„… Ero­tik im äs­the­ti­schen Be­reich ….“

fotocommunity Magazin - - Portfolio | Monika Schmitt -

Wie bist Du zur Fo­to­gra e ge­kom­men?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Nach­dem ich, wie vie­le heu­te, mit Han­dy-sel­fies be­gon­nen hat­te und ich mich im Ok­to­ber 2012 in der fc mit ei­nem Pro­fil an­ge­mel­det hat­te, wur­de mein Schwei­ne­hund ge­weckt, der das noch bes­ser ma­chen woll­te als nur mit ei­nem Han­dy. So ging ich im No­vem­ber 2012 los und kauf­te mir ei­ne Ni­kon D5100, die mich je­doch erst­mal mit all den Ein­stel­lun­gen über­for­der­te. Fast kein Fo­to woll­te ge­lin­gen, nicht ein­mal in der Au­to­ma­tik­ein­stel­lung, wor­auf ich erst­mal die Lust ver­lo­ren ha­be. Auch, weil lo­gi­scher­wei­se in der fc fast kein Fo­to gut an­kam. Ab dem Früh­jahr 2013 nahm ich mir dann die Zeit, mich mit der Ka­me­ra aus­ein­an­der­zu­set­zen und be­gann bald, mit ma­nu­el­len Ein­stel­lun­gen zu fo­to­gra­fie­ren.

Wie wür­dest Du Dei­nen Stil be­schrei­ben?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Vie­le er­ken­nen mei­ne Ar­bei­ten in­zwi­schen auf An­hieb, dann muss ich wohl ei­ne Hand­schrift ha­ben, de­rer ich mir sel­ber nicht be­wusst bin (lacht). Aber es ist schwie­rig, sich sel­ber zu be­schrei­ben. Spon­tan wür­de ich sa­gen: krea­tiv aus­ge­fal­len und an­ders, als die Norm vor­schreibt.

Was sind prin­zi­pi­ell Dei­ne Lieb­lings­mo­ti­ve?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Ich mag vie­les, bin für Ma­kros ger­ne in der Na­tur, pro­bie­re ger­ne Sel­fies – da­heim und Out­door. Ich mag die Mo­men­te der Street­fo­to­gra­fie, freue mich über Por­träts, um den Men­schen ei­ne Freu­de zu ma­chen, egal, ob es auch mal Main­stream wird. Mei­ne Schwer­punk­te se­he ich mal in der Ero­tik, in me­lan­cho­li­schen Ar­bei­ten, aber auch bei Wit­zi­gem, wo ich mich sel­ber auch ger­ne mal auf die Schip­pe neh­me.

Was macht für Dich die Fas­zi­na­ti­on an Vin­ta­ge-fo­to­gra e aus?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Es ist die Ero­tik im äs­the­ti­schen Be­reich, die man da­mit er­rei­chen kann, oh­ne viel nack­te Haut zu zei­gen. Zum Bei­spiel auf den Bil­dern mit Hut und Zi­ga­ret­te.

Hat das Fo­to­gra eren Dei­nen Blick auf die Welt ver­än­dert?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Auf je­den Fall! Man geht mit an­de­ren Au­gen in die wei­te Welt hin­aus, Klei­nig­kei­ten, die ich frü­her über­se­hen hät­te, sind für mich heu­te ein schö­nes Mo­tiv, und ich hal­te es fest. Ei­gent­lich ist für mich am un­ent­behr­lichs­ten, mit of­fe­nen Au­gen durch die Welt zu ge­hen und für die rich­ti­ge Ka­me­ra­ein­stel­lung mei­ne Bril­le da­bei zu ha­ben.

Du hast Dich im Ok­to­ber 2012 in der fc re­gis­triert. Wie bist Du zur fc ge­kom­men und wel­che Funk­tio­nen der fc schätzt Du be­son­ders?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Ich wur­de auf die fc durch ei­nen Be­kann­ten auf­merk­sam ge­macht, der als Mo­del vor der Ka­me­ra un­ter­wegs ist. Ich be­gann, Han­dy-sel­fies ein­zu­stel­len. Ich mach­te das aber mehr aus Spaß an der Sa­che. Ei­ne spe­zi­el­le Fo­to­sei­te war mir völ­lig neu und ich wuss­te nicht, was ich erst­mal los­tre­ten wür­de. Klar, es ka­men nicht nur net­te Wor­te, und das ver­scheuch­te mich erst­mal. Ich lösch­te mei­ne Fo­tos und mein Pro­fil gleich wie­der, aber kurz dar­auf ha­be ich mich wie­der an­ge­mel­det. Was mir sehr gut ge­fällt, ist der kom­mu­ni­ka­ti­ve Be­reich, der Aus­tausch mit an­de­ren Usern und auch, dass man im­mer wie­der Leu­te hat, die man im tech­ni­schen Be­reich auch fra­gen kann, wie sie dies und das Fo­to mach­ten oder die mir zu mei­nen Ar­bei­ten ei­nen Tipp ge­ben kön­nen.

Holst Du Dir auch An­re­gun­gen in der fo­to­com­mu­ni­ty?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Die fc hat ei­nen sehr gro­ßen Ein­fluss auf mei­ne Fo­to­gra­fie, aber nicht auf mei­nen Stil, son­dern, um die Tech­nik zu er­ler­nen. Es fan­den sich nach und nach dann doch User, die sich mit mei­nen Ar­bei­ten aus­ein­an­der­setz­ten, mir Tipps ga­ben, und wo ich auch nach­fra­gen konn­te und aus­führ­li­che Hil­fe be­kam. Das ist mir auch heu­te noch sehr wich­tig.

Hast Du fo­to­gra sche Vor­bil­der, und wenn ja wel­che?

Mo­ni­ka Sch­mitt: Vor­bil­der im Sin­ne, dass ich je­man­dem nach­ei­fe­re, ha­be ich nicht. Eher ha­be ich durch mei­nen Stil Fo­to­gra­fen ge­fun­den, de­ren Ar­bei­ten mich an­spre­chen und die ich ger­ne an­schaue, um mir dann doch mal ei­ne wei­te­re sti­lis­ti­sche Bild­idee zu ho­len. Da­zu ge­hö­ren et­wa Da­vid Ha­mil­ton, Hel­mut New­ton, Ma­rio Tes­ti­no oder El­li­ot Er­witt.

Das Bild ent­stand am frü­hen Mor­gen des 18. Sep­tem­ber 2014 an der rot ge­färb­ten La­gu­na Co­lo­ra­da im Sü­den Bo­li­vi­ens. In der Nacht zu­vor gab es leich­ten Schnee­fall, ein äu­ßerst sel­te­nes Er­eig­nis am Ran­de der Ata­ca­ma­wüs­te an der Gren­ze zu Chi­le. (Olym­pus OMD-E5, 30 mm, Blen­de 11, ISO 100, 1/400 s, Sta­tiv­auf­nah­me)

Flie­ger Sel­fie mit Flie­ger­müt­ze und Flie­ger­bril­le, Fens­ter­licht, hel­ler Hin­ter­grund, be­ar­bei­tet mit Sil­ver Efex in SW (Ni­kon D5100, Nik­kor 50 mm, ISO 3200, Blen­de 2,8, 1/45 s) Mo­ni­ka Sch­mitt Mo­ni­ka Sch­mitt, ge­bo­ren 1965 in Karls­ru­he, auf­ge­wach­sen in Wagh

Her­bert Gschwendt­ner Ti­tel: La­gu­na Co­lo­ra­da, Bo­li­vi­en

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