Wel­che Brenn­wei­te für wel­ches Mo­tiv?

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Gu­te Bil­der ent­ste­hen im Kopf, so lau­tet ein be­kann­tes Fo­to­gra­fen-sprich­wort. Auf die Ob­jek­ti­vund Brenn­wei­ten­aus­wahl be­zo­gen: Sie soll­ten nicht hek­tisch Op­ti­ken wech­seln oder wild am Zoom­ring des Ob­jek­tivs dre­hen, son­dern sys­te­ma­tisch her­aus­fin­den, wel­che Mo­ti­ve sich am bes­ten mit be­stimm­ten Brenn­wei­ten dar­stel­len las­sen. Da­für gibt es zwar kei­ne star­ren Re­geln, aber cha­rak­te­ris­ti­sche Her­an­ge­hens­wei­sen, die je­der er­fah­re­ne Fo­to­graf mehr oder we­ni­ger in­tui­tiv an­wen­det. Ty­pi­sche Bei­spie­le für den Ein­satz von Weit­win­kel- und Te­le­ob­jek­ti­ven fin­den Sie auf die­ser Dop­pel­sei­te. In ei­ner spä­te­ren Fol­ge der Fo­to­schu­le soll die­se The­ma­tik un­ter dem Ge­sichts­punkt „Per­spek­ti­ve & Bild­aus­schnitt“noch wei­ter ver­tieft wer­den.

Nicht mit je­dem Ob­jek­tiv ar­bei­tet die au­to­ma­ti­sche Schar­fein­stel­lung (Au­to­fo­kus) so prä­zi­se, wie man sich das als An­wen­der wünscht. Man spricht dann von Back- oder Front­fo­kus. Für den Fall des Fal­les bie­ten man­che Ka­me­ras wie die Ni­kon D7100 ei­ne Af-fein­ab­stim­mung mit Spei­cher­mög­lich­keit für ver­schie­de­ne Ob­jek­ti­ve. Um den Au­to­fo­kus zu über­prü­fen, fo­to­gra ert man ein Test­bild (z.b. er­hält­lich un­ter www.traum ie­ger.de, Such­be­griff Fo­kus-de­tek­tor), das im 45-Gra­dWin­kel vor der ex­akt ge­ra­de aus­ge­rich­te­ten Ka­me­ra auf­ge­baut wird. An­schlie­ßend er­mit­telt man, ob der Au­to­fo­kus ge­nau auf die an­vi­sier­te Mar­kie­rung scharf ge­stellt hat oder et­was zu weit da­vor oder da­hin­ter ge­trof­fen hat. Ent­spre­chend wird dann kor­ri­giert. Bei der Ver­ar­bei­tung von Raw-da­tei­en bie­tet Ado­be Lightroom auch den Me­nü­punkt „Ob­jek­tiv­kor­rek­tu­ren“. Dort sind Pro le (Vor­ein­stel­lun­gen) zur nach­träg­li­chen Bild­kor­rek­tur ei­ner grö­ße­ren Aus­wahl von Ob­jek­ti­ven nam­haf­ter Her­stel­ler ab­ge­legt. Ver­zeich­nung (hier „Ver­zer­rung“ge­nannt), chro­ma­ti­sche Aber­ra­ti­on und Vi­g­net­tie­rung wer­den nach An­wahl des be­tref­fen­den Ob­jek­tivs au­to­ma­tisch kor­ri­giert. Dar­über­hin­aus gibt es viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten der ma­nu­el­len Kor­rek­tur. Will­kom­men ist die­se Funk­ti­on auch des­halb, weil die in Ka­me­ras ein­ge­bau­ten Bild­feh­ler­kor­rek­tu­ren häu g nur mit den haus­ei­ge­nen Ob­jek­ti­ven des Ka­me­ra­her­stel­lers, nicht aber mit Frem­d­ob­jek­ti­ven funk­tio­nie­ren.

Fis­he­ye Fis­he­ye-ob­jek­ti­ve er­rei­chen ei­nen sehr gro­ßen Bild­win­kel von meist 180° bei ei­ner aus­ge­prägt ton­nen­för­mi­gen Ver­zeich­nung des Mo­tivs (sie­he Ab­bil­dung). Dies gilt für das Voll­for­mat-fis­he­ye, das auch des­halb at­trak­tiv ist, weil es sich bei ent­sprec

Mar­kan­ter Vor­der­grund Der ge­rin­ge Auf­nah­me­ab­stand zur Säu­le im Vor­der­grund bringt die­se stark ver­grö­ßert ins Bild; sie scheint deut­lich mehr Raum ein­zu­neh­men als das Schloss im Hin­ter­grund. Ei­ne star­ke per­spek­ti­vi­sche Wir­kung er­gibt sich zu­dem, wenn mark

Por­trät­brenn­wei­te

Ein leich­tes Te­le­ob­jek­tiv (hier 75 mm klein­bil­d­äqui­va­lent) stellt das Ge­sicht in sei­nen na­tür­li­chen Pro­por­tio­nen dar; bei kür­ze­rer Brenn­wei­te und ent­spre­chend ge­rin­gem Auf­nah­me­ab­stand wä­re z.b. die Na­se über­be­tont. Der Hin­ter­grund wur­de bei der Bild­be­ar­be

Raum kom­pri­mie­ren oto­gra­fiert man mit ei­nem star­ken Te­le­ob­jek­tiv (hier 300 mm klein­bil­d­äqui­va­lent) ein in der Tie­fe ge­staf­fel­tes Mo­tiv, so rü­cken die ein­zel­nen Mo­tiv­e­le­men­te nä­her zu­sam­men; der Raum wird schein­bar kom­pri­miert. So las­sen sich star­ke gra­fi

Af-fein­ab­stim­mung

Weit her­ge­holt Es macht ei­ne Men­ge Spaß, mit ei­nem lan­gen Te­le­ob­jek­tiv auf Ent­de­ckungs­rei­se zu ge­hen. Auf­nah­me 1 mit dem Kirch­turm im Hin­ter­grund ist re­la­tiv lang­wei­lig, ein Al­ler­welts­mo­tiv (28 mm klein­bil­d­äqui­va­lent). Mit 450 mm klein­bil­d­äqui­va­lent er­ke

Bild­kor­rek­tu­ren

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