Emp­feh­lun­gen Ma­kro-ob­jek­ti­ve

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Da­mit man ei­nen Ge­gen­stand aus al­ler­nächs­ter Nä­he fo­to­gra­fie­ren kann, muss das Ob­jek­tiv bei sehr kur­zen Dis­tan­zen nicht nur fo­kus­sie­ren, son­dern auch scharf ab­bil­den kön­nen. Ma­kro-ob­jek­ti­ve sind spe­zi­ell für ex­tre­me Na­h­auf­nah­men ge­rech­net, ma­chen aber auch in fast je­der an­de­ren fo­to­gra­fi­schen Si­tua­ti­on ei­ne gu­te Fi­gur. Sie er­lau­ben die stu­fen­lo­se Ab­bil­dung von der Fer­ne bis zum Maß­stab 1:2 oder 1:1. Vie­le Ma­kro-ob­jek­ti­ve von prak­tisch al­len Her­stel­lern be­le­gen Spit­zen­plät­ze im Ob­jek­tiv-test­feld von Co­lor­fo­to. Nicht um­sonst setzt das Co­lor­fo­to-test­la­bor sol­che Op­ti­ken be­vor­zugt ein, wenn es dar­um geht, die Ab­bil­dungs­leis­tung ei­ner Ka­me­ra zu mes­sen. Ma­kro-ob­jek­ti­ve gibt es mit un­ter­schied­li­chen Brenn­wei­ten. Mit ei­nem 50- oder 60-mm-ma­kro muss man sich der „Beu­te“viel stär­ker nä­hern als mit ei­ner län­ge­ren Brenn­wei­te. Da­für über­zeugt die­se Ka­te­go­rie mit ei­nem her­aus­ra­gen­den Preis-leis­tungs-ver­hält­nis, wie zum Bei­spiel das Sig­ma EX 2,8/50 mm DG Ma­cro. Mehr Ab­bil­dungs­leis­tung wer­den Sie für 350 Eu­ro schwer­lich fin­den. Schon ein 100-mm-ma­kro, et­wa das her­vor­ra­gen­de Zeiss Ma­kro-pla­nar T 2/100 mm ZF.2, lässt ei­nen deut­lich grö­ße­ren Ar­beits­ab­stand bei glei­chem Ver­gö­ße­rungs­fak­tor zu – das ist ge­ra­de beim Fo­to­gra­fie­ren von In­sek­ten ein gro­ßer Vor­teil. Län­ge­re Ma­krob­renn­wei­ten er­lau­ben ei­nen noch grö­ße­ren Ab­stand, bei­spiels­wei­se das Sig­ma EX 2,8/150 mm DG OS HSM Ma­cro. Mit der Brenn­wei­te und dem Ar­beits­ab­stand wächst aber auch die Ge­fahr des Ver­wa­ckelns, so­dass Bild­s­ta­bi­li­sa­tor oder Sta­tiv dann ei­gent­lich Pflicht sind. Ei­ne ho­he Licht­stär­ke ist bei ei­nem Ma­kro-ob­jek­tiv nicht zwangs­läu­fig von Nut­zen. Um ei­ne bes­se­re Tie­fen­schär­fe zu er­rei­chen, ver­wen­det man oft ei­ne klei­ne Blen­de, et­wa 11 oder 16. Bei ge­öff­ne­ter Blen­de be­trägt die Tie­fen­schär­fe näm­lich nur we­ni­ge Mil­li­me­ter. Al­ler­dings führt Blen­de 11 bei prak­tisch al­len ak­tu­el­len Ka­me­ras zu Beu­gungs­scheib­chen, de­ren Durch­mes­ser grö­ßer als die Pi­xel sind. Die Beu­gung re­du­ziert dann deut­lich sicht­bar die Auf­lö­sung.

Prä­zi­si­ons­werk­zeug: Bei Mo­ti­ven mit fei­nen De­tails pro­fi­tiert man von der ho­hen De­tail­treue der Ma­kro-ob­jek­ti­ve. Über­le­bens­groß: In der In­sek­ten­fo­to­gra­fie spie­len län­ge­re Brenn­wei­ten ih­re Vor­zü­ge aus – durch ei­nen aus­rei­chen­den Ar­beits­ab­stand kön­nen Au

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