STERN­GU­CKER

Kaum je­mand, der in ei­ner kla­ren, dunk­len Nacht zum Him­mel schaut, kann sich der Fas­zi­na­ti­on des Ster­nen­him­mels ent­zie­hen. Durch den Fort­schritt der Tech­nik kön­nen schon Ein­stei­ger die Wun­der des Wel­talls auf die Spei­cher­kar­te ban­nen. fc-as­tro­fo­to­graf Ber

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Es sind wohl un­se­re Neu­gier und Fan­ta­sie, die sich vom Wun­der des Uni­ver­sums fas­zi­nie­ren las­sen und ein ge­wis­ses Fern­weh aus­lö­sen, um es zu ent­de­cken. War die Astro­fo­to­gra­fie frü­her noch ei­nem au­ser­wähl­ten Kreis spe­zia­li­sier­ter Ex­per­ten vor­be­hal­ten, ist sie durch den Fort­schritt in der fo­to­gra­fi­schen Tech­nik im Be­reich der Ama­teur­fo­to­gra­fie an­ge­kom­men. Ob­wohl es preis­lich nach oben kaum Gren­zen gibt, lässt sich aber doch schon mit ein­fa­chen Mit­teln Astro­fo­to­gra­fie be­trei­ben. In der Astro­fo­to­gra­fie sind grund­sätz­lich zwei Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern: Die Ob­jek­te, die ab­ge­lich­tet wer­den sol­len, sind meist sehr licht­schwach. Zum an­de­ren dreht sich die Er­de, und da­mit schei­nen sich die Ster­ne über den Him­mel zu be­we­gen. Bei­des spielt ei­ne Rol­le, wenn man län­ger be­lich­ten und mit län­ge­ren Brenn­wei­ten ar­bei­ten muss. Die Ster­ne wer­den bei zu­neh­men­der Be­lich­tungs­zeit im­mer mehr zu „Ei­ern“be­zie­hungs­wei­se „Strich­spu­ren“.

Tipp 1: Den Mond fo­to­gra eren

Be­gin­nen wir mit der ein­fachs­ten Art, Astro­fo­to­gra­fie zu be­trei­ben. Da­zu rei­chen ei­ne Ka­me­ra, ein Sta­tiv und ein Fern­aus­lö­ser. Ziel könn­te mit mehr Brenn­wei­te un­ser nächs­ter Nach­bar im All sein: der Mond. Wer mit 200 mm Brenn­wei­te oder mehr auf den Erd­tra­ban­ten hält, wird be­reits ei­ni­ge De­tails ent­de­cken kön­nen. Er ist hell ge­nug, um selbst bei ISO 100 noch Be­lich­tungs­zei­ten zu er­lau­ben, die kei­ne Nach­füh­rung not­wen­dig ma­chen, und bie­tet nor­ma­ler­wei­se die Mög­lich­keit, mit Au­to­fo­kus ver­nünf­tig zu ar­bei­ten. So­fern der Mond noch nicht voll ist, kann man hier durch­aus mit den ver­schie­dens­ten Be­lich­tungs­zei­ten ex­pe­ri­men­tie­ren, um auch den dunk­len An­teil schön sicht­bar zu ma­chen, und vi­el­leicht meh­re­re Be­lich­tun­gen wie in der Hdr-fo­to­gra­fie zu über­la­gern. So las­sen sich auch oh­ne Te­le­skop sehr schö­ne Ef­fek­te er­zie­len.

Über­la­ge­rung von zwei Fo­tos mit­tels Pho­to­shop. Ca­non 6D mit Sig­ma 70-200 mm, 200 mm, Blen­de 2,8

Ob­jekt: Ju­pi­ter mit der DSLR; Be­lich­tung: 30s-vi­deo auf­ge­nom­men mit Eos­rec mit 3-fach-zoom; Op­tik: 10“Sky­wat­cher Net­won mit 1,5-fachBar­low-lin­se; Ka­me­ra: Ca­non 450 Mon­tie­rung: Los­man­dy G11 – FS-2 Bild­be­ar­bei­tung: Au­to­S­tak­kert, Re­gis­tax 6, Pho­to­shop CS5

Ob­jekt: Mond Be­lich­tung: nicht ver­füg­bar; Op­tik: TS 8“Fo­to­new­ton Ka­me­ra: Ca­non EOS 400 D; Mon­tie­rung: EQU- 6 Sky­scan Bild­be­ar­bei­tung: Pho­to­shop CS 3

Ob­jekt: Mes­sier 31 die An­dro­me­da-ga­la­xie; Be­lich­tung: 15*10 min L , je 15*5 min RGB Bin­ning 2*2; Op­tik: Wil­li­am Op­tics Me­g­rez 72; Ka­me­ra: Mora­vi­an G 8300 FW bei -20 °C; Mon­tie­rung: Los­man­dy G11 – FS-2; Bild­be­ar­bei­tung: Ccdstack, Pho­to­shop CS3

Ob­jekt: Fuchs­pelz­ne­bel Be­lich­tung: 12*20 min Ha, 12*10 min L, je 6*10 min RGB; Op­tik: Selbst­bau 14“New­ton f/3,85; Ka­me­ra: FLI 8300 bei -30 °C; Mon­tie­rung: ASA DDM85; Bild­be­ar­bei­tung: Pi­xin­sight, Pho­to­shop CS5

Ob­jekt: NGC 7293 der He­lix­ne­bel; Be­lich­tung: 6*10 min Ha, je 6*5 min RGB Bin­ning 2*2; Op­tik: TS 8“Fo­to­new­ton; Ka­me­ra: Mora­vi­an G 8300 FW bei -20 °C; Mon­tie­rung: Los­man­dy G11 – FS-2; Bild­be­ar­bei­tung: CCDStack, Pho­to­shop CS3

Ob­jekt: Mes­sier 101 die Pinw­heel- Ga­la­xie; Be­lich­tung: 21*900 s L, je 10*600 s RGB; Op­tik: Selbst­bau 14“New­ton f/3,85; Ka­me­ra: FLI 8300 bei -30 °C; Mon­tie­rung: ­ASA DDM85;Bild­be­ar­bei­tung: Pi­xin­sight, Pho­to­shop CS5

Ob­jekt: Mes­sier 15 der Ku­gel­stern­hau­fen bei föh­ni­gen Be­din­gun­gen; Be­lich­tung: je 15*5 min LRGB; Op­tik: Sky­wat­cher 10“New­ton; Ka­me­ra: Mora­vi­an G2 8300 FW bei -20 °C; Mon­tie­rung: Los­man­dy G11 – FS-2; Bild­be­ar­bei­tung: Pi­xin­sight, Pho­to­shop CS5

Ob­jekt: NGC 281 der Pacman­ne­bel in der Hub­b­le Pa­let­te, Ha= G, SII= R, OIII= B; Be­lich­tung: 16*1800 s Ha, 8*1800s OIII, 10*1800 s SII; Op­tik: Selbst­bau 14“New­ton f/3,85; Ka­me­ra: FLI 8300 bei -30 °C; Mon­tie­rung: ASA DDM85; Bild­be­ar­bei­tung: Pi­xin­sight, Pho­to

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