…Span­nung zwi­schen

fotocommunity Magazin - - Port­fo­lio | Clau­dia Wör­de­hoff -

Wie bist Du zur Städ­te­fo­to­gra e ge­kom­men?

Clau­dia Wör­de­hoff: Ich rei­se ger­ne, ich schaue ger­ne, ich ge­stal­te ger­ne, und ich bin ein Au­gen­mensch. Da bleibt es kaum aus, dass man ir­gend­wann ger­ne Städ­te fo­to­gra­fiert (lacht).

Was macht für Dich die Fas­zi­na­ti­on dar­an aus?

Clau­dia Wör­de­hoff: Ich ha­be mich mein gan­zes Le­ben lang für Kunst in­ter­es­siert, für Ma­le­rei, Gra­fik, Fo­to­gra­fie, Skulp­tur und Ar­chi­tek­tur, Mu­sik und Thea­ter. Und ich in­ter­es­sie­re mich für Men­schen, de­ren We­sen und Wer­ke. Das Rei­sen ver­dich­tet Er­fah­run­gen mit all die­sen fas­zi­nie­ren­den Aspek­ten des Le­bens. Ich er­kun­de aber auch ger­ne mei­ne Hei­mat – streu­ne durch das Ruhr­ge­biet, wo ich seit 20 Jah­ren woh­ne, und ver­su­che, bei mei­nen Streif­zü­gen die­sel­be Hal­tung ein­zu­neh­men wie z.b. bei ei­ner Rei­se nach New York.

Was sind Dei­ne Lieb­lings­mo­ti­ve?

Clau­dia Wör­de­hoff: Die Äs­t­he­tik der Din­ge und der Men­schen bannt mich. Da­bei ist mir das Be­son­de­re lie­ber als das All­täg­li­che. Ei­ne ma­ro­de Haus­wand, ei­ne ver­dorr­te Blü­te, ein zer­furch­tes Ge­sicht sind für mich äs­the­tisch min­des­tens so reiz­voll wie ei­ne Haus­fas­sa­de von Gehry, ei­ne Lo­tus­blü­te in vol­ler Pracht oder das klas­sisch schö­ne Ge­sicht ei­ner jun­gen Frau. Die Her­aus­for­de­rung ist, je­weils die­se Schön­heit fo­to­gra­fisch an­ge­mes­sen zu über­set­zen.

Wel­che Tei­le Dei­ner Aus­rüs­tung sind für Dich un­ent­behr­lich und war­um?

Clau­dia Wör­de­hoff: Ich ha­be im­mer ir­gend­ei­ne Ka­me­ra da­bei, sonst wür­de ich mich nicht kom­plett füh­len. Das kann die Han­dy­ka­me­ra sein, ei­ne klei­ne Kom­pak­te oder, wenn ich ge­plant los­zie­he, um Bil­der zu ma­chen, ist das mei­ne Ca­non 5D Mark II, für die ich mitt­ler­wei­le ei­ne recht brei­te Aus­wahl an hoch­wer­ti­gen Ob­jek­ti­ven be­sit­ze. Seit Som­mer 2014 rei­se ich mit ei­ner Fu­ji­film X-T1 und bin ganz ver­liebt in die­se Ka­me­ra. Zu­sam­men mit dem 18–135-mm-ob­jek­tiv füh­le ich mich da­mit auf fast al­le Auf­nah­me­si­tua­tio­nen gut vor­be­rei­tet und blei­be da­bei deut­lich un­ter ei­nem Ki­lo­gramm Ge­samt­ge­wicht. Manch­mal pa­cke ich noch das 10-24 mm als Weit­win­kel­er­gän­zung da­zu und die 23-mm-fest­brenn­wei­te, mit der ich auch in spär­li­chen Licht­si­tua­tio­nen ei­ne gu­te Bild­qua­li­tät er­hal­te.

Du fo­to­gra erst far­big, der Groß­teil Dei­ner Auf­nah­men ist mo­no­chrom. Was ist der be­son­de­re Reiz dar­an für Dich?

Clau­dia Wör­de­hoff: Durch die­se Form der Abs­trak­ti­on ge­be ich dem ur­sprüng­lich far­bi­gen Fo­to ei­ner­seits prin­zi­pi­ell ei­ne in sich har­mo­ni­sche To­nig­keit, die sich so­fort auf die Bild­wir­kung nie­der­schlägt. An­de­rer­seits ent­steht ei­ne ge­wis­se Art an Span­nung durch die Dif­fe­renz zum nor­ma­len Se­hen, das ja im Licht – vor­aus­ge­setzt man hat ge­sun­de Au­gen – im­mer ein far­bi­ges Bild pro­du-

Ka­me­ras: Han­dy­ka­me­ra, Kom­pakt­ka­me­ra, Fu­ji­film X-T1, Ca­non 5D Mark II Ob­jek­ti­ve: XF 3,5-5,36/18-135 mm R LM OIS WR, XF 4/10-24 mm R OIS, XF 1,4/23 mm R für die Fu­ji­film und di­ver­se Ca­non-ob­jek­ti­ve für die 5D Mark II Clau­dia Wör­de­hoff Clau­dia Wör­de­hoff le

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