Wie Licht das Mo­tiv ver­än­dert

Fu­ji­film X-T1. Un­ter den spie­gel­lo­sen Top-mo­del­len ran­giert die Fu­ji­film X-T1 mit schi­ckem Re­tro-de­sign und zahl­rei­chen Ein­stell­mög­lich­kei­ten weit oben in der Be­liebt­heits­ska­la. Wir ge­ben Tipps, um Be­die­nung und Bild­qua­li­tät zu op­ti­mie­ren.

fotocommunity Magazin - - Praxis | Fotoschule -

Der Pol lter be­sei­tigt Re exe auf nicht­me­tal­li­schen Ober ächen und bringt so die Ob­jekt­far­ben bes­ser zur Gel­tung. Kon­tras­te im Him­mel las­sen sich da­mit ver­stär­ken: das Blau wird in­ten­si­ver, und die Wol­ken he­ben sich bes­ser da­von ab. Durch Dre­hen des Pol lters in sei­ner Fas­sung kön­nen Sie die Fil­ter­wir­kung steu­ern; je nach Ein­stell­po­si­ti­on und ver­wen­de­tem Fil­ter­typ be­trägt der Licht­ver­lust zwi­schen 0,5 und 1,5 Blen­den­wer­te. Die stärks­te Wir­kung ent­fal­tet Der Pol lter, wenn die Ka­me­ra im 90-Grad-win­kel zur Son­ne aus­ge­rich­tet ist. Bild 1: oh­ne Pol lter; Bild 2: mit Pol lter. Ein Pol lter ist auf Dau­er un­ver­zicht­bar, weil sich sei­ne Wir­kung durch Bild­be­ar­bei­tung nur un­zu­rei­chend si­mu­lie­ren lässt.

Die meis­ten Fo­tos be­nö­ti­gen ei­ne Ton­wert­kor­rek­tur, um den Bild­kon­trast an­zu­pas­sen und da­mit die Licht­si­tua­ti­on op­ti­mal wie­der­zu­ge­ben. Bei­spiel Pho­to­shop Ele­ments: Wäh­len Sie nach dem Öff­nen ei­nes Fo­tos „Über­ar­bei­ten“, dann „Be­leuch­tung an­pas­sen“und „Ton­wert­kor­rek­tur“(Strg L ruft eben­falls die Ton­wert­kor­rek­tur auf). Das an­ge­zeig­te His­to­gramm hilft Ih­nen bei der Bild­be­ur­tei­lung. Wenn links (Schat­ten) und rechts (Lich­ter) noch Spiel­raum ist, zie­hen Sie die wei­ße und schwar­ze Pfeil­mar­kie­rung an das His­to­gramm her­an (Bild 1). Mit dem mitt­le­ren (grau­en) Pfeil kön­nen Sie, wenn nö­tig, das Bild ins­ge­samt auf­hel­len oder ab­dun­keln. Nach dem Be­stä­ti­gen (OK) kommt es zu ei­ner Neu­ver­tei­lung der Ton­wer­te zwi­schen den Eck­punk­ten 0 und 255 (Bild 2).

Su­cher­hö­cker, Griff­wulst und Re­tro­De­sign las­sen die Fu­ji­film X-T1 auf den ers­ten Blick op­tisch eher ei­ner klas­si­schen SLR äh­neln als ei­ner mo­der­nen spie­gel­lo­sen Sys­tem­ka­me­ra. Mit Ab­mes­sun­gen von 129 x 90 x 47 cm fällt sie aber um ei­ni­ges kom­pak­ter aus und liegt zu­gleich si­cher in der Hand. So zier­lich das Ge­häu­se aus hoch­wer­ti­ger Ma­g­ne­si­um­le­gie­rung ist, so ro­bust ist es wie­der­um auch. Zu­dem sind X-T1 und die neue X-pro2 die ein­zi­gen Fu­ji­film-mo­del­le mit Xf-ba­jo­nett, die ei­nen Schutz ge­gen Staub und Spritz- was­ser ha­ben. Dar­über hin­aus bie­tet die X-T1 al­le Fea­tu­res ei­ner mo­der­nen Sys­tem­ka­me­ra: Ne­ben Wlan-kon­nek­ti­vi­tät und Full-hd-vi­de­o­be­trieb ge­hört ein ver­stell­bar ge­la­ger­ter 3-Zoll-mo­ni­tor mit 786 666 Rgb-pi­xeln Auf­lö­sung zu ih­rer Aus­stat­tung. Mit glei­cher Auf­lö­sung ar­bei­tet der elek­tro­ni­sche Su­cher, der mit 0,77-fa­cher ef­fek­ti­ver Ver­grö­ße­rung zu den größ­ten ak­tu­ell am Markt ge­hört und da­mit so­gar die op­ti­schen Su­cher von se­mi­pro­fes­sio­nel­len Voll­for­mat-slrs wie der Ca­non EOS 5D Mark III oder Ni­kon D750 über­trifft. Plus­punk­te bei den Fo­to­gra­fen kann die X-T1 aber be­son­ders durch ihr Be­di­en­kon­zept sam­meln, das – an klas­si­sche Slr-ka­me­ras an­ge­lehnt – mit vie­len Ein­stell­mög­lich­kei­ten und Di­rekt­zu­grif­fen auf­war­tet (vgl. COLORFOTOLe­ser­test in COLORFOTO 12/15). Nicht nur die Be­lich­tungs­kor­rek­tur, son­dern auch Be­triebs­mo­dus (Ein­zel, Se­rie, Bra­cke­ting, mehr­fach, Panorama), ISOStu­fe, Be­lich­tungs­me­tho­de (Ma­trix, mit­ten­be­tont, Spot) und Ver­schluss­zei­ten wer­den über ein­zel­ne Rä­der be­zie­hungs­wei­se He­bel ein­ge­stellt.

Tipp 1: Be­lich­tungs­funk­tio­nen

An­ders als die meis­ten Sys­tem­ka­me­ras of­fe­riert die X-T1 nur drei Be­lich­tungs­mo­di: Au­to­ma­tik, Blen­de- und Zeit­vor­wahl. Wählt man am Ver­schluss­zei­ten­rad „A“und zu­gleich am Ob­jek­tiv die Po­si­ti­on „A“, ist die Pro­gramm­au­to­ma­tik ak­ti­viert. Zu­sätz­lich kön­nen Sie das Iso-drehrad in „A“-stel­lung brin­gen. Für die Zeit­vor­wahl (Blen­den­au­to­ma­tik) stel­len Sie ein­fach den ge­wünsch­ten Wert am Zei­ten­rad auf der Ge­rä­te­ober­sei­te ein. Die Fein­jus­tie­rung er­folgt über das vor­de­re Drehrad. Um in die Blen­den­vor­wahl zu wech­seln, müs­sen Sie den Schie­be­schal­ter am Ob­jek­tiv auf das Blen­den­sym­bol set­zen und das Zei­ten­rad auf „A“stel­len. Die Blen­de bei Xf-ob­jek­ti­ven wird durch Dre­hen am Blen­den­ring vor­ge­wählt.

Tipp 2: XC- Ob­jek­ti­ve

Bei Ob­jek­ti­ven oh­ne Blen­den­ring (zum Bei­spiel Xc-ob­jek­ti­ve) kann man die Blen­den­wahl auf das vor­de­re Drehrad le­gen. Ak­ti­vie­ren Sie die Blen­den­ein­stel­lung auf Sei­te 5 des Auf­nah­me­me­nüs mit „Blen­den­ein­stel­lung ma­nu­ell“. Wenn Sie mit äl­te­ren Ob­jek­ti­ven ar­bei­ten, kann es sein, dass die Ka­me­ra die­se nicht mehr als Ob­jek­ti­ve iden­ti­fi­ziert und dar­um nicht mehr aus­löst. Dies be­he­ben Sie ganz ein­fach, in­dem Sie auf Sei­te 3 des Me­nüs „Auf­neh­men oh­ne Ob­jek­tiv“ak­ti­vie­ren. Die Be­lich­tungs­mess­me­tho­den (Mehr­feld, In­te- gral, Spot) wäh­len Sie di­rekt über das Drehrad un­ter­halb des Zei­ten­ra­des. Gut zu wis­sen: Dies funk­tio­niert nur bei de­ak­ti­vier­ter Ge­sichts­er­ken­nung.

Tipp 3: „Dis­play-back“-tas­te

Seit dem Firm­ware-up­date 3.0 ist es mög­lich, den me­cha­ni­schen Ver­schluss (bis 1/4000 s) mit ei­nem elek­tro­ni­schen bis 1/32 000 s zu kom­bi­nie­ren. In den Si­lent-mo­dus kann man je­doch nicht mehr mit der „Dis­play-back“-tas­te wech­seln, wie das noch mit den Vor­gän­ger­mo­del­len funk­tio­nier­te. Statt­des­sen müs­sen Sie den „Ru­he­mo­dus“et­was um­ständ­lich über das Me­nü ak­ti­vie­ren. Da­bei soll­ten Sie be­den­ken, dass beim Fo­to­gra­fie­ren mit dem me­cha­ni­schen Ver­schluss auch dann im­mer ein leich­tes Aus­lö­se­ge­räusch zu hö­ren ist. Um die Tas­ten­be­le­gung der sechs Funk­ti­ons­tas­ten schnell zu än­dern, ge­nügt es, et­was län­ger auf die „Dis­play­Back“-tas­te zu drü­cken. Eben­so kann man mit die­ser Me­tho­de di­rekt über die ein­zel­nen frei be­leg­ba­ren Tas­ten der Ka­me­ra ruck­zuck in das je­weils zu­ge­hö­ri­ge Zu­wei­sungs­me­nü wech­seln.

Tipp 4: Af-ein­stel­lun­gen und ma­nu­el­ler Fo­kus

Mit­te des ver­gan­ge­nen Jah­res hat Fu­ji­film der X-T1 das Firm­ware-up­date 4.0 spen­diert. Es bie­tet dem Fo­to­gra­fen un­ter an­de­rem ei­nen wei­ter­ent­wi­ckel­ten Hy­brid-af und er­gänzt die­sen um die Va­ri­an­ten „Zo­ne“und „Weit/ Ver­fol­gung“, für die nun ins­ge­samt 77 Af-punk­te zur Ver­fü­gung ste­hen. Zu­dem wur­de mit die­sem Up­date die Af-prä­zi­si­on un­ter schlech­ten Licht­ver­hält­nis­sen und bei kon­tras­t­ar­men Struk­tu­ren ver­bes­sert. Neu ist auch die Ge­sichtser­er­ken­nung, die sich jetzt durch die Au­gen­er­ken­nung ver­fei­nern lässt. An der Ge­häu­se-vor­der­sei­te fin­det sich der He­bel für die Wahl des Au­to­fo­kus-mo­dus (AF-S, AF-C und M.) Hil­fe beim Fo­kus­sie­ren im ma­nu­el­len Mo­dus (M) er­hal­ten Sie über Sei­te 4 des Auf­nah­me­me­nüs im „Mf-as­sis­tent“, der ne­ben Stan­dard­funk­ti­on ein „di­gi­ta­les Schnitt­bild“und die Ein- stel­lung „Max. Glanz­licht­ton“zur Aus­wahl stellt. Letz­te­re kennt man üb­li­cher­wei­se un­ter der Be­zeich­nung Pea­king. Über das di­gi­ta­le Schnitt­bild kann man prä­zi­se fo­kus­sie­ren, in­dem man un­ter­bro­che­ne Li­ni­en im Mo­tiv aus­gleicht und auf ei­ne Li­nie bringt. Am bes­ten kann man die Wir­kung im Su­cher be­ur­tei­len. Mit die­sen bei­den Funk­tio­nen lässt sich zu­dem die „Lu­pen“-funk­ti­on kom­bi­nie­ren: Ein Druck auf die Tas­te „Fo­cus As­sist“ober­halb des „Q“-me­nüs ak­ti­viert die Lu­pe, de­ren zwei Ver­grö­ße­rungs­stu­fen sich am Ein­stell­rad re­gu­lie­ren las­sen. Sie kön­nen die Lu­pe auch au­to­ma­tisch hin­zu­schal­ten, in­dem Sie auf Sei­te 1 des Ka­me­ra­me­n­üs die Funk­ti­on „Fo­kus­kon­trol­le“aus­wäh­len. Au­to­ma­tisch vom ma­nu­el­len zum Au­to­fo­kus sprin­gen Sie über die „Af-l“-tas­te, die Sie über das Me­nü mit dem AF-C oder AF-S kop­peln kön­nen (Me­nü­sei­te 1, „Au­to­fo­kus­ein­stel­lung“und „Einst. So­fort-af“).

Tipp 5: In­ter­vall mit Ti­mer

Ei­ne in­ter­es­san­te Funk­ti­on ver­birgt sich hin­ter dem Ein­trag „In­ter­vall­auf­nah­me mit Ti­mer“in Sei­te 2 des Auf­nah­me­me­nüs. Da­mit kön­nen Sie für Se­ri­en im Vor­aus fest­le­gen, in wel­chem zeit­li­chen In­ter­vall (St­un­de, Mi­nu­te, Se­kun­de) und wie vie­le Bil­der pro Se­rie auf­ge­nom­men wer­den sol­len. Ein Klick auf „Ok“bringt Sie zur in­te­grier­ten Zeit­schalt­uhr, mit der Sie de­fi­nie­ren kön­nen, zu wel­chem Zeit­punkt die Auf­nah­me star­ten soll. So kön­nen Sie et­wa be­quem das Auf­neh­men ei­nes Son­nen­auf­gangs pro­gram­mie­ren. Da­nach brau­chen Sie nur noch die Ka­me­ra auf’s Sta­tiv zu stel­len – und fer­tig!

Ein Tipp noch zum Fil­men

Zwar ge­hört der Vi­deo­mo­dus nicht zu den High­lights die­ser Ka­me­ra; wenn Sie den­noch schnell zwi­schen Fo­to­und Film­mo­dus wech­seln mö­gen, kön­nen Sie Ih­re Auf­nah­me di­rekt über die Vi­deo-tas­te atar­ten. Die Ka­me­ra switcht aber dann au­to­ma­tisch ins 16:9-Bild­for­mat, wo­durch das Bild­feld oben be­schnit­ten wird. Um die Bild­grö­ße op­ti­mal an­zu­pas­sen, soll­ten Sie bei gleich­zei­ti­ger Vi­de­o­nut­zung im Auf­nah­me­me­nü die „Bild­grö­ße“ent­spre­chend auf 16:9 stel­len.

Sa­bi­ne Schnei­der

Ei­ne wach­sen­de Zahl von Fo­to­gra­fen zieht die klei­ne­ren, leich­ten und hand­li­chen spie­gel­lo­sen Ka­me­ras den schwe­re­ren Spie­gel­re­flexMo­del­len vor. Zu den auch bei Pro­fis be­lieb­ten Kan­di­da­ten zählt die Olym­pus OM-D E-M1. Das ver­wun­dert kei­nes­wegs, da die­se Ka­me­ra au­ßer ih­rer sehr hoch­wer­ti­gen Qua­li­tät auch ein sym­pa­thi­sches Hand­ling bie­tet. Ihr bild­s­ta­bi­li­sier­ter 16-Me­ga­pi­xel-sen­sor im Four-thirds-for­mat muss zwar mit ei­ner et­was klei­ne­ren Ober­flä­che aus­kom­men als die Sensoren der SLR- Kon­kur­renz im Aps-c-for­mat. Bei der Bild­qua­li­tät kann die OM-D E-M1 aber den­noch gut mit vie­len APS-CMo­del­len mit­hal­ten. Zu den Stär­ken der E-M1 ge­hört ih­re üp­pi­ge Aus­stat­tung. Sie steckt in ei­nem ro­bus­ten, spritz­was­ser­ge­schüt­zen Ge­häu­se aus hoch­wer­ti­gem Ma­g­ne­si­um. Dar­über hin­aus ge­hö­ren ein hoch­auf­lö­sen­der elek­tro­ni­scher Su­cher so­wie ein ver­stell­bar ge­la­ger­ter 3-Zoll-mo­ni­tor mit gleich ho­her Auf­lö­sung und TouchFunk­tio­na­li­tät zum Kon­zept. Da­zu kom­men noch ver­schie­de­ne Ein­s­tel- lungs­mög­lich­kei­ten, zahl­rei­che Me­nü­punk­te im et­was un­über­sicht­li­chen Me­nü so­wie ei­ne Viel­zahl an Tas­ten und zwei Rä­der, die dem Nut­zer al­ler­dings ei­ni­ges an fo­to­gra­fi­schem Wis­sen und ei­ne in­ten­si­ve Zeit­in­ves­ti­ti­on ab­ver­lan­gen, dass er da­mit si­cher um­ge­hen kann. Zur Ab­blend­tas­te, der Au­to­fo­kus- und Be­lich­tungs­kor­rek­tur, den bei­den Funk­ti­ons­tas­ten, dem In­fo-knopf und der Hdr-funk­ti­on ge­sel­len sich noch zwei Rän­del­rä­der, die sich – wie auch fast je­de an­de­re Tas­te – be­lie­big be­le­gen las­sen.

Tipp 1: Ka­me­ra nach Maß

Wenn man sich erst ein­mal mit der Nut­zer­füh­rung aus­ein­an­der­ge­setzt hat, ent­steht die Pra­xis­taug­lich­keit der E-M1 gera­de da­durch, dass sich ih­re Be­die­nung stark ver­ein­fa­chen und in­di­vi­dua­li­sie­ren lässt. Der Fo­to­graf kann zum Bei­spiel fest­le­gen, dass be­stimm­te Punk­te im Me­nü nicht mehr auf­tau­chen. Noch wich­ti­ger ist, dass sich die meis­ten Knöp­fe und Tas­ten ganz nach Gus­to be­le­gen las­sen. So emp­fiehlt es sich zum ma­nu­el­len Fo­kus­sie­ren, die Funk­ti­on „MF“auf ei­ne der Tas­ten für den Di­rekt­zu­griff aus­zu­la­gern. Au­ßer­dem soll­ten beim ma­nu­el­len Fo­kus im Auf­nah­me­me­nü, Ein­stel­lun­gen, AF/MF den „ma­nu­el­len As­sis­ten­ten“und hier „Ver­grö­ßern“und „Fo­cus Pea­king“ak- ti­vie­ren. Ein Dre­hen am Fo­kus­ring ge­nügt nun, um die Ver­grö­ße­rung und das Pea­king (wahl­wei­se in Weiß oder Schwarz) zu star­ten. Nach ei­nem Druck auf die „Ok“-tas­te im Zen­trum des Vier-we­ge-schal­ters kann man be­quem per Drehrad und Vier-we­ge-schal­ter durch das Dis­play­Me­nü der Ka­me­ra na­vi­gie­ren: Rechts fin­den sich die Ein­stel­lungs­pa­ra­me­ter, in der Ho­ri­zon­ta­len je­weils die Un­ter­me­nüs. Tipp: Ein Klick auf die „In­fo“Tas­te führt zum Ma­xi-me­nü, in dem sich per Touch-funk­ti­on und vor­de­rem Drehrad ein­zel­ne Pa­ra­me­ter di­rekt ver­än­dern las­sen. Um die In­fo-tas­te mit die­ser Funk­ti­on zu be­le­gen, ge­hen Sie ins Ka­me­ra­me­nü, auf „Ein­stel­lun­gen“, „DIS­PLAY/WLAN/PC“und „Kon­trol­le Einstll“. Dort ak­ti­vie­ren Sie sämt­li­che Häk­chen in den ent­spre­chen­den Un­ter­me­nüs.

Tipp 2: Bild­s­ta­bi­li­sie­rung

Ei­ne schö­ne An­nehm­lich­keit der Olym­pus OM-D E-M1 ist der ka­me­rain­ter­ne, al­so vom Ob­jek­tiv un­ab­hän­gig ar­bei­ten­de, „Fünf-ach­sen“-bild­s­ta­bi­li­sa­tor, der Er­schüt­te­run­gen op­tio­nal in drei Rich­tun­gen und mit Kipp­be­we­gun­gen aus­gleicht. „Auf­nah­me­me­nü 2“bie­tet da­zu die Mo­di „Stand­bild“und „Mo­vies“. Da­bei ist zu be­ach­ten, bei Vi­de­os oder ge­woll­ten Mit­zieh-ef­fek­ten die pas­sen­de Ein­stel­lung im Me­nü fest­zu­le­gen und da­bei die ver­ti­ka­le Sta­bi­li­sie­rung zu de­ak­ti­vie­ren. Schnel­len Zu­griff ge­währt wie­der­um das „In­fo“-me­nü.

Tipp 3: Mul­ti­funk­ti­on

Da­mit man beim Fo­to­gra­fie­ren ins Farb­ma­nage­ment ein­grei­fen oder die Gra­da­ti­on va­ri­ie­ren kann, hat die E-M1 ei­ne Lö­sung pa­rat: Zu­nächst müs­sen Sie im Me­nü in den Ein­stel­lun­gen für „Tas­te/wahl­rad/schal­ter, Tas­ten­funk­ti­on“die fn2-funk­ti­on mit der „Mul­ti­funk­ti­on“be­le­gen. Um dar­auf zu­zu­grei­fen, drü­cken Sie ein­fach die Tas­te auf der Ge­rä­te­ober­sei­te links ne­ben der Vi­deo­start­tas­te und be­tä­ti­gen gleich­zei­tig das vor­de­re Drehrad: Wenn Sie nun die ge­wünsch­te Un­ter­funk­ti­on mit dem Drehrad aus­wäh­len, kön­nen Sie künf­tig durch ei­nen wei­te­ren Tas­ten­druck di­rekt auf die ge­wähl­te Funk­ti­on zu­grei­fen: Mit der „Hel­lig­keit/schat­ten­kor­rek­tur“ge­lan­gen Sie bei­spiels­wei­se in die Gra­da­ti­ons­kur­ve, um Spitz­lich­ter und Schat­ten mit dem Rän­del­rad zu jus­tie­ren. Per „Farb­ge­stal­ter“kön­nen Sie ein­zel­ne Far­ben sät­ti­gen, um zum Bei­spiel schnell das Rot ei­nes Son­nen­un­ter­gangs oder das Blau des Him­mels zu in­ten­si­vie­ren. Zu­dem las­sen sich so die Ver­grö­ße­rungs­funk­ti­on und die Wech­sel des Bild­for­mats ak­ti­vie­ren.

Tipp 4: Art-bra­cke­ting

Stellt man das Mo­dus­rad auf die Po­si­ti­on „ART“, er­hält man Zu­griff auf das Kunst­fil­ter-sor­ti­ment der Ka­me­ra, das un­ter an­de­rem 14 Bild­sti­le und ei­ne ei­ge­ne Bra­cke­ting-funk­ti­on um­fasst. Über das ent­spre­chen­de Un­ter­me­nü kön­nen Sie de­tail­liert fest­le­gen, wel­che Fil­ter da­für ge­nutzt wer­den sol­len. So kann man zum Bei­spiel mit dem ein­ma­li­gen Aus­lö­sen zu je­der Auf­nah­me auch noch ei­ne mo­no­chro­me Va­ri­an­te spei­chern.

Tipp 5: Li­ve-bulb-mo­dus und Col­la­ge-funk­ti­on

Ei­ne Olym­pus-spe­zi­el­le, be­son­de­re Funk­ti­on an der E-M1 ist die „Li­ve Ti­me“- und „Li­fe Bulb“-funk­ti­on. Da­mit kann man bei Nacht­auf­nah­men vom Sta­tiv das Ent­ste­hen von Licht­spu­ren und -ak­zen­ten in Echt­zeit auf dem Li­ve-view-bild ver­fol­gen. Da­zu wäh­len Sie den ma­nu­el­len Mo­dus auf dem Be­lich­tungs­rad, stel­len den AEL-AFL-HE­BEL auf 1 und ak­ti­ve­ren mit dem hin­te­rem Drehrad die Op­ti­on „Li­ve­time“oder „Li­ve­com“. Wer es ein­mal aus­pro­bie­ren will: Mit ISO 100 und Blen­de f/19 kann man bei rund 60 s Be­lich­tungs­zeit un­ge­wöhn­li­che Ef­fek­te er­zie­len. Sa­bi­ne Schnei­der

Er mei­de die Mit­tags­stun­den wie die Kat­ze das Was­ser, hat der be­kann­te Berg­fo­to­graf Bernd Rit­schel in sei­nem Fo­to­buch über „Ber­ge, Land­schaft, Out­door, Ac­tion“ein­mal tro­cken fest­ge­stellt – zu­min­dest bei schö­nem Wet­ter, al­so bei blau­em, wol­ken­lo­sen Him­mel.

Kon­trast und Dy­na­mik? Un­ter Mo­tiv- oder Ob­jekt­kon­trast ver­steht man die Hel­lig­keits­dif­fe­renz zwi­schen den hells­ten und dun­kels­ten Stel­len im Mo­tiv. Die Fä­hig­keit der Ka­me­ra bzw. des Bild­sen­sors, Mo­tiv­kon­tras­te zu be­wäl­ti­gen, nennt man Dy­na­mik. Das üb­lich

Land­schaft mit Licht­wech­sel Es kos­tet Zeit, lohnt sich aber: Um die Wir­kung des Lichts auf ei­ne Land­schaft un­mit­tel­bar zu er­le­ben, soll­ten Sie ein­mal ei­nen Tag an ei­nem Aus­sichts­punkt ver­brin­gen, die Ka­me­ra auf ein Sta­tiv stel­len und im St­un­den­ab­stand fo

Die Bil­der auf der Dop­pel­sei­te zu­vor ma­chen deut­lich, wie un­ter­schied­lich Mo­ti­ve durch die Art des vor­han­de­nen Lichts wir­ken. Das be­deu­tet aber nicht, dass dem Fo­to­gra­fen bei vor­han­de­nem Licht kei­ner­lei Steue­rungs­mög­lich­kei­ten blei­ben. Ana­log zum Ein­satz

Fo­to: Her­stel­ler Steht die Son­ne mehr als 30 Grad über dem Ho­ri­zont, so spricht man von Auf­licht. Der ho­he Son­nen­stand sorgt für ein tech­nisch un­pro­ble­ma­ti­sches, so­zu­sa­gen pfle­ge­leich­tes, Licht mit kur­zen Schat­ten, gleich­mä­ßi­ger Aus­leuch­tung und neu­tra­le

Auf- und Fron­tal­licht

Sei­ten- und Streif­licht Sei­ten­licht ist ein pro­ba­tes Mit­tel, um Struk­tu­ren und For­men her­aus­zu­ar­bei­ten. Die lan­gen Schat­ten zeich­nen da­bei die For­men von Ge­gen­stän­den nach (Bild oben), was den Fo­tos et­was Rä­um­li­ches ver­leiht. Ober­flä­chen­struk­tu­ren, z.b.

Ge­gen­licht Ge­gen­licht ist die am schwie­rigs­ten zu be­herr­schen­de Licht­art. Zu den ty­pi­schen Merk­ma­len die­ser Va­ri­an­te ge­hö­ren ef­fekt­vol­le Licht­säu­me um das Mo­tiv wie et­wa bei den ab­ge­bil­de­ten Blü­ten (Bild oben). Am bes­ten ge­lin­gen sol­che Auf­nah­men, wenn m

Es gibt die­se ma­gi­schen Mo­men­te, in de­nen das Licht die Um­ge­bung ver­zau­bert und man als Fo­to­graf den Atem an­hält. Oft hal­ten sol­che Licht­stim­mun­gen nur we­ni­ge Au­gen­bli­cke an – bei­spiels­wei­se im Vor­feld ei­nes hef­ti­gen Un­wet­ters. Man kann die­se Mo­men­te auch

Die­se reiz­vol­le Licht­stim­mung an der nächt­li­chen Strand­pro­me­na­de ent­stand da­durch, dass im Vor­der­grund – im Bild nicht sicht­bar – ei­ne grö­ße­re LED-WAND stand, die im­mer wie­der die Far­be wech­sel­te. Da­bei ent­stan­den meh­re­re Auf­nah­men mit je­weils un­ter­schied

Licht­spie­le Sil­hou­et­te An der Nord­see än­dert sich das Wet­ter schnell. Hier war es stür­misch und der Him­mel völ­lig mit dunk­len Wol­ken be­deckt. Plötz­lich be­leuch­te­te ein Son­nen­strahl durch ein Loch in den Wol­ken wie ein Spot­schein­wer­fer die Mee­res­ober­fläc

Wet­ter­leuch­ten Dra­ma­ti­sche Wol­ken­for­ma­tio­nen wie et­wa vor ei­nem Ge­wit­ter schaf­fen häu­fig die Vor­aus­set­zung für un­ge­wöhn­li­che Licht­si­tua­tio­nen. Hier bahn­ten sich die Licht­strah­len für we­ni­ge Au­gen­bli­cke ih­ren Weg durch die Wol­ken, be­leuch­te­ten die mit ein

Son­nen­un­ter­gän­ge wir­ken zwar be­reits durch ih­re in­ten­si­ven Far­ben, las­sen sich aber durch ein in­ter­es­san­tes Vor­der­grund­ob­jekt noch ge­hö­rig auf­wer­ten. Da die Be­lich­tung auf den Him­mel ab­ge­stimmt wur­de, ist die Sta­tue im Vor­der­grund als Sil­hou­et­te ab­ge­bil­de

Loch in den Wol­ken

Spie­gel­lo­se im Slr-de­sign Mit ih­rem Su­cher­hö­cker und zahl­rei­chen Ein­stel­lele­men­ten sieht die Fu­ji­film X-T1 wie ei­ne klas- si­sche Slr-ka­me­ra ame­ra aus. Zum zier­li­chen Er- schei­nungs­bild passt das kom­pak­te Standard- zoom 2,8-4/18-55 mm per­fekt. Er­hält­lich i

Vie­le Be­dien­ele­men­te Die Ein­stell­rä­der für Ver­schluss­zei­ten und Iso-wer­te sind mit ei­ner En­trie­ge­lungs­tas­te ver­se­hen, da­mit man sie nicht un­ab­sicht­lich ver­stellt. Das Rad für die Be­lich­tungs­kor­rek­tur lässt sich da­ge­gen frei dre­hen, ras­tet aber dau­er­haft i

Über den Fo­kus-as­sis­ten­ten las­sen sich zum ma­nu­el­len Fo­kus­sie­ren drei Hil­fen ak­ti­vie­ren: 1 Im Stan­dard­mo­dus wird per Fo­kus­ring scharf­ge­stellt. 2 Ei­ne zwei­fa­che Lu­pen­funk­ti­on zeigt ei­nen Aus­schnitt au­to­ma­tisch beim Be­tä­ti­gen des Fo­kus­rings ver­grö­ßert. 3 Di

In­ter­vall­auf­nah­men mit Ti­mer In der In­ter­vall­funk­ti­on mit Ti­mer las­sen sich der In­ter­vall­ab­stand ( 2) in St­un­den und Mi­nu­ten so­wie die An­zahl der Auf­nah­men pro Bild­se­rie fest­le­gen. In ei­nem wei­te­ren Un­ter­me­nü wird der Auf­nah­me­zeit­punkt ex­akt de­fi­niert.

Spie­gel­los Das Kern­stück der OM-D E-M1 ist ein 16-Me­ga­pi­xel-sen­sor im Mi­cro-four-thirds- For­mat, der ei­ne Bild­qua­li­tät auf SLRNi­veau bie­tet. Da­zu hat das spie­gel­lo­se Flagg­schiff ei­nen gu­ten Su­cher und liegt si­cher in der Hand.

Schwenk­bar Das Dis­play der Olym­pus OM-D E-M1 ist schwenk ­bar­und­be­rüh­rungs­emp­find­lich, ­ so­dass sie per Fin­ger­tipp be­dien­bar ist.

Schnell­zu­griff: Mit der ent­spre­chen­den Ein­stel­lung im Auf­nah­me­me­nü kann der Fo­to­graf nach dem Be­tä­ti­gen der Me­nü-tas­te mit der In­fo-tas­te di­rekt auf das Touch-ma­xi-me­nü zu­grei­fen und per Vier-we­ge-schal­ter und hin­te­rem Drehrad na­vi­gie­ren. Die OM-D E-M1 bi

Bei ent­spre­chen­der Zu­wei­sung greift man mit ei­ner et­was um­ständ­li­chen Hand­be­we­gung über die ent­spre­chen­de Tas­te auf der Ka­me­rao­ber­sei­te und das vor­de­re Drehrad di­rekt in die Bild­ge­stal­tung ein: So kann man sich mit dem vor­de­ren und hin­te­ren Drehrad die Bi

Fil­ter-kunst Als krea­ti­ven Gestal­tungs­be­reich bie­tet die E-M1 auf dem Be­lich­tungs­wahl­rad die Art-funk­ti­on, die di­ver­se Fil­ter und ver­schie­de­ne Darstel­lungs­op­tio­nen um­fasst. Ein­zel­ne Fil­ter las­sen sich über Art-bra­cke­ting zu ei­ner Se­rie ver­bin­den. So kön­ne

Ein Mo­tiv, vie­le Wir­kun­gen: Die Art-fil­ter Dra­ma, Nor­mal, Se­pia, Weich, Mono und Ge­mäl­de im Ver­gleich.

Ne­ben dem Li­ve-ti­me-mo­dus für den kon­ti­nu­ier­li­chen Be­lich­tungs­auf­bau bei Nacht­auf­nah­men sorgt ei­ne wei­te­re Olym­pus-spe­zia­li­tät für Kom­fort bei der Be­die­nung: die in­te­grier­te und ein­fach zu hand­ha­ben­de Col­la­ge-funk­ti­on, auf die man eben­falls di­rekt über da

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