um of Art und The Gor­don Parks Foun­da­ti­on erst­ma­lig als Fo­to­band auf­ge­legt.

Gor­don Parks war nicht nur ein er­folg­rei­cher und viel­sei­ti­ger Künst­ler, son­dern auch ein ak­ti­ver Teil­neh­mer der ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­rechts­be­we­gung. Als Re­gis­seur von „Shaft“schuf er ei­nen der ers­ten afro­ame­ri­ka­ni­schen Ki­no­hel­den.

47. Un­tit­led, Ala­ba­ma, 1956, Gor­don Parks: Se­g­re­ga­ti­on Sto­ry © 2014 The Gor­don Parks Foun­da­ti­on for the images, books pu­blis­hed by Steidl 2014

89. De­part­ment Sto­re, Mo­bi­le, Ala­ba­ma, 1956, Gor­don Parks: Se­g­re­ga­ti­on Sto­ry (c) 2014 The Gor­don Parks Foun­da­ti­on for the images, books pu­blis­hed by Steidl 2014

Gor­don Parks: Se­g­re­ga­ti­on Sto­ry © 2014 The Gor­don Parks Foun­da­ti­on for the images, books pu­blis­hed by Steidl 2014 The Se­g­re­ga­ti­on Sto­ry Gor­don Parks Steidl Ver­lag, Fo­r­e­words by Pe­ter W. Kun­hardt, Jr. and Brett Ab­bott, In­tro­duc­tion by Char­lay­ne Hun­ter- G

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