Know-how Frak­tal-so wa­re

fotocommunity Magazin - - Fotopraxis | Fraktale -

Frak­ta­le (latei­nisch frac­tus ‚ge­bro­chen‘, von latei­nisch fran­ge­re‚ ‚(in Stü­cke zer-)bre­chen‘), be­zeich­nen be­stimm­te na­tür­li­che oder künst­li­che Ge­bil­de oder geo­me­tri­sche Mus­ter und ba­sie­ren auf den For­schun­gen des Ma­the­ma­ti­kers Be­noit Man­del­brot (1924-2010), des Va­ters der frak­ta­len Geo­me­trie. Um sol­che Ge­bil­de zu er­zeu­gen, muss man kein Ma­the­ma­tik­stu­di­um ab­sol­viert ha­ben, man be­nö­tigt le­dig­lich die rich­ti­ge Soft­ware und ein mög­lichst gro­ßes Know-how, wie die­se funk­tio­niert. Es gibt ei­ne Rei­he an spe­zi­el­ler Frak­tal­soft­ware (In­cen­dia, Ul­tra Frac­tal, Xa­os, Jwild­fi­re). Teu­te­mann ver­wen­det die bei­den Frak­tal-pror­gam­me Apo­phy­sis (www.apo­phy­sis. org) und Man­del­bulb 3D (man­del­bulb.com), die bei­de im In­ter­net kos­ten­los zum Down­load be­reit­ste­hen. Er­klä­ren­de Tu­to­ri­als da­zu fin­den sich zum Bei­spiel in Youtu­be (nach „Pro­gramm­na­men + Tu­to­ri­al“su­chen) oder auf den In­ter­net­sei­ten frac­tal­fo­rums.com so­wie de­vi­ant­art.com. Den bes­ten Über­blick er­hält man in Such­ma­schi­nen mit eben die­ser Ein­ga­be. Wer nicht so gut Eng­lisch kann, soll­te „Deutsch“oder „deutsch­spra­chig“bei der Su­che er­gän­zen. Bei bei­den Pro­gram­men hat man prin­zi­pi­ell zwei Mög­lich­kei­ten, die Bil­der zu ver­än­dern: Zum ei­nen kann man un­ter­schied­li­che, vor­ge­ge­be­ne For­meln ver­wen­den und de­ren Va­ria­blen va­ri­ie­ren. Zum an­de­ren kann man den Bild­aus­schnitt ver­än­dern. Ten­den­zi­ell un­ter­schei­den sich bei­de Pro­gram­me da­durch, dass Man­del­bulb eher „ge­gen­ständ­li­che“Bil­der er­zeugt und Apo­phy­sis mehr gra­fisch wirkt. Bei­de Pro­gram­me kön­nen Fo­to­gra­fi­en kom­bi­nie­ren. Man kann da­für ent­we­der gän­gi­ge Bild­be­ar­bei­tungs­soft­ware be­nut­zen oder in Man­del­bulb 3D di­rekt Hin­ter­grund­fo­tos ein­fü­gen. Apo­phy­sis bie­tet die Mög­lich­keit, Bil­der als PNG mit trans­pa­ren­tem Hin­ter­grund zu er­zeu­gen, die dann als Ebe­ne in Fotos ein­ge­fügt wer­den kön­nen. Der Krea­ti­vi­tät sind kei­ne Gren­zen ge­setzt. Au­ßer­dem kön­nen mit bei­den Pro­gram­men Ani­ma­tio­nen er­stellt wer­den. Da­zu be­rech­net die Soft­ware, ähn­lich wie Mor­phing­pro­gram­me, zwi­schen zwei oder meh­re­ren Key­frames be­lie­big vie­le Ein­zel­bil­der, die man dann zum Bei­spiel mit dem Win­dows Mo­vie Ma­ker zum Lau­fen brin­gen kann.

Ver­lo­re­ne Zeit. Ei­ne Montage, in der die Frak­ta­le (mit Apo­phy­sis er­stellt) nicht un­be­dingt auf den ers­ten Blick auf­fal­len.

Ho­he­pries­te­rin. Der Hin­ter­grund (Apo­phy­sis) gibt ihr den wür­di­gen Rah­men.

Bei­spiel „Ho­he­pries­te­rin“ Im Bild „Ho­he­pries­te­rin“be­nutz­te Jost Teu­te­mann ein Stock­fo­to (s. Kas­ten Sei­te 85) als Vor la­ge. Man­che Fo­to­gra­fen stel­len auf ein­schlä­gi­gen Platt­for­men Fotos zur Ver­fü­gung, die Teu­te­mann ge­le­gent­lich als Bild­ele­ment be­nutzt, wi

Jost Teu­te­mann Jost Teu­te­mann, 59 Jah­re, Al­ten­pfle­ger, be­zeich­net sich selbst we­ni­ger als Fo­to­graf denn als Bil­der­ma­cher. Be­reits in jun­gen Jah­ren, lan­ge be­vor es die di­gi­ta­le Fo­to­gra­fie gab, hat er mit Vor­lie­be fo­to­gra­fisch ex­pe­ri­men­tiert: mit Dop­pel­bel

Enor­me De­tail­zeich­nung: In Kom­bi­na­ti­on mit ei­ner hoch­auf­lö­sen­den Voll­for­mat-dslr zei­gen die neu­en SP- Ob­jek­ti­ve ih­re Stär­ken.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.