Fa­mi­li­en­zu­wachs

Lu­mix DMC-G81: Pa­na­so­nic hat ein tech­nisch auf­ge­rüs­te­tes Schwes­ter­mo­dell zur G70 auf den Markt ge­bracht, das in man­cher Hin­sicht so­gar zum Top-mo­dell GH4 auf­schlie­ßen kann. Was hat die Lu­mix DMC-G81 auf dem Kas­ten, um sich in der Fa­mi­lie zu pro­fi­lie­ren un

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Pa­na­so­nic er­wei­tert sein Sor­ti­ment an spie­gel­lo­sen Sys­tem­ka­me­ras: Nach der GX80 im Su­cher­ka­me­ra-look folgt jetzt die G81 als wei­te­res Fa­mi­li­en­mit­glied im SLR-DE­sign, ei­ne en­ge Ver­wand­te der G70: Al­le drei Ka­me­ras zeich­nen Bil­der mit ei­nem 16-Me­ga­pi­xel-sen­sor im 4/3-For­mat auf; das ent­spricht ei­ner Sen­sor­flä­che von 17,3 x 13 mm und ei­nem Sei­ten­ver­hält­nis von 4:3. Im Un­ter­schied zur G70 aber hat man (wie bei der GX80) auf ei- nen Tief­pass­fil­ter vor dem Sen­sor ver­zich­tet. Preis­lich liegt die G81 in der gol­de­nen Mit­te des Sor­ti­ments: Legt man die un­ver­bind­li­chen Preis­emp­feh­lun­gen von Pa­na­so­nic zu­grun­de (Stand Ok­to­ber), so ist die G81 für 899 Eu­ro zu ha­ben, die GH4 für 1199 Eu­ro und die G70 für 599 Eu­ro. Die Schwes­ter­mo­del­le im Su­cher­ka­me­ra­de­sign GX8 und GX80 ste­hen mit 999 und 599 Eu­ro in der Lis­te. Die Markt­prei­se sind zum Teil nied­ri­ger an- ge­sie­delt, je nach Al­ter des je­wei­li­gen Mo­dells.

Ge­häu­se und Aus­stat­tung

Auf den ers­ten Blick er­kennt man kaum Un­ter­schie­de zwi­schen der G70 und der G81. Das Ka­me­ra­ge­häu­se wirkt durch sei­ne Kon­tur mit leicht ab­fal­len­den Schul­tern zier­lich, ele­gant und mo­dern. Al­ler­dings ist die G81 nicht oh­ne Grund

knapp 100 Gramm schwe­rer als die G70: Wäh­rend die­se näm­lich kom­plett aus Kunst­stoff be­steht, ist die G81 zu­min­dest in Tei­len aus Ma­g­ne­si­um ge­fer­tigt, was ihr ein spür­ba­res Plus an Wer­tig­keit ver­leiht. Ei­ne rutsch­hem­men­de Be­schich­tung und ein statt­li­cher Hand­griff sor­gen für ei­ne an­ge­neh­me Hap­tik. Zu­dem ist die G81 ge­gen Staub und Spritz­was­ser ab­ge­dich­tet – ein Merk- mal, das bis­her den Top­mo­del­len der Gh4-rei­he vor­be­hal­ten war und in der Klas­se un­ter 1000 Eu­ro nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Hin­zu kommt die „dua­le Bild­s­ta­bi­li­sie­rung“(Du­al I.S.) der G81: Sie kom­bi­niert ei­ne in­ter­ne Bild­s­ta­bi­li­sie­rung („5-Ach­sen“-sen­sor-shift) mit dem Bild­s­ta­bi­li­sa­tor des Ob­jek­tivs, was die Frei­hand­gren­ze um bis zu fünf Zeit­stu­fen aus­deh­nen soll. Ein Aus­klapp- blitz ist eben­falls an Bord. Den Spei­cher­kar­ten-slot hat der Her­stel­ler im Ver­gleich zur G70 von der Un­ter­sei­te an die rech­te Ge­häu­se­flan­ke ver­la­gert, und sämt­li­che An­schlüs­se be­zie­hungs­wei­se Schnitt­stel­len fin­den sich auf der ge­gen­über­lie­gen­den Ge­häu­s­e­sei­te. Op­tio­nal ist für die G81 der Bat­te­rie­hand­griff DMW-BGG1 mit Be­dien­ele­men­ten für Hoch­for­mat­auf­nah­men er­hält­lich, der

das Hand­ling noch­mal spür­bar ver­bes­sert. Auch op­tisch wirkt die Ka­me­ra mit Hand­griff wie aus ei­nem Guss. Dank dem zwei­ten Ak­ku (DMW-BLC12, 1200 mah) im Hand­griff ver­dop­pelt sich die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät von gut 300 Auf­nah­men (Ci­pa-stan­dard) auf das Dop­pel­te. Der Oled-su­cher der G81 bie­tet ei­ne Auf­lö­sung von 786 666 RGB-BILD- punk­ten und da­mit nicht mehr als bei der G70. Al­ler­dings ist das Su­cher­bild ein Stück grö­ßer ge­wor­den (0,74-fa­che statt 0,70-fa­che Ver­grö­ße­rung). Un­ver­än­dert ist da­ge­gen das TFT-LCD-DIS­play an der Rück­sei­te mit 3-Zoll-dia­go­na­le und 346 666 Rgb-bild­punk­ten. Es lässt sich von der Ka­me­ra weg schwen­ken und dre­hen, was der Be­trach­tungs- per­spek­ti­ve kaum Gren­zen setzt. Zu­dem ist der Mo­ni­tor touch­fä­hig.

Au­to­fo­kus und Be­lich­tung

Beim Au­to­fo­kus-sys­tem be­gnügt sich der Her­stel­ler mit Be­währ­tem: Der Kon­trast-af ar­bei­tet wie ge­habt mit 49 Fel­dern und Dfd-tech­no­lo­gie („Depth From De­fo­cus“). Da­bei wird der Ab­stand zum Mo­tiv im ers­ten Schritt mit­hil­fe von zwei de­fo­kus­sier­ten Bil­dern mit un­ter­schied­li­chen Schär­fee­be­nen er­mit­telt. Die auf die­se Wei­se er­rech­ne­te Po­si­ti­on muss an­schlie­ßend noch fein­jus­tiert wer­den. Da­bei ver­hält sich das Sys­tem ziem­lich sport­lich: Mit 0,19 s Aus­lö­se­ver­zö­ge­rung in­klu­si­ve Af-zeit bei 300 Lux schlägt die Ka­me­ra auch die meis­ten Slr-mo­del­le; auch 0,37 s bei 30 Lux sind im­mer noch ziem­lich gut. Das Af-sys­tem lässt sich viel­fäl­tig kon­fi­gu­rie­ren. Zum Re­per­toire ge­hö­ren Mess­feld­au­to­ma­tik (49-Feld), Mess­feld­grup­pie­rung (Mul­ti-in­di­vi­du­ell), Ein­zel­feld­mes­sung (1-Feld) und Spot­mes­sung. Vor al­lem die Spot­mes­sung ist ein Ge­dicht: Der Mess­punkt wird mit Fa­den­kreuz in ei­nem ver­grö­ßer­ten Bild­aus­schnitt an­ge­zeigt – si­che­rer lässt sich kaum fo­kus­sie­ren! Mög­lich sind auch Ver­fol­gungs-af und Ge­sichts-/au­gen­er­ken­nung. Bei Ein­zel­fel­dern lässt sich die Mess­feld­grö­ße in acht Stu­fen va­ri­ie­ren, bei Mess­feld­grup­pie­rung in drei Grö­ßen. Bei Af-spot­mes­sung kann man den Be­reich des Bild-im-bild-aus­schnitts in vier Stu­fen ve­rän­dern. Dank Touch-funk­ti­on las­sen sich Af-punk­te kom­for­ta­bel mit der Fin­ger­spit­ze set­zen. Bei ma­nu­el­ler Fo­kus­sie­rung hel­fen ei­ne Bild­schirm­lu­pe (4 Stu­fen, 3-6-fach) und die prak­ti­sche Pea­king-funk­ti­on. Ei­ne Pa­na­so­nic-be­son­der­heit ist „Post Fo­cus“(sie­he Kas­ten links oben). Mit dem elek­tro­ma­gne­ti­schen Schlitz­ver­schluss der Ka­me­ra ist ei­ne kür­zes­te Be­lich­tungs­zeit von 1/4000 s mög­lich; der elek­tro­ni­sche Ver­schluss er­laubt bis zu 1/16 000 s und ge­räusch­lo­ses Aus­lö­sen. Bis zu 9,4 JPEGS pro Se­kun­de schafft die Ka­me­ra im Se­ri­en­bild­mo­dus; im Raw-mo­dus sind es knapp 7 B/s. Das Pro­gramm­wahl­rad ist zwar nicht ver­rie­gel­bar, ras­tet aber nach­hal­tig in den ver­schie­de­nen Po­si­tio­nen, zu de­nen ne­ben den Stan­dards (P,A, S, M) auch der Vi­deo­mo­dus, Mo­tiv­pro­gram­me (Sce­nes) und zwei In­di­vi­du­al­spei­cher (C1/C2) ge­hö­ren. Vi­de­os zeich­net die G81 ma­xi­mal mit 4K-auf­lö­sung (3840 x 2160) und bis zu 30 Voll­bil­dern

pro Se­kun­de (Full-hd bis 60p) als MP4 auf. Im AVCHD-FOR­MAT reicht die Auf­lö­sung bis Full-hd (1920 x 1080) mit bis zu 50 Voll­bil­dern pro Se­kun­de. Bei Vi­de­os zieht der kon­ti­nu­ier­li­che Au­to­fo­kus die Schär­fe eher ge­mäch­lich, aber ziem­lich zu­ver­läs­sig und oh­ne stö­ren­des Pum­pen nach.

Be­die­nung und Per­for­mance

Das Be­di­en­kon­zept der G81 mischt Alt­her­ge­brach­tes wie das Pro­gramm­wahl­rad mit Seg­nun­gen der Neu­zeit wie dem touch­fä­hi­gen Mo­ni­tor, der beim Na­vi­gie­ren in den Me­nüs eben­so gu­te Di­ens­te leis­tet wie beim Set­zen von Au­to­fo­kus-punk­ten. Auch die Po­si­ti­on des Live-his­to­gramms im Su­cher­bild lässt sich ganz ein­fach durch Zie­hen mit der Fin­ger­spit­ze fest­le­gen. Ein ras­ten­des Ein­stell­rad links oben am Ge­häu­se er­laubt das Ein­stel­len der Be­triebs­mo­di (Ein­zel-/se­ri­en­bild, Selbst­aus­lö­ser, 4KAuf­nah­me, Post Fo­cus/fo­cus St­acking). Da­zu gibt es zwei Ein­stell­rä­der von bes­ter Qua­li­tät, das ei­ne in Reich­wei­te des Dau­mens, das an­de­re am Aus­lö­ser. Zum Star­ten von Vi­de­os exis­tiert ei­ne ei­ge­ne Tas­te in der Nä­he des Aus­lö­sers. Fünf Funk­ti­ons­tas­ten las­sen sich frei be­le­gen, das schafft Fle­xi­bi­li­tät. Hin­zu kom­men Ein­stell­mög­lich­kei­ten am Live-mo­ni­tor in Form ei­nes frei kon­fi­gu­rier­ba­ren Quick-me­nüs. Drückt man die DISP-TAS­TE mehr­mals, ge­langt man in ei­nen An­zei­ge­mo­dus, der den Mo­ni­tor ganz­flä­chig für die Anzeige von Funk­ti­ons­fel­dern nutzt, die man an­wäh­len kann, um dort mit­tels Rad oder über ein Un­ter­me­nü Ein­stel­lun­gen zu ve­rän­dern. Es gibt al­so zum Teil ver­schie­de­ne We­ge, um zum glei­chen Ziel zu ge­lan­gen. Nach et­was Ein­ge­wöh­nung wird man die­se Mög­lich­kei­ten in­tui­tiv nut­zen. Das Haupt­me­nü glie­dert sich in fünf ver­ti­kal an­ge­ord­ne­te Kar­tei­rei­ter: Rec (Auf­nah­me), Vi­deo, In­di­vi­du­al, Se­t­up und Wie­der­ga­be. Den Ka­te­go­ri­en sind

zwi­schen fünf und neun Me­nü­sei­ten zu­ge­ord­net, ma­xi­mal fünf Ein­trä­ge wer­den pro Sei­te an­ge­zeigt. Gut, dass man sich hier nicht nur durch Scrol­len, son­dern auch durch Blät­tern ei­nen Über­blick ver­schaf­fen kann. Letz­te­res funk­tio­niert über die Pfeil-un­ten-/pfei­lo­ben-tas­ten am Mo­ni­tor, die man mit der Fin­ger­spit­ze an­tippt. Hier be­währt sich die Touch­funk­ti­on.

Bild­qua­li­tät

Die Pa­na­so­nic-ent­wick­ler ent­lo­cken dem Four-thirds-sen­sor der G81 ei­ne ho­he Auf­lö­sung mit ei­nem Spit­zen­wert von 1815 LP/BH. Das ist noch et­was mehr als beim Schwes­ter­mo­dell GX80, das eben­falls mit 16-Me­ga­pi­xel-sen­sor oh­ne Tief­pass­fil­ter ar­bei­tet. Bis ISO 6400 hält die Ka­me­ra die Auf­lö­sung über 1600 LP/BH. Da­zu kommt ei­ne ho­he Dy­na­mik von bis zu 13 Blen­den. Auch beim Rau­schen gibt sich die Ka­me­ra kei­ne Blö­ße: Ei­nen Vi­su­al-noi­seWert von VN 1,7 bei ISO 6400 er­rei­chen an­de­re Ka­me­ras eher bei ISO 3200. Bei den De­ad Lea­ves ist der Rück­gang von ho­hen Wer­ten bei ISO 100 (1131/1064 LP/BH) zu hö­he­ren Emp­find­lich­kei­ten kon­ti­nu­ier­lich, wo­von vor al­lem die Wie­der­ga­be kon­tras­t­ar­mer Struk­tu­ren be­trof­fen ist. Be­reits ab ISO 800 kommt es zu deut­lich sicht­ba­ren Tex­t­ur­ver­lus­ten – al­so knapp ei­ne Iso-stu­fe frü­her als bei Ka­me­ras mit gu­tem APS-C-SEN­sor. Da­zu kommt ei­ne ver­stärk­te Nei­gung zu Ar­te­fak­ten bei hö­he­ren ISOEin­stel­lun­gen. Ab­hil­fe schafft der Wech­sel zum Raw-for­mat. Das er­hält Struk­tu­ren we­sent­lich bes­ser, wenn man et­was mehr Rau­schen im Bild lässt.

Fa­zit

Wer be­reits die G70 gut fand, wird von der G81 noch mehr über­zeugt sein: Der neue Ma­te­ri­almix mit Ma­g­ne­si­um­kom­po­nen­ten wer­tet die Ka­me­ra eben­so auf wie der Staub- und Spritz­was­ser­schutz, ei­ne Ra­ri­tät in die­ser Preis­klas­se. Auch der als Zu­be­hör er­hält­li­che Bat­te­rie­hand­griff DMW-BGG1 – mit rund 350 Eu­ro lei­der recht teu­er – rückt die Ka­me­ra ein Stück wei­ter ins se­mi­pro­fes­sio­nel­le La­ger, als man es der G70 zu­ge­traut hät­te. Vor al­lem Hoch­zeits­fo­to­gra­fen dürf­ten sich mit der G81 an­freun­den: Schnel­les Aus­lö­sen, Spo­tAu­to­fo­kus mit „Lu­pen­kon­trol­le“und ef­fek­ti­ve Bild­s­ta­bi­li­sie­rung – all dies senkt die Aus­schuss­quo­te und wiegt im Ein­zel­fall schwe­rer als das Plus an Bild­qua­li­tät, das Ka­me­ras mit grö­ße­ren Sen­so­ren bie­ten.

durch­schnitt­li­cher Markt­preis

Bild­sen­sor/da­tei

Auf­lö­sung, Pi­xel­grö­ße (Pi­xel­pitch) Sen­sor­grö­ße, Bild­win­kel­fak­tor, för­der­li­che Blen­de Sen­sor­typ, Sen­sor­rei­ni­gung, Bild­s­ta­bi­li­sa­tor Da­tei­for­mat

Auf­nah­me­steue­rung

Fo­kus­sie­rung ex­ter­ner Sen­sor, MF Fo­kus­sie­rung Auf­nah­me­sen­sor, MF (Li­ve­view) Ver­schluss­zei­ten: me­cha­nisch, elek­tro­nisch Be­lich­tungs­mes­sung: mit­ten­be­tont, Spot, Ma­trix Pro­gr.-, Blen­den-, Zei­t­au­tom., Man (P, Av, Tv, M) Be­lich­tungs­kor­rek­tur, Blitz­be­lich­tungs­kor­rek­tur Be­lich­tungs­rei­he, Blitz­be­lich­tungs­rei­he

Su­cher/mo­ni­tor/dis­play An­schlüs­se und wei­te­re Aus­stat­tung Bild­qua­li­tät Be­die­nung/per­for­mance

4592 x 3448 Pi­xel, 3,8 μm 17,3 x 13,0 mm, 2,0x, f6,2 CMOS, Sen­sor­rei­ni­gung, Bild­s­ta­bi­li­sa­tor JPEG, RAW, RAW + JPEG –, – Kon­trast-af: 49 Fel­der, MF (Lu­pe) 1/4000–60 s, 1/16 000–1 s mit­ten­be­tont, Spot, Ma­trix P mit Pro­gramms­hift, Av, Tv, M ±5 Blen­den, ±3 Stu­fen Be­lich­tungs­rei­he, – Emp­find­lich­keits­wahl: Iso-au­tobe­reich va­ria­bel man., Rei­he ISO-AU­TO ein­stell­bar, 100-25 600, – Weiß­ab­gleich kür­zes­te Blitz­sync., B, Far­bräu­me steu­er­ba­re Ein­stel­lun­gen Su­cher (Typ, ein­blend­ba­res Git­ter, Ge­sichts­feld, Ver­grö­ße­rung, ef­fek­ti­ve Su­cher­bild­grö­ße, aus­wech­sel­ba­re Matt­schei­ben) Mo­ni­tor: Grö­ße, Touch­screen, Auf­lö­sung, ver­stell­bar

Bild­vor­schau: His­to­gramm, Über-, Un­ter­be­lich­tungs­war­nung, Lu­pe für MF

Bild­wie­der­ga­be: His­to­gramm, Über- und Un­ter­be­lich­tungs­war­nung Ba­jo­nett, Spei­cher int. Blitz, An­schluss ext. Blitz (Buch­se, Blitz­schuh) Schnitt­stel­len, in­te­grier­tes GPS

Vi­deo: For­mat, max. Auf­lö­sung, Bild­fre­quenz, max. Län­ge, Af-funk­ti­on

Spie­gel­vor­aus­lö­sung, Spritz­was­ser­schutz Ma­ße (Bx H x T), Ge­wicht mit Bat­te­rie Ob­jek­tiv für Auf­lö­sungs-/ Af-mes­sung

ISO200 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

ISO400 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low ISO800 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

ISO1600 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

ISO3200 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

ISO6400 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

ISO12800 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

ISO25600 Auf­lö­sung / DL high/low / Rau­schen / Dy­na­mik / Far­be Edge high Over/un­der / Edge low Over/un­der /Ar­te­fak­te high/low

Weiß­ab­gleich Ta­ges­licht / Blitz

Bild­qua­li­tät ISO100 / 400 / 800 1600 / 3200 / 6400 mög­li­che Bild­se­rie bei max. Auf­lö­sung JPG mög­li­che Bild­se­rie bei max. Auf­lö­sung RAW Ein­schalt­ver­zö­ge­rung AF Zeit bei 300/30 Lux/live-view 300/30 Lux Aus­stat­tung/lie­fer­um­fang (max. 20 Punk­te) Aus­stat­tung/per­for­mance (max. 30 Punk­te)

Wer das Op­ti­mum aus sei­nen Bil­dern her­aus­kit­zeln will, fo­to­gra­fiert im Raw-da­tei­for­mat. Das kos­tet zwar mehr Spei­cher­platz, aber bei der Kor­rek­tur am PC ho­len Sie aus RAWS mehr her­aus als aus dem sonst ge­bräuch­li­chen Jpeg-for­mat. Wir zei­gen dar­um in un­se­rer neu­en Serie, wie Sie Kon­trast, Schär­fe und Ob­jek­tiv­feh­ler bei RAWDa­tei­en ge­zielt ver­bes­sern. Das Raw-for­mat ist aber nicht oh­ne Ri­si­ken und Ne­ben­wir­kun­gen – und dar­über in­for­mie­ren wir Sie auch: In die­sem Bei­trag er­fah­ren Sie, wie Sie Spei­cher­platz­pro­ble­me in den Griff be­kom­men und wie auch äl­te­re Bild­pro­gram­me die Raw-da­tei­en aus ei­ner neu­en Ka­me­ra noch öff­nen kön­nen. Weit ver­brei­tet zur Raw-bild­kor­rek­tur sind die Pro­gram­me von Ado­be, vor al­lem Pho­to­shop CC und Light­room; da­zu kommt Pho­to­shop Ele­ments als ab­ge­speck­te Ein­stei­ger-ver­si­on. Dar­um er­klä­ren wir vie­le Tech­ni­ken an­hand die­ser eta­blier­ten Pro­gram­me. Doch noch weit mehr Pro­gram­me kön­nen Raw-bil­der am PC „ent­wi­ckeln“, wie es heißt – dar­un­ter kom­ple­xe Pro­fi­pro­gram­me wie DXO Op­tic­s­pro oder Cap­tu­re One. Es gibt aber auch Gra­ti­s­an­ge­bo­te spe­zi­ell für RAW-DA­tei­en. Die­se Pro­gram­me lie­fern in­ter­es­san­te Al­ter­na­ti­ven zu den Raw-platz­hir­schen des Her­stel­lers Ado­be: Die Un­ter­schie­de lie­gen nicht nur im Funk­ti­ons­um­fang, son­dern auch in der mög­li­chen Bild­qua­li­tät und Bild­wir­kung. Dar­um stel­len wir Ih­nen in je­der Aus­ga­be un­se­rer Raw-serie ein RAWPro­gramm aus­führ­lich vor, dies­mal das Gra­ti­s­an­ge­bot Raw­the­ra­pee.

Spei­chern im RAWFor­mat – was bringt’s?

An Ih­rer Ka­me­ra stel­len Sie es ein: Sie zeich­nen Ih­re Bil­der ent­we­der im RAW- Da­tei­for­mat auf und er­hal­ten dann je nach Her­stel­ler Da­tei­en­dun­gen wie zum Bei­spiel .cr2, .nef oder .arf. Die Al­ter­na­ti­ve: Sie fo­to­gra­fie­ren JPEGDa­tei­en (auch JPEGS ge­nannt), die Da­tei­en­dung heißt dann .jpg. Die­se bei­den Da­tei­ty­pen un­ter­schei­den sich we­sent­lich von­ein­an­der. Vor al­lem: Das Raw-da­tei­for­mat er­hält die tech­nisch mög­li­che Bild­qua­li­tät des Ka­me­ra­sen­sors prak­tisch un­ver­fälscht 1:1. Die Raw-da­tei ist noch nicht in die drei Rot-, Grün- und Blau­schich­ten ei­ner üb­li­chen Fo­to­da­tei samt end­gül­ti­gem Weiß­ab­gleich, Kon­trast-, Schär­fe- und Rausch­kor­rek­tur zer­legt. Die kom­ple­xe Um­wand­lung der RAWDa­tei ins üb­li­che Rgb-for­mat heißt „De­mo­sai­cing“– sie ent­schei­det über die er­reich­ba­re Bild­qua­li­tät. Die RAWUm­wand­lung samt Kor­rek­tur wird auch „Ent­wick­lung“ge­nannt, spe­zi­el­le RAWPro­gram­me hei­ßen manch­mal auch Raw-kon­ver­ter.

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