Emp­feh­lun­gen 14 – 45 mm

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Weit­win­kel­ob­jek­ti­ve er­fas­sen ei­nen grö­ße­ren Blick­win­kel als un­ser Au­ge und ver­lei­hen da­durch Stadt­sze­nen und Land­schaf­ten den An­schein von Wei­te. Auf In­nen­auf­nah­men las­sen sie Räu­me grö­ßer er­schei­nen, als sie sind. Beim Voll­for­mat gel­ten al­le Brenn­wei­ten un­ter 35 mm als Weit­win­kel, bei Brenn­wei­ten un­ter 24 mm wird der Ef­fekt deut­lich sicht­bar. We­gen Ih­res gro­ßen Bild­win­kels sind Weit­win­kel­ob­jek­ti­ve in be­eng­ten Ver­hält­nis­sen ein ech­ter Se­gen. Als Su­per­weit­win­kel be­zeich­net man Ob­jek­ti­ve mit Brenn­wei­ten über 85 Grad (ent­spricht Brenn­wei­ten un­ter 24 mm), die im Ge­gen­satz zu Fis­he­ye-ob­jek­ti­ven ge­ra­de Li­ni­en nicht durch­bie­gen. Al­ler­dings ist bei Su­per­weit­win­keln der Ef­fekt der stür­zen­den Li­ni­en in der Re­gel stark aus­ge­prägt. Er ent­steht, wenn man ver­sucht, mit der nach oben ge­kipp­ten Ka­me­ra trotz we­nig Platz viel aufs Bild zu be­kom­men. Ein Haus ver­jüngt sich dann nach oben und er­scheint als sehr schmal. Mit sol­chen Su­per­weit­win­kel-ob­jek­ti­ven (zum Bei­spiel dem Zeiss Dis­t­a­gon 2,8/15 mm) lässt sich ei­ne star­ke per­spek­ti­vi­sche Wir­kung er­zie­len, al­le Ge­gen­stän­de im Vor­der­grund wer­den über­pro­por­tio­nal groß ab­ge­bil­det. Ge­ra­de bei Weit­win­kel-ob­jek­ti­ven ist ei­ne ho­he Licht­stär­ke ein gu­tes Kauf­ar­gu­ment. Im Fall kur­zer Brenn­wei­ten ist die Tie­fen­schär­fe oh­ne­hin ziem­lich hoch. Schon bei Blen­de 5,6 wird ein gro­ßer Be­reich scharf ab­ge­bil­det. Mit stei­gen­der Ka­me­ra­auf­lö­sung schrumpft die­ser Be­reich al­ler­dings. Groß­ar­ti­ge Ob­jek­ti­ve mit ho­her Licht­stär­ke sind das Ni­kon AF-S Nik­kor 1,4/24 mm G ED und das Sig­ma 1,4/35 mm DG HSM. Ei­nen ak­zep­ta­blen Kom­pro­miss zwi­schen den Brenn­wei­ten­ex­tre­men, aber auch zwi­schen ho­her Leis­tung und recht mo­de­ra­tem Preis, bie­tet das AF-S Nik­kor 1,8/28 mm G. Weil schon we­ni­ge Mil­li­me­ter mehr oder we­ni­ger Brenn­wei­te ein deut­lich an­de­res Bild er­ge­ben, kön­nen Zoom-ob­jek­ti­ve be­son­ders wert­vol­le Ar­beit leis­ten. Ein gu­tes Bei­spiel da­für ist das Nik­kor 2,8/14-24 mm G ED. Auch die Qua­li­tät stimmt, al­ler­dings schlägt das fle­xi­ble Zoom mit rund 1700 Eu­ro zu Bu­che. Na­tür­lich ga­ran­tiert ein gu­tes Weit­win­kel-ob­jek­tiv noch kei­ne gu­ten Land­schafts­bil­der. Wich­ti­ge Fak­to­ren sind die Ta­ge­sund Jah­res­zeit. Ge­eig­ne­tes Licht ist durch nichts zu er­set­zen, und wenn lan­ge Schat­ten am Mor­gen oder Abend die Land­schaft „for­men“, sieht das im­mer bes­ser aus als das ein­di­men­sio­na­le Ta­ges­licht am Mit­tag. Zu­dem er­for­dern Weit­win­kel­Ob­jek­ti­ve ei­ne sorg­fäl­ti­ge Bild­kom­po­si­ti­on, die We­sent­li­ches un­ter­streicht und Un­nö­ti­ges igno­riert. Bei der Ar­chi­tek­tur­fo­to­gra­fie kommt es auf recht­wink­li­ge und ge­ra­de Li­ni­en an, da­mit ab­ge­bil­de­te Ge­bäu­de nicht ein­sturz­ge­fähr­det wir­ken. Da­zu braucht man ein spe­zi­el­les Ob­jek­tiv, das ho­ri­zon­tal und ver­ti­kal par­al­lel zur Sen­so­re­be­ne ver­scho­ben wer­den kann, da­mit die Per­spek­ti­ve im Bild kor­ri­giert wird. Man spricht von „Per­spek­tiv­kor­rek­tur“, eng­lisch „per­spec­tive cor­rec­tion“, und ein Ob­jek­tiv mit sol­chen Ei­gen­schaf­ten heißt Pc-ob­jek­tiv oder Shift-ob­jek­tiv. Ein sol­ches Ob­jek­tiv ist das Ni­kon PC-E Nik­kor 2,8/45 mm Mi­cro D ED. Al­ter­na­tiv kann man das Bild auch nach­träg­lich am Rech­ner ent­zer­ren oder spe­zi­el­le Soft­ware ein­set­zen.

Ni­kon AF-S Nik­kor 1,4/24 mm G ED Der Bild­win­kel von 84 Grad macht den Weit­win­ke­lef­fekt des Ni­kon AF-S Nik­kor 1,4/24 mm G ED schon stark, die ho­he Licht­stär­ke er­laubt trotz­dem ein ge­wis­ses Spiel mit der Schär­fe. Die Bild­qua­li­tät ist sehr gut – nicht nur in

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