Was ist Schär­fe?

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Die phy­si­ka­lisch er­ziel­ba­re Bild­schär­fe wird größ­ten­teils durch das Auf­lö­sungs­ver­mö­gen von Ob­jek­tiv und Bild­sen­sor be­stimmt. Die Auf­lö­sung gibt man in Li­ni­en­paa­ren pro Bild­hö­he (LP/BH) an. Ein Li­ni­en­paar be­steht da­bei aus je ei­ner wei­ßen und schwar­zen Li­nie. Je fei­ner die Li­ni­en­paa­re sind, die vom Sys­tem wie­der­ge­ge­ben wer­den, des­to bes­ser ist die Auf­lö­sung. Die­se lässt sich für ver­schie­de­ne Orts­fre­quen­zen (Po­si­tio­nen im Bild­feld) be­stim­men. Für den Schär­feein­druck ist aber auch wich­tig, mit wel­chem Kon­trast Li­ni­en­paa­re wie­der­ge­ge­ben wer­den. Auf­lö­sung und Kon­trast sind bei Ob­jek­ti­ven in der Bild­mit­te in der Re­gel bes­ser als in den Rand­be­rei­chen, vor al­lem bei of­fe­ner Blen­de. Ab­blen­den um zwei bis drei Stu­fen er­höht in der Re­gel die Schär­fe­leis­tung, zu star­kes Ab­blen­den aber re­du­ziert die Ge­samt­schär­fe auf­grund von Beu­gungs­ef­fek­ten.

Die Schär­fe­wahr­neh­mung des Men­schen kon­zen­triert sich auf das Er­ken­nen von Kan­ten und Li­ni­en. Be­tont man die­se, so nimmt man das Bild als schär­fer wahr, ob­wohl sich des­sen In­for­ma­ti­ons­ge­halt (De­tail­zeich­nung) nicht er­höht hat. In der Früh­zeit der Fo­to­graf

Fo­to: Karl Stechl

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Schär­feein­druck

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Schär­fen von Bil­dern

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