Farbstich oder Farb­sti­mung?

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Oh­ne Weiß­ab­gleich lie­ßen sich Far­ben nicht an­nä­hernd na­tur­ge­treu, wei­ße oder graue Flä­chen nicht neu­tral wie­der­ge­ben. Be­son­ders wich­tig z.b. bei Pro­dukt­auf­nah­men, wenn die Farb­wie­der­ga­be mög­lichst ex­akt den Mo­tiv­far­ben ent­spre­chen soll. Farbsti­che stö­ren zu­dem bei Mo­ti­ven, die ei­nen ho­hen An­teil wei­ßer oder grau­er Flä­chen auf­wei­sen. Al­ler­dings sind die Gren­zen zwi­schen Farbstich und Farb­stim­mung flie­ßend – et­wa bei ei­nem Son­nen­un­ter­gang oder ei­nem von Ker­zen­licht be­leuch­te­ten Mo­tiv. Auch das An­he­ben des Farb­kon­trasts oder Farb­ver­frem­dun­gen sind le­gi­tim, wenn es der Bild­aus­sa­ge zu­träg­lich ist. Bei­spie­le da­für fin­den Sie auf die­sen bei­den Sei­ten.

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Für die Wb-au­to­ma­tik der Ka­me­ra ist das ro­te Licht des Son­nen­un­ter­gangs nur ein Farbstich, den es aus­zu­mer­zen gilt. Da­bei bleibt al­ler­dings die Stim­mung auf der Stre­cke, wie Bild 1 – auf­ge­nom­men mit au­to­ma­ti­schem Weiß­ab­gleich – zeigt. Für das zwei­te Bild

Il­lu­mi­nier­tes Ge­bäu­de wäh­rend der „blau­en St­un­de“: Stellt man den Weiß­ab­gleich auf Kunst­licht (ca. 2800 Kel­vin), ver­schwin­det die gel­be Fär­bung aus dem Rund­bo­gen; was in et­wa dem Au­gen­ein­druck ent­spricht (Bild 1). Pla­ka­ti­ver wird die Bild­stim­mung al­ler­din

Misch­licht

Son­nen­un­ter­gang

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