Te­le­ob­jek­tiv

Sport- und Tier­fo­to­gra e sind die klas­si­schen Ein­satz­be­rei­che des Te­le-ob­jek­tivs. Bei den Auf­nah­men ver­langt ihr en­ger Bild­win­kel vom Fo­to­gra­fen im wahrs­ten Sin­ne ei­nes: die Fo­kus­sie­rung auf das We­sent­li­che.

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Mit ei­nem Te­le-ob­jek­tiv holt man ein Mo­tiv rich­tig nah her­an – auch wenn der Ab­stand zur Ka­me­ra groß ist. Im Ge­gen­satz zum Weit­win­kel ist nun der Blick­win­kel sehr eng. Ein nicht im­mer ge­woll­ter Ne­ben­ef­fekt von Te­le­auf­nah­men: Die ein­zel­nen Mo­tiv­tei­le rü­cken en­ger zu­sam­men, der Raum wird schein­bar kom­pri­miert. Die­ser gra­fi­sche Ef­fekt ist für man­che Mo­ti­ve als Gestal­tungs­mit­tel will­kom­men, bei an­de­ren stört er aber eher. Ein ge­ne­rel­ler Nach­teil von Te­le-ob­jek­ti­ven: Auf­grund der star­ken Mo­tiv­ver­grö­ße­rung macht sich je­de leich­te Bewe- gung wäh­rend der Auf­nah­me als Ver­wack­lung be­merk­bar. Des­halb ist ein op­ti­scher Bild­s­ta­bi­li­sa­tor im Ob­jek­tiv kein Lu­xus. Te­le-ob­jek­ti­ve, vor al­lem licht­star­ke, sind groß und schwer. Die Ka­me­ra wirkt da­mit eher wie ein Zu­be­hör­teil, das am Ob­jek­tiv hängt. Sol­che Op­ti­ken soll­ten ein ei­ge­nes Sta­tiv­ge­win­de ha­ben, das un­ter dem Schwer­punkt des Ob­jek­tivs po­si­tio­niert ist – sonst kippt al­les zu­sam­men um. Bei Te­le-ob­jek­ti­ven ist das An­ge­bot an ver­schie­de­nen Licht­stär­ken und Brenn­wei­ten be­son­ders hoch. Im Ama­teur­la­ger sind vor al­lem ver­gleichs­wei­se licht­star­ke Zooms be­liebt – et­wa das Tam­ron 2,8/70-200 mm oder das AF-S Nik­kor 4/70200 mm G ED VR. Pro­fis grei­fen lie­ber zu Fest­brenn­wei­ten, und hier be­stimmt oft die Licht­stär­ke den Preis. Wäh­rend bei­spiels­wei­se das AF-S Nik­kor 4/300 D ED rund 1400 Eu­ro kos­tet, wer­den für das ei­ne Blen­de licht­stär­ke­re AF-S Nik­kor 2,8/300 VRII G ED mehr als 5000 Eu­ro fäl­lig. Su­per­te­le-ob­jek­ti­ve mit Brenn­wei­ten von 300 mm und mehr kom­men vor al­lem dort zum Ein­satz, wo man sich dem Ge­sche­hen nicht nä­hern kann. Je­der kennt die Bil­der vom Fo­to­gra­fen­pulk ne­ben dem Tor beim Län­der­spiel. Noch wich­ti­ger sind die Su­per­te­les in der Tier­fo­to­gra­fie. In die­se Ka­te­go­rie ge­hö­ren das AF-S Nik­kor 4/500 mm E FL ED VR und das AF-S Nik­kor 4/600 mm E FL ED VR. Al­ler­dings lie­gen auch die Prei­se – deut­lich fünf­stel­lig – im Pro­fi­be­reich. Wem ei­ne we­sent­lich kür­ze­re Brenn­wei­te ge­nügt, der fin­det her­vor­ra­gen­de Ob­jek­ti­ve zu deut­lich güns­ti­ge­ren Prei­sen, wie das Ni­kon AF Nik­kor 4/200 mm D ED Mi­cro.

Zit­ter­par­tie: Lan­ge Brenn­wei­te bei we­nig Licht ver­langt den Ein­satz ei­nes Sta­bi­li­sa­tors. Ni­kon AF-S Nik­kor 4/500 mm E FL ED VR Das AF-S Nik­kor 4/500 mm spielt in der Cham­pi­ons Le­ague der Te­le­Ob­jek­ti­ve. Und in je­dem Cham­pi­ons­Le­ague-spiel ge­hen Pro­fis da­mit

Cha­rak­ter­kopf: Das Te­le-ob­jek­tiv holt weit ent­fern­te Mo­ti­ve nah her­an – und iso­liert sie durch die ge­rin­ge Schärf­en­tie­fe gleich vom Hin­ter­grund. Ein­ge­engt: Durch ih­re stark ver­dich­ten­de Wir­kung ver­hel­fen Te­le- Ob­jek­ti­ve auch in der Stadt zu un­ge­wohn­ten An

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